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    dass eine A-Besoldung geringer ist, als eine B-Besoldung, weißt du aber, oder? wenn ja, macht dein Post als Antwort wenig Sinn......

    ich wollte damit andeuten, dass A13 die unterste Grenze für uns MINT-Lehrkräfte ist. Derzeit unterrichte ich angehende Mathematik- und PHysikstudenten in einer auf MINT spezialisierten Nachhilfe für 30€/ Stunde. Dabei bin ich noch Student. In der freien Wirtschaft ist locker ein Gehalt im B-Bereich möglich. Ich unterrichte aber gerne, so dass früher oder später auf jeden Fall an die Schule gehen werde.

    "Es ist herrlich, dann einen Partner zu haben, der ganz andere Themen einbringt - und mich so manches Mal auch erdet/einnordet"


    Mein Zahnarzt bereibt zusammen mit seiner Frau - ebenfalls Zahnärztin - eine Praxis; manchmal frag ich mich auch, was die sich abends zu sagen haben?


    Ich glaube ein absolutes no-go für mich wäre eine Beziehung in der gleichen Firma, eben weil man ja eigentlich immer nur über seine Arbeit spricht.

    mac

    Ein wenig OT:


    Du willst mal Lehrer werden, meine Güte, das ist auch nicht gerade der Job, bei dem man ein geistiges Übergenie sein muss. Aber was man ganz sicher benötigt ist soziale Kompetenz (zumindest wäre dies für Deine zukünftigen Schüler gut). Die will ich Dir auch gar nicht absprechen, aber im Moment ist sie nicht erkennbar.


    Und btw, Lehrer sein kann auch jeder, wird ja immer gesagt. So ganz weit ergeholt ist dies nicht, wenn man weiß, worauf man sich einlässt. Ich als "Einfächler" darf drei Fächer unterrichten (hab also nicht auf Lehramt studiert). Wie kann das sein? Weil man auch als Einfächler unter Umständen mehrere Fächer benötigt. Und nein, es sind keine Fächer, die Du eventuell als Schwafelfächer abtun kannst, sondern MINT-Fächer, Chemie, Biologie und Physik. Auch Mathe habe ich schon unterrichtet.


    Du scheinst Dich angegriffen zu fühlen, zumindest verdeitigst Du Dich sehr stark bei Sachen, über die Du locker drüber stehen könntest. Gelassenheit als Lehrer ist sehr wichtig! Und für Dein Ref: Anregungen von anderen auch mal annehmen und nicht nur dagegen wettern, ansonsten kann es sein, dass Du bei Deinen Fachleitern ganz schlechte Karten hast und Dein Examen nichts wird - und die Verbeamtung auf Lebenszeit ein Traum bleibt.

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    Was würdest du eigentlich unternehmen, wenn du einen Unfall hattest und Hilfe brauchst? Vertraust du dann den Rettungsdienstleistenden dein Leben an? Alles dumme Handwerker ;-) Feuerwehrmänner, Rettungsassistenten, Sanitäter. Alles ach so doofe Handwerker, die nicht wissen, was eine Windrichtung ist. Aber Verletzte aus Autos schneiden stellt für sie kein Problem dar. Omma Erna mit Herzinfakt ins Krankenhaus bringen auch nicht. Die Bude brennt? Da kommen minderbemittelte Handwerker, um zu löschen, zu retten und zu bergen.


    Krass, oder?

    und was wäre die alle ohne ihre MINT-Lehrer in der Schule? Haben die Rechnen auf dem Schulhof gelernt? Krass, oder? Ich bin übrigens Hobbyschrauber und kann dir ein Auto komplett zerlegen und wieder zusammenbauen. So viel dazu.

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    @ mac

    Mir liegt es fern, dich und deine Berufswahl gering zu schätzen, wie du es mit Handwerkern machst. Es gibt mir darum, deinen Blick zu weiten, dass es mehr ehrbare Berufe, als nur MINT-Lehrer, gibt. Aber du fühlst dich so schnell angegriffen, dass das überhaupt nicht möglich ist.


    Oder bist du mit deiner Wahl selbst so unzufrieden, dass du dich hier nicht vor uns sondern vor dir selbst rechtfertigst? Kann ja schon einmal vorkommen, wenn man hart arbeiten muss für sein Studium.

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    Ich weiß, dass das vermutlich lange nicht auf alle Kerle da draußen zutrifft, aber ich würde nie mit jemandem eine Beziehung eingehen können, der körperlich arbeitet - auf dem Bau, als Klempner, Handwerker, Monteur. Persönlich mag ich lieber Männer, die eben "'mit Köpfchen" arbeiten, und denke unterschwellig, dass es bei denen, die das nicht machen, irgendwie nicht dazu gereicht hat. Irgendwie komme ich aus dieser Denkschiene nicht raus, bei uns in der Kleinstadt war es nur so, dass jemand mit niedrigem Schulabschluss dann eher sowas machte. :=o


    koko.lores92

    "Wirklich sehr sympathisch!"


    Dann repariere aber bitte auch deine Sanitäranlagen selbst und bau auch dein Haus selbst.


    Oder....kannst du das etwa gar nicht? ]:D


    Ich fürchte, da müssen die "niedere" Leute und Handwerker helfen.

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    und was mir gerade eingefallen ist: das was Carolina87 beruflich macht, ist für mich ein no-go. ]:D

    Dann rate du mal, was ich arbeite, damit du künftig alle Menschen dieses Berufstandes umgehen kannst :)*

    Natürlich darf ich bewerten, ich führe meine Schüler auch zum Abitur! Meine lieben Kleinen werden später mal all das, was hier aufgezählt wird. An meiner Schule stimmt manches nicht, aber das ganz sicher. Noch nie etwas von Quereinsteigern gehört? Und an welcher Stelle habe ich geschrieben, dass ich keine Fachlehrerin bin? Ich habe alle Fächer, die ich unterrichte, im Studium gehabt. So kann es bei Einfächlern auch sein, daher die Anführungsstriche. Ich habe nur nicht auf Lehramt studiert, fachlich bin ich mehr als fit. Der Rest des Lehrerdaseins habe ich über pädagogische Seminare gelernt (was nicht besonders viel war).

    @ panikpepe:

    Ich finde schon, dass zu Lehramt Intelligenz nötig ist. Viel, und zwar sehr viel, trauriger finde ich, dass die meisten Lehrkräfte keinerlei Ahnung haben, wie man jungen Menschen Wissen lehrt. Sehr viele sind zwar super ausgebildet, haben Wissen dass durchaus sehr umfangreich ist. Aber was bringt das alles, wenn man es nicht schafft die Schüler zu lehren. Sie zu begeistern für den Stoff, der oftmals sehr trocken ist.

    @ Topic:

    Mir ist der Mensch wichtiger als die Arbeit, welche er ausübt. Wenn jemand einen anstrengenden Job hat und eben dreckig wird, dann sollte er in der Lage sein sich kurz zu waschen wenn er nach Hause kommt. Jemand der sich wirklich im Sozialsystem ausruht und keine Bestreben hat daraus in ein geregeltes Leben mit Geld verdienen zu wechseln wäre für mich abschreckend.


    Ich finde sehr viele Meinungen hier sehr aufschlussreich und leider nicht im positiven Sinne. Aber es zeigt mir, dass ich doch froh bin nicht jeden Menschen kennenlernen zu wollen und eher introvertiert zu sein.

    Muss man sich wirklich vorstellen können, mit jedem Menschen potentiell Tisch und Bett zu teilen, um politisch korrekt zu sein?