Zitat

    Ich fände es halt schön, wenn er wüsste, dass er mit mir reden kann, aber natürlich nicht muss, wenn er nicht will. Kann man das irgendwie deutlichen machen?

    Ja, indem Du es ihm sagst.


    Ich an Stelle jener Person wollte Deine Hilfe allerdings nicht.

    Nachdem wir hier etwas über Diagnosen diskutiert haben, möchte ich gerne meinen aktuellen Stand der Dinge zu dem Thema posten.


    Du hast Dich entschieden, anderen von Deiner Sozialphobie zu erzählen. Wenn Du es nicht tätest, würdest Du um etwas drumherum reden. Unter diesem Aspekt finde ich Deine Entscheidung für Dich persönlich richtig.


    Die Argumentation Deiner Therapeutin halte ich daneben grundsätzlich ebenfalls für stichhaltig. D.h. wenn man einen ICD-10 Schlüssel nennt, versteckt man etwas von sich persönlich hinter einem wissenschaftlichen Ausdruck. (Wobei sie wohl meinte, Du versteckst Dich hinter dieser Diagnose. Das finde ich einen bemerkenswerten Unterschied: Versteckst Du Dich oder versteckst Du etwas von Dir, wenn Du Deine Diagnose nennst?)


    Nur: wenn man es nicht schafft, das zu zeigen, was man da versteckt, finde ich die Sache mit der Diagnose einen guten Kompromiss, um es zumindest nicht ganz zu verheimlichen.


    Ich hatte immer den Anspruch an mich selbst, mich nicht hinter einer Diagnose zu verstecken. Aber dem bin ich nicht wirklich gerecht geworden, weil ich mich selbst nicht verstehe.


    Also, Hut ab, wenn es Dir zumindest gelingt, im persönlichen Gespräch Deine Diagnose zu nennen, ohne dass es komisch wird.


    :)*