Zitat

    Hm... Mir kam gerade in den Sinn, dass ich wohl irgendwo nach bedingungsloser Liebe suche. Meine Psychologin sagt, dass der Mensch zwei essentieller Bedürfnisse hat: So sein zu dürfen, wie er ist + geliebt zu werden. Und wenn eins von beidem nicht erfolgt, sehen wir unsere Existenz als bedroht an. Heißt normalerweise nicht, dass jeder oder gar viele auf diese Art für einen da sein müssen, aber wenn die Eltern - wie bei mir - nicht auf diese Art für einen da waren, sitzt das tief. Und dann fühlt jeder neue Schlag in diese Richtung sich richtig bedrohlich an.

    Ja. Dieses "Grundproblem" verbindet sicher sehr viele Menschen mit unterschiedlichen Geschichten. Will sagen- das "beruhigende" daran ist - Du bist damit nicht allein - das oft besonders anfangs beunruhigende ist - aktiv ändern kannst es nur Du selbst - siehe :

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    Blöderweise glaube ich aber auch niemandem, der sagt, er liebe mich bedingungslos.

    Und genau diese "nicht glauben" ist etwas was Du selbst "aktiv" tust. Natürlich aufgrund Deiner bisherigen Erfahrung. Aber da Du derjeninge bist der die Tätigkeit nicht glauben ausführt kannst auch nur Du selbst das ändern.


    Es gibt für bedingungslose Liebe nun mal keinen Farbtest wo Du demjenigen, der gerade behauptet Dich bedingungslos zu lieben mal kurz ein Wattestäbchen in den Mund steckst, das grün anläuft und Dir dann eindeutig sagt: Jo der Wattestäbchenbefeuchter liebt mich gerade bedingunglos. Selbst wenn es das gäbe würdest Du das möglicherweise alle Stunde machen wollen um sicher zu gehn dass sich das nicht ändert. Dazu kommt, dass Du dann immer noch dem Wattestäbchen glauben müsstest, verstehst Du? Das nimmt kein Ende, weil die genannte Beweisart für Liebe nicht funktioniert. Du weisst das auch irgendwie. Der oben angesprochene Knopfdruckgnom - der will das nicht wissen. Dem ist die Realität egal. Stimmts?


    Die Frage ist, was machen "die anderen" die dieses Bedürfnis nicht haben anders als "wir"?


    Meine "Erkenntnis" dazu ist - flapsig ausgedrückt - dass die früher gelernt haben, dem Gnom eine Tasse Tee anzubieten, sich mit ihm übers Wetter zu unterhalten und ihn irgendwo in einen Raum zu setzen wo er a bisserl vor sich hintoben kann, ihn aber nicht suuuuper ernst zu nehmen, weil die Hausherrin oder der Hausherr eben verstanden haben, dass seine Wünsche nicht realistisch sind. Sie haben mit der Realität an sich nichts zu tun. Das bedeutet ja nicht, dass der Gnom keinerlei Funktion oder nichts zu sagen hätte. Er hat halt die "Alaaaarm hier geht was schief" Funktion, aber er hat weder den Überblick über die Gesamtsituation noch die Entscheidungsbefugnis für das gesamte Haus. Er kann Vorschläge einreichen, aber wie realistisch die sind beurteilt die Hausherrin ;-) und die entscheidet dann wie zu handeln is.


    Dazu haben Hausherrinnen in so einem fall eben eine Menge "Einzelwissen" parat. Deshalb meine Aufforderung an Dich werd konkreter in Deinen Gedanken. Was muss jemand tun damit Du Dich geliebt fühlst? das hier erklärt das Grundproblem dahinter Um das zu wissen ( wann Du selbst Dich geliebt fühlen würdest) brauchst Du dieses tatsächliche Bewusstsein über Dich selbst. Kein gespieltes Selbstbewusstsein, das den anderen das spiegelt was die sehen wollen ( das können "wir" ja oft sehr gut - ich kann das auch ;-) ) - sondern das tiefe Wissen darum was sich für Dich selber unabhängig von anderen richtig anfühlt. Das ist weil Du aus der Situation kommst aus der Du kommst ein sehr schwieriges Konzept. Bisher war Anpassung an die Gefühle anderer, Anpassung an die Werte anderer, Anpassung an die Verhaltensweisen anderer Deine Hauptmotivation um das zu "bekommen" was Du als Liebe kennst. Liebe hat aber eine Selbstverantwortliche Dimension, die jemand wie Du ( oder auch ich früher) aufgrund der Geschichte die er oder sie hat noch überhaupt nicht auf dem Schirm haben kann: Wir begreifen diese Form der Erfahrung schlicht noch nicht, wenn wir Anfangen aus unserem "Loch" zu kriechen. Wir verstehen: So wie es lief wars falsch und verquer, haben aber gleichzeitig sehr unrealistische - kindliche Vorstellungen davon wie einfach die "richtige" Variante wäre. Bei den anderen sieht das doch so leicht aus, oder? Und die haben diese miesen Voraussetzungen ja nicht gehabt - es muss also leichter gehn.


    Das ist so in etwa eine Form der innere Gnomlogik. Auf die idee, dass es "nur" anders geht und zwar auf eine Art und Weise die wir uns noch nicht so wirklich vorstellen können, kommen wir in dem Moment nicht. Es muss ja ganz klar besser sein, also leichter erreichbar. Diese Wunschlogik ist falsch und beruht etwas auf dem "Opfer"gefühl, das - egal wie versteckt völlig zurecht noch in uns lauert. Es ist ein Eiertanz da rauszuwuseln, aber es wird einfacher.


    Einstieg vielleicht:

    Zitat

    Vielleicht muss ich also lernen, mich selbst bedingungslos zu lieben, auch wenn das wie Hohn klingt.

    Warum klingt es wie Hohn sich selbst bedingungslos zu lieben? Was ist an Liebe höhnisch? Und wie liebst Du denn bisher bedinungslos (andere) oder tust Du das nicht? ( um wieder eine Brücke zu Deinem eigentlichen Konflikt zu schlagen)

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    Aber vermutlich kann dieses Loch eh niemand im Außen nachhaltig stopfen.

    Stimmt und das ist gar nicht traurig, dass man das alleine kann. Denn das bedeutet auch, das niemand sonst die Macht hat einen zu vernichten und einem alles zu nehmen. Das ist sehr sehr beruhigend.

    Mal noch einen Gedanken zu "bedingungsloser Liebe":


    Ich glaub, das gibts nur zwischen Eltern und Kindern. Und wenn man als Kind keine "bedingungslose Liebe" von seinen Eltern erfahren hat, fehlt einem das später im Leben so nötige Selbstvertrauen. Und wenn man dieses Selbstvertrauen


    hat, braucht man keinen Partner "bedingungslos" zu lieben. Für mich ist es ganz klar, dass ich bestimmte Erwartungen an meinen Partner stelle, und wenn er die nachhaltig nicht erfüllt, geht die Liebe eben flöten. Als Mutter gegenüber einem Kind ist das Modell "bedingungslose Liebe" notwendig, damit sich das Kind in einem geschützten Raum gut entwickeln kann. Später, unter Erwachsenen, finde ich diese Bedingungslosigkeit nicht mehr notwendig, sondern sogar naiv.

    Hey ihr Lieben,


    wollte mich nochmal für euer aller Anteilnahme bedanken und auch nochmal besonders rr2017 für die liebe PN.


    Im Moment merke ich aber, wie mich das Thema arg anfasst. Vielleicht sollte ich also eine Pause machen und/oder es nochmal therapeutisch angehen.


    Also brauche ich erstmal ne Pause, aber ggf. melde ich mich wann später nochmal.


    LG und eine sonnige, nicht zu heiße Woche euch @:) !

    Hey ihr Lieben @:) !


    Meine Therapeutin hat leider gerade Urlaub, also stehe ich jetzt vor der direkten Entscheidung - Konfrontation oder Vermeidung?


    Ich glaube, das tiefenpsychologisch anzugehen wird dauern, also brauche ich jetzt - falls ich nicht vermeide - eine kurzfristige Lösung.


    Was ich nicht mehr kann: So tun, als ob nichts wäre. Ich fühle mich von manchen Menschen einfach nicht respektiert und das Gefühl ist schrecklich. Ich fühle mich nicht auf Augenhöhe.


    Und daher frage ich mich: Kann ich das Gefühl, auf Augenhöhe zu sein, irgendwie wieder herstellen?


    Mal zwei Beispiele:


    Einer Person bin ich monatelang hinterher gelaufen, weil ich sie mochte. Sie hat sich in dem Punkt immer bedeckt gehalten - mir nie gesagt, dass sie mich mag, aber sie wollte umgekehrt auch nie, dass ich ihr etwas übel nehme und mich entferne. Sie hat mich beleidigt - gemeint, ich wäre hässlich, merkwürdig und behandelt mich prinzipiell wie einen seelischen Mülleimer. Nur ihre Bedürfnisse sind wichtig. Wenn sie reden will - bevorzugt über ihre Probleme - soll ich da sein, aber ich werde nie nett behandelt. Alles, was ich mache, wird komisch beäugt oder abfällig kommentiert. Sie weiß alles besser. Eigentlich ein richtiges Arschloch, dem man nicht nachlaufen sollte. Ich bin der Person aber dummerweise nachgelaufen, eben aufgrund meines Komplexes: "Da sagt jemand, ich wäre nicht gut genug, also muss ich das Gegenteil beweisen." Das ging leider so weit, dass ich mich richtig lächerlich gemacht habe. Eigentlich habe ich nichts wirklich Schlimmes gemacht - jemand ohne sadistische (oder wie auch immer geartete) Ader hätte vermutlich nett reagiert. Aber eine nette Reaktion blieb aus. Seitdem schäme ich und die Person weiß ganz genau, dass sie mir trotz der miesen Behandlung noch viel bedeutet. Das heißt, eigentlich tut sie es jetzt nicht mehr, und das würde ich sie soooo gerne spüren lassen. Aber ich weiß einfach nicht, wie. Ich bin gekränkt. Und jedes Mal, wenn ich sie sehe, denke ich mir, wie sie mich innerlich auslachen muss :°( .


    Eine andere Person ist eigentlich ähnlich drauf. Sie ist zwar manchmal ganz nett und interessiert, aber das geht eigentlich immer von mir aus. Zwischendurch ist sie auch gemein und sie ist auch sehr abweisend, immer im Wechsel mit "netteren" Phasen. Eigentlich auch immer dann, wenn ich mich gerade entferne, weil ich die Schnauze voll habe. Auch sie weiß eigentlich, wie gerne ich sie habe/hatte, aber naja... Auch hier würde ich jetzt einfach gerne meine Position auf Augenhöhe wiederherstellen, aber ich weiß einfach nicht, wie.


    Vor allem befürchte ich, wieder in dieses Muster zu fallen, sobald eine nette Regung kommt - egal, wie kalt ich vorher sein wollte. Ich mache das jetzt sogar schon mit anderen, dass ich mich irgendwie hündisch benehme, weil mein Muster da so stark aktiviert ist. Das macht es einfach nur schlimmer.


    Könnte ich meine Augenhöhe wiederherstellen, wäre ich wohl allgemein wieder selbstsicherer und könnte aufhören, anderen hinterherzulaufen und zu viel zu geben. Aber keine Ahnung, wie das gehen sollte.


    Hat jemand eine Idee?

    Noch zu Person 1:


    Das Schlimme ist vor allem: Es ist egal, was ich mache, sie hat IMMER etwas an mir auszusetzen. Meistens, dass ich mich merkwürdig benehme. Der Horror schlechthin für einen Angstpatienten. Wo ich doch weiß, dass ich mich nicht merkwürdig benehme - zumindest nicht so schlimm, dass man das ständig bekritteln müsste. Ich glaube auch nicht, dass ich das wirklich ändern könnte, dass sie so denkt und handelt. Meine Psychologin meint, ich solle da drüber stehen, aber genau das kann ich eben nicht. Und jetzt fühle ich mich halt in der ganzen Gruppe beschissen, als wäre die Atmosphäre vergiftet. Dabei wollte ich doch nur alles richtig machen :°( !

    Hallo @Cinnamon4


    Was sollst du denn komsiches gemacht haben, bzw. warum sollte sie dich auslachen?


    In wie fern kritisieren, und in wie fern mögen?


    Sind diese beiden Personen auch in deiner Hobby Gruppe?


    Drüberstehen ist immer einfacher gesagt als getan, das weiß ich.... :(


    Nicht verzagen!


    Versuchen wir mal den Frosch bei den Locken zu packen.

    @ MissMarie

    Zitat

    Was sollst du denn komsiches gemacht haben, bzw. warum sollte sie dich auslachen?

    Naja... Ich habe ziemlich deutlich gemacht, dass ich mir ihre Freundschaft wünschen würde - bei dem einen sogar ganz konkret. Und das, obwohl beide sich eher weniger für mich interessieren und manchmal auch gemein sind - vor allem die eine Person ist oft gemein. Eigentlich hätte ich mir mehr wert sein sollen und das weiß ich jetzt nicht - ich weiß aber nicht, wie ich aus der Nummer wieder rauskommen soll, wie ich mich wieder aufrecht fühlen soll.

    Zitat

    In wie fern kritisieren, und in wie fern mögen?

    Was meinst du denn? Wer mich kritisiert? Oder wer mich mag?

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    Sind diese beiden Personen auch in deiner Hobby Gruppe?

    Ja, leider. Sonst wäre es vermutlich einfacher. Aber sobald ich die sehe juckt es mich irgendwie und ich versuche alle, um zu gefallen, auch bei anderen. Ist eigentlich total ätzend und normal bin ich so auch nicht. Ich denke halt, dass da bei mir einfach dieses blöde Muster aktiviert wird und ich weiß nicht, wie ich es deaktivieren kann.

    Zitat

    Drüberstehen ist immer einfacher gesagt als getan, das weiß ich.... :(


    Nicht verzagen!


    Versuchen wir mal den Frosch bei den Locken zu packen.

    Danke! Im Moment bin ich aufgrund der ganzen Lage auch einfach total depressiv und ausgelaugt. Da sieht man ja eh schwärzer als man es vielleicht sonst würde. Ist so ein Teufelskreis. Ich habe mir gerade Rosenwurz bestellt und trinke viel Melissen- und Lavendeltee. Und dann ist meine Psychologin ja auch bald wieder da.

    Beides Männer, stimmts? Tendenziell (muss nicht) hilft es bei Männern öfter (besonders wenn sie die Tendenz zum niedermachen haben) nicht mehr von sich selbst aus Gespräche anzufangen, wenn man dann angesprochen wird freundlich und kurz angebunden zu bleiben und so die Distanz setzen.


    Sind sie so eine Art "Führung" in der Gruppe ? Hast Du zwangsläufig viel mit ihnen direkt zu tun wenn Du da hingehst oder kannst Du das eigentlich schon umgehen?


    Wenn ich mich recht erinnere ist Dein Hobby ja was was man auch allein machen kann, sprich Du bist auf alle Fälle nicht auf jemanden angewiesen.


    Es ist schwer was dazu zu sagen, wenn man die Menschen nicht kennt, aber in der Tendenz würde ich an Deiner Stelle momentan einfach nicht von mir aus mit denen zu sprechen anfangen, wenn sie Dich was fragen nur kurz und sachlich antworten und ansonsten wenn möglich eine Beobachtungsposition der Gesamtsituation einnehmen.


    Wenns zu schwierig ist lass einfach ein zwei Treffen ausfallen. Das machen andere ja auch ( wie Du oben geschrieben hast). Gar nicht groß erklären warum. Dann geh aber mit dem festen Vorsatz wieder hin einfach mal nur sachlich freundlich zu reagieren und niemanden von Deiner Seite aus zu ermutigen Dir alles mögliche zu erzählen. Einfach mal hingehn - Hobby ausüben - höflich verabschieden und gut is.


    Das gibt Dir die Möglichkeit innerlich bei Deinen Gefühlen zu bleiben und zu sehen ob sich was verändert.

    Zitat

    Könnte ich meine Augenhöhe wiederherstellen, wäre ich wohl allgemein wieder selbstsicherer und könnte aufhören, anderen hinterherzulaufen und zu viel zu geben. Aber keine Ahnung, wie das gehen sollte.


    Hat jemand eine Idee?

    Du läufst den falschen hinterher.

    @ m+s

    Zitat

    Du läufst den falschen hinterher.

    Ja, so weit war ich auch schon ;-) ! Wie ich diesem Muster nicht mehr erliege, weiß ich eben leider noch nicht.

    @ NotMichaelCaine

    Zitat

    Beides Männer, stimmts?

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    Tendenziell (muss nicht) hilft es bei Männern öfter (besonders wenn sie die Tendenz zum niedermachen haben) nicht mehr von sich selbst aus Gespräche anzufangen, wenn man dann angesprochen wird freundlich und kurz angebunden zu bleiben und so die Distanz setzen.

    Das klingt eigentlich ganz gut. Zählt dazu auch sowas wie "Hallo." sagen?


    Und warum machen manche sowas überhaupt? Ist ja schon ziemlich asozial.

    Zitat

    Sind sie so eine Art "Führung" in der Gruppe ?

    Nein, aber wären es wohl gerne bzw. sind es in anderen, nicht-gruppenspezifischen Bereichen.

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    Hast Du zwangsläufig viel mit ihnen direkt zu tun wenn Du da hingehst oder kannst Du das eigentlich schon umgehen?

    Ich kann es ein bisschen umgehen, aber nach der Ansage meinerseits finde ich es schwierig. Ich verhalte mich ungern... wie sagt man... inkonsistent, eigentlich kann man immer davon ausgehen, dass ich verlässlich bin. Wenn ich da jetzt plötzlich mit einer ganz anderen Einstellung rangehe, wird es halt auffallen, und davor habe ich auch irgendwie Angst. Ich will halt auch nicht eingeschnappt rüberkommen, das ist ja auch nicht gerade souverän.

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    Wenn ich mich recht erinnere ist Dein Hobby ja was was man auch allein machen kann, sprich Du bist auf alle Fälle nicht auf jemanden angewiesen.

    Ja! Und das freut mich auch sehr! Deswegen überlege ich ja auch, ganz aufzuhören. Mir gibt mein Hobby sogar mehr, wenn ich es alleine mache, und wenn ich mich jetzt sozial so unwohl fühle, macht es ja auch keinen Sinn - sei es nun die falsche Gruppe oder meine Unzulänglichkeit im sozialen Bereich.

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    Es ist schwer was dazu zu sagen, wenn man die Menschen nicht kennt, aber in der Tendenz würde ich an Deiner Stelle momentan einfach nicht von mir aus mit denen zu sprechen anfangen, wenn sie Dich was fragen nur kurz und sachlich antworten und ansonsten wenn möglich eine Beobachtungsposition der Gesamtsituation einnehmen.

    Das kann ich versuchen, danke :)z .

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    Wenns zu schwierig ist lass einfach ein zwei Treffen ausfallen. Das machen andere ja auch ( wie Du oben geschrieben hast). Gar nicht groß erklären warum. Dann geh aber mit dem festen Vorsatz wieder hin einfach mal nur sachlich freundlich zu reagieren und niemanden von Deiner Seite aus zu ermutigen Dir alles mögliche zu erzählen. Einfach mal hingehn - Hobby ausüben - höflich verabschieden und gut is.


    Das gibt Dir die Möglichkeit innerlich bei Deinen Gefühlen zu bleiben und zu sehen ob sich was verändert.

    Ja, das klingt eigentlich nach nem guten Vorschlag. Ich meine, ich habe ja nichts zu verlieren. Es ist aber schon üblich, sich kurz abzumelden. ??Kann ja sagen, ich hab Migräne.??


    Danke nochmal für die Hilfe @:)!


    Das bedeutet mir gerade echt viel! Vorallem, weil meine Psychologin halt so darauf erpicht ist, dass ich nicht vermeiden soll. Aber wenn ich hier mit Bauchweh sitze und einfach nicht hin will, ist das ja keine gute Konfrontation, sondern verschlimmert es ja eher. Ich lasse mal noch ein paar Tage vorbeigehen und wenn ich dann den Mut finden, werde ich es mal so probieren, NMC @:) !

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    Wie ich diesem Muster nicht mehr erliege, weiß ich eben leider noch nicht.

    Ich habe ähnliche Muster. Deshalb weiß ich, wie schwer es ist.


    Aber es könnte ein Hinweis für das weitere Vorgehen sein: Wenn es Dir um Freundschaft geht, wäre es eventuell sinnvoller, unter Frauen danach zu suchen, weil die Frage der Augenhöhe unter Frauen nicht so eine große Rolle spielt.


    Also, Frage, warum suchst Du weniger nach Freundinnen?

    Ich finde die Vorschläge von NotMichaelCaine echt gut und praktikabel.


    Ich glaube, dass du dein Gesicht in dieser Gruppe einschl ggü diesen 2 Personen (nur) wahren kannst, indem du wenigstens so tust als wären sie dir mittlerweile egal.


    Und dann würde ich tatsächlich überlegen, diese Gruppe zu verlassen. Hast du ja eh schon angedacht. Blöden Kollegen kannst du nicht aus dem Weg gehen, aber was bringt dir eine Freizeitgruppe, in der du dich nicht wohlfühlst? Das ist doch absurd. Ach Gott, und wenn es da üblich ist, abzusagen, du aber keine Lust auf Kontakt hast, dann nimm es halt mal nicht so genau mit den Gepflogenheiten. Das macht das Kraut auch nicht mehr fett und du brauchst keine Migräne zu erfinden (das glauben die dir eh nicht, wirkt eher noch als hättest du nun Schiss vor einer Zusammenkunft).


    Und dann würde ich mal versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen. Ich kapier nicht, wieso man Leuten hinterherrennt, die einen wie Scheiße behandeln. Ich war auch nie eine Frau die auf A*lochtypen stand. Du bist doch auch sehr reflektiert. Schreib doch mal auf was du an diesen beiden Personen toll findest und was du beschissen findest, und vergib Punkte dafür (mehr Minuspunkte wenn es oft vorkommt oder ganz schlimm für dich war zB). Dann müsste dir ja auch rational erklärbar sein, warum es total abwegig ist, sich an solche Menschen dranzuhängen.


    Hast du irgendwen mit dem du konkreter über diese "Fälle" reden kannst als hier im Forum? Manchmal wirken Hinweise von Leuten aus dem eigenen Umfeld (bei mir wäre es zB meine Mutter, meine beste Freundin oder auch mein Freund, wobei der es mit psychologischen Analysen nicht so hat) Wunder.


    Und dann noch ein ganz allgemeiner Tip:


    Ich finde "Vermeidung" nicht per se schlecht. Also lass die Gruppe mal für eine gewisse Zeit sausen und richte dein Augenmerk auf Dinge, die toll sind. ZB:


    * Dass du einen Freund hast, der offenbar ziemlich außergewöhnlich ist. Der scheint ja gut mit deinen "Besonderheiten" ;-) klar zu kommen, das ist doch ein richtiger Schatz für dich.


    * Kleinigkeiten, an denen man sich auch freuen kann, zB ein WE, an dem man nichts machen muss, nur was einem Spaß macht. Mal 1h an einem See sitzen und sich an der Schönheit der Natur freuen.