• Wem glauben? Betrug?

    Hallo zusammen, ich schreibe hier als Alias, da ich nicht möchte, dass Dritte, die mich kennen, von diesem Vorfall erfahren und es sich herumspricht. Rand-Daten: 8 Jahre Beziehung, 3jähriges Kind Ende letzter Woche passierte etwas Unglaubliches. In der Post lag ein Brief ohne Absender, gerichtet an mich. Darin stand geschrieben, dass ich seit geraumer…
  • 582 Antworten

    Ich muss zugeben ich finde es mutig, wie du das Gespräch überstanden hast.


    Leider würde auch ich zu dem gleichen Schluss kommen wie die anderen.


    Nun ist es an dir zu überlegen, ob auch du das so siehst und was du mit dieser Erkenntnis anfangen möchtest.


    Weißt du, vor Jahren habe ich immer gesagt, dass ein Treuebruch auch automatisch das Ende der Beziehung ist.


    Heute sehe ich das nicht mehr ganz so streng.


    Mein Mann und ich sind durch dick und dünn gegangen gemeinsam und haben wirklich auch hart Zeiten gemeinsam bewältigt. Dann ist da ein gemeinsames Kind, das an beiden Eltern hängt.


    Einen einfachen Ausrutscher könnte ich vermutlich verzeihen. Ich würde es aber nicht wissen wollen, sondern einfach halbwegs bewusst Scheuklappen haben. Das weiß mein Mann allerdings nicht ;-) Bisher hatte ich nie Grund zu zweifeln.


    Dein Fall ist jedoch ganz anders gelagert. Eine Zweitbeziehung über Jahre und selbst nach Entdeckung noch abstreiten.... damit könnte ich nicht gut leben. Zur Verletzung und dem Vertrauensbruch kommt noch die Demütigung hinzu und die Unsicherheit, was die Zukunft betrifft.


    Egal, welche Schlüsse du aus den Geschehnissen ziehen wirst, ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit. :)*

    Hmmm... Die haben sich abgesprochen, oder?


    Ich habe so das Gefühl, dass das "Wir-Gefühl" v.a. zwischen dem TE-Mann und seiner Arbeitskollegen besteht und nicht zwischen der TE und ihrem Mann.


    Ich hätte da grosse Zweifel an seiner Loyalität mir gegenüber und käme mir total verscheissert vor.

    Liebe Alias,


    mir kommt das Gespräch auch sehr komisch vor.


    Als unschuldig beschuldigte Person hätte ich sehr viel vehementer auf meiner Unschuld bestanden. Wäre vielleicht etwas schamhaft bezüglich einer verheimlichten Freundschaft gewesen, aber sicherlich nicht so auf die Aussage deines Partner fixiert.


    Leider ist auch meine Meinung, dass es wohl doch mehr gab, als dein Partner erzählen will.


    Du allein musst nun entscheiden, ob du damit weiter leben kannst in dieser Beziehung oder nicht.


    Dazu kann dir keiner raten. Ich wünsche dir viel Kraft und Stärke und dass du die für dich richtige Entscheidung triffst.

    Ich habe hier auch still mitgelesen und möchte nun aber doch mal Gedankenanstöße loswerden:


    Wenn jemand mir in meinem Emailpostfach rumschnüffelt, Emails daraus über Jahre (!!!) kopiert, fälscht und verschickt, würde ich umgehend Anzeige erstatten. Denn normalerweise geben es die wenigsten Postfächer her, Emails über Jahre hin zu speichern, demnach müsste jemand sich über Jahre Zutritt zu meinen Emails verschaffen – und wer weiß, wozu noch.


    Dass dein Mann da den Ball flach hält und sich erstmal nur darum kümmert, bei dir schönes Wetter zu machen, finde ich ziemlich seltsam.


    Ich denke, an den Emails ist Wahres dran, ich würde sogar vermuten, dass sie von der Dame selbst kommen, heimlich und ohne Absender verschickt, mit ein paar fiesen Worten über sich selbst, um den Verdacht abzulenken, weil dein Mann damit vermutlich nicht einverstanden gewesen wäre.


    Von allen möglichen Tätern hat sie die größte Motivation und auch Möglichkeit. Sie hat Interesse an deinem Mann, sie hätte die Möglichkeit, die Emails über Jahre auszudrucken (und ja, möglicherweise auch zu fälschen bzw. zu schönen) und sei hätte genau das erreicht, was sie wollte: einen Keil zwischen dich und deinen Mann getrieben, gleichzeitig aber ist sie enger mit ihm zusammengerückt, weil man das Problem ja gemeinsam lösen muss. (Ob da wirklich eine Affäre besteht oder nicht, das kann ich an der Stelle nicht sagen, muss gar nicht sein.)


    Für mich sind 1 + 1 immer noch 2. An einen wütenden Kollegen, der über Jahre vorsorglich Emails aus einem Emailfach kopiert und fälscht und sie dann anonym der Ehefrau schickt, glaube ich nicht.

    Zitat

    Als unschuldig beschuldigte Person hätte ich sehr viel vehementer auf meiner Unschuld bestanden.

    Sie saß doch gar nicht auf der Anklagebank, gerade als "unschuldige" Person würde ich nicht einsehen, mich verteidigen zu müssen. Vielleicht war es ihr schon unangenehm genug, dass die Frau nichts von der Freundschaft wusste und sie von ihr Klärung erwartete. Ich sage vielleicht, weil es mir auch nicht unwahrscheinlich erscheint, dass sie eine Affäre mit ihm hat, allerdings wäre das echt ein perfides Spiel, dann zu dem Treffen zu gehen und die nette aber platonische Kollegin zu heucheln. Dazu gehört schon eine Menge Abgebrühtheit auf beiden Seiten. Wenn sie und ihr Mann sich abgesprochen haben sollten um so ein Theater vorzuführen, dann ist mir Mann auch nicht annähernd der, den sie glaubte an ihrer Seite zu haben. Das ist doch wieder eine ganz andere Kategorie als das Führen eine Affäre an sich. Letzteres ist solchen ausgebufften Täuschungsmanövern gegenüber ja schon fast banal.

    @ Monika65

    Zitat

    Als unschuldig beschuldigte Person hätte ich sehr viel vehementer auf meiner Unschuld bestanden.

    Also wenn ich als Beteiligte an einem Email-Verkehr mit eindeutigen Inhalten zu einem solchen Gespräch gebeten werde, so nehme ich doch an, dass die vermeintliche betrogene Frau mich beschuldigt. Beschuldigt ein Verhältnis mit ihrem Mann gehabt zu haben oder zumindest mich beschuldigt aus einem harmlosen Email-Verkehr eine Affäre gestrickt zu haben.


    Meines Erachtens muss sich als Beschuldigte gesehen haben.


    Und was du weiter schreibst ist vollkommen richtig. Durch dieses Treffen und das Verhalten der Arbeitskollegin ist der Raum für weitere Spekulationen noch größer geworden.


    Die Arbeitskollegin hat im Wir-Modus gesprochen, was beweist das weitere Kommunikation zu diesem Thema zwischen ihr und dem Mann stattgefunden hat.


    Leider tendiere ich dazu deinen Verdacht nach einem abgekarteten Spiel hinisichtlich des Verhaltens bei dem Treffen Glauben zu schenken.


    Und die Notwendigkeit Etwas absprechen zu müssen kann nur einen Hintergrund haben: Sie hatten eine Affäre.

    Zitat

    Wenn sie und ihr Mann sich abgesprochen haben sollten um so ein Theater vorzuführen, dann ist mir Mann auch nicht annähernd der, den sie glaubte an ihrer Seite zu haben. Das ist doch wieder eine ganz andere Kategorie als das Führen eine Affäre an sich. Letzteres ist solchen ausgebufften Täuschungsmanövern gegenüber ja schon fast banal.

    Naja, die Absprache mit der Geliebten an sich ist doch kein Problem – zwischen 2 Menschen, die sich eh vertraut sind und denen der A**** jetzt auf Grundeis geht, weil sie aufgeflogen sind (ist für die Kollegin vielleicht auch nicht ganz ohne, Affairen am Arbeitsplatz sind nicht überall gern gesehen). Und das Theater bei dem Gespräch mit der TE hat ja allein die Kollegin abgeliefert. Offenbar sind eben beide ausgebufft – der Mann führt jahrelang ein Doppelleben, und die Kollegin legt so eine Galavorstellung hin.

    temare

    Zitat

    Also wenn ich als Beteiligte an einem Email-Verkehr mit eindeutigen Inhalten zu einem solchen Gespräch gebeten werde, so nehme ich doch an, dass die vermeintliche betrogene Frau mich beschuldigt.

    Mag sein, erst recht ein Grund, so ein Treffen nicht stattfinden zu lassen, falls man zu Unrecht beschuldigt wird. Ist das ist ja ihre These gewesen.

    Zitat

    . Durch dieses Treffen und das Verhalten der Arbeitskollegin ist der Raum für weitere Spekulationen noch größer geworden.

    Das hatte befürchtet. :-/

    CauteSauvage

    Du könntest Recht haben, absolut.

    Andererseits, wenn ich an meine verehrten Kollegen bzw. Kolleginnen denke, würde ich ihnen ohne mit der Wimper zu zucken eine solche email-Fälschung zutrauen, vorausgesetzt, sie wüssten, wie es geht. Locker, ich hätte nicht den geringsten Zweifel, dass sie das machen würden.

    Ich denke @ Alias wird versuchen, die Situation auch wegen des Kindes emotional irgendwie zu handhaben. Man gleicht eine Beziehung ab, nicht nur nach den schlechten Zeitens, sondern auch nach dem Momenten, die gut gelaufen sind.


    Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es zwischen der Arbeitskollegin und dem Partner der TE eine zurück liegende intensivere Zeit gegeben haben könnte. Vieles spricht nach dem bisherigen Indizien dafür. Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes bringt in viele gewachsene und gestandene Beziehungen vorher ungeahnte Probleme. Zudem neigen Frauen unter starkem Hormoneinfluss zu größten Gefühlsschwankungen. Nicht durchgehend alle, aber viele von uns. Kenne dies bzgl. kaum Partnerschaften, die nicht durch Phasen von Ablehnung und totaler Hin/Abwendung in der durchlitten sind.


    An die Story mit dem ausgeschiedenen Mitarbeiter, die schnell auf dem Tisch war, glaube ich nicht. Viel eher könnte es sein, dass es unterschwellig in der Kollegin Hoffnungen gegeben hat. In welche Richtung diese gegangen sind, wäre an dieser Stelle zu weit gehende Spekulation.


    Auffällig scheint nur, dass die beiden Protagonisten den Ball gemeinsam flach halten wollen. Keinerlei Interesse zeigen, die Sache irgendwie weiter als nötig nach außen dringen zu lassen. Macht betriebsintern sicher genauso viel Sinn, wie gegenüber von Alias. Jemand der voller Verzweiflung und Misstrauen ist, wird jedes ausgesprochene Wort, egal von wem – drehen und wenden auf Schlüssigkeit. Da macht es Sinn, so wenig Worte als unbedingt nötig darüber fallen zu lassen.


    Es ist durchaus nachvollziehbar, nachdem die Probleme sich daheim nach den bewältigten Krisen wieder harmonisch entwickelt haben, der Partner von Alias sich voll und ganz für die Familie entschieden hat, keinerlei Erinnerung an die Vergangenheit haben will. Der beste Schritt dazu, schnell in den Alltag übergehen, mit kleinen Aufmerksamkeiten und Zuwendung die Gewitterwolken vertreibend.


    Das Gespräch mit der befreudeten Kollegin, ist nur durch die Konsequenz und das Nachbohren von Alias zustande gekommen. Ich hätte mir an dieser Stelle mehr Empörung und Eigeninitiative der beiden "Beschuldigten" gewünscht. Sich nach so einem wichtigen Gespräch, dass vieles um diese Beziehung entscheidet, ins Bett zu legen, nicht wissend wollend wie es gelaufen ist, wie die Gedanken und Gefühle der Partnerin aussehen, scheint mir mit dem Verhalten eines Kindes vergleichbar, dass im Bett die 'Sicherheitszone' sucht, wenn es etwas angestellt hat. Es hat viel mit Vermeidungsverhalten in Konfliktsituationen zu tun.


    Aber wichtig ist an dieser Stelle nicht, was wir hier im Forum dazu annehmen und denken. Alias wird entscheiden müssen, ob die Sache die Chance in sich birgt, die Beziehung auf eine andere Ebene zu stellen. Würde allerdings voraus setzen, dass man ehrlicher miteinander umgeht als in den letzten Tagen. Es ist einfacher als den Dorn des Zweifels nun dort unausgesprochen zu lassen, wo er entstanden ist, im Vertrauen und den Gefühlen von Alias.


    Vielleicht kann der gemeinsame Urlaub, raus aus dem Alltag, eine offenere Atmosphäre schaffen und Klärung herbei führen. Es ist sicher keine schöne Situation, aber auch keine, die alles zum Scheitern bringen muss. :)z :)_

    Zwei Dinge, die mir beim Lesen in den Kopf kamen:


    1. Warum muß man sich die Mühe machen, einen e-mail-Verkehr komplett zu erfinden. Sollte es nicht auch möglich sein, in einem (möglicherweise von sich selbst) vorhandenen Namen und Adressen zu ändern?!


    Nur mal so als Denkanstoß…


    2. Es gibt Situationen im Leben, da möchte man auch einer uneifersüchtigen Partnerin nicht zwingend von freundschaftlichen Verbindungen zu weiblichen Wesen außerhalb des gemeinsamen Kreises erzählen.


    Kleinkind; Unzufriedenheit; sich eingesperrt und unattraktiv fühlen, während der Mann auf Arbeit (und damit unter Leute) darf. Die Liste könnte ich weiterführen. Mir erging es (als Mann) ebenso. Da kann so viel Misstrauen in der Luft liegen, daß es keinen richtigen Zeitpunkt gibt, einen weiblichen Freund zu 'gestehen'. Noch dazu eine, mit dem man reden kann und der einen versteht.


    (wir haben übrigens die Kurve gekriegt :) )

    Puh, immer soll der Email-Verkehr als ein Beweis für die Theorie herhalten, ob nun ein Dritter mit beteiligt ist oder nicht. Das kann nicht als Beweis gelten. Aus technischer Sicht ist beides möglich. Die Kollegin des Mannes könnte die Mails nachträglich fälschen (falls notwendig) und in Papierform der TE geschickt haben, genauso gut könnte es sein, dass jemand aus der Firma der Urheber ist. Der braucht genau einmal unbeobachteten Zugang zu einem der Postfächer (in der Firma. Wenn ich es richtig verstanden habe, reden wir hier von firmeninternem Mailverkehr.) um alles zu kopieren (und eventuell zu fälschen) um dann das Ganze in Papierform der TE zu schicken.


    Also beides ist denkbar und somit kein Indiz für die eine noch für die andere Theorie.

    Zitat

    Und die Notwendigkeit Etwas absprechen zu müssen kann nur einen Hintergrund haben: Sie hatten eine Affäre.

    kann sein, andererseits wäre es auch ohne Affäre völlig normal, dass sie gemeinsam darüber sprechen und sich eine Meinung bilden. Wenn mir das passieren würde, würde ich mich natürlich mit der Kollegin darüber unterhalten. Alles andere ist doch weltfremd. Oder meint einer, ein unschuldiger Mann sagt zu der Kollegin "hey, meine Frau würde dich gerne treffen, weil wir laut einigen angeblichen Emails eine Affäre haben. Alles Weitere erfährst du von ihr"


    Ich habe auch schon überlegt, dass man gar nicht alle Emails selber schreiben müsste, um einen solchen Verlauf zu fälschen. Man kann tatsächlich einfach die Texte anderer Emails einfügen. Dann wäre das locker an einem Tag zu machen gewesen.


    In dem Fall müssten die beiden aber mal langsam offenlegen, was denn tatsächlich in den echten Emails steht...