• Wem glauben? Betrug?

    Hallo zusammen, ich schreibe hier als Alias, da ich nicht möchte, dass Dritte, die mich kennen, von diesem Vorfall erfahren und es sich herumspricht. Rand-Daten: 8 Jahre Beziehung, 3jähriges Kind Ende letzter Woche passierte etwas Unglaubliches. In der Post lag ein Brief ohne Absender, gerichtet an mich. Darin stand geschrieben, dass ich seit geraumer…
  • 582 Antworten

    Ich möchte nicht beurteilen, ob das nun eine Straftat des Kollegen war oder nicht.


    Tatsache ist: In erster Linie war die heimliche Affäre über Jahre unmoralisch.


    Die Frau hat ihm vertraut und ich möchte gar nicht wissen, wie oft sie belogen wurde.


    Dann aber auch noch so dumm zu sein, einen unbeteiligten Kollegen zum unfreiwilligen Mitwisser zu machen? :(v


    Das ist rücksichtslos, unmoralisch und eben dumm.


    Ich finde, hier wird das Fehlverhalten an falscher Stelle gesucht.

    Ich sehe das so wie mimikry und amore.


    WENN hier jemandem ein moralischer Vorwurf zu machen ist, dann den beiden Betrügern.


    Und selbst falls der Kollege mit der Erlangung des E-Mail-Verkehrs einen Straftatbestand verwirklicht hat – was keinesfalls sicher ist, um das beurteilen zu können, müsste man mehr Infos haben –, so wird solcher Killefitt sowieso von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Wegen Geringfügigkeit. Solche Bescheide habe ich während meines Referendariats oft genug getippt ]:D Also können die beiden überführten Betrüger ja gerne kreischend im Dreieck springen und zur Polizei rennen – bringen wird ihnen das nichts :=o


    Des Weiteren hätte ich an Stelle der TE keinerlei Gewissensbisse oder moralische Bedenken. Wo kommen wir denn hin, wenn man sich doch bitte lieber ausnutzen und verarschen lassen soll, nur damit man absolut moralisch integer dasteht? Das sind dann eben die Menschen, die aufgrund ihrer Gutgläubigkeit auf ewig emotional missbraucht werden. Ob das erstrebenswert ist, mag jeder für sich selbst entscheiden.

    Also jetzt wirds hier aber lächerlich.


    Ich glaube die TE hat genug Sorgen, muss man so einen Sch*** hier jetzt diskutieren?!

    Wenn die zwei ihre Affaire dermaßen offen ausleben müssen sie damit rechnen und das wissen sie vermutlich selbst. Klar ist das Verhalten des Kollegen, wenn man ganz streng beurteilt, auch fragwürdig. Aber wie sagt man so schön: Der Zewck heiligt die Mittel. Ob es strafbar ist oder nicht hängt auch bei Briefen davon ab ob sie geschlossen waren oder nicht. Wie das speziell bei Emails aussieht weiß ich nicht, daran kann ich mich nicht erinnern 8-) .


    Wenn er nicht total naiv ist wusste er, dass er handfeste Beweise braucht damit er nicht als Lügner da steht.


    Im Grunde ist es doch völlig egal.

    Ich finde hier (und nicht nur in diesem Faden) wird wieder einmal nicht der eigentliche Verursacher betrachtet, sondern jemand anderer.


    Es ist doch für die TE wirklich vollkommen egal und interessant, ob das Weitergeben der Mails rechtlich in Ordnung war.


    Oder ob er andere Wege hätte vorziehen sollen.


    Der Ehemann hat sie jahrelang betrogen und belogen. Und noch mehr: Sogar hinterher nicht den Mumm gehabt, dazu zu stehen. Vielmehr wieder und weiter ein falsches Spiel getrieben.


    Und das ist einfach nur mies und feige.


    Jetzt die Betrachtung auf den Kollegen zu richten, geht doch wohl vollkommen am Thema vorbei.


    Auch bei dem oft eher von jüngeren Menschen immer wieder zu lesenden Thema Handyausspähen gibt es hier immer Meinungen, die für mich einfach falsch sind.


    A betrügt.


    B kommt dahinter (auf welchem Wege ist vollkommen egal).


    Der "Böse" ist auf einmal B. Selber schuld, hättest ja nicht nachgucken müssen.

    Zitat

    glaubst du es oder weißt du es?

    Ich glaube es, sonst hätte ich es nicht so geschrieben. :-/ Und ob der Email Account gehackt wurde oder die Frau wirklich so blöd war, alles offen liegen zu lassen, steht ja überhaupt nicht fest. Wie gesagt, ich würde diesem Kollegen sowieso nicht jedes Wort glauben, wer weiß, wieviel der rumgeschnüffelt.

    Zitat

    Wenn es nach einigen hier gegangen wäre, hätte die TE ihrem Partner vertrauen und ihm glauben sollen und hätte blooooß nichts "hinter seinem Rücken"unternehmen dürfen, um den Sachverhalt aufzuklären.

    Nun, da er letztlich "überführt" wurde, lässt sich jetzt gut sagen, dass es der richtige Weg war, so zu reagieren. Wenn er zu Unrecht beschuldigt worden wäre und sie nicht betrogen hätte, kann es wieder ganz anders aussehen. Ich kann verstehen, dass man sich nicht an der Nase herumführen lassen möchte, aber mit jemandem, dem ich das zutraue, egal was sich letztlich als wahr herausstellt, könnte ich so oder so nicht länger zusammen sein. Ich frage mich halt, was es ganz grundsätzlich für eine Beziehung bedeutet, wenn so ein anonymer Brief alles infrage stellen kann und den Partner letztlich in die missliche Lage bringt, seine Unschuld beweisen zu müssen, was mir in vielen Fällen schwierig bis unmöglich erscheint. Ich wäre der Sache wohl nicht weiter nachgegangen und im Fall von Alias dann weiter belogen worden, ja. Hätte ich von Anfang an den leisesten Zweifel gehabt, wäre die Beziehung so oder so für mich gelaufen gewesen.

    Zitat

    Was wäre das Ergebnis davon gewesen? Sie wäre weiter belogen und betrogen worden. :(v

    Ja, das muss aber gar nicht immer das Schlechteste sein, wie ich finde. Klar, nachdem der Kollege einmal den Stachel durch den anonymen ersten Brief gesetzt hatte, wäre es wohl nicht einfach gewesen, zur Tagesordnung überzugehen, aber wenn er den Stein gar nicht ins Rollen gebracht hätte, wäre für Alias vermutlich weiterhin alles in Ordnung und das gemeinsame Kind der beiden müsste nun nicht mit getrennt lebenden Eltern aufwachsen. Ich kann schon verstehen, dass man sich nicht gerne belügen und betrügen lassen möchte, ich finde die Vorstellung, so eine Lüge zu leben, auch nicht gerade prickelnd. In meinem beruflichen Umfeld gibt es auch einige, die fremdgehen und ich habe mir auch schon die Frage gestellt, wie ich damit am besten umgehe. Bislang bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich mich besser raushalte, solange ich das Gefühl habe, dass niemand unter der Situation leiden muss. Leid entsteht ja meist erst, wenn der Betrogene vom Betrug erfährt, so wie Alias jetzt. Vor 3 Wochen war sie noch glücklich verheiratet und wäre es vermutlich jetzt auch noch, wenn sich der Kollege nicht eingemischt hätte.

    Kleio hat mit ihrer Einlassung recht, es war eine Handlung die nicht durch das Datenschutz/Persönlichkeit- und Fernmeldegeheimnis gedeckt ist.


    http://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/tid-16136/datenschutz-kann-der-chef-meine-e-mails-lesen_aid_452566.html


    Wenn nicht mal der Chef so ohne weiteres Mitarbeiter-Mails lesen darf, wird es ein normaler Mitarbeiter ganz sicher nicht dürfen. Aber das hat die TE nicht zu vertreten, sie hatte anfangs keine Kenntnis darüber, in welchem Zusammenhang dies alles zustande gekommen ist. Zudem hat sie das Wissen um diese Mails nicht für sich behalten, sondern sofort umfänglich ihren Partner darüber informiert. Es hätte durchaus die reale Möglichkeit bestanden, dass an der Sache etwas faul ist. Ändert jedoch nichts amrechtlichen Fakt, dass die Mails nicht hätten ausgedruckt werden dürfen.


    Aber die Sache ist zwischenmenschlich gelaufen, Alias hat für sich Sicherheit haben wollen, sie konnte nach der ersten Postsendung nicht davon ausgehen können, dass danach der Mitarbeiter seinen privaten Schutz aufgibt, und sich vor ihr outet.


    Sowohl ihr Partner, als die Affären-Kollegin haben davon Abstand genommen, den Ausdruck der Privatmails dienstrechtlich verfolgen bzw. ahnden zu lassen. Warum dürfte auf der Hand liegen. Aber in der inhaltlichen Aussage selbst hat @ Kleio recht. :)^


    Was die Paarebene selbst betrifft, hätten wohl die meisten von uns tiefere Gewissheit haben wollen, was von den Anschuldigungen stimmig ist. Dies hat Alias mit dem Anruf beim Kollegen des Partners umgesetzt.

    Zitat

    Wenn nicht mal der Chef so ohne weiteres Mitarbeiter-Mails lesen darf, wird es ein normaler Mitarbeiter ganz sicher nicht dürfen.

    Welche Gepflogenheiten der Firma herrschen, ist aus juristischer Sicht irrelevant. Man müsste eben wissen, ob der Kollege das E-Mail-Konto gehackt hat, ob er das Passwort kannte, ob das Konto überhaupt gesichert ist und zum fraglichen Zeitpunkt gesichert war, etc, pp.


    Aber wie gesagt – selbst wenn ein Straftatbestand verwirklicht ist UND die Kollegin sich zur Anzeige entschließt, so wird das zu 99% wie das Hornberger Schießen ausgehen.

    Zitat

    Vor 3 Wochen war sie noch glücklich verheiratet

    Auf den ersten Blick mag das so scheinen.


    Auf den zweiten Blick hat sie aber viel in Kauf genommen, ohne zu wissen warum.


    Sie glaubte ihr Partner arbeitet viel und hatte Verständnis. Sie hat sich in den Zeiten, wenn er die andere traf ums Kind gekümmert, den Haushalt mit seinem Anteil mit gemacht, sein Essen gewärmt und ihn auch noch bemitleidet.


    Er fand das offensichtlich sehr angenehm so, ob es für sie tatsächlich so angenehm war?


    Sicherlich hätte sie sich mehr über gemeinsame Freizeit und Familienfreizeit gefreut.


    Wenn man Treue vereinbart hat und hält sich einseitig nicht daran (und verschleiert auch noch), dann nimmt man dem Partner die Entscheidungsfreiheit auch für sich etwas anderes zu wählen.


    Man entmündigt den Partner, dadurch dass man ihm Informationen vorenthält.

    Zitat

    Nun, da er letztlich "überführt" wurde, lässt sich jetzt gut sagen, dass es der richtige Weg war, so zu reagieren. Wenn er zu Unrecht beschuldigt worden wäre und sie nicht betrogen hätte, kann es wieder ganz anders aussehen.

    Ich würde es meinem Partner überhaupt nicht verübeln, dass er in so einer Situation zweifelt und vielleicht auch nachgräbt ":/ Und ich würde auch zweifeln. Ist doch nur menschlich – dieses "absolute Vertrauen", das vielfach propagiert wird, ist in meinen Augen nicht mit der Realität vereinbar.


    Menschen betrügen, Menschen lügen... und nicht wenige lügen so dermaßen gut und ausdauernd, dass es quasi unmöglich ist, sie per Bauchgefühl zu enttarnen.

    Zitat

    Menschen betrügen, Menschen lügen... und nicht wenige lügen so dermaßen gut und ausdauernd, dass es quasi unmöglich ist, sie per Bauchgefühl zu enttarnen.

    vorallem wenn man bedenkt, dass er es ja sogar vorher angekündigt hat. Dafür hat die TE ihrem Ex sehhhrr viel Vertrauen geschenkt!

    Zitat

    Vor 3 Wochen war sie noch glücklich verheiratet und wäre es vermutlich jetzt auch noch, wenn sich der Kollege nicht eingemischt hätte.

    Alias liest sich nur ganz und gar nicht so, als würde ihr eine falsches Glücksempfinden, nur weil sie die Wahrheit nicht kennt, genug.

    Interessant ist es auch, dass er ihr jetzt zur Besänftigung einen Heiratsantrag gemacht hat.


    Hört sich fast so an als wäre sie in der Vergangenheit einer Heirat nicht abgeneigt gewesen – aber er. Tja