• Wem glauben? Betrug?

    Hallo zusammen, ich schreibe hier als Alias, da ich nicht möchte, dass Dritte, die mich kennen, von diesem Vorfall erfahren und es sich herumspricht. Rand-Daten: 8 Jahre Beziehung, 3jähriges Kind Ende letzter Woche passierte etwas Unglaubliches. In der Post lag ein Brief ohne Absender, gerichtet an mich. Darin stand geschrieben, dass ich seit geraumer…
  • 582 Antworten
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    aber genau diese fakten stelle ich jedoch in frage!

    das kannst du gerne tun, bringt alias aber nicht sonderlich viel weiter.

    Zum einen ist Alias keine gehörnte Ehefrau, sondern an dieser Stelle unverheiratete Lebensgefährtin. Sonst wäre der Heiratsantrag im Urlaub wohl überflüssig gewesen. Ja, es kann gut sein, dass es in der Beziehung Phasen gab, wo das Kind absolute Priorität hatte, der Mann somit in die "Warteschleife" verlegt wurde. Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes ist für die meisten Beziehungen eine große Herausforderung, ermöglicht in Krisen, weil man zu wenig oder falsch miteinander redet, dass eine gewisse Entfremdung einsetzt. Man ist viel zu oft voneinander genervt, weil sich kaum einer so verhält, wie es der andere erwartet.


    Das solche Phasen ein äußeres Eindringen in einer Beziehung begünstigen passiert. Halte es nun allerdings für falsch, dass man Alias daran noch eine "Mitschuld" hin schiebt, weil sie Gehaltsauszüge, Kontoauszüge nicht mit Überstunden und dem längeren Fernbleiben in Verbindung gesetzt hat. Wer seine Beziehung anfängt auf so einer Basis zu führen, wo alle Aussagen eine schlüssige Begründung brauchen, ist an keinem guten Punkt angekommen.


    Der Punkt ist doch der, dass der Partner von Alias unbedarft das Modell "Doppelbeziehung" leben wollte, wo er beides haben kann. Die Sicherheit und das Umsorgtsein in klarer Familienstruktur, und das aufregende Leben mit einer vertraut gewordenen Kollegin, die Abwechslung in den Alltag brachte. Gründe für solch eine Konstellation werden immer sehr individuell und Paar bezogen sein.


    Richtig ist, dass es durch das Zutun eines Dritten heraus gekommen ist. Alias Partner hätte die Möglichkeit gehabt, außerhalb der 4 Wände im Urlaub einen Tisch zu machen, hat aber vorgezogen weiterhin Flucht- und Verdrängungsverhalten an den Tag zu legen. Auf die Idee in einer tiefen Vertrauenskrise als "Krönung" einen Heiratsantrag zu starken, darf man schon als fragwürdig bezeichnen. Egal, ob dies aus Verlustangst oder als Versuch, schau nicht so genau hin, ich will doch nur Dich und unsere Familie passierte.


    Das Ur-Vertrauen zwischen den beiden ist zerstört. Das ist der Basispunkt. Was soll daran ein noch hinterher spionieren in der Firma verändern? Jeder der weiter Befragten, hätte seine Sichtweise dargelegt oder versucht sich raus zu halten, auch das passiert oft genug. Hätte es genug entlastende Motive und Fakten für all DAS gegeben, die Affäre in ein anderes Licht zu rücken, wäre es Sache von Alias Partner gewesen. Diese Chance hat er nicht genutzt. Es kann kaum Aufgabe einer betrogenen Partnerin sein, für den Betrug über Dritte oder Vierte Entlastungsgründe für das Ganze zu suchen. Das ist in meinen Augen eine absurde Begründung, die an der ganzen Situation selbst nichts ändern kann.


    Ich hoffe für Alias, dass sie so nach dem Schreck und Chaos der Anfangszeit, für sich einen Weg gefunden hat, mit der neuen Lebenssituation umzugehen, ihre Gefühle zu ordnen und die Kraft findet wieder schnell nach vorn zu schauen. Vielleicht schaut sie irgendwann hier wieder rein, und schreibt dazu noch mal etwas. :)* :)* :)* :)*

    Zitat

    Das solche Phasen ein äußeres Eindringen in einer Beziehung begünstigen passiert. Halte es nun allerdings für falsch, dass man Alias daran noch eine "Mitschuld" hin schiebt, weil sie Gehaltsauszüge, Kontoauszüge nicht mit Überstunden und dem längeren Fernbleiben in Verbindung gesetzt hat. Wer seine Beziehung anfängt auf so einer Basis zu führen, wo alle Aussagen eine schlüssige Begründung brauchen, ist an keinem guten Punkt angekommen.

    ich gebe hier alias keine mitschuld, sonder möchte ihr lediglich denkanstöße geben, wie sie sicherheit erlangen könnte.


    wie gesagt, ich habe zweifel an den aussagen dieses ihr völlig fremden kollegen.

    Selbst, wenn nicht alles bis ins Detail stimmen sollte, was der Kollege erzählt hat, ja auch diese Möglichkeit gibt es. Bliebe es immer noch die Aufgabe ihres Partners offen zu erklären, was genau in diese Situation geführt hat, und welche Konsequenz er für sich daraus sieht. Zugegeben hat er nur das, was nicht mehr abzustreiten war. DAS ist der Fakt, an die Alias sich halten kann, völlig unabhängig, was nun noch von außen dazu käme oder nicht.


    Die Affäre wurde unter dem Druck der Informationen von einer kollegial vertrauten Freundschaft, die völlig verschwiegen wurde vor der Partnerin zu der Aussage, "da war doch etwas mehr". Es gab also die Möglichkeit die Fakten so gerade zu rücken, dass keinerlei Informationen von außen nötig gewesen sind, um reinen Tisch zu machen. Das ist unterblieben, somit spielt gar keine Rolle mehr, was andere noch an "Beweisen" dazu liefern könnten.


    Er persönlich hat eingeräumt, dass es eine Beziehung mit der Kollegin gab. Hat obwohl er das alles vorher wusste, nichts unterlassen es zu verschleiern, die Kollegin als "Helferin" zu installieren, alles für sein "Alibi". Das sind die Fakten, mit denen Alias umgehen und fertig werden muss. Damit haben Außenstehende nichts mehr zu tun. Wäre dem Partner so massiv an seiner Beziehung gelegen gewesen, hätte er zu dem gestanden, was gewesen ist. Ob das dann ein Weg gewesen wäre, um die Beziehung neu zu überdenken, sie auf eine andere Basis zu stellen, wer weiß das. Aber eine aktive Chance auf Augenhöhe wäre es auf jeden Fall gewesen. Diese hat er jedoch vermieden mit seinem Verhalten.

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    Er persönlich hat eingeräumt, dass es eine Beziehung mit der Kollegin gab.

    eben, von daher ist ziemlich irrelevant für alias was wir glauben bzw. über den kollegen denken:

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    wie gesagt, ich habe zweifel an den aussagen dieses ihr völlig fremden kollegen.

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    Er persönlich hat eingeräumt, dass es eine Beziehung mit der Kollegin gab.

    alias hat das dazu geschrieben:

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    Da wäre nichts, da war nie etwas, ich ließe mich von anderen verrückt machen. Erst als ich ihm dann einige Details, die mir der Kollege verraten hat, genannt habe, hat er zugegeben, dass da etwas mehr Nähe war, dass das ihrer engen Verbindung geschuldet wäre und dass das nichts mit mir zu tun hätte und er unsere Familie über diese Sache stellt und ihm diese viel wichtiger wäre.

    da steht nichts von einer beziehung im sinne von geliebter.

    Zitat

    da steht nichts von einer beziehung im sinne von geliebter.

    wie deutlich hätte sie es denn für dich noch schreiben sollen?


    zwischen den zeilen steht da genau das – "hat er zugegeben, dass da etwas mehr Nähe war".


    aber wie gesagt, lass den kollegen einfach außen vor, alias hat sich inzwischen allein aufgrund des verhaltens ihres freundes ein bild und eine bestandsaufnahme ihrer beziehung machen können!

    und wie gesagt, warum gibt der freund dinge erst zu, wenn er dazu gezwungen ist. er hätte bereits vorher, als der anonyme brief ankam alles offenlegen können. hast du dafür vielleicht eine schlüssige erklärung?

    Wir müssen uns jetzt nicht zanken, zumal sie selbst dazu bisher nichts mehr geschrieben hat. Es hätte die Möglichkeit gegeben, ihr wirklich reinen Wein einzuschenken. Was soll man bitte mit Aussagen, wie, es hatte nichts mit Dir zu tun anfangen? Oder, die Aussage, da war in "bisschen mehr Nähe"? Das ist, wenn Du mich fragst wischi waschi, wo so viel Interpretation über bleibt, was als Partnerin darin gesehen werden kann.


    Wenn ich eine Beziehung retten will, dann fange ich mit dem an, was passiert ist, ehrlich, schonungslos und mit Informationen, die der Partnerin die Möglichkeit gibt, klare Blickwinkel und Entscheidungen zu fällen. Wozu noch der Zenober, ein Treffen mit der Kollegin einzufädeln? Selbst wenn es keine glasklare Affäre gewesen wäre, es gab die Möglichkeit das Postfach zu öffnen, zu sagen hier schau, dass sind die Mails die hin und her gingen.


    Statt dessen sind sie plötzlich gelöscht, und es war schon immer so ...oder ähnliches. So handelt kein erwachsener Mann, der seiner Partnerin neues Vertrauen geben will. Aber wie gesagt, wir wissen nicht, wie der aktuelle Stand ist, deshalb ist es absolut müßig, hier über aber, wenn und kann zu spekulieren.

    Dosis

    Du interpretierst aber auch ganz schön, nicht wahr? Die Mails, zum Beispiel, ich lösche auch die allermeisten sofort oder zeitnah. Woher weißt du, dass das bei ihm nicht auch so war? Ein ordentlicher Mensch, der sein Postfach aufgeräumt hat?

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    Wozu noch der Zenober, ein Treffen mit der Kollegin einzufädeln?

    Das wollte SIE doch, er hat es auf ihren Wunsch hin einfädelt.

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    Wenn ich eine Beziehung retten will, dann fange ich mit dem an, was passiert ist, ehrlich, schonungslos und mit Informationen, die der Partnerin die Möglichkeit gibt, klare Blickwinkel und Entscheidungen zu fällen.

    Ja, DU, andere eben nicht. Es fällt vielen schwer, sich auf der Anklagebank zu befinden. Vevodkyne hat ja so treffend gefragt, ob er denn überhaupt eine Möglichkeit gehabt hätte, sich völlig von jedem Verdacht reinzuwaschen?

    Zitat

    Was soll man bitte mit Aussagen, wie, es hatte nichts mit Dir zu tun anfangen? Oder, die Aussage, da war in "bisschen mehr Nähe"?

    Ich kann mir unter diesen Aussagen sehr viel vorstellen, von einer Flirtsituation, die man nicht so ganz verbergen konnte bis hin zu einer Affäre, aber ob sie so lang lief, so offensichtlich und rücksichtslos ausgelebt wie der Kollege behauptet.


    Wie dem auch sei, weder du noch ich noch sample wissen es und es gibt keinen Grund, anderen Interpretation vorzuwerfen, wenn man selbst nichts anderes tut.

    Ja @ Monika65 ich gebe Dir recht, und dennoch ich sehe ihn gar nicht auf der Anklagebank. Hatte auch in meinen vorher gehenden Beiträgen geschrieben, dass ich weiß, wie schwer es sein kann in schwierigen Phasen einer Beziehung logisch und konsequent zu handeln. Es gibt Versuchungen, die gibt es unser ganzes Leben lang. Es gibt nicht nur liebenswerte Seiten an einem Partner, die man durchgehend toll und für sich anziehend findet.


    Das Alias das Treffen wollte, ist mir bewusst. Dennoch wäre wünschenswerter gewesen, zu diesem Zeitpunkt bereits zu sagen "hör mal Schatz, dass und das war, es war nicht gut aber .....". Und ja ich gebe zu, als Außenstehende/r egal ob pro oder kontra, ist es häufig einfacher Sichweisen darzulegen. Als selbst Betroffene/r ist man hilflos, innerlich zerissen, vielleicht auch verzweifelt. Das blende ich gar nicht aus. Man steckt im Forum weder in der einen noch in der anderen Seite drin, oder kennt alle Details. Somit gebe ich Deinen Worten recht, und belasse die Situation wie sie ist, derzeit offen und nicht weiter kommentierbar. Sorry, wenn ich an dieser Stelle zu polarisierend über kam, war nicht meine Absicht. |-o

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    Da wäre nichts, da war nie etwas, ich ließe mich von anderen verrückt machen. Erst als ich ihm dann einige Details, die mir der Kollege verraten hat, genannt habe, hat er zugegeben, dass da etwas mehr Nähe war, dass das ihrer engen Verbindung geschuldet wäre und dass das nichts mit mir zu tun hätte und er unsere Familie über diese Sache stellt und ihm diese viel wichtiger wäre.

    da steht nichts von einer beziehung im sinne von geliebter.

    Alias weiß aber, welche "einige Details" sie ihm genannt und bestätigt bekam. Und das war sicher nicht "Stimmt es, dass ihr zusammen nen Kaffee in der Kantine getrunken habt?".

    Zitat

    Die Mails, zum Beispiel, ich lösche auch die allermeisten sofort oder zeitnah. Woher weißt du, dass das bei ihm nicht auch so war? Ein ordentlicher Mensch, der sein Postfach aufgeräumt hat?

    Aber erst meinte er, dass das bestehende Mails seien, die jemand abgeändert hätte. Erst danach, als jemand die Möglichkeit hatte, alles auszudrucken, (zu verändern,) zu verschicken und die TE sie ihrem Partner gezeigt hatte, der sie dann seiner "Kollegin" gezeigt hat – erst DANACH waren sie plötzlich gelöscht.

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    jeder andere träte doch die flucht nach vorne an, würde sich schuldig bekennen und versuchen zu retten was noch zu retten ist.

    Nein! Ich hab damals meinen Freund in einer eindeutigen Situation ertappt und er hat es immer noch abgestritten, als ob es um sein Leben ginge! Auch später hat er nur scheibchenweise und äußerst ablehnend zugegeben, dass und was da lief. Offenbar ist Feigheit in dieser Situation ein probates Mittel (für Männer?).