Wenn der Partner eine beste Freundin hat

    Hallo zusammen,


    mich betrifft das Thema aktuell nicht. Ich würde nur gerne wissen, wie eure Erfahrungen damit sind, wenn der Freund eine beste Freundin hat. Würdet ihr eine Beziehung eingehen mit einem Mann, von dem ihr wüsstet, dass er noch viel Zeit mit einer anderen verbringt? Oder gar, wenn die beiden eine sexuelle Vergangenheit hatten? Was sind so eure Erfahrungen damit?

    Ich muss sagen, dass ich sie vielleicht erstmal kennenlernen würde, aber irgendwie skeptisch wäre. Zumal ich finde, dass mit der Zeit (nach einigen Monaten) in der Beziehung die Partnerin ebenso als beste Freundin betitelt werden sollte, die engste Vertrauensperson halt. Würde aber auch nie jemandem verbieten, sich mit anderen zu treffen, nur wenn es für meinen Geschmack zu viel wäre oder ich ein komisches Bauchgefühl hätte, was beide anbelangt, würde ich halt meine Konsequenzen ziehen und weiterziehen.


    Bin gespannt auf eure Meinungen und Erfahrungen!

  • 85 Antworten

    Ich berichte aus der Erfahrung der besagten besten Freundin. Wir kannten uns schon länger und haben viel miteinander durch. Immer wieder habe ich betrauert, dass er überhaupt keine körperliche Anziehung auf mich ausübt - wo wir doch so gut miteinander reden und Dinge erleben konnten! Er wäre der perfekte Mann für mich gewesen, wenn es doch nur geknistert hätte. Wir haben uns einmal geküsst um auszuprobieren, ob da etwas zwischen uns entstehen kann... aber nein. Nichts (außer irgendwie ein wenig ekel:_D)

    Genau so haben wir das dann auch mit seiner neuen Freundin kommuniziert.Sie hat leider nach kurzer Zeit unsere treffen immer wieder kurzfristig boykottiert.

    Mittlerweile sind die zwei verheiratet und mein bester Freund ist für immer von mir gegangen- aufgrund seiner Frau ist unsere langjährige Freundschaft sehr schnell in die Brüche gegangen. Anfangs war ich wütend und traurig. Mittlerweile habe ich mich damit arrangiert, dass er sich von ihr so verbiegen ließ - es ist sein Leben8-(

    Es würde mir wahrscheinlich schwer fallen, die Freundschaft zu akzeptieren, wobei es auch immer auf den Einzelfall ankommt. Eine beste Freundschaft mit sexueller Vergangenheit wäre schwieriger für mich, als eine beste Freundschaft, die bisher immer platonisch verlief. Die Kontaktintensität spielt natürlich auch mit rein. Wie häufig treffen sie sich? Sieht er seine beste Freundin letztendlich häufiger als mich oder herrscht da eine Balance? Hat sie auch einen Partner? Habe ich die Möglichkeit sie kennenzulernen? Unternimmt man auch mal was zu viert? Finde ich sie sympathisch?


    Ich habe in meiner Partnerschaft das Glück, dass wir uns gegenseitig als gegenschlechtliche beste Freunde sehen. Darüber hinaus hat mein Partner einen besten Freund und ich eine beste Freundin, die jeweils auch in einer Partnerschaft sind und wir uns recht häufig auch zu viert treffen, da sich mein Partner mit dem Partner meiner besten Freundin gut versteht und ich die Partnerin seines besten Freundes auch gut leiden kann ;-)

    Hmmm also stören würde mich das sicher. Es ist von meiner Erfahrung her meist so, dass einer der beiden "besten" Freunde doch Gefühle hegt. Es also an nur einer Person scheitert.

    Wenn es dann auch noch eine gemeinsame sexuelle Vergangenheit gibt... puh dann würde ich mich da wahrscheinlich in Konkurenz sehen.


    Also ich meine, mein Mann darf durchaus Kontakt zu anderen Frauen haben, ich sperr ihn nicht ein oder so. Aber so ne richtig enge Freundschaft mit einer womöglich attraktiven Frau, mit der früher mal was gelaufen ist... Die er dann allein trifft und so... Ne, das muss ich nicht haben...

    Freundschaften, auch gegengeschlechtliche, kann und soll man doch nicht verbieten, vor allem wenn die Freundschaft schon vor der neuen Beziehung entstanden ist.


    Es sollte aber natürlich nicht so sein, dass mehr Zeit mit dem besten Freund/bester Freundin verbracht wird, als mit dem Partner.

    Ich verbiete meinem Partner auch nichts. Bei uns war es einfach so, dass wir vor unserer Beziehung nur gleichgeschlechtliche beste Freunde hatten. Im Laufe der Beziehung kam es natürlich zu neuen Freundschaften. Mein Partner hat beispielsweise eine neue Freundin über die Arbeit gefunden. Ich hab sie ebenfalls kennengelernt und die beiden treffen sich mal nur zu zweit und manchmal treffen wir uns auch zu dritt (sie hat keinen Partner). Mit ihr habe ich auch absolut kein Problem, ich mag sie sogar sehr gern und bin auch nicht ein Fünkchen eifersüchtig auf sie.


    Liegt aber vielleicht auch am Alter. Mittlerweile bin ich Anfang 30, mein Partner und ich sind verheiratet und wir bekommen bald unser zweites Kind. Mit Anfang 20 wäre ich wahrscheinlich bei jedem Treffen der beiden vor Eifersucht fast durchgedreht ;-)

    Ich habe auch einen besten Freund, mit dem hatte ich auch eine Affaire bzw. habe ich ihn sogar mal geliebt. Wenn ich einen Partner hätte würde ich mir von dem nicht verbieten lassen mich weiterhin mit meinem besten Freund zu treffen.

    Ich neig nicht zu Eifersucht. Als ich meinen Kerl kennengelernt hab, hatte er eine beste Freundin, das Ganze ist mit der Zeit dann auseinandergedriftet, aber nicht meinetwegen.


    Ich würde immer danach gehen, ob ich mich in der Beziehung wohlfühle oder nicht. Und falls der jeweilige Mann eine beste Freundin hat und dann irgendwann daraus eine Bettgeschichte werden sollte, kann man dann ja immer noch gucken, was man macht. Pauschal Probleme damit zu haben finde ich strange.

    (Also mit der besten Freundin. Wenn die beiden dann irgendwann tatsächlich miteinander im Bett landen würden, wäre es vermutlich was anderes.)

    Pferdeapfel schrieb:

    Ich habe auch einen besten Freund, mit dem hatte ich auch eine Affaire bzw. habe ich ihn sogar mal geliebt. Wenn ich einen Partner hätte würde ich mir von dem nicht verbieten lassen mich weiterhin mit meinem besten Freund zu treffen.

    Würdest du deinem zukünftigen Partner denn von eurer Vorgeschichte erzählen, wenn er danach fragen würde?

    Die Männer, die ich kenne und die mit einer Frau dauerhaft platonisch befreundet sein können, kann ich an einer Hand abzählen. Daher würde ich schon aufhorchen, wenn mein (neuer) Freund etwas von seiner "besten Freundin" erzählen würde. Solche Konstellationen sind nach meiner persönlichen Erfahrung problembehaftet, das "verbiete" ich niemandem (das hätte eh keinen Sinn), sondern das gebe ich mir im Zweifel nicht.

    Verbieten würde ich einem Mann seine beste Freundin nicht, so weit würde ich mich sicher nicht herabsetzen. Ich würde schlichtweg einfach nicht mit ihm zusammen kommen. ;-D

    Braunesledersofa schrieb:

    Verbieten würde ich einem Mann seine beste Freundin nicht, so weit würde ich mich sicher nicht herabsetzen. Ich würde schlichtweg einfach nicht mit ihm zusammen kommen. ;-D

    Weil du schon schlechte Erfahrungen mit dieser Konstellation erlebt hast? :)

    Ich wäre auch erstmal nicht begeistert, andererseits, wenn das eine Sandkastenfreundschaft wäre, sie nett wäre und sich nie einmischen würde, beide sich nicht allzu oft treffen würden und sie selbst Familie hätte, wäre das wiederum was anderes.

    Menschen gehören einander nicht, wenn das zur Besitzgier ausartet, hat jemand der mit übermäßiger Eifersucht reagiert, vielleicht kein Urvertrauen für die Beziehung entwickelt. Es gehen nicht nur Männer fremd, das tun Frauen im selben Maße, wenn sie einen Typen unbedingt erobern und beeindrucken wollen.


    Jemand, der mir als Partner wichtig ist, würde ich Vorschusslorbeeren ermöglichen, ohne Übertriebendes Kontrollieren und Pauschalurteile. Jemand, der das Fremd Geh-Gen in sich trägt, lässt sich ohnehin nicht davon abhalten, herumzuwildern. Man muss sich dann entscheiden, ob das Risiko eingegangen wird oder nicht, mit einem Flirt willigen Mann zusammen sein zu wollen.