Wenn ein (junger) Mann sich als "nett" bezeichnet, meint er damit Servilität und eine gewisse asexuelle Ausstrahlung, so verhält er sich und versteht das als "Nettsein".. Der eigentliche Typ dahinter ist oft alles andere als nett, häufig sogar passiv aggressiv und fühlt sich von der Frauenwelt schlecht behandelt bis hin zu jammrig.


    Frauen dagegen verstehen unter einem netten Mann einen MANN, der nett ist... Daher immer die Missverständnisse in diesem Diskussionen.

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    Richtig nur die richtige Dosierung zu finden ist nicht so leicht. Es gilt doch auch für Frauen oder?

    Richtig das gilt auf für Frauen, allerdings nicht deckungsgleich, weil der Beginn meist vom Mann ausgeht.


    Da muss dann Frau schon einen Knochen hinschmeißen, meist ist das eine sexy Ausstrahlung gepaart mit, nicht leicht zu haben. Der schwierige Part der Frau ist dies so zu machen, dass der Mann nicht nur auf Sex aus ist.


    Frauen machen auch den Neediness Fehler, indem sie dann den Mann ständig anrufen, von ihm sofort Exklusivität verlangen, quasi immer verfügbar sind und ihm alle Freiheiten auf einen Schlag nehmen, sowie Eifersuchtsszenen oder sofortige Vorwürfe ala "warum meldest du dich nicht?" nach einem Tag nicht telefonieren.


    Sie fängt an zu nerven und damit ist der Mann gezwungen auf Distanz zu gehen, selbst wenn er am Anfang Anziehung empfunden hat, wird diese nach einer Weile des Gefühlsterrors dahin sein. Schade!


    Im Endeffekt muss am Anfang erstmal die sexuelle Spannung aufrecht erhalten werden und dann folgt die Überleitung zu einer eventuellen Beziehung. Alles andere funktioniert nicht! Wenn die sexuelle Spannung nicht da ist, wird daraus keine Beziehung. Wenn eine Überleitung nicht stattfindet, dann wird es keine Beziehung.

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    Das tun die Frauen doch, ihr halbes Leben geht doch darum, wie sie Männern am besten auffallen können, damit diese sich ihnen widmen. Deswegen gibt es die Modetipps und jeglicher neuer Trend wird ausprobiert.

    wenns nur darum geht was männern gefällt würden die meisten modetrends doch eher ga nich existieren?!? oder nicht?!

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    Die sexuelle Selektion ist nach Darwin eine Auslese von Männchen mit bestimmten Merkmalen durch die Weibchen derselben Art

    Naja, eine wissenschaftliche These wird nicht allein dadurch zur wahren bewiesenen Aussage, weil sie eine bekannte Persönlichkeit formuliert. Die Evolutionstheorie hinkt an vielen Ecken und Kanten und erheischt sich leider zu oft durch abenteuerliche oder spekulative Aussagen große Aufmerksamkeit (das ist unabhängig davon, ob die These/Theorie zunächst als "vernünftig" erscheint oder teilweise auch belegt werden kann- daraus ergibt sich aber nicht automatisch eine allgemeingültige Aussage).

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    Der schwierige Part der Frau ist dies so zu machen, dass der Mann nicht nur auf Sex aus ist.

    Ein wenig Persönlichkeit dürfte doch reichen ;-)

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    Frauen machen auch den Neediness Fehler, indem sie dann den Mann ständig anrufen, von ihm sofort Exklusivität verlangen, quasi immer verfügbar sind und ihm alle Freiheiten auf einen Schlag nehmen, sowie Eifersuchtsszenen oder sofortige Vorwürfe ala "warum meldest du dich nicht?" nach einem Tag nicht telefonieren.

    Ich habe ein Problem eher in die andere Richtung ...

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    Im Endeffekt muss am Anfang erstmal die sexuelle Spannung aufrecht erhalten werden und dann folgt die Überleitung zu einer eventuellen Beziehung. Alles andere funktioniert nicht! Wenn die sexuelle Spannung nicht da ist, wird daraus keine Beziehung. Wenn eine Überleitung nicht stattfindet, dann wird es keine Beziehung.

    Respekt.

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    Die Evolutionstheorie hinkt an vielen Ecken und Kanten und erheischt sich leider zu oft durch abenteuerliche oder spekulative Aussagen große Aufmerksamkeit

    Du hast eine neue Theorie entwickelt? Lass hörn!

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    Ein wenig Persönlichkeit dürfte doch reichen

    Kommt drauf an wie sie die Persönlichkeit verhält. Gewisses Verhalten wirkt anziehender als anderes. (siehe Monika65s Beitrag auf dieser Seite).

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    Ich habe ein Problem eher in die andere Richtung ...

    Du bist zu unnahbar?

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    Du hast eine neue Theorie entwickelt? Lass hörn!

    Nein, das ist nicht mein Begehren. Ehrlich gesagt ist mir das auch recht egal. Ich kann nur für mich feststellen, dass die Auswahl nicht einseitig durch meine Frau erfolgte, sondern dass ich selbst auch gewählt habe. Ich kenne weitere Beispiele, bei denen die Auswahl keineswegs durch die Frau allein bestimmt ist.


    Daraus folgt: Darwins Theorie ist falsch. ]:D

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    Schau mal nach, welche Bedeutung das Wort Theorie in der Wissenschaft hat.

    Genau. ;-D


    Der Üergang von der Theorie zur Spekulation ist fließend...

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    Kommt drauf an wie sie die Persönlichkeit verhält. Gewisses Verhalten wirkt anziehender als anderes. (siehe Monika65s Beitrag auf dieser Seite).

    Ok mit der Zeit findet man schon den richtigen Weg wobei ich denke, man muss eine Person auf ähnlichem "Entwicklungslevel" finden. Ein Mann muss interessant sein, das macht ihn sexy. Eine Frau muss interessant und sexy zugleich sein

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    Du bist zu unnahbar?

    Eigentlich nicht bis die Gefühle ins Spiel kommen, dann ist es vorbei. Dann achte ich total darauf, dass ich nicht lästig bin was aber als totales Desinteresse empfunden wird. Aber das ist wohl anderes Thema.

    Ich denke es ist durchaus so, dass Frauen die Männer wählen. Dies könnte auch der Grund dafür sein, warum Frauen, die viele Männer hatten als Schlampen gelten und Männer, die viele Frauen hatten bei ihren Kumpels Helden sind. Frauen können sich nämlich sowieso jeden Mann angeln, weil sie ja die Partnerwahl bestimmen. Wenn allerdings der Mann über die Gene siegt und eine Frau nach der anderen zu seiner Partnerin macht, dann ist das eine Leistung.


    Was meint ihr zu meiner Theorie?

    nun, auf dem "sexmarkt" haben ganz klar die frauen das sagen, im schnitt kommen auf eine ONS-willige frau weit weit mehr als ein ONS-williger kerl. von daher gibt es für die meisten frauen eine ganze reihe von kerlen, die vorstellig werden und interesse bekunden, und sie kann sich dann den interessantesten raussuchen.


    in diesem sinne bestimmen frauen die partnerwahl, ja. dennoch würde ich der these des eingangsbeitrags widersprechen: auch männer selektieren, nämlich dadurch, an welchen frauen sie überhaupt interesse bekunden. die anzahl und qualität der männer, die bei einer frau interesse bekunden, hängt sehr wohl und sehr deutlich von ihrer "qualität" ab. so wird die heiße mietze an einem diskoabend locker 30 mal angebaggert werden und das dicke mauerblümchen vielleicht 1-2 mal, noch dazu spät am abend von stockbesoffenen typen.


    mal so gesehen: wie oft sieht man auf den beifahrersitzen teurer sportwagen hässliche, durchschnittliche oder alte frauen sitzen und wie oft sieht man dort überdurchschnittlich attraktive frauen, die oft dazu noch deutlich jünger sind als der kerl?


    sogesehen sind es eher sogar die männer, die als erste selektieren indem sie auswählen, welche frau sie ansprechen. erst dann kommt die weibliche selektion, die unter den interessierten männern den genehmsten auswählt.


    ich denke das ist bei den menschen in der tat etwas anders als im tierreich. dort haben die männchen nur das ziel ihren samen möglichst weit zu streuen, während bei den menschen die männer auch an der qualität der beziehung (menschlich wie sexuell) interessiert sind. soziale konstrukte wie monogamie (menschen sind biologisch gesehen ziemlich eindeutig polygam veranlagt) oder unterhaltsrecht haben die biologischen mechanismen (sperma durch die gegend schießen, je mehr nachwuchs desto besser etc.) zu weiten teilen überformt.


    wie so oft bei diskussionen über die animalischen instinkte beim sex und der partnerwahl lautet mein fazit daher: es wäre töricht, den einfluss evolutionsbiologischer triebe auf unsere partnerwahl zu leugnen, aber wird sind eben im gegensatz zu den tieren keine sklaven unserer triebe und instinkte.