• Wer glaubt an die Liebe?

    Hier ist ein "virtueller Landeplatz" für alle, die aufrichtig an die Liebe glauben. Hier ist Platz für Eure positiven Erfahrungen und Wünsche. x:)
  • 11 Antworten

    Ich hatte noch nie eine Beziehung zu einem warmherzigen Mann, der liebevoll, ehrlich, verantwortungsvoll war oder kurz einfach nur etwas für mich übrig hatte.


    Wenn ich so drüber nachdenke, hatte ich immer nur Männer in meinem Leben, die sogar das genaue Gegenteil davon waren: aggressiv, boshaft, verlogen, verantwortungslos oder kurz: nichts für mich übrig hatten.


    Meine Kindheit war trostlos, davon will ich gar nicht anfangen. Heute bin ich 40 und habe mir genug Arbeit gemacht, das therapeutisch zu bearbeiten.


    Meine Eltern haben sich getrennt als ich 6 war, danach hat sich mein Vater nie wieder bei mir blicken lassen.


    Meine ersten männlichen Freunde, damals, als ich Teenager war, waren eigentlich alle respektlos, treulos und regelrecht boshaft mir gegenüber. Mein erster fester Freund hat per Telefonanruf mit mir Schluss gemacht, weil er wieder mit seiner Ex zusammengekommen ist.


    Der Soziopath, den ich mit Anfang 20 geheiratet habe und der unbedingt ein Kind wollte, hat auf die gleiche schäbige Art nach der Trennung mit unserer Tochter gebrochen, wie ich's selber als Kind erleben musste vom Vater verlassen zu werden. Er hat nach der Trennung nichts mehr von ihr wissen wollen und sie sogar seelisch misshandelt. Damals habe ich doppelt gelitten, musste den Schmerz aus meiner eigenen Kindheit wieder spüren und konnte meiner Tochter in ihrer Sehnsucht nicht helfen. Auch das ist lange her.


    Danach ging es immer so weiter. Jeder Mann, mit dem ich etwas hatte und zu dem ich liebevolle Gefühle hatte oder wo sich die Gefühle gerade einstellten, hat mich auf verletzendste Art behandelt oder verlassen.


    Hin und wieder bin ich als ich schon ü33 war neben meinem Job für ein paar Jahre in etwas schickeren Clubs anschaffen gegangen. Dort konnte ich mir noch einmal Bestätigung holen, wie eiskalt Männer sind, wie hochmütig sie meinen für ihre Scheine über Frauen für eine gewisse Zeit verfügen zu können.


    Ich bin immer eine liebevolle, warmherzige Person gewesen und wollte eigentlich immer eine warme und herzliche Beziehung. Bekommen habe ich sie nie.


    Nach allem, was ich gesehen und erfahren habe, glaube ich nicht mehr an die Liebe.


    Okay, ich hab’s nicht geschafft sie zu finden, ihr meint zum Teil, ihr habt sie. Aus irgendwelchen persönlichen Hinderungsgründen oder vielleicht war auch nur Pech dabei, kenne ich sie aber nicht.


    Vielleicht ist eure auch nur Illusion.


    Ich glaube nicht mehr an die Liebe. Außer an der zwischen Mutter und Kind. Traurig macht mich das immer noch.


    Aber immer weniger.

    Zitat

    Ich denke, was unsere liebe so stark macht ist, dass wir halt nicht nur ein Paar sind, sondern auch immer noch die besten Freunde von damals.

    Sehr gut, Skat! Aus Freundschaft hat sich zusätzlich noch Liebe entwickelt! :)z

    Wenn Die Basis zwischen Mutter und Kind stimmt, dann ist das doch schon mal ein wesentlicher Anfang und eine überaus wichtige Sache. :)z :)^ :)*


    Warst Du schon mal bei einem Psychologen um Deine Erfahrungen zu besprechen? Es hat sich bei mir beim Lesen der Verdacht eines "Wiederholungszwanges" aufgedrängt. Du hättest jetzt mal andere Erfahrungen verdient! :)z @:) *:)

    Zitat

    Warst Du schon mal bei einem Psychologen um Deine Erfahrungen zu besprechen? Es hat sich bei mir beim Lesen der Verdacht eines "Wiederholungszwanges" aufgedrängt.

    Das ist doch Quatsch. Wenn du 3 Mal ausgeraubt wirst, sagt der Polizist doch auch nicht zu dir: "Wahrscheinlich haben Sie nen Wiederholungszwang."


    Ganz klar – ich hatte nie Schuld an dem lieblosen Verhalten der Männer mir gegenüber.


    Was man mir vorwerfen kann, sind meine Gutmütigkeit, meine Naivität und vielleicht sogar, dass ich mich nicht schon früher viel stärker gewehrt habe. Aber das hängt auch mit meiner Gutmütigkeit zusammen, ich mag es nicht gerne jemanden zurechtweisen.


    Die Denkweise, man könne doch einfach eine Therapie machen, dann wird alles gut, ist falsch.


    Ich habe einige hundert Stunden investiert. Neben der Erkenntnis, dass derlei intensive Therapien auch ein riesiger Wirtschaftszweig sind, habe ich die Einsicht gewonnen, dass Enttäuschungen erträglicher sind, wenn ich mich einfach damit abfinde.

    Zitat

    Töööfchen, ich hab nur gedacht: Oh man, bist Du heute schlecht drauf? Laus über die Leber, oder so..

    nein, keineswegs ;-D x:) @:)

    @ Hirtin

    Meine ganzen psychischen Probleme hängen auch damit zusammen, dass ich meinen Vater verloren habe. Mein Vater ist als ich ziemlich jung war wegen Totschlag 8 Jahre inhafiert worden, hat meine Mutter vor meinen jungen Augen misshandelt und war selbst, als ich ihn damals besuchen war noch ein riesen Arschloch. Irgendwann ist der Kontakt abgebrochen und als er raus war, mussten wir fürchten, dass er wieder kommt. Er hat andauernd angerufen etc. Das Jugendamt stand regelmäßig auf der Matte, die Nachbarn haben gelästert und ich konnte nie die Dinfe tun, die Jungs mit Vätern so unternehmen. Ich bin trotzdem und nur meiner Mutter zur Liebe einen relativ normalen Weg gegangen. Also habe die Schule und eine Berufsausbildung abgeschlossen. Ich habe Liebe nur von meiner Mutter erfahren und mir vorgenommen, niemals so schlechter Vater zu werden, wie er ist ist.


    Zeitweise fällt es mir auch relativ schwer an die Liebe zu glauben. Aber die Welt kann doch nicht nur aus nichtsnutzigen, lieblosen Wichsern bestehen!?

    Zitat

    Zeitweise fällt es mir auch relativ schwer an die Liebe zu glauben. Aber die Welt kann doch nicht nur aus nichtsnutzigen, lieblosen Wichsern bestehen!?

    Für mich leider schon. Ich habe ja geschrieben, dass ich das auch ein stückweit für Pech halte.


    Mir hat nie ein Mann geholfen oder mich unterstützt. Ich habe alles alleine geschafft. Glücklich war ich dabei nie. Ich war ja auch immer bereit, auch meinerseits zu "geben".


    Was ich in den letzten Jahren an potentiellen Beziehungspartnern kennen lernen musste, wurde immer schlimmer.


    Ich habe meine Standards und davon weiche ich nicht mehr ab. Auch deshalb, weil ich heute Bescheid darüber weiß, was mir gut tut und was nicht.


    Die Welt besteht leider zum allerallergrößten Teil aus kalten Menschen.


    Ich nehme an, dass dazu auch unser gesellschaftlicher individualistischer Lebensstil mitverantwortlich ist. Jeder will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als sein Nachbar. Jeder will aus seiner Lebensspanne das Beste für sich herausholen. Man fühlt sich nicht mehr verantwortlich für seinen Nächsten.


    Ich habe weder Familie noch einen großen Freundeskreis. Da liegt es schon nahe, die Vertrautheit und die Bindung, die ich mir wünsche, in einer Paarbeziehung zu suchen.


    ICH habe das nur bedauerlicherweise nie gefunden, sondern mir schlägt im Gegenteil von Anfang an nur eisige Kälte entgegen.


    Sind meine Ansprüche zu hoch? Kann ich nicht in ausreichendem Maße mit anderen Menschen umgehen? Wenn du nicht die Grunderfahrung machen konntest (und das müssen gar nicht die eigenen Eltern sein), geliebt zu werden und vertrauen zu können, dann hat man zwar das Modell wie's richtig sein kann im Herzen, aber es fehlen die Bausteine, in meinem Fall, der passende Partner.

    Ja, so siehts in meinem Fall auch aus. Und ich glaube die fehlenden Bausteine sind auch der Grund dafür, dass man den/die Richtige nicht findet.


    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die mehrheit so drauf ist, dass sie so gefühlslos und kalt ist.


    Vielleicht ist man selber so bzw. strahlt dies nach außen aus, und gleich zu gleich gesellt sich gern.

    Zitat

    Vielleicht ist man selber so bzw. strahlt dies nach außen aus, und gleich zu gleich gesellt sich gern.

    Ist bei mir nicht der Fall. Ich arbeite gelegentlich ehrenamtlich im sozialen Bereic (für Geld), meine Schützlinge sind mir zugewandt und herzlich. Ich liebe Tiere, mein Kind, ich unterstütze gerne Schwächere.


    Ich finde, ich bin ein sehr gefühlvoller Mensch und hätte viel zu geben.


    Aber die Welt um mich ist kalt, egomanisch und boshaft.


    Klingt komisch. Ist aber so.