• Wer glaubt an die Liebe?

    Hier ist ein "virtueller Landeplatz" für alle, die aufrichtig an die Liebe glauben. Hier ist Platz für Eure positiven Erfahrungen und Wünsche. x:)
  • 11 Antworten

    Die meisten Menschen sind naturgegeben nicht so besonders gerne alleine (hat auch etwas mit dem Urknall zu tun ;-) ... das würde aber jetzt zu weit führen). Man fühlt sich lieber verbunden – wobei das, den Moment betrachtend, relativ unerheblich ist, ob es um Sex, eine Massage, einen Kabarettbesuch, gemeinsames Lachen, einen stillschweigenden Spaziergang, eine Beziehung, Freundschaft oder Liebe geht.


    Verbundenheit entsteht aus einem Gefühl des Gleichklangs bzw. der Harmonie heraus, also dem Empfinden heraus, dass man es nicht mit einem wildfremden/unberechenbaren Menschen zu tun hat, sondern einem, dem man vertrauen kann, weil er vertrauenswürdig ist.


    Diese harmonische Passung bzw. Verbundenheit basiert auf grundsätzlicher Gleichheit, gar auf dem, was man als Seelenverwandtschaft bezeichnet.


    Und weil diese Verbundenheit nicht per se gegeben ist, aber dennoch sehr gewünscht, artet das Ganze nicht selten in nahezu sucht- bzw. rauschartiger Schauspielerei aus.


    In Sachen gewünschter Verbundenheit ist tatsächlich in den meisten Fällen davon auszugehen, dass wir es mit einem Schauspieler zu tun haben, den wir nicht wirklich kennen, bis wir ihn wirklich kennen.

    Zitat

    Die größte, fähigste, ehrlichste und mutigste Aussage ist tatsächlich wie folgt:


    Ich liebe dich nicht.

    Das ist doch total Kontext-abhängig. :-D Sage ich zu einem Fremden auf der Straße "Ich liebe dich nicht" oder zu einem Bekannten, was ist dann daran mutig geschweige denn fähig oder groß? Es besteht keinerlei Bindung, Emotionalität auf der Gegenseite und folglich kein daraus resultierender Schmerz, der die obigen Adjektive rechtfertigen würde. Eine große, mutige und fähige Aussage ist stets in der konkreten Situation zu betrachten.

    Ein paar wunderschöne Zitate aus Victor Hugo's "Les Misérables" x:)


    Wird das Universum auf ein einziges Wesen beschränkt, ein einziges Wesen bis zu Gott ausgeweitet, so ist das Liebe.


    Wie traurig ist die Seele, wenn sie durch Liebe traurig ist!


    Wie leer ist die Welt durch die Abwesenheit des Wesens, das durch sich allein sie erfüllt hat! Oh, wie wahr ist es, dass das geliebte Wesen zu Gott wird. Man würde verstehen, dass Gott eifersüchtig wäre, hätte nicht der Vater von allem die Welt für die Seele geschaffen und die Seele für die Liebe.


    O Frühling, du bist ein Brief, den ich ihr schreibe.


    Die Zukunft gehört dem Herzen noch viel mehr als dem Verstand. Lieben ist das einzige, was die Ewigkeit beschäftigen und ausfüllen kann. Das Unendliche braucht das Unerschöpfliche.


    Die Liebe hat etwas von der Seele selbst. Sie ist von gleicher Beschaffenheit. Wie die Seele ist sie göttlicher Funke, unvergänglich und unteilbar. Sie brennt als ein Feuer in uns, das unsterblich ist und unendlich, das nichts eindämmen kann und nichts löschen kann. Sie frisst sich ins Mark und strahlt bis in die Tiefen des Himmels.


    O Liebe! O Anbetung! O Lust zweier Geister, die sich verstehen, zweiter Herzen, die ihre Gefühle tauschen, zweiter Blicke, die ineinanderdringen. Du kommst zu mir, Glück, nicht wahr? Spaziergänge zu zweit in der Einsamkeit! Gesegnete, strahlende Tage! Manchmal träumte mir, von Zeit zu Zeit lösten sich Stunden von dem Leben der Engel und kämen herab, im Dasein der Menschen aufzuleuchten.


    Wir alle, wer wir auch sein mögen, haben unser atemfähiges Sein. Fehlt es uns, fehlt uns die Luft, wir ersticken. Dann stirbt man. Aus Mangel an Liebe zu sterben ist furchtbar. Der Tod der Seele durch Ersticken!


    Nichts genügt der Liebe. Man hält das Glück in Händen und will das Paradies. Man hat das Paradies und will den Himmel.


    O du, der du liebst, dies alles enthält die Liebe. Du musst es nur verstehen, das auch in ihr zu entdecken. Die Liebe kennt genau wie der Himmel die mystische Versenkung, doch der Himmel kennt die Wollust nicht.


    Sonderbar! Ich bin in Nacht versenkt. Ein Wesen, das mir entschwunden ist, hat den Himmel mit sich genommen.


    Mir würde es für meine Ewigkeit genügen, wenn wir nebeneinander und Hand in Hand im gleichen Grab ruhen und in der Finsternis uns zuweilen leise über einen Finger streichen könnten.


    Ihr, die ihr leidet, weil ihr liebt, liebt nur noch mehr! An Liebe sterben ist Leben!


    Liebt! Eine düster glänzende Verklärung verbindet sich mit dieser Qual. Verzückung ist im Todeskampf.


    Wäre niemand mehr, der liebte, die Sonne würde erlöschen.

    Was sollte sein? :-D Diese Aussage hat für mich den gleichen Gehalt (im konkreten Kontext!) als sagtest du "Ich habe heute Eis gegessen" und löst auch eine ebensolche emotionale Betroffenheit aus. :-)

    Was nun aber, wenn ich sage:


    Ich liebe dich und denke, dass wir den Rest unseres Lebens gemeinsam verbringen sollten.

    Oh holde Liebe, komm' zu mir, was würde ich nicht alles dafür geben. Bist du doch mein Herz und mein Licht, ohne welches ich nicht leben kann.