Wer hat Erfahrungen mit einer Paartherapie

    Hallo ihr lieben Med Mitglieder!


    Ich hatte gehofft niemals diese Frage stellen zu müssen, aber jetzt betrifft es mich/uns auch und wir möchten ein solches Angebot in Anspruch nehmen. Unsere aktuelle Situation daheim ist alles andere als entspannt oder harmonisch. Grund dafür im Groben sind meine grundsätzliche Unzufriedenheit, weshalb ich kaum noch Nähe zulassen kann und sein Misstrauen. Beziehungsweise vertraut er mir mittlerweile überhaupt nicht mehr aufgrund aufgeflogener Lügen. Wir haben ein gemeinsames Kind und sind seit über 10 Jahren ein Paar. Das möchten wir (Gott sei Dank) beide nicht kampflos aufgeben und ich hoffe inständig, dass uns eine solche Therapie helfen kann wieder einen gemeinsamen Weg gehen zu können.


    Kann jemand Empfehlungen aussprechen oder hat Erfahrungswerte? Ich wäre so dankbar darüber und erhoffe mir dadurch... ja.. dass es doch noch eine Chance für uns 3 gibt :°(

  • 22 Antworten

    Tut mir leid, wenn ich dazu keine Erfahrungen beisteuern kann. Aber ich denke mir immer, was soll ein Therapeut ausrichten können, wenn zwei, die bis ins Detail über die Situation Bescheid wissen, sich nicht selber helfen können?


    Klar, die sind geschult und haben gedankliche Instrumente, aber können sie auch Gefühle herbeizaubern? Ist es nicht ein Weg sich sagen zu können, wir haben alles versucht?

    Zitat

    Beziehungsweise vertraut er mir mittlerweile überhaupt nicht mehr aufgrund aufgeflogener Lügen.

    Wundert Dich das? Was tust Du, um sein Vertrauen zurück zu gewinnen?

    Ich danke dir dennoch für deine Antwort Benetton!


    Ich denke nicht, dass wir alles versucht haben, bisher wissen noch nicht alles bis ins kleinste Detail. Der Knall und die (ich korrigiere) Lüge fanden erst vorgestern statt. Schon vorher misstraute er mir, ohne jeglichen Anlass. Alles hat seine Gründe (keine Entschuldigung), auch mein Handeln was die Lüge angeht basieren auf die Unzufriedenheit und seinen Umgang mit mir. Jetzt wundert mich sein Misstrauen natürlich nicht mehr, ganz klar!

    Zitat

    Was tust Du, um sein Vertrauen zurück zu gewinnen?

    Was kann ich tun?

    Zitat

    Was kann ich tun?

    Zunächst: Es gibt kein garantiertes Erfolgsrezept!


    Meiner Meinung nach steht und fällt alles damit, inwieweit ihr zusammen bleiben WOLLT. Nicht nur Du, liebe TE, sondern auch Dein Partner. Liebt er Dich noch aufrichtig, wird er auch verzeihen können (wobei ich ja nicht weiß, was vorgefallen ist. Da gibt es bestimmt auch Unterscheidungen, aber ich gehe jetzt mal nicht von Fremd gehen etc. aus. )


    Was kann ich tun? Ihm zeigen, dass Du ihn liebst und nur mit ihm zusammen bleiben möchtest.


    Mehr kann man m.E. auch nicht tun, selbst wenn ein Paartherapeut eingeschaltet wird.

    Nein, ein Paartherapeut löst ganz bestimmt nicht unsere Probleme in Luft auf. Aber er hilft uns vielleicht einige Dinge besser zu verstehen (Mann-Frau/ Frau-Mann), kann aufgrund seiner Erfahrung zu Vorschlägen und einen angemessenen Umgang verhelfen?! Ich weiß es nicht...! Wir wollen es aber beide, da sind wir uns einig! Das die eigentlich Arbeit allerdings bei uns im Alltag stattfinden muss, das ist mir bewusst.


    Nein, fremdgegangen bin ich ihm nicht, zumindest nicht im klassischen Sinne. Ich habe mich durch aus mit einem Mann (einen alten Schulfreund) getroffen, der in einer ähnlichen Situation steckt. Wir haben uns ausgetauscht (verbal), das war nichts sexuelles. Und weil er eben eh schon misstrauisch war, habe ich ihm eben eine Lüge aufgebrummt. Sprich, ich habe ihm erzählt, ich hätte eine Freundin getroffen. Was es jetzt im Nachhinein nur verschlimmert hat, weil er sich jetzt mit seinen Vermutungen bestätigt fühlt :°(

    Was genau interessiert dich? Was verstehst Du unter "Empfehlungen" oder "Erfahrungswerte"?


    Wenn Du etwas konkreter werden willst, dann per PN, hier werde ich nicht antworten. Wenn Du etwas wissen willst, dann stell eine konkrete Frage (per PN), dann kann ich dir ggf. aus eigener Erfahrung etwas dazu sagen.


    Im Übrigen halte ich nichts von Spekulationen über Vermutungen ...

    Erfahrung habe ich zum Glück keine, aber ich finde den Willen, nicht kampflos aufzugeben, lobenswert. Auch lese ich in deinen Beiträgen weder einseitige Schuldvorwürfe noch devote Selbstgeißelung. Du weißt ganz genau, was du falsch gemacht hast, siehst aber seinen Umgang mit dir als die Ursache dafür. Indem du den Ursprung in seinem Handeln siehst, kommt das natürlich einer Schuldzuweisung gleich, aber auch er wird eine Seite haben, die er schildern möchte. Was glaubst du, was er von seiner Seite aus schreiben würde, wenn er diesen Faden eröffnet hätte?


    Ich weiß nicht, ob ihr es in eurem Dialog schafft, schon ohne Therapeut diesen Perspektivenwechsel hinzubekommen. Ich letzte jetzt nicht heraus, wie hitzig euer Knall war und er liegt noch nicht lange zurück. Aber immerhin habt ihr euch schon nach 3 Tagen dazu entschlossen, Maßnahmen zu ergreifen und ggf. Hilfe von außen zu holen. Ein Therapeut wird euch dabei helfen, die gegenseitigen Perspektiven in den Dialog mit einzubauen, damit ihr euer gegenseitiges Handeln verstehen lernt. Und erst daraus erfolgen Erkenntnisse, die über eure Zukunft entscheiden.


    Da der Anfang gemacht ist: ich wünsche euch auf jeden Fall alles Gute und immer einen respektvollen Dialog, egal wohin euch das führt. Lernt aus den Schäden und übt euch in totaler Offenheit, dann könnte die Therapie sicher gute Chancen haben. Viel Glück. @:)

    Hallo Alias,


    von ProFamilia kann ich berichten, dass eigentlich der Name "ContraFamiliam" besser gepasst haette. Der Dialog verlief ungefaehr so, dass der Berater zuerst mich fragte, was ich an Erwartungen haette. Ich antwortete, dass ich hier sei, um Probleme zu loesen und dadurch eine gemeinsame Basis wiederzufinden. Sie antwortete, "um sich sauber zu trennen". Der Berater meinte, dann muesse man ja gar nicht weiterreden; wir haben noch eine Weile herumgeredet, dann wollte er 40€ bar haben (ohne Quittung), und wir sind wieder gegangen. So stellt man sich eine erfolgreiche Paartherapie vor!


    Von einem Freund habe ich das genaue Gegenteil von einer kirchlichen Paartherapie gehoert, die er einst mit seine Frau besucht hatte. Da wurden die beiden gehoert, es gab etliche Sitzungen, bei denen sich die Beraterin mit den beiden fuer deren gemeinsame Zukunft engagierte, und das hatte auch wirklich den gewuenschten Erfolg (seit sehr vielen Jahren!).


    Gut ist es, wenn Du Dir entsprechende Buecher dazu besorgst und liest, denn dann werden Deine Fragen u.U. gut beantwortet. Mein Freund gab mir z.B. ein Buch von Hantel-Quitmann (ich meine, es hiess "Liebesaffairen"), das ihm damals selbst empfohlen worden war und das sehr interessant und anregend zu lesen war.


    Wenn Du mehr wissen willst, kannst Du mir gerne eine PN schreiben.


    Viel Glueck einstweilen und liebe Gruesse! :)*

    Ich habe ihn meiner letzten Ehe mit meiner Frau so einen Versuch gemacht und der Eheberater hat sich auch viel Mühe gegeben aber genützt hat es letztendlich nichts. Wenn eine Beziehung zu retten ist dann müssen beide dazu bereit sein die Probleme zu lösen oder wenn unlösbar dann zu nächstmal ausklammern und erst mal versuchen ob so wieder ein gutes zusammenleben möglich ist und von beiden erwünscht ist.

    Hallo Alias.


    Du siehst das völlig richtig. Man hat mit der Hilfe eines guten Paartherapeuten neue Möglichkeiten…


    - seinen Partner besser zu verstehen,


    - sein eigenes Handeln besser zu erklären,


    - die Beziehung aus einer anderen Sicht sehen zu können (inklusiver einiger ihrer Besonderheiten, in die man automatisch hinein geraten ist und derer man sich nicht bewusst war)


    Darüber hinaus vermittelt einem dieser Schritt auch im Falle einer Trennung das Gefühl, wirklich alles in den Kräften Stehende getan zu haben. Und letztlich wissen alle PT, dass sie mit etwa ebenso großer Wahrscheinlichkeit bei der Trennung helfen werden, wie sie bei einem Neuanfang helfen könnten. Eine Trennung aber, die in gemeinsamem Einvernehmen mit der Unterstützung eines PT begonnen hat und begleitet wird, hat erheblich weniger Konfliktpotential.


    Ich habe viele Ratsuchende begleitet, die parallel dazu eine Paartherapie gemacht haben und dabei Erstaunliches erlebt, aber leider auch weniger Erfreuliches, wenn die Kompetenz des Beraters eher bescheiden war. Näheres dazu wie auch konkretere Hilfen gibt es auch von mir nur per PN.


    Eines aber sollte man auch bei einer Paartherapie vorher klar machen: der so genannte "Machbarkeitswahn" vermittelt – oftmals sogar durch die Werbung von Beratern und Therapeuten, dass man nur genügend "an der Beziehung arbeiten müsse", um sie zu retten oder zu verbessern – und dass das letztlich immer zu einem Erfolg führen müsse. Das ist falsch.


    Kein PT kann eure Beziehung verbessern. Aber ihr könnt das selber, wenn ihr vieles von dem, was ihr bisher unbewusst getan habt, bewusst verstehen könnt. Und wenn es als falsch erkannt wird, kann man bestenfalls damit aufhören, das weiterhin zu tun. Ich habe Neuanfänge begleitet, die erfolgreich waren. Und ich habe Paare erlebt, die sich neu ineinander verliebt haben und die Krise – die zur Trennung zu führen schien – als einzigartige Chance erkannt haben und anschließen dankbar dafür waren.


    Ich würde an deiner Stelle die Chance ergreifen, vor allem wenn auch dein Mann dazu bereit ist. In den meisten Fällen scheitert es nämlich an der Bereitschaft eines Partners, der entweder nur widerwillig mit geht oder es gar nicht will.

    Hallo Alias,


    auch ich kann eine sehr positive Erfahrung einer Paarberatung beisteuern.


    Wir haben unsere tiefe Krise dadurch überwinden können, indem wir durch die Gespräche Abstand zum eigentlichen Konflikt gefunden haben und Zugang zu neuen, positiv belegten Erfahrungswerten.


    Auch von mir alles Gute für euch @:)

    Guten Morgen! Ich danke euch recht herzlich für eure Antworten. Wir haben am Wochenende viel miteinander geredet, aber auch das hat mir wieder bestätigt, dass wir jemanden Außenstehenden brauchen. Jeder fühlt sich missverstanden und in die Ecke gedrängt, das muss aufhören!

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    Was genau interessiert dich? Was verstehst Du unter "Empfehlungen" oder "Erfahrungswerte"?

    Mich würden die unterschiedlichen Institutionen interessieren, mir ist bisher nur Pro Familia bekannt und auch Kirchen. Die einen nehmen Geld (welches wir gern investieren!), andere sind kostenlos und da frage ich mich, ob beide ähnlich hilfsbereit sein können. Und zum anderen interessieren mich eben die Erfahrungen und mit wie vielen Stunden müssen wir rechnen?

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    Was glaubst du, was er von seiner Seite aus schreiben würde, wenn er diesen Faden eröffnet hätte?

    Genau das möchte ich gerne von ihm erfahren. Wenn ich ihn auf Dinge anspreche, bekomme ich ein "Ja, aber du..." zu hören. Wir drehen uns da im Kreis und jeder fühlt sich wie gesagt missverstanden. Sicherlich ist auch er hin und wieder unzufrieden gewesen, eine Beziehung läuft nie ganz rund, aber sein primeres Problem liegt nun in meiner Unehrlichkeit und das er sich hintergangen fühlt. Während ich eben ein grundsätzliches Problem habe. Und wo er vermutlich zu viel geredet hat, habe ich es zu wenig???


    Antonio Vivaldi: ich danke dir für deine Erfahrungen, wobei ich eben auch der Meinung bin, dass es unbedingt beide wollen. Wenn mein Mann mit dem Standpunkt "sich sauber trennen zu wollen" die Beratung aufsuchen würde, dann würde ich mir den Gang und Kosten ebenfalls sparen. Wir wollen aber beide an unserer Beziehung/ Familie festhalten und alles dafür tun!


    nobbi100: Also ist eure Beziehung damals daran zerbrochen, weil es nicht beide wollten oder weil die Fronten bereits zu verhärtet waren?


    morababy und Grapefruitsaft, vielen lieben Dank für eure Antworten und euren positiven Erfahrungen! Das macht mir Mut und lässt mich hoffen, dass wir es schaffen, was ich mir von ganzem Herzen wünsche!


    Oldie49:

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    Man hat mit der Hilfe eines guten Paartherapeuten neue Möglichkeiten…

    wie findet man einen guten Paartherapeuten? Gerade deshalb suche ich hier nach Erfahrungswerten.

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    der so genannte "Machbarkeitswahn" vermittelt – oftmals sogar durch die Werbung von Beratern und Therapeuten, dass man nur genügend "an der Beziehung arbeiten müsse", um sie zu retten oder zu verbessern – und dass das letztlich immer zu einem Erfolg führen müsse. Das ist falsch

    Das denke ich eben auch, das man durchaus einen Punkt erreicht, wo eben nichts mehr geht. In diesem Zusammenhang habe ich auch gelesen, dass viele erst eine Beratung/ Therapie aufsuchen, wenn es schon zu spät ist. Ist dem so? Das verunsichert mich, ich möchte nicht, dass wir zu "diesen" gehören :°(

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    als einzigartige Chance erkannt haben und anschließen dankbar dafür waren.

    und das erhoffe ich mir eben auch, dass wir im Nachhinein dankbar für diese Lüge sein können, die nun ans Tageslicht kam.

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    Mich würden die unterschiedlichen Institutionen interessieren, mir ist bisher nur Pro Familia bekannt und auch Kirchen. Die einen nehmen Geld (welches wir gern investieren!), andere sind kostenlos und da frage ich mich, ob beide ähnlich hilfsbereit sein können. Und zum anderen interessieren mich eben die Erfahrungen und mit wie vielen Stunden müssen wir rechnen?

    Es wäre leichtsinnig, eigene Erfahrungen auf ganze Institutionen zu übertragen. Gerade kirchliche Beratungsstellen leisten hervorragende Arbeit. Aber ich habe mehrfach erlebt, dass die völlig überlastet waren, im Stundentakt die Paare "abarbeiten mussten", und dabei dann eben auch in Routine verfallen. Und die ist nicht immer hilfreich.


    Auf der anderen Seite haben Therapeuten mit einem hohen Honorar für die Einzelstunde manchmal nur sehr wenige Termine am Tag, können sich also mehr dem Einzelnen widmen. Und die "edelste Variante" sind Therapeutenpaare, die auch – jeweils geschlechtsspezifisch – Einzelberatung parallel anbieten und in gemeinsamen Stunden zusammenführen. Das hat seinen Preis. Aber eine Scheidung wird allemal teurer.


    Was die Dauer angeht, ist die Zahl "10" eine gute Richtschnur, denn nach zehn gemeinsamen Gesprächstherapien haben viele Paare genügend an der Hand, um auch alleine konstruktiv im Gespräch zu bleiben – immer mit der Option, jederzeit wieder einen Termin zu bekommen.


    Bei der Dauer spielt natürlich auch die Frequenz eine große Rolle. Ich bevorzuge wöchentliche Treffen, wer die Zuhause auftretenden Fragen nur alle zwei oder gar vier Wochen aufarbeiten kann, schwebt viel zu lange im freien Raum.


    Maximal dauert ein guter Neuanfang ungefähr genau so lange wie eine Trennung/Scheidung, bis eine tragfähige Normalität zustande gekommen ist. Dabei spreche ich sehr gern vom "Neuanfang", damit das Paar nicht nach einigen guten Therapiestunden im "Weiter-so" landet. Es müssen wirklich Dinge und Rituale im Alltag umgestellt werden, es muss einiges ganz neu entdeckt und angefangen werden. Es sollten Stopp-Signale verabredet werden, vielleicht auch fester Gesprächstermine – verbunden mit einem Spaziergang oder was auch immer. Paaren in eurer Situation sind oft die "guten Rituale" abhanden gekommen.

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    Das denke ich eben auch, dass man durchaus einen Punkt erreicht, wo eben nichts mehr geht. In diesem Zusammenhang habe ich auch gelesen, dass viele erst eine Beratung/ Therapie aufsuchen, wenn es schon zu spät ist. Ist dem so? Das verunsichert mich, ich möchte nicht, dass wir zu "diesen" gehören

    Ja, das ist leider so. Darum sprach ich ja auch an, dass gute Paarberater immer auch eine einvernehmliche Trennung begleiten. Der Grund ist, dass meist einer der Partner schon früh zur Therapie/Beratung bereit ist, der andere aber nicht, weil er seine Anteile und seine Verantwortung an der Herstellung des Status Quo nicht sehen will (und weil er Angst vor dem "Röntgenblick" des Therapeuten hat). Er will halt vor allem "Schuld sein", seine Anteile nicht bloßgestellt wissen, denn ein "Schuldiger" wurde ja in jeder Krise in dem Partner gefunden, der etwas Schädliches getan hat (also deine "Lüge"). Wenn der Leidensdruck dann wirklich groß genug ist, finden sich oft nicht mehr genügend Gründe, um zusammen zu bleiben, es wurde zu viel Porzellan zerschlagen, zu viele Verletzungen, zu wenig emotionale Nähe.

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    und das erhoffe ich mir eben auch, dass wir im Nachhinein dankbar für diese Lüge sein können, die nun ans Tageslicht kam.

    Die von dir mehrfach erwähnte "Lüge" ist sicher kein Grund zur Trennung. Sie kann aber der Grund sein, entdeckt zu haben, was man verlieren würde, wenn man sich trennt. Wichtig wäre dabei aber auch, dass du den Kontakt zu dem Mann, der Auslöser für diese Lüge war, einstellst. Denn es besteht natürlich die Gefahr, dass du dich mit ihm intensiver austauschst als mit deinem Mann, weil er dich im Gegensatz zu diesem sehr gut versteht – und auch verstehen will.


    Darum ist es parallel zu dieser Distanzierung notwendig, einen Gesprächsmodus zwischen dir und deinem Mann einzurichten, dass ihr offen zueinander über eure jeweiligen Gefühle sprechen könnt, ohne Angst vor Verletzungen haben zu müssen. Und das ist eines der ersten Ziele in der PT.