Was bin ich froh, dass ich kein WhatsApp habe...


    Wer mir etwas mitteilen möchte, soll anrufen oder mir eine E-Mail schreiben (zur Not auch eine SMS). Ich habe weder eine Benachrichtigungsfunktion für E-Mails noch ein akustisches Signal bei SMS-Eingang!


    Trotzdem habe bis heute überlebt und bin sozial nicht ausgegrenzt.

    Brian, muss an deinem Alter liegen, falls 65 dein Geburtsjahr ist. Ich (27) hatte bis vor zwei, drei Jahren auch kein Whatsapp, da war ich definitiv sozial ausgegrenzt, weil sich niemand die Mühe gemacht hat, mir ne gesonderte SMS zu schreiben oder gar anzurufen, während sich alle anderen fix und spontan über Whatsapp verabredet haben, teilweise ganz einfach über Gruppenchats. Hab mir dann jedenfalls Whatsapp besorgt und bin zufrieden damit - man muss es nur sinnvoll benutzen, wie alles andere auch. So wie du deinen SMS- und Mail-Ton ausschalten kannst, kann man das auch mit Whatsapp machen. Da wird niemand zum Sklaven, es sei denn, er will es. ;-)

    Was mein Freund in solchen Situationen manchmal macht - er sagt vorher: Entweder, wir unterhalten uns, oder Du machst was am Handy. Und sobald ich das Handy in der Hand habe, hört er auf zu reden. Oder er geht (nicht böse, aber demonstrativ) aus dem Raum, und sagt - sag Bescheid, wenn Du fertig bist, dann komme ich wieder.


    Bei mir wirkt das, aber sehr stumpfe Leute würden den Hinweis vielleicht gar nicht bemerken ":/

    Zitat

    In Zeiten, in denen man den Vorwurf zu hören bekommt "Du schaust ja nie aufs Handy!" wenn man mal eine halbe Stunde nicht erreichbar war, sind halt viele gut dressiert.

    Ich mach mich doch nicht zum Sklaven von so nem Gerät. Aber vielleicht bin ich auch schon zu alt für so etwas. Früher ging das doch auch ohne.

    Lian-Jill

    Zitat

    In Zeiten, in denen man den Vorwurf zu hören bekommt "Du schaust ja nie aufs Handy!" wenn man mal eine halbe Stunde nicht erreichbar war, sind halt viele gut dressiert.

    Ich habe umgekehrt "dressiert" ;-D Meine Kontakte wissen, dass ich mich weigere dieses "immer-erreichbar-sein-müssen-und-alles-stehen-und-liegen-lassen"-Ding mitzumachen.


    Aber wie oben schon gesagt: Ausnahmen bestätigen die Regel. Ein Handy, bzw. WA, hat ja nicht nur Nachteile. Man kann Verabredungen wahrnehmen die früher aus bestimmen Gründen nicht gingen. Doch dann habe ich selbstverständlich auch die Höflichkeit meinem Gegenüber mitzuteilen, dass ich eine Verabredung nur einhalten kann zu dem und dem Termin, wenn ich eben für eine bestimmte Person erreichbar bin aus dem Grund XY.


    Brian65


    Selbstverständlich braucht man kein WA - ich finde es aber letztendlich (wenn man es so nutzt wie z.B. SMS) einfach bequemer.

    Es sind keine Nachrichten die sofort beantwortet werden müssen.


    Deshalb nervt mich die ständige WhatsApperei ja so.


    Sie lässt mich an ihren Chats oft teilhabenindem sie sie mir vorliest,


    Oder mich um meine Meinung zum geschriebenen bittet.


    Das meiste geht in die Richtung wer über wen mal wieder gelästert hat oder ähnliches.

    Es sind keine Nachrichten die sofort beantwortet werden müssen.


    Deshalb nervt mich die ständige WhatsApperei ja so.


    Sie lässt mich an ihren Chats oft teilhabenindem sie sie mir vorliest,


    Oder mich um meine Meinung zum geschriebenen bittet.


    Das meiste geht in die Richtung wer über wen mal wieder gelästert hat oder ähnliches.

    Zitat

    Sie lässt mich an ihren Chats oft teilhabenindem sie sie mir vorliest,


    Oder mich um meine Meinung zum geschriebenen bittet.

    Wie soll man das sich vorstellen? Todernstes Gespräch und dann eine Unterbrechung mit Klatsch ihrerseits? Vielleicht denkt sie ja, dass sie der Unterhaltung beiträgt.

    Zitat

    Das meiste geht in die Richtung wer über wen mal wieder gelästert hat oder ähnliches.

    Das würde mich mehr stören.


    Ich habe nämlich kein Problem, wenn man in WA erreichtbar ist, da dadurch auch spontane Dinge möglich sind wie ein Wechsel der Bar/Club, weil da xy sind oder yx stattfindet. Warum sollte man sich dieser Möglichkeit berauben?


    Aber Lästereien stören mich immer und Klatsch meistens auch, insbesondere über WA, während man sich gerade trifft.

    Sie bekommt beispielsweise eine Nachricht von einem Kollegen.


    Dieser möchte dann zum Beispiel wissen, warum sie in der Mittagspause


    mit Kollege Xy und nicht mit ihm gesprochen hat.


    Die Nachrichten fliegen hin und her und zwischendurch wird laut kommentiert


    und ich bekomme zu hören was da mal wieder blödes mit den Kerlen los ist.

    Zitat

    Mich stört am meisten dass keine Unterhaltung möglich ist.


    Ständig kommt, psst sei mal ruhig, ich höre nichts. %-|

    Zitat

    Ich mag diese Person einfach und kann mit ihr Dinge besprechen für die andere kein Ohr haben.

    wie jetzt? einmal sagst du, es sei keine unterhaltung möglich und dann wieder, dass sie immer ein offenes ohr für deine "dinge" habe.

    Wir hatten eine Zeitlang beruflich miteinander zu tun, da hatte sie immer ein offenes Ohr für mich.


    Jetzt gehen wir beruflich getrennte Wege, sehen uns aber noch regelmäßig und da hat sie dann dauernd ihr Handy an der Hand.

    Und würde dich dieser Klatsch stören, wenn kein Handy im Spiel wäre? Also wenn sie dir die Geschichte einfach zu erzählen würde?

    Frag sie eventuell mal ob sie ihren 'blauen Häkchen' hinterher hetzt. Denn es gibt Leute - das kenne ich sehr gut - die schon fast eskalieren wenn man eine bereits gelesene Nachricht (oder Sprachnachricht) nicht sofort erwiedert. Es könnte also sein das sie dem vorbeugen möchte und sich denkt 'Mit den zwei Minuten Salbader halte ich mir eine Stunde Streitkommunikation vom Hals'. Das wäre, rein logisch, nachvollziehbar. Dich im Gespräch wg. sowas zu unterbrechen hingegen ist daneben!


    Ein offenes Gespräch (Watum machst du das) ist immer am besten und diplomatischsten, trotz allem hier drei Möglichkeiten die ich in Betracht ziehen würde:


    1. Sobald sie dich 'ausblendet' um zu schreiben oder zu labern, hörst du auf zu sprechen und wartest bis sie sich der Koversation wieder zuwendet bzw. selbst wieder reinfinden muss. i-Tüpfel: Du fragst sie danach 'Wo waren wir?' (Peinlich für Sie)


    2. Sag ihr das du es schade findest von ihr mehr über Andere zu erfahren als über sie. (schmeichelt ihr)


    3. Sag ihr furztrocken: Wenn du das Ding nicht verschwinden lässt hast du gleich ganz viel darüber zu Whatsappen wie gemein ich zu dir war. (klare Ansage)

    Zitat

    Und würde dich dieser Klatsch stören, wenn kein Handy im Spiel wäre? Also wenn sie dir die Geschichte einfach zu erzählen würde?

    Auch wenn ich nicht gefragt bin: In so einem Fall erzähle ich die Randdaten des ganzen Problems/Dilemma ohne Handy, suche die heiße Chat-Passage heraus und lasse sie meine Freundin selbst lesen. Das ist 'miteinbeziehend' und meeeega interaktiv. ^^