Maja. Wenn man sich austauscht, dann kommen ja die Erfahrungen.


    Und mein Umfeld ist normal. Vom Kuhdorf mit 35 Einwohnern, bis hin zur Großstadt. Von jung bis alt, alle Figuren, Haarfarben, Bildungsschichten, von 8. Klasse Abgang bis Studium, Arzt und Beamtenlaufbahn.


    Wer will, betrügt. Da ist das Bildungsniveau und die Optik des Partners doch völlig Wurst. Jeder ist doch frei in seinen EEntscheidungen... Außer 'zu Hause anketten'gibt es doch garkeine Möglichkeit, den Partner vom Fremdgehen abzuhalten.


    Man kann der tollste Mensch der Welt sein, wer bbetrügen will tut es...

    Pauschale Antwort wird's darauf wohl keine geben.


    Die letzten 2 Männer, mit denen ich über so ein Thema gesprochen habe, haben mir unabhängig voneinander selbige Antwort gegeben.


    "Die Lust und der Spaß am Jagen und an Neuem und daheim nicht bekommen, was man im Bett gerne hätte."


    Beides nachvollziehbare Gründe für mich, aber ich würde mir dann auch Ehrlichkeit gegenüber dem Partner wünschen.

    Und Wieviele Frauen kennst du die betrügen? Dürften etwa gleich viele sein. Nur die tragen es seltener offen nach außen.


    Zur TE aus weiblicher Sicht kann ich offen sagen... man also in dem Fall ich. . Hab gar nicht viel nachgedacht . Sonst würde man es auch nicht tun denk ich mal.

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    Die letzten 2 Männer, mit denen ich über so ein Thema gesprochen habe, haben mir unabhängig voneinander selbige Antwort gegeben.


    "Die Lust und der Spaß am Jagen und an Neuem und daheim nicht bekommen, was man im Bett gerne hätte."

    Bin ich froh, dass nicht alle Männer so ticken :)z


    In meinem Umfeld, waren es sogar mehr Frauen, die betrogen haben. Deren Männer haben teilweise enorm unter der Situation gelitten.

    Ich bleibe dabei: es IST so einfach.

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    Und Wieviele Frauen kennst du die betrügen?

    War die Frage an mich?


    Ich beantworte sie mal:


    Ich kenne EINE die mal betrogen hat. Also nach IHRER Definition. Und das ist 16 Jahre her.


    Jeder betrügt ja anders. Bzw jeder bewertet/ definiert Betrug anders.


    Für mich ist es Betrug = Fremdgehen. Bei anderen ist betrügen zB Sexchat. Bei mir wäre das schon Fremdgehen...


    Manche betrügen ja erst, wenn sie ihn reinstecken bzw sich penetrieren lassen. Bei mir beginnt Fremdgehen zb im Kopf.


    Ich selber gehe also nach meiner Definition schon fremd, wenn ich mot heimlich mit nem Typen, der eindeutiges Interesse signalisiert, zum Kaffee treffe.

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    Und Wieviele Frauen kennst du die betrügen? Dürften etwa gleich viele sein.

    Bin ich auch überzeugt davon.

    Also ich glaube ja fest daran (nur meine Erfahrungen!), dass die Leute die betrogen werden NICHT die Fremdgeher sind.


    Ich kenne Männer, die treu sind und betrogen werden, und Frauen, die betrogen werden und treu sind.


    Ich hab noch nie mitbekommen, dass sich ein Paar gegenseitig betrogen hat. Aber das gibt's bestimmt auch. So aus Rache oder so...

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    Traurigerweise ja. Aber natürlich nicht alle immer mehrfach vom selben Mann.

    Völliger Quatsch, spätestens da wird's unglaubwürdig.

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    Nein. Ich behandele alle meine Männer gleich. Jeder bekommt bzw bekam den selben Respekt, selbe Menge Liebe, Aufmerksamkeit, Fürsorge, und was ich sonst noch so geben kann.

    Das wünscht du dir vielleicht aber kann nicht stimmen denn der Umgang miteinander ist eine Symbiose, es sei denn, die waren alle zu 100% ident. Dann müsstest du aber entweder noch mit dem ersten Partner zusammen sein oder du solltest mal überdenken sie eben nicht alle "gleich" zu behandeln.

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    Und ein Mann, der zB einer Frau gerne die Tür aufhält (um jetzt mal was harmloses zu benutzen), macht das bei jeder.

    Ne, weil wenn er nicht doof darauf besteht sondern auch drauf achtet ob sie das überhaupt will (stell dir vor, nicht jede mag das), dann wird er es eben nicht stumpf bei jeder machen.


    "JA, es ist so einfach. Wenn man mal dahinter guckt.", das solltest du dir selbst mal zu Herzen nehmen.


    Ich find das nicht sehr sympathisch wie du pauschalierst

    Ja die Frage war auch an dich mit dem "und Frauen" denn es gibt verschiedene Statistiken die wirklich sagen, dass nicht Mann der Teufel ist, sondern das Frauen nur anders damit hausieren, nämlich die Klappe halten und sich nicht brüsten oder sonstiges.


    Ich denk sogar, dass bei einer intakten Beziehung mit zufriedenem beidseitigem Sexleben etc erstmal keiner Fremdgeht. Das immer irgendwo etwas im Argen ist. Und meistens auch das allseits berühmte Reden einfach nichts brachte oder der 2. nicht reden möchte.


    Klar gibt es Situationen wie z.b. mit Alkohol etc die einladen und es gibt sicher charakterlich auch eher die Jäger und eher die Treuen.... aber wenn alles super läuft glaub ich nicht an das unbändige zwanghafte Gefühl ne/oder nen anderen haben zu wollen.

    wir hatten ein sehr schlechtes Gewissen unseren Partnern gegenüber. Uns war durchaus bewusst, dass es falsch war, was wir gemacht haben und wir haben zig Erklärungen gefunden, warum wir es trotzdem taten.


    Eine Weile konnten wir uns selbst überzeugen, dann haben wir es gemeinsam beendet und nach einer anderen Lösung geschaut.

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    Es gibt auch die eher wenig routinierten Fremdgänger, die mit der Situation selbst auch nicht glücklich sind. Es aber mit sich selbst ausmachen wollen und können, wie sie ihre Altbeziehungen "schützen", und den Affären-Menschen nur soweit ins eigene Leben lassen, wie es nötig ist für den Bestand der Affäre.

    Ja, dem schließe ich mich an.


    Gilt sicher nicht für alle, aber bestimmt für viele. Habe diese Erfahrung selbst mit einem Mann gemacht, in dessen Kopf ich mich damals (und manchmal auch jetzt noch) reinfühlen wollte, genau wie die TE . Ich wollte gern nachvollziehen, was da eigentlich passiert. Warum er das macht. Wie es ihm damit geht. Eigentlich hatte er mich ursprünglich abblitzen lassen, und zwar ordentlich und unmissverständlich ??ging auch völlig in Ordnung für mich?? - nur um dann viel später plötzlich doch Vollgas zu geben.


    Da hab ich mich auch gefragt: Muss das für einen eigentlich doch so loyalen Menschen wie ihn nicht furchtbar sein? Da ist die Frau, die er seit ewigen Jahren liebt, die Kinder, die er vergöttert, die Familie und sein ganzes Leben, auf das er stolz ist, und - ja, gut, okay, das Alltagsleben und der zur Standardnummer verkommene oder möglicherweise auch gar nicht mehr stattfindende Sex, eben all das Vorhersehbare, das ihn langweilt.


    Reicht das aus, dass man dem unkompliziert lockenden Weib nachgibt, ein paar unverbindliche, heiße Nummern schiebt - und danach abends heimkehrt und die Ehefrau wie immer mit Küsschen begrüßt? Neben ihr einschläft wie immer? Sie mit der gleichen Liebe ansieht wie immer? Oder schleicht man permanent mit schlechtem Gewissen herum? Ist die Untreue immer präsent, den ganzen Tag über, oder verpufft das einfach auf dem Weg nach Hause?


    Gefragt hab ich ihn das nie, denn eine Antwort würde ich darauf nicht bekommen. Nicht, weil er nicht darüber reden mag, sondern, weil er selbst keine hätte. Das hab ich inzwischen über ihn und vielleicht auch "seine Spezies" gelernt; er scheint vieles in seinem Leben anscheinend ganz intuitiv und unreflektiert zu tun - das Fühlen, das Entscheiden... und eben wohl auch das Betrügen. Mit dem geänderten Parameter "treu" hin zu "untreu" ändern sich all die anderen Dinge, die für ihn damit zusammenhängen, nur zähfließend (soviel auch zum Thema "die Affaire nur so weit ins eigene Leben lassen wie nötig"). Er ist dann noch der gleiche Mann, liebt die gleiche Frau, tut das Gleiche wie zuvor. Lediglich die Weste ist nicht mehr rein, aber das weiß ja auch nur die Frau in der Reinigung, und sonst niemand...

    ... und wenn ich, vollkommen unabhängig vom oben geschriebenen Beitrag, eines über dieses Thema gelernt habe, dann dies:


    Niemals, absolut niemals lassen sich schwarz und weiß oder richtig und falsch darauf anwenden.


    Nicht jeder Fremdgeher tut etwas Schlimmes. Nicht jeder Betrogene ist eine arme Sau. Nichts ist dabei so individuell wie die eigenen Maßstäbe - oder die der Anderen. Und, das ist das Verwunderliche und wie auch manchmal Beängstigende daran: jene ur-eigenen Maßstäbe mögen sich sogar mit der Zeit ändern.


    Dieses Wissen sollte bei jedem für einen zunächst mal sehr, sehr zurückhaltenden Umgang mit diesem Thema sorgen!

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    Es gibt sicher Männer die machen es einfach so, sozusagen ohne mit der Wimper zu zucken.

    Es geht bei Männern dabei meist nur um Sex nicht um Gefühle. Die eigentliche Frau liebt man immernoch sonst würde man sie wohl für die Affäre verlassen. Hat man aber keine Gefühle für die Affäre, dann hat Mann wohl wenig Gewissensbisse.

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    Aber sind alle so?

    Alle wohl nicht und kann ich mir nicht vorstellen. Männer die das tun, erzählen das anderen Männern in der Regel nicht...oder jedenfalls habe ich das noch selten bis nie gehört und wenn doch, würde ich es bestimmt keiner Frau erzählen.