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    Was mich eben jetzt so irritiert hat, waren diese "du kennst doch diese Person noch gar nicht"-Sprüche meiner besagten Bekannten gegenüber.

    Vielleicht übertreibt sie etwas sehr? Ich denke auch, dass man sich beim ersten Date schwer verlieben kann. Wer aber absolut sicher ist, man würde sich kennen als kenne man sich eeewig, das sei die große Liebe, Heiraten, Kinder, Hausbau.. steigert sich imho zu sehr in erstmal "nur" Verliebtheit rein (was nicht heißt, dass es nicht trotzdem gut läuft)

    Also bei mir geht das fallweise sehr flott. Eine Frau, die sehr ähnlich aussieht und sich ähnlich verhält / charakterlich ähnlich ist wie die immer noch sehr stark von mir geliebte und vermisste Ex-Freundin hat "technisch gesehen" überhaupt nichts mit ihr zu tun. Aber die Gefühle von Verlangen, Vertrauen, Sehnsucht, Bindungswille bindet "die neue" auch sofort.


    Der Satz "Du, ich mag dich total, weil du aussiehst und vom Verhalten/Charakter ähnlich bist wie meine Ex" kommt bei ihr nur in der Regel nicht allzu gut an. :_D Aber wenn ich so drüber nachdenke, dann ist das eigentlich mein stärkstes Selektionskriterium. Sie - eine neue - soll eigentlich so sein, wie die Ex-Freundin, die mich nie wirklich wollte. Was natürlich rational gesehen eine doofe Kombination ist. Sich emotional aber richtig anfühlt.

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    Das menschliche Gehirn funktioniert i.d.R. nach der "Top-Down-Methode.

    Die Theorie hört sich für mich sehr interessant und logisch an :-) Dann müssten diese Leute, die auf das extrem lange Kennenlernen schwören, eher nach der "Bottom-Up"-Methode arbeiten :_D So hatte ich mir das bisher noch nie überlegt, danke für den Denkanstoß!!

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    Wo soll das herkommen, wenn man sich wochenlang beschnuppern kann, ohne dass man sich verliebt?

    Diesen Gedanken hatte ich witzigerweise auch schon, als "Gegenargument" gegen dieses "Du kennst die Person doch noch gar nicht richtig." Ich habe auch schon die Erfahrung gemacht, wenn sich in der "Anfangszeit" so gar nichts tut, sinkt auch die Chance, dass da noch irgendwann eine Verliebtheit kommt.


    Ist aber sicher auch wieder bei jedem unterschiedlich :-)

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    Ich bin allerdings der Meinung, richtige Liebe muss wachsen.

    Sehe ich auf jeden Fall auch so :-)

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    Ich denke auch,dass man sich beim ersten Date schwer verlieben kann.

    Das Wort "schwer" irritiert mich in diesem Zusammenhang :_D ;-D Meintest du "schwer" im Sinne von "es ist meiner Meinung nach schwer möglich" oder "man kann sich beim ersten Date stark/heftig verknallen?"

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    Eine Frau die ähnlich aussieht und sich ähnlich verhält wie meine Exfreundin...

    Ich denke da könnte auch was dran sein...:-)

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    Das Wort "schwer" irritiert mich in diesem Zusammenhang :_D ;-D Meintest du "schwer" im Sinne von "es ist meiner Meinung nach schwer möglich" oder "man kann sich beim ersten Date stark/heftig verknallen?"

    Im Sinne von heftig ;-)

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    Aber wenn ich so drüber nachdenke, dann ist das eigentlich mein stärkstes Selektionskriterium. Sie - eine neue - soll eigentlich so sein, wie die Ex-Freundin, die mich nie wirklich wollte.

    Komisch, mein Selektionskriterium ist eigentlich immer, dass er möglichst wenig ist, wie der Ex, mit dem es ja nicht geklappt hat X-
    Also ist tatsächlich so, wenn ich mal über meine Verflossenen Nachdenke. Ich habe oft sogar von einem Extrem zum anderen gewechselt (In genau den Punkten, wegen derer die letzte Beziehung zerbrochen ist)

    Verknallt bin ich übrigens schnell. In dem Sinne, dass ich mir ausmale wie es mit dem Mann als Partner sein könnte und vor mich hinträume.


    Das Gefühl wird dann entweder stärker, wenn die Eigenschaften die ich ihm zuschreibe auch zutreffen oder verfliegt ganz schnell, wenn wir nicht zusammen passen.

    Phu, was hab ich mich mal während einem Film völlig in William Baldwin verliebt..... Das war so schwerwiegend, dass es mir echt weh tat, als der Film fertig war. Ich war 3 Wochen wirklich nur am "schwirren".


    Und da kannte ich den Kerl.... nein, nur den Charakter grade mal 2 Stunden. ;-D


    Nein, ich würde auch sagen:

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    Ich hatte davor wie gesagt auch immer eher den Eindruck, dass es beim Verlieben keine allgemeingültigen Regeln geben sollte...

    Damit liegst du schon richtig!


    Solche Aussagen kommen von Menschen, die verlernt haben, Gefühle auszuleben. (Man muss es nicht Toujour tun, aber hin und wieder ist das schon was Gutes-> Trauer zulassen und sich drin suhlen, aber auch Freude zulassen und z.B. in der Öffentlichkeit vor Freude tanzen. ). Ich habe den Eindruck, Menschen, die das nicht mehr können, missgönnen auch unbewusst.

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    Solche Aussagen kommen von Menschen,die verlernt haben,Gefühle auszuleben.

    Ja, kann gut möglich sein, für ganz ausgeschlossen kann man das bei manchen Leuten nicht halten ":/ ;-D

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    Liebe ist auch nicht definiert.

    Da bin ich mir unsicher, ehrlich gesagt. Ich glaub, für Liebe (!) muss man die Person schon relativ gut kennen ":/ oder vielleicht täusche ich mich da auch...Wobei man da auch anfangen könnte zu diskutieren, da ja manche auch an Liebe auf den ersten Blick glauben. Das sagt ja schon wieder das genaue Gegenteil aus :)z

    vielleicht ist es ja auch irgendwas daazwischen? ich habe mich zum beispiel auf den ersten blick in meinen jetzigen mann verliebt... holladiewaldfee! und beim näheren kennenlernen hat mich mein gefühl immer nur mehr bestätigt - die chemie hat also im ursprünglichen und übertragenen sinn gestimmt!

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    Ich glaub, für Liebe (!) muss man die Person schon relativ gut kennen ":/

    Aber was bedeutet schon "kennen"?


    Mir ging es ähnlich wie Seherin, ich war eigentlich ziemlich sofort verliebt, verknallt oder wie auch immer man das nennen mag.


    Und später war mir schon klar, dass ich diese Frau liebe (richtig liebe), bevor ich rein faktisch besonders viel über sie wusste. Trotzdem denke ich, dass wir einander zu dem Zeitpunkt bereits sehr vertraut waren und auf bestimmten Ebenen durchaus gut "kannten".

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    Aber was bedeutet schon "kennen"?

    Da muss ich dir recht geben, zu 100% kann man einen Menschen eh nie "kennen" & ergründen... :|N


    Höchstens vielleicht Leute, die man echt schon sein ganzes Leben lang kennt, z.B. seine Kernfamilie, aber noch nicht mal da ist es vermutlich gesagt dass man sich gegenseitig in allen Punkten kennt und perfekt einschätzen kann.


    Es gibt bestimmt auch viele Leute,die sich häufig sehen,nach außen hin viel miteinander zu tun haben (z.B. auf der Arbeit) und trotzdem vom jeweils anderen sagen würden,dass sie ihn nicht wirklich gut kennen...

    Sekunden. Es sind die ersten Millisekunden die entscheidend sind. Selbst, wenn man das Gegenüber erst mal nicht so recht mag. Aber in diesen Sekunden wird der Grundstock für eine Beziehung gelegt. Egal, wie sie aussehen mag. Also so ist das bei mir.