Wie ist es geliebt zu werden?

    Wie ist es in einer Partnerschaft begehrt zu werden? Wie fühlt sich das an? Also wirklich nicht nur aufs Sexuelle bezogen, sondern auch seelisch. Habt ihr jemals das Gefühl gehabt wirklich so wichtig für jemanden zu sein, dass man es "Liebe" nennen kann?

  • 19 Antworten

    Wie fühlt es sich an einen Penis/eine Scheide zu haben? Hättest du auch fragen können, es ist schwer zu beschreiben und schwerer sich vor zu stellen, wenn man es nicht kennt.


    Worum geht es dir denn? ^^

    Auch wenn ich meinen Penis noch nie in einer Frau hatte, kann ich mir dennoch (annähernd) vorstellen, wie es sich anfühlt. Geliebt zu werden nicht.


    Ist das lebensnotwendig? Kann das auch schlechte Seiten haben? Ich habe heutzutage oft das Gefühl, dass es "Liebe" überhaupt nicht mehr gibt (oder es kommt mir nur so vor, weil es mir bisher verwehrt blieb?). Deshalb frage ich mich, ob sich hier jemand total begehrt und geliebt fühlt und wie sich das anfühlt.

    Geliebt zu werden. Mh. Ich glaube nicht das ich darauf eine einheitliche Antwort geben kann. Das fühlt sich immer unterschiedlich an, je nachdem wie ich zu der Person stehe, wie die Person so ist und soweiter. Jede Liebe ist ja irgendwie so einzigartig wie die Person die sie empfindet und die Person der sie gilt. Und dann ist das auch noch Situationsabhängig. So kann sich die Liebe meines Mannes mal so und mal so anfühlen. Genau wie ich mal so und mal so emotional zu ihm stehe.


    Da gibt es Liebe die erdrückt, weil sie nicht erwünscht ist. Liebe die ein "zuviel" bedeutet, weil es da Sehnsüchte beim Anderen gibt, die ich nicht stillen kann und/oder will.


    Dann gibt es Liebe die wie ein weiches Tuch ist, dass sich um mich legt. Immer da, aber zart, im Hintergrund, nicht aufdringlich, nicht fordernd.


    Oder ganz heiße Liebe, die verbrennt, verzehrt, alle Saiten in einem zum Klingen bringt und dabei schon fast dissonant ist, aber zugleich auch wie ein unfassbarer Rausch. Nichts als Hunger und Gier und stillen von Bedürfnissen die schon kurz darauf nur um so heller wieder auflodern.


    Oder bedürftige Liebe. Liebe die etwas braucht, etwas will, die einen vergöttert, erhebt, aber auch fordert.


    Liebe die mir gilt oder Liebe die einer Idee von mir oder auch nur von "Frau" gilt.


    Dast kann man nicht gut auf ein paar adjektive Zusammenschrumpfen.

    Das ist extrem schwer zu erklären.


    Wie es sich anfühlt. Hmm, unglaublich gut. Warm, sicher. Wenn du in die Augen von jemandem siehst der dich absolut liebt, dann hast du das Gefühl diese Liebe aus seinen Augen leuchten zu sehen.


    Und ja, das gibt es noch. Echte Liebe. Aber sie ist sehr schwer zu finden. Ich hatte vor meiner jetzigen 2 lange Beziehungen. Einmal 5 Jahre und einmal 10 Jahre. Und ich hab erst danach kapiert oder entdeckt, das keine davon mit dieser Art von tiefer Liebe gesegnet war. Diese Art von Liebe die deine Seele berührt.


    Lebensnotwendig ist seine Liebe sicher nicht, denn nicht alle Menschen erleben sie.


    Und ja, ich finde schon sie birgt Gefahr wenn man so will. Wenn du jemanden ebenso zurück liebst. Denn dann öffnest du dich ihm genau so sehr wie er dir. Bis in die Seele. Und wer dein Innerstes kennt hat die Macht dich zu zerstören oder extrem zu verletzten. Endet diese Liebe also irgendwann, ist das verdammt hart.

    Ich stelle mal das Phänomen Mutterliebe oder Geschwisterliebe in den Raum. Es gibt nicht nur die romantische Liebe.


    Eine liebende Mutter tut alles ihr mögliche für ihre Kinder und lässt alles stehen und liegen, wenn eines der Kinder Hilfe benötigt. Unter Geschwistern kann das ähnlich sein.


    Bei den mich liebenden Personen habe ich dieses Gefühl ebenfalls. Es bringt ein großes Geborgenheitsgefühl und Sicherheit mit sich. Man kann sich auf den anderen 1000% verlassen. Dieses Gefühl besteht in der Regel auf Gegenseitigkeit. In dem Sinne spürt man die Liebe zu jemanden anderen selbst.


    Es ist schwierig sich dem Thema zu nähern. Gefühle sind oft schwer in Worte zu fassen. Aber eins ist sicher: Liebe gibt es und wird es immer geben. Überlebensnotwendig ist die Versorgung des Körpers. Liebe macht das Leben schön und lebenswert.


    Vielleicht konkretisierst du, um was es dir überhaupt geht. Offensichtlich hattest du noch keine Partnerin. Ist das ein Problem für dich.

    Zitat

    Ist das lebensnotwendig?

    Nein, ist es natürlich nicht.


    Was erhoffst du dir von der Beantwortung der Titelfrage? Es wird schon toll sein geliebt zu werden, ansonsten wäre es nicht für so viele Menschen so erstrebenswert, wie es nun mal ist.


    Theoretisch damit auseinandersetzen kann man sich wohl kaum. Es bringt ja auch nichts.


    Wer es praktisch auch nicht kann, der hat halt eben Pech gehabt.

    Ich habe seit geraumer Zeit ein Aggressioms-problem (anderer Thread von mir) und versuche mich nun zu hinterfragen. Als ich so nachdachte fiel mir auf, dass ich nicht weiß, wie es ist von Freunden oder einer Partnerin geliebt zu werden. @heute_hier wie kommst du eigentlich darauf, dass ich noch keine Partnerin hatte? Ich hatte schon welche.


    Jedenfalls habe ich mich dann gefragt, wie wichtig es wäre so geliebt zu werden. Auch interessehalber, wie andere das empfinden und wie sie sich dabei fühlen.

    Zitat

    Wie fühlt sich das an? Also wirklich nicht nur aufs Sexuelle bezogen, sondern auch seelisch.

    Es ist anerkennend, bestätigend, rückversichernd... du fühlst dich gut und richtig so wie du bist wenn du geliebt wirst.


    Es baut auf, es ist konstruktiv, es schützt, es heilt und es macht stark.


    Dieses Gefühl gibt sehr viel Halt und es ist dauerhaft, selbst wenn die Person nicht mehr da ist, oder vielleicht sogar nicht mehr lebt. Liebe ist nicht ohne Grund so populär :-)