Ja, ich versteh das schon. Aber ist es nicht so: Letztlich weißt du ja schon, dass sie sich merkwürdig verhalten, da brauchst du quasi nicht anfangen, nun sozialkonformes Verhalten zu erwarten.


    Ich sehe das Problem übrigens dennoch auch bei deinem Freund. Denn wenn er gegenüber dem Rest klar kommunizieren könnte, dass ihr nicht mehr kommt, sondern nur noch bewusst einladet, dann würdet ihr ja möglicherweise die Neffen und Nichten wenigstens ab und an sehen. So bleibt nur: zu Besuch fahren oder nicht und dann die "Strafe" ertragen.


    ??ich hab das hier auch und löse das, indem ich einfach ignoriere, dass man diese Menschen auch als Teil einer erweiterten Familie betrachten könnte. Für mich sind das unangenehme Leute, mit denen ich nichts zutun haben will und dazu kann ich gut stehen.??

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    Vor allem über mich, dass ich nicht so schlagfertig bin, dass ich zu nett (oder lieb erzogen bin) oder vielleicht bin ich auch nur ein Weichei. (...) Aber selbst in der Situation bin ich zu perplex und zu feige (?) aufzustehen und zu gehen. :-(

    Du bist in meinen Augen weder ein Weichei noch zu feige, sondern zwischen zwei Impulsen gefangen, und das lähmt dich. Deine beiden Anteile, einerseits Paroli bieten zu wollen, andererseits Rücksicht auf deinen Freund zu nehmen, spielen sich gegenseitig aus.

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    Meine Art damit umzugehen ist eher zu versuchen gar nicht erst in die Situation zu kommen.

    Die Vermeidung ist eine Strategie, aber die wird ja leider von dem Schwie-Mo ( ]:D ) erfolgreich unterlaufen.

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    Es gab ja schon oft genug wegen ihr Reibereien in der Familie (etc.)

    Das finde ich sogar insofern vorteilhaft, als dass es dir einen gewissen Raum zur Abgrenzung gibt. Damit meine ich, dass du dann nicht als einzige "Querulantin" da stündest, sondern diese Stänkereien tatsächlich mehrere Leute betreffen.

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    Aber ich denke, wenn ich den Mut zusammen bekomme und in so einer Situation aufstehe und gehe, kommt er mit.

    Hier z. B. würde ich mich rantasten. Zuerst deinen Freund darauf vorbereiten, dass wenn es Muddan wieder zu weit treibt, genau das deine nächste Option sein wird. Und zusätzlich ist es hilfreich, diese Situation immer wieder im Kopf durchzuspielen. Der Schritt, es dann tatsächlich umzusetzen, fällt leichter.

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    Er weiß ja, wie schlimm seine Mutter ist. Sie macht es leider Gottes meist so geschickt, dass der Partner es nicht mitbekommt.

    Dann sollte es für ihn aber auch OK sein, wenn du irgendwann klare Grenzen ziehst. Es würde ja auch nicht bedeuten, dass du nie wieder zu den Familientreffen gehst, aber es zeigt deutlich auf, dass du nicht bereit bist, dir um jeden Preis eines (vermeintlichen) Familienfriedens Unverschämtheiten gefallen zu lassen. Und er muss es gar nicht mitbekommen, er weiß, wie seine Mutter tickt.

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    Er will nicht ständig Ausreden erfinden, warum ich wieder nicht mitgekommen bin. Die Wahrheit will er (verständlicherweise) auch nicht sagen, weil es dann direkt am Anfang des Besuchs Ärger gibt und der ganze Tag hinüber ist.

    In gewisser Weise setzt dein Freund das Familienmuster fort. Wie seine Eltern scheut er die Auseinandersetzung mit dem Problem, er will keinen Stress, und damit es so läuft, wie er es gerne haben möchte, macht er dir ein schlechtes Gewissen, und du musst dann eben da durch.

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    Klingt so, als ob du auch so einen Drachen in der Familie hast?

    Oh, nicht nur einen. %-| Übergriffigkeit und Abwertung sind in meinem engsten Verwandtenkreis schon immer mehr oder minder subtil gelebt worden. Wahrscheinlich springt dadurch mein Abwehr-Auto-Pilot etwas schneller an. ]:D Rückblickend kann ich auch sagen, dass es mir gut tat, mich "lieber" mit jemandem anzulegen, als weiterhin klaglos alles runter zu schlucken. Heute bin ich hoffentlich halbwegs in der goldenen Mitte angekommen. Nicht mehr bei Kleinigkeiten oder Nervigkeiten sofort anzuspringen, aber auch deutliche Grenzverletzungen zu kommunizieren und mich ggfls. komplett aus der Situation heraus zu nehmen. Auch wenn das zu Lasten Dritter gehen könnte.

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    Das würde nur dazu führen, dass sie mitkommt. :-X

    Alles in allem bekomme ich den Eindruck, als ob sie sich speziell an deine Fersen heftet. Ist sie bei den anderen genauso drauf? Gibt es da nirgends eine Möglichkeit, sich mal ungesehen vom Acker machen zu können?

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    Aber die Art, wie sie dann reagieren, wenn man es nicht so macht, wie sie möchten.

    Ja, und sie wissen ganz genau, dass sie damit durchkommen, da es bisher ja immer funktioniert hat. Dein Freund wünscht sich ein harmonisches Familienleben, was aber in sich schon nicht klappt, weil seine Eltern sozial inkompetent sind.


    Wenn du für dich einen gesünderen Umgang mit dieser Familiensituation haben willst, wirst du über deinen Schatten springen und dein Freund wird eine Kröte schlucken müssen. Entweder nimmt er in Kauf, dass du dich Schwie-Mo gegenüber deutlich abgrenzt, verbal als auch ab ins Auto und weg, oder er muss seine Unlust überwinden und Begründungen für dein Wegbleiben finden und das Gemecker aushalten.


    So eine destruktive Familienkonstellation braucht kein Mensch. In sowas sollte sich keiner reinbegeben und somit die eigene Lebensfreude und - qualität partiell vergiften. Ich denke, je eher du die Reißleine ziehst desto besser. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was da noch auf euch zukommt, solltet ihr mal Kinder bekommen. ":/

    ich hätte an deiner stelle einfacht gesagt, dass du krank bist und dich nicht wohl fühlst und du dich jetzt in dein bett verkriechst...


    dann hätten die schön alleine auf dem sofa hocken können.

    Ich fühle mit dir. Hab zwar kein Schwiegermonster, dafür ein Schwägerinnenmonster. Und beim nächsten Mal hab ich mir fest vorgenommen, aufzustehen und zu gehen. Es muss sich niemand mit mir abgeben, der nicht will. Mein Mann steht da hinter mir, der mag weder seine Schwägerin noch seinen Bruder.


    Krank hätte ich sie nicht rein gelassen sondern die Tür vor der Nase zugeschlagen. Wenn sie sich rein gezwängt hätten, hätte ich sie sehr deutlich aufgefordert sofort zu gehen. Ansonsten Mann oder Polizei gerufen, je nachdem wie stur sie sich stellen. Da wäre mir das "Drama" hinterher egal - krank bin ich nicht zu ertragen.


    Aber ich verstehe, dass du nicht so schlagfertig reagiert hast. Ich vergesse meine gute Erziehung sehr selten und habe meinstens genug Anstand, um mich zu benehmen.


    Ich würde mal deinen Mann in die Pflicht nehmen...

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    Aber ist es nicht so: Letztlich weißt du ja schon, dass sie sich merkwürdig verhalten, da brauchst du quasi nicht anfangen, nun sozialkonformes Verhalten zu erwarten.

    Ja, da hast du vollkommen recht. Die Hoffnung habe ich im Grunde auch schon aufgegeben nach all den Jahren. Nur wie komme ich dann mit deren Verhalten zurecht? Gibt es da irgendeine Strategie?

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    Denn wenn er gegenüber dem Rest klar kommunizieren könnte, dass ihr nicht mehr kommt, sondern nur noch bewusst einladet, dann würdet ihr ja möglicherweise die Neffen und Nichten wenigstens ab und an sehen.

    Das bringt nichts. Die wollen uns (aus Bequemlichkeit) nicht besuchen. Die sehen uns in der Pflicht zu kommen, weil wir ja nur zu zweit sind und es einfacher wäre, wenn wir kommen, als wenn alle sich ins Auto setzen müssten und zu uns kommen. Und schließlich ist ja mein Freund aus der Heimat weg gezogen. Dann muss er damit leben, wenn ihn keiner besucht. Und wenn wir nicht kommen, dann wird (mehr oder weniger hinter unserem Rücken) über uns geschimpft.

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    Damit meine ich, dass du dann nicht als einzige "Querulantin" da stündest, sondern diese Stänkereien tatsächlich mehrere Leute betreffen.

    Im Grunde kann es jeden in der Familie treffen. Sie war sogar schon auf den damals 9 Monate alten Enkel stinkig, weil er die ganze Aufmerksamkeit auf sich zog und nicht sie im Mittelpunkt stand.


    Üblicherweise bekommen es aber die Schwiegertöchter ab. Hauptsächlich ich und eine weitere (da sie ja ihren Mann dazu getrieben hat ein Haus ein paar Straßen weiter zu kaufen/bauen und nicht direkt im Garten der Schwiegereltern zu bauen).

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    Zuerst deinen Freund darauf vorbereiten, dass wenn es Muddan wieder zu weit treibt, genau das deine nächste Option sein wird.

    Das habe ich schon öfters angesprochen. Er war anfangs ziemlich überrascht und natürlich nicht darüber begeistert, aber er kann es (inzwischen) gut nachvollziehen. Also er würde in so einem Falle nicht aus allen Wolken fallen. Und sollte ich es jemals durchziehen, weiß er auch, dass seine Mutter sich ein dickes Ding geleistet haben muss, da ich es so lange schon über mich hab ergehen lassen. Von daher bin ich mir sicher, dass er mitkommen würde. Wobei er sicherlich zuerst versuchen würde die Wogen zu glätten.

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    Wie seine Eltern scheut er die Auseinandersetzung mit dem Problem, er will keinen Stress, und damit es so läuft, wie er es gerne haben möchte, macht er dir ein schlechtes Gewissen, und du musst dann eben da durch.

    Ja, ich befürchte, da hast du recht. Aber in gewisser Weise tut er mir auch Leid. Er sitzt da zwischen den Stühlen und weiß, dass jedes Gespräch, jede Diskussion mit seiner Mutter/seinen Eltern sinnlos ist. Die sind einfach uneinsichtig, stur und sehen sich grundsätzlich im Recht. Man kann ihnen noch so oft sagen, dass etwas unerwünscht oder verkehrt ist. Das Problem sind, in ihren Augen, nicht sie selbst, sondern immer die anderen. Da ist es natürlich einfacher mir ein schlechtes Gewissen zu machen, weil ich nicht so stur und uneinsichtig bin.

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    Alles in allem bekomme ich den Eindruck, als ob sie sich speziell an deine Fersen heftet. Ist sie bei den anderen genauso drauf? Gibt es da nirgends eine Möglichkeit, sich mal ungesehen vom Acker machen zu können?

    Das Problem ist, dass wir die einzigen sind, die außerhalb wohnen. Da sind wir dann wie das neue, tolle Spielzeug. Die anderen sieht sie ja quasi täglich.

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    Ich mag mir gar nicht ausmalen, was da noch auf euch zukommt, solltet ihr mal Kinder bekommen. ":/

    Ja, darüber mache ich mir auch schon viele Gedanken. Wir könnten uns vorstellen (sofern es beruflich hinhaut) in einem Jahr mit der Kinderplanung anzufangen. Aber seine Mutter erhebt extreme Ansprüche gegenüber den Enkelkindern. Sie sieht es als ihr Recht an, dass die Enkelkinder mit ihr in Urlaub fahren oder mal eine Woche bei ihr sind. Das käme für mich bei dieser Frau aber nicht in Frage. Ich habe bei ihren anderen Enkelkindern schon so oft mitbekommen, dass sie sich nicht an die aufgestellten Regeln und Wünsche der Eltern hält. Meinen Eltern hingegen könnte ich mein Kind problemlos überlassen, da ich weiß, dass sie meine/unsere Wünsche und Regeln respektieren. Das wird dann wieder ein Streitpunkt zwischen meinem Freund und mir.


    Ich hab auch schon gar keine Lust auf eine Heirat, weil ich weiß, dass es da Zoff geben wird. Sie hat sich tatsächlich schon bei mir beschwert, dass (bei einer anderen Hochzeit) die Braut sich erdreistet hat selbst die Hochzeit zu gestalten. Schließlich wäre das ja die Aufgabe der Schwiegermutter. Sie bestimmt, was es zu Essen gibt, wo geheiratet wird (natürlich bei denen im Ort), nach welcher Konfession geheiratet wird, ... Auf den Ärger meinen Willen (bzw. den meines Freundes und mir) durchzusetzen habe ich gar keine Lust.

    Heiratet zu zweit und gut ist. Ich weiß gar nicht, wie man bei so einem kackedreisten Menschen so passiv bleiben kann. Der würde ich sehr deutlich ihre Grenzen aufzeigen und sie anschließend meiden wir der Teufel das Weihwasser. Wenn dein Freund den Grund dann nicht nachvollziehen kann, tut er mir leid. Niemand sollte sich mit sowas im privaten Umfeld abgeben müssen. :|N

    *seufz* Was für eine schwierige Situation.... Ich kann total gut nachvollziehen, dass dich diese Situation arg drückt, eben weil sie auch Konsequenzen für eure Beziehung und die weitere Lebensplanung hat.


    Da gibt es meiner Meinung nach ja fast nur zwei Möglichkeiten.


    Die erste ist: "Augen zu und durch"! D. h. die 3x im Jahr beisst du die Zähne zusammen und gehst mit, aber nur solange, bis wieder so eine fiese Spitze von Muttern kommt. Ich meine sowas wie: "Meinst du, ich bin mit der Frauenwahl meiner Söhne einverstanden!?" Ich glaube, meine Antwort darauf wäre: "Glaubst du, ich bin mit den Eltern meines Freundes einverstanden!? Daraufhin würde ich aufstehen und gehen, ob der Freund mitkommt, oder nicht. Ihn kannst du ja ggfs. später abholen.


    Dein Freund steht da selbstverständlich zwischen den Stühlen. Aber er hat sich für ein Leben mit dir entschieden und dazu muss er irgendwann auch gegenüber seiner Mutter mal klar Position beziehen. Ihr müsst euch ja nicht lieben, aber sie sollte dich respektvoll behandeln und ich finde, dass ein Sohn das von seiner Mutter auch mal einfordern darf und sollte!


    Stress hin, Stress her. Funktioniert es nicht, stehst du auf (am besten aber ihr beide geschlossen) und geht. Das zieht ihr notgedrungen durch bis zum St. Nimmerleinstag. Aber ich schätze mal, irgendwann reißt Muttern sich vielleicht dann eher mal am Riemen. Wenn sie ihren Sohn nur so selten sieht, will sie ihn ja nicht jedesmal nach 5 Minuten schon wieder vergraulen...


    Sprüche wie: "Ach jetzt muss ich aufpassen was ich sage, sonst geht ihr ja wieder!" könnten dann bestimmt kommen. Wäre für mich wohl auch schon ein Grund, den Saal zu verlassen. Muss man dann im Einzelfall entscheiden, wie sehr einen das gerade ärgert, oder ob man das ganz cool und gelassen überhören kann. Das ganze ist ja nun sehr emotionsgeschwängert, was ja auch kein Wunder ist. Erinnert mich alles ein bissel an meine eigene Mutter.... ]:D


    Die zweite Möglichkeit ist, dass du dich komplett aus diesem Familienclan heraushältst und dir das gar nicht mehr antust. Was ich mehr als gut verstehen könnte!


    Allerdings muss da dein Freund definitiv mitziehen. Auch vor allem in Bezug auf die Zukunftsplanung.


    Weihnachten feiert ihr dann eben zusammen bei deiner Familie und er fährt an einem anderen Feiertag alleine hoch.


    Nichten und Neffen besucht ihr eben, wenn sie euch wichtig sind. Da kann man vielleicht eher mal die Faust in der Tasche machen. Vielleicht kommen sie ja dann doch auch mal zu euch, wenn ihr sie im Sommer zum Grillen einladet, oder so.


    Hochzeit.... Tja, das ist wohl ein großes Problem. Da kann man die Eltern natürlich nur schlecht ausladen. Und das würde er wohl auch nie akzeptieren. Ein Streitpunkt und ein ganz wichtiger Punkt, der sich nur lösen lässt, wenn er mitzieht. Und zwar, heimlich heiraten! Nur ganz unter euch, vielleicht im Urlaub oder so. Und fertig!


    Klar, du hättest deine Eltern sicher gern dabei? Naja, da denke ich.. wenn er schon auf seine Eltern verzichten muss, wäre es nur ein fairer Kompromiss, wenn keiner von euch beiden die Eltern dabei hat. Trauzeugen vielleicht, damit ihr nicht ganz allein seid oder so... Und danach dann ab in die Flitterwochen, oder in ein tolles Luxushotel zum Wellness mit Whirlpool auf dem Zimmer, Erdbeeren, Champagner..... ;-D ;-) Kann sehr romantisch sein und ist dann nur für euch zwei! Aber.. da muss er eben mitziehen.


    Und beim Thema Kinder.. Klar kann Muttern das Enkelchen sehen, kann man ihr sicher schlecht vorenthalten. Aber nur wenn er dabei ist, wenn er sie besucht. In den paar Stunden ist er ja dabei und Muttern kann nicht all zuviele Regeln brechen.


    Es ist nicht leicht... letztendlich kommt es darauf an, wie kompromissbereit du und dein Freund seid. Ich persönlich würde mir das so auf alle Fälle dauerhaft nicht antun. Wenn du wegen dem Schwiegermonster schon einen Horror vor einer möglichen Hochzeit hast und dir beim Heiratsantrag die Tränen nicht vor Freude, sondern aus Angst vor dem Schwiegerdrachen fließen, dann wird es höchste Zeit etwas zu ändern.


    Toitoitoi und alles Liebe @:)

    Du kannst da gar nichts machen, den Kampf muss dein Freund kämpfen, wenn du es ihm wert bist oder es lassen. Für dich kannst du nur entscheiden ob du dir das antust oder nicht. Also ob du hingehst oder nicht und dich für klare Kommunikation deinem Partner gegenüber entscheiden.


    Klare Ansage: Ich kann deine Mutter auch dann nicht ausstehen wenn sie noch zehnmal deine Mutter ist und ich möchte diese Person nicht in meinem Leben und werde sie daher nicht mehr besuchen.


    Es ist sein unmöglicher Wunsch und seine Realitätsverweigerung die dich in dieser unmöglichen Position hält, also gib das Problem an den zurück der sich abgrenzen muss oder dir sagen muss, dass eben Mutti über allem steht. Wenn das nämlich so ist, dann erfährst du das besser vor Hochzeit und Kinder und kannst dann überlegen ob du die Familie wirklich mit heiraten möchtest.

    Ich habe auch sehr lange unter so einer Frau gelitten. Unsere Hochzeit missfiel ihr und sie verbreitete üble Sprüche. Planen durfte sie garnichts und sie tobte. ]:D Ich war ihr nie gut genug und ich versuchte es auch nie.. Mein Mann war ein Weichei und unfähig, irgendwann mal Grenzen zu ziehen. Ich brauchte Jahre dafür. Mit der Geburt unserer Tochter und fiesen Sprüchen hinter meinem Rücken stellte ich alle Besuche ein. Ich blühte auf und wenn sie sich mal zum Besuch bequemten, riss sie sich zusammen.

    @ Alias 730755,

    mal eine Frage an dich. Du schilderst jetzt in all deinen Antworten, wie deine "Schwiegermutter" ist. (Nun gut nach deinen Schilderungen nach keine angenehme Frau/bzw. angenehmer Mensch.) D.h. du kennst die Quelle der Aussagen, des Verhaltens genau.


    Aber warum kannst du nicht filtern? Warum läßt du das so an dich ran? Warum läßt du es zu, dass deine Schwiegermutter so verletzt?


    Wenn du dich immun gegen ihre Aussagen/ihr Verhalten machen könntest, würdest du feststellen, dass du plötzlich wunderbar mit ihr auskommst. Du würdest deine Angriffsfläche verlieren und somit würdest du uninteressant für sie.


    (Wobei ich das wunderbar mit ihr auskommen jetzt so definieren würde, dass es dir nichts ausmachen würde, dass sie im Raum ist. Nicht, dass ihr plötzlich ein Herz und eine Seele würdet.)


    Du gibst unheimlich viel auf die Aussagen deiner Schwiegi. Weil sie sagt was und schwupps bist du verletzt. Wenn du also merkst, holla jetzt ist's wieder passiert, sie hat mich verletzt, ich ziehe mich jetzt wieder beleidigt in mein Schneckenhaus zurück, dann überlege mal was da gerade passiert ist. Sie hat eine Aussage über dich gemacht. Ja stimmt, das darf sie so viel sie will. Aber welchen Wert misst du dieser Aussage bei. Du könntest doch auch sagen: Aha Schwiege mal wieder, macht eine "schlechte" Aussage über mich. Aber das akzeptiere ich nicht, das was sie da gerade gesagt hat ist nicht die Wahrheit. Ich akzeptiere es nicht als Wahrheit. Und da es nicht die Wahrheit ist, verletzt es mich auch nicht. Schau sie an und lächle sie an, sie kann dir nichts.


    Das kann man lernen, so wie man es lernen kann kalt zu duschen. Das Kalt-Duschen ist nicht angenehm, vor allem nicht, wenn man es nicht gewöhnt ist. Wenn man aber da durch geht, wird man feststellen: Holla Kaltduschen bringt mich ja gar nicht um. Ich hatte zwar gedacht genaui das würde es tun. Und nun, langsam finde ich es fast angenehm.


    So kannst du auch lernen deine Schwiegi einfach zu aktzeptieren wie sie ist. Ändern kannst du sie nicht. Also solltest du lernen mit ihr umzugehen ohne dich verletzen zu lassen.


    Noch mal: Ihr spielt ein Spiel und das geht so: Sie: Ich verletze dich. Du: Oh, sie verletzt mich. Ich armes Opfer. Aber zu diesem Spiel gehören immer zwei. Der Verletzer und der Sich-verletzen-lassende. Du kannst einfach aus dem Spiel aussteigen in dem du nicht mehr verletzen läßt. Mach das mal: Denk' beim nächsten Mal an meine Worte und denk': Oh, holla Mann042 hat Recht, genau jetzt fängt sie das Spiel wieder an. Und dann spielst du einfach nicht mit. Denk für dich: Oh liebe Schwiegi, ja ich bin mir deines Spiels bewußt. Ich liebe dich trotzdem. Und schenk' ihr ein Lächeln.


    Wenn du das fünf oder 10 mal hintereinander schaffst, dann hast du Ruhe.


    Und wenn der nächste Besuch ansteht. Betrachte das als Herausforderung. Auf in den Kampf Schwiegi, heute kommt deine tapfere Schwiegertochter zu Besuch um dich das Fürchten zu lehren. (Mit einem Lächeln.)