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    Ja nun... einerseits schreibst du hier, wie wahnsinnig erfolgreich du bist (Karrieretechnisch) und dass du einen guten Wohlstand erarbeitet hast, aber jetzt willst du daon nichts abgeben?

    Lies doch einfach, was er schreibt. Dann brauchst du dir nichts zusammenzufantasieren.

    Die Diskussion kommt zu spät. Mindestens 10..15 Jahre. Die meisten Frauen arbeiten heute wieder, wenn die Kinder erst mal im Kindergarten betreut sind, schon aus Selbstachtung, aus Langeweile oder aus was immer. Meine Frau z.B. hat studiert und wollte ihr Leben nicht mit Kindererziehung beschließen. Wieder arbeiten nachdem die jüngste Tochter in der Kita ist, aber Teilzeit, weil die Betreuungszeiten es nicht anders hergeben.


    Der Gesetzgeber hat die Ehe als Zugewinngemeinschaft gestaltet, damit die Frau, die tatsächlich ob nun nonstop oder Teilzeit zu Hause bei den Kindern bleibt, abgesichert ist. Die Ehe wird als wirtschaftliche Einheit gesehen, in derer man gemeinsam Vermögen anhäuft. Innerhalb dieser Gemeinschaft müssen sich Mann und Frau schon einig werden, wie man das gestaltet. Wenn der Mann sich ausgenutzt fühlt, weil die Frau nachdem die Kinder in der Schule sind, ihr Leben auf der Couch liegend verbringt, dann muss man das sofort lösen. Sich das 15 Jahre ansehen und dann meckern ist nicht zielführend.


    Wenn die Kinder schon so gross sind (20 und 17), dann spricht wohl einiges dafür, dass das gemeinsame Haus aufgelöst wird, Mann und Frau sich eine eigene Wohnung suchen und die Kinder dann mal ausziehen. So in zwei, drei Jahren. Immerhin für nach der Trennung verlangt die aktuelle Rechtsprechung, dass auch die Frau mal wieder für sich selber sorgt. Der Unterhalt ist nicht endlos.


    Was ich in der Diskussion immer noch vermisse, ist eine Aussage, ob ihr die Beziehung denn überhaupt noch erhalten wollt? Nur wenn beide das wollen, macht das auch Sinn. Wenn nicht, dann muss man sich trennen, da nutzt diese ganze Abrechnung hier im Thread gar nichts.

    Ich glaube, er hat auch deutlich gemacht, daß er sie ja gar nicht hängen lassen will. Es ist ja auch ein Grund, weshalb er bleibt, weil er eine Verpflichtung ihr gegenüber fühlt.


    Und das man - sei es er oder sie es - die Wohlfühlzone nicht so gern verlassen möchte, ist auch verständlich in meinen Augen. Es ist ein Prozess, und eigentlich ist das gut so, den heutzutage wird oft viel zu schnell hingeworfen, wenn es mal unbequem wird.


    Jeder Mensch hat seine eigene Leidensfähigkeit, aber irgendwann wird der Punkt schon erreicht sein, wo er den Absprung schafft. Es sei denn, es ändert sich noch was, aber daran glaube ich aufgrund der Berichte hier nicht.

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    Dafür steht ihr die Hälfte eures Vermögens zu. Aber mehr auch nicht. Nach einer Scheidung ist ihr, sofern sie nicht arbeitsunfähig ist, es zu zumuten selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen.

    Ja eh. Aber, und es gibt da wirklich ein aber, der TE hat die letzten zig Jahre gearbeitet und sich hochgearbeitet. Seiner Frau fehlt ein gutes Stück Berufserfahrung, auf das sie verzichtet hat, weil sie und ihr Partner offensichtlich gemeinsam beschlossen hatten, dass sie sich um Kinder & Haus kümmern solle. Mit der fehlenden Berufserfahrung, fehlt natürlich auch ein gutes Stück der Weiterqualifizierung und somit Möglichkeiten mehr zu verdienen, als das ohne Berufserfahrung der Fall ist.


    Das Vermögen zu halbieren und dann macht jeder für sich weiter, das ist eine Option. Ob man das als fair empfindet, das müsste man dann individuell diskutieren.

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    Ich finde es ja gut, dass du die von deiner Frau in der Vergangenheit geleistete Arbeit im Haushalt und den Kindern wertschätzt. Dafür steht ihr die Hälfte eures Vermögens zu. Aber mehr auch nicht. Nach einer Scheidung ist ihr, sofern sie nicht arbeitsunfähig ist, es zu zumuten selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen.Wenn dies dann eben nicht mehr für den Luxus auf jetzigem Niveau reicht, dann muss sie damit leben.

    :)z

    @ Monika65

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    Ich glaube, bei einer so langen Ehe wird es dennoch Unterhaltsansprüche geben.

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    Das wird doch sowieso gerichtlich geregelt bei einer Scheidung. Bis jetzt steht doch noch nicht mal fest, ob es zu einer Scheidung kommen wird.

    1. Im Falle einer Scheidung steht der Frau Trennungsunterhalt zu, der nach festgelegten Formeln berechnet wird.


    Der Trennungsunterhalt gilt, wie schon der Name sagt, nur für zeit zwischen Trennung und Scheidung. Nach der Scheidung gibt es keinen Unterhalt mehr, es sei denn es gibt kleinere Kinder die betreut werden müssen und die Frau deshalb nicht arebiten gehen kann. Das ist hier nicht der Fall. Die Dauer einer ehe hat dabei nur dann Bewandnis wenn die Ehe nicht länger als 2 Jahre gedauert hat, da dann auch der Trennungsunterhalt eingeschränkt werden kann.


    2. Was bei einer Scheidung gerichtlich geregelt wird kann das Paar selbst beeinflussen. Man kann z.B. bereits vorab einen Trennungsunterhalt sowie den Vermögensausgleich durchführen. Lediglich die Berechnung der Rentenansprüche wird immer vom Gericht geregelt.


    3. Einen Vermögensausgleich und die Aufhebung der Gütergemeinschaft kann man übrigens jederzeit machen, auch wenn man danach die Ehe mit Gütertrennung weiterführen will. Geht aber nur notariell.


    Das sind lediglich meine eigenen sehr frischen Erfahrungen und keine Rechtsberatung!

    wieso steht der Frau die Häflte seines Vermögens zu, wenn er viel mehr Geld verdient als sie? Das ist meiner Meinung nach überhaupt nicht Fair! Der Frau dürfte maximal soviel Geld zu stehen, wie sie verdient hätte, wenn Sie ebenfalls Vollzeit arbeit gegangen wäre minus Kosten für Kindergarten/Aupair/Putzfrau geteilt durch 2. DAS wäre fair und nichts anderes meiner Meinung nach.


    Leider weiß ich nicht, wie das der Gesetzgeber sieht bei Scheidungen, aber das kann vielleicht jmd anderes sagen?

    @ MatzeBerlin

    Gesetze sind nicht immer fair. Aber vor der Reform des Scheidungsrechtes (2008) war es noch ungerechter. Vorher gab es nämlich noch den nachehelichen Unterhalt.


    Aber wie Süntje sagt. Ehevertrag schützt vor Vermögensverschmelzung. Wird nur meistens nicht gemacht, weil es einfach schlecht kommt beim Heiratantrag zu sagen;


    Schatz, willst du mich heiraten? Aber nur mit Ehevertrag! ;-D