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    Der Schritt ist groß, aber ich muss ihn gehen.

    Damit war nach allem, was zu schreibst, zu rechnen. Ja, es ist sehr verfahren zwischen euch.


    Dann wünsche ich dir viel Kraft, wenn du ihn kommunizierst, und euch viel Kraft, diesen Weg mit gegenseitiger Achtung und ohne Vorwürfe zu gehen.


    Weiß sie es schon?

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    Ich habe jetzt über Jahre ausgehalten, eigentlich waren es fast nur noch die Kinder, die mich über Jahre gehalten haben und dass ich mich meiner Veranwortung nicht entziehen wollte. Meine Frau lebt halt ihr Leben auf ihre Weise, ich meines auf meine Weise. Ich habe immer gehofft, wenn die Kinder groß sind, finden wir wieder mehr zusammen, aber das Gegenteil ist der Fall. Ich habe so viel versucht, nichts hat geholfen.

    Du hast ausgehalten und gehofft. Das habe ich auch mal, und es hat nicht gereicht. Bevor du nun die Trennung als einzigen Weg siehst, ist es sinnvoll, noch einmal mit deiner Frau gemeinsam darüber zu reden, ob das dritte Verb noch Spielraum lässt: "Ich habe so viel versucht, es hat nichts geholfen!" Habt ihr wirklich beide versucht? Habt ihr es gleichzeitig versucht? Oder hat immer der eine versucht und der andere an seinem Verhalten festhalten wollen?

    Zitat

    Meine Frau ist ein lieber, netter Mensch und ich will sie weiterhin wertschätzen. Es funktioniert halt einfach nicht mehr als Paar. Vielleicht haben wir als Paar nie richtig funktioniert, sondern nur als Eltern.

    Das scheint so, das ist häufig so, wenn Paare mit dem Elternsein aufhören, ein Liebespaar zu sein.

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    Der Schritt ist groß, aber ich muss ihn gehen.

    Nein, das musst du natürlich nicht. Aber wenn du das willst, dann kannst du das. Die Formulierung "Ich muss das tun" suggeriert, dass es keine Wahl gibt. Und bevor das vorausgesetzt wird, sollten beide gemeinsam sich die Frage stellen "Haben wir wirklich alles versucht?"


    Der Zeitpunkt ist ideal, und es ist die letzte Möglichkeit. Wenn du wirklich die Trennung als einzigen Weg siehst, solltest du zumindest deine Frau danach fragen, wie sie das sieht und sie nicht vor die vollendete Tatsache stellen, dass du das Gefühl hast "du musst diesen Weg gehen". Mach dich nicht zum Opfer dieses fiktiven Imperativs, den dir niemand auferlegt hat.


    Frag sie, lasst euch etwas Zeit, redet nicht nur einmal, sondern engmaschig mehrere Male darüber. Ich erlebe immer wieder, dass diese Trennungsgespräche die besten Gespräche sind, die Paare seit Jahren miteinander führen. Das trifft nur dann nicht zu, wenn der andere sowieso schon auf dem Sprung war und letztlich nur auf einen Auslöser gewartet hat, auf einen Grund, "nicht selber Schuld sein zu müssen". Sollte das bei deiner Frau der Fall sein, so könnte sie diese Gelegenheit vielleicht nutzen. Dann wirst du das auch nicht aufhalten können. Aber vielleicht ist sie trotz allem bereit, noch mal ganz ehrlich zu sein, sich verletzlich zu machen und Einsicht zu zeigen, was ihre eigenen Anteile am Entstehen des Status Quo sind. Es ist wichtig – auch für dich – diesen Versuch zu unternehmen. Denn die lange Zeit der Trennungsbewältigung – inklusive der vielen Probleme, die sich für eure Kinder auftun werden – wird sich erheblich leichter gestalten, wenn man das Gefühl hat, wirklich ALLES getan zu haben, um das zu verhindern. Und das wage ich noch zu bezweifeln, aber das liegt in deiner Hand.

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    Der Schritt ist groß, aber ich muss ihn gehen.

    Inzwischen bin ich zu Hause und in meiner gewohnten Umgebung und ich bin schon wieder unsicher. Gewissensbisse kommen hoch. Darf ich so egoistisch sein und "einfach" gehen? Ist es nicht weglaufen? Habe ich wirklich alles versucht? Liegt es nicht zu großen Teilen auch an mir? Erwarte ich zu viel von meiner Frau? Sie hat mir ja jahrelang den Rücken für meine Hobbies und Karriere frei gehalten. Unser großes Kind litt einige Jahre unter Magersucht. Wie nehmen das die Kinder auf?


    Nein, es geht (noch) nicht. Wir müssen reden, viel reden. Ich muss aber meiner Frau sagen, dass ich mit der Situation nicht mehr umgehen kann. Diese jahrelangen Ablehnungen haben mich ziemlich zermürbt. So will ich nicht mehr.


    Dies meine Gedanken zur Nacht.

    Hallo Springer,


    ich bin zwar keiner Mutter, aber möchte dennoch auch gerne dazu was sagen...


    ich bin einzelkind und meine eltern sind nicht verheiratet, aber schon 24 jahre zusammen...sie waren auch schon 2x mal kurz davor sich zu trennen und ich muss sagen, das wäre das schlimmste für mich überhaupt...man muss jedoch manchmal auch an sich denken und deine kinder sind alt genug, zumindest das eine, um zu verstehen...


    wenn sich meine eltern trennen würden, dann wäre es schrecklich, jedoch sind sie alt genug und haben mich groß gezogen...was ich mir bei dir jedoch nicht vorstellen kann, dass es wieder so "harmonisch" wird, wie du dir das vllt vorstellst...meine eltern haben sich komischer weise wieder "neu verliebt", dennoch erkenne ich auch bei ihnen, dass jeder seins macht...nach der arbeit sitzen beide auf der couch und meine mutter liest und papa guckt tv...ab und zu gehen sie auch mal essen, aber mutti sitzt immer drin...


    so lange sie jedoch zufrieden und glücklich damit sind, dann gibt es kein problem...


    was ich gerne als frau hinzufügen möchte zu dem thema, dass sie immer was an dir auszusetzen hat...ich persönlich kenne das nur, wenn ich 1. wirklich unzufrieden mit dem partner bin, weil er sich nur auf sich z.b. konzentriert oder 2. wenn die frau unzufrieden mit sich selber ist...


    als ich depressiv war, habe ich immer etwas an meinem partner zum meckern gehabt und habe in der zeit auch meinen partner verlassen...also abgesehen davon, dass ihr eure "beziehung" schleifen lasst, glaube ich, dass deine frau auch mit sich selber probleme hat...vllt fühlt sie sich mit ihrem gewicht unwohl und hat einfach keine lebensfreude mehr...es heißt nicht, dass wenn es in der beziehung nicht mehr läuft, dass es nur an dem miteinander liegt...es ist oft so, dass der partner mit sich selber unzufrieden ist und dadurch leider die beziehung leidet...


    falls ihr eure beziehung noch retten wollt, dann tut was für EUCH...gemeinsam weg fahren...am wochenende ein bungalow mieten etc.


    ihr braucht mal zeit für euch ohne die kinder


    ich wünsche dir viel erfolg und kraft @:) :)*

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    falls ihr eure beziehung noch retten wollt, dann tut was für EUCH...gemeinsam weg fahren...am wochenende ein bungalow mieten etc.


    ihr braucht mal zeit für euch ohne die kinder

    Der Rat geht dann allerdings an die Frau des TE.

    @ SpringerundLäufer

    Hast Du mal Deine Kinder gefragt wie sie Dich als Vater sehen? Nicht mit dem Schwerpunkt Versorger sondern Deine menschlichen Qualitäten?


    So wie Du schreibst kommst Du emotional genauso wenig vor wie Deine Frau - mit Wutausbrüchen zu "erzwingen" ( egal ob bei Deinen Kindern indem Du eine Schranktür eintrittst oder bei Deiner Frau) dass die anderen vorkommen und Dir emotional etwas geben funktioniert nicht.


    Therapie - notfalls Einzel, besser Paar - würde ich in Deiner Position auf jeden Fall angehen selbst wenn es in einer Trennung enden sollte.

    Ich vermisse bei all den "darf ich das" "ich muss" etc. das "ich will". Was willst Du? Was will Deine Frau? Wollt ihr die Trennug? Wollt ihr aufgeben? Oder sind da noch Gefühle, um deren Willen es sich sich lohnt, um die Beziehung zu kämpfen? Nach 20 Jahren Ehe halte ich es für eine sehr schlechte Entscheidung, das überstürzt zu beenden. Ob ihr beide noch an einem Punkt seid, wo da noch was zu retten ist, ist eine andere Frage, aber das sollte man doch vorher mal herausfinden.

    @ SpringerundLäufer

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    Inzwischen bin ich zu Hause und in meiner gewohnten Umgebung und ich bin schon wieder unsicher. Gewissensbisse kommen hoch. Darf ich so egoistisch sein und "einfach" gehen? Ist es nicht weglaufen? Habe ich wirklich alles versucht? Liegt es nicht zu großen Teilen auch an mir? Erwarte ich zu viel von meiner Frau? Sie hat mir ja jahrelang den Rücken für meine Hobbies und Karriere frei gehalten. Unser großes Kind litt einige Jahre unter Magersucht. Wie nehmen das die Kinder auf?


    Nein, es geht (noch) nicht. Wir müssen reden, viel reden. Ich muss aber meiner Frau sagen, dass ich mit der Situation nicht mehr umgehen kann. Diese jahrelangen Ablehnungen haben mich ziemlich zermürbt. So will ich nicht mehr.

    Das die Unsicherheit zurückkommt, wenn du in die gewohnte Umgebung zurückkommst ist normal. Dir wird klar, dass du das was du gerade hast in Zukunft nicht mehr haben wirst, wenn du dich trennst. Und in diesem Licht siehst du, oder willst du die Dinge vielleicht wieder positiver sehen, als sie sind.


    Deine Frau denkst trotzdem weiter nur an die Kinder, will das du ihre 30kg mehr liebst und ist der Meinung nur du musst dich ändern.


    Ich war in einer ähnlichen Situation wie Du und habe auch lange mit mir gekämpft. Mein Sohn war 16 als ich mich getrennt habe und heute wohnt er zusammen mit meiner Frau in dem Haus, dass ich bezahlt habe. Ich muss ihr lebenslang Unterhalt zahlen weil sie krank ist. Aber mir gehst es viel besser seit der Trennung, denn endlich bedeute ich mir selbst wieder etwas und habe eine Freundin, die mich liebst und schätzt, wie ich sie leibe und schätze.


    Ob Reden etwas hilft, wage ich zu bezweifeln. Was dich noch hält sind dein Gewissen gegenüber deinen Kindern und das gewohnte Umfeld. Aber glaube mir, wenn man will kann man sich schnell ein neues Umfeld schaffen , in dem man sich genau so wohl fühlt. Deine Kinder sind fast erwachsen, wie mein Sohn auch. Du hast Ihnen eine schöne Kindheit ermöglicht und sie auf den richtigen Weg gebracht. Auch wenn du sie, wie ich auch, gerne noch bis ins Berufsleben begleität hättest, so soltest du jetzt nicht wegen ihnen dort bleiben.


    Wenn es nicht mehr geht, geht es nicht mehr auch wenn man vielleicht gerne nur noch ein paar Jahre durchgehalten hätte.


    Ich wünsche dir Mut für deine Entscheidung. Es ist Zeit an dich zu denken.

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    Liegt es nicht zu großen Teilen auch an mir? Erwarte ich zu viel von meiner Frau? Sie hat mir ja jahrelang den Rücken für meine Hobbies und Karriere frei gehalten. Unser großes Kind litt einige Jahre unter Magersucht. Wie nehmen das die Kinder auf?

    Erste Frage, Antwort ja. Und beim Rest, ich verstehe jetzt, wo sich deine Frau und vielleicht auch deine Kinder allein gelassen gefühlt haben. Weißt du, wieviel Sorgen sie sich gemacht hat, während du deinem Hobby nachgegangen bist? Wieviel Eigenleben hatte sie bei all dem? Hatte sie einen Mann an ihrer Seite, einen Vater für die Kinder?


    Dann ist das alles überstanden, halbwegs und du kommst daher mit Forderungen und sorry, Gejammer, dass du so nicht mehr leben willst. So ähnlich könnte deine Frau empfinden.

    Zitat

    Es ist Zeit an dich zu denken.

    :-/ Ich finde, das hat er getan. Sicher war seine Beziehung nicht das Wahre, aber an SICH gedacht hat er. SIE eher vielleicht nicht. Woran beide nicht gedacht haben, war die Beziehung, aber vielleicht gabs dafür auch nie eine ausreichend Basis.

    Hallo! Deine Ehe ist für deren Dauer eher ganz normal und besser als Gleichgültigkeit oder kuschen vor dem Partner. Aber zu Handgreiflichkeiten darf es unter gar keinen Umständen kommen!


    Bevor ihr an eine rechtskräftige Scheidung denkt, trennt euch doch einfach unverbindlich. Das kann sogar in der gemeinsamen Wohnung geschehen, wie in einer WG, wo jeder sein Ding macht. Und wenn es mal drauf ankommt, seid Ihr für einander da.

    Es sehr traurig hier zu lesen. Gut ist, dass das Problem angegangen wird ... 20 oder 10 Jahre zu spät. Alles erinnert mich an meine Eltern. Auch diese Wutexplosionen von männlicher Seite.


    Ich kann keinen Menschen lieben, der sich nicht mehr unter Kontrolle hat. Das Vertrauen ist dann auf dem Nullpunkt angelangt. Wie schon andere dich gefragt haben: Liebst du deine Frau?


    Davon kann ich wenig spüren bei deinen Zeilen.


    OH, großes Wunder: ich liebe nicht und bekomme keine Liebe zurück.


    Es ist eigentlich alles hier schon gesagt.


    Zieh die Kosequenzen und sei liebevoll in deinem neuen Leben @:)


    Danke für die weiteren Kommentare. Zu einzelnen Stichworten folgendes:


    -die Kinder leiden-:


    Bei einer Trennung der Eltern leiden sicherlich alle Kinder, egal wie alt sie sind. Ihre "heile Welt" geht kaputt. Meist ist der, der auszieht der Schuldige.


    - Bungalow mieten und weg fahren


    Gern, sofort. Ich müsste jedoch wahrscheinlich alleine fahren. Ein Beispiel dazu. Ich habe meiner Frau Anfang November zum Geburtstag eine Wochenendreise mit Hotel, Musicalbesuch und Weihnachtsmarktbesuch fürs 1. Advents-Wochenende geschenkt. Sie mag Musicals und Weihnachtsmärkte. Sie packt das Geschenk aus und verzieht eine Miene. Ich habe tagelang zu hören bekommen, wie unmöglich mein Geschenk ist. So kurz vor Weihnachten hätte sie dafür keinen Nerv und Zeit.... Wahrscheinlich wären mir 9 von 10 Frauen um den Hals gefallen.


    Wir wohnen am Rande einer Großstadt, wo es alles gibt. Kino, Theater, etc. Es ist einfach nur traurig, dass ich dies alles alleine besuchen muss, wenn ich will,


    -Überstürzte Reaktion:


    Nein, etwas überstürzt anzugehen, wäre der falsche Weg. Richtig, es gilt zu überlegen, ob Beide noch wollen, etwas zu retten ist und wenn nicht, die richtigen Maßnahmen einzuleiten. Man könnte ja auch eine friedliche Trennung herbei führen. Derzeit ist die größte Sorge meiner Frau, dass sie im Falle einer Trennung langfristig finanziell ihr Leben nicht bewältigen kann. Kein Mercedes mehr vor der Tür, kein Urlaub mehr, wie soll sie das Haus alleine halten? Es geht weniger um mich. Vor ca. 1 Jahr hatte ich schon mal die Trennung vorgeschlagen. Meine Frau damals ganz kühl: "Dann mußt Du gehen. Ich erwarte jedoch, dass es finanziell dann für mich so weiter geht wie bisher."


    -Begrenztes Eigenleben meiner Frau


    Natürlich hatte ich als die Kinder klein waren mehr Eigenleben als meine Frau. Den Fehler stehe ich sofort ein. In dieser Zeit hätte ich mehr zu Hause sein können, war es aber nicht. Ich habe schon mal an anderer Stelle geschrieben, wir hatten eine hohe Finanzierung am Bein, die ich plötzlich alleine abtragen musste und war daher beruflich sehr engagiert und habe zur Entspannung etwas Sport nach der Arbeit getrieben. Meiner Frau habe ich jedoch nie verboten, auch eigene Dinge zu machen, ihr oft genug angeboten, wenn sie abends was machen will, bin ich da. Sie hat dieses Angebot fast nie genutzt.


    Dafür habe ich jedoch meine Kinder bei fast jeder Klassenfahrt oder Sportfest begleitet, mir dafür Urlaub genommen, bin am Wochenende mit ihnen spielen gewesen oder habe sie am Wochenenden zu Sportveranstaltungen begleitet.


    Nur, inzwischen sind die Kinder 20/17. Die müssen nicht mehr 24h/Tag "beaufsichtigt" werden. Es gibt genug Zeit eigene Dinge zu machen. Alleine, als Paar. Meine Frau will nicht und hat früher nur die Kinder vorgeschoben.


    -Trennung und wie in einer WG leben


    Naja, eigentlich leben wir schon einige Jahre fast wie in einer WG


    - Therapie


    Wir haben vor 3 Jahren schon mal eine Paartherapie gemacht. Es hat sich eigentlich nichts geändert. Tenor war damals schon, der Mann macht alles falsch, sie alles richtig.


    - Fehlende Liebe


    Aha, der Mann liebt seine Frau nicht genügend, dann hat die Frau auch das Recht Liebe zu verweigern. Sorry, ist Liebe eine Einbahnstraße??? Darf der Mann nicht auch mal ein liebes Wort von seiner Frau hören??? Wie soll ich meine Frau über alles lieben, wenn ich bei der geringsten Annäherung weggeschubst werde?


    By the way. Ich habe meine Frau mal vor ganz vielen Jahren gefragt, warum sie mich überhaupt geheiratet hätte, wenn ich scheinbar so ein "schlechter" Mann bin. Antwort: Du warst schon immer ein prima Versorger... ohne Worte.


    Meine Antwort darauf. Wer sich selbst nicht liebt und wenig mit sich anfangen kann, kann den Anderen auch nicht lieben


    -Wutausbruch mit Kontrollverlust-:


    Das ist der Punkt der mich selbst sehr besorgt. Wenn ein besonnener Mensch, der ich normaler Weise bin, so reagiert, müssen Konsequenzen gezogen bzw. Dinge gravierend geändert werden. Das verzeihe ich mir selbst nicht, wie soll es dann so einfach meine Frau verzeihen.


    Nein, nein, liebe Leser und Schreiber. Ich glaube, dass ich ein ziemlich normaler Mann bin, der mit beiden Beinen im Leben steht. Ja, vielleicht habe ich temporär zu viel gearbeitet und Hobbies gepflegt, die Kritik nehme ich gern an, aber es gibt und gab immer genug Zeit für die Frau und Familie.


    Ohne mir jetzt einen Heiligenschein aufzusetzen. Ich glaube, dass ich in unseren 24 Jahren meine Frau -bis auf letzten Sonntag- immer und ich wiederhole immer anständig behandelt habe. Sicherlich gab es vielleicht mal ein (beiderseitig) verbales, unschönes Wort, aber m.E. nie etwas, was total unter die Gürtellinie ging.


    Ich habe normale Bedürfnisse und Wünsche, die ich äußere und die bewußt (?) blockiert werden.


    Für meine Frau bin ich seit 24 Jahren der willkommene Versorger. Sie hat sich damals wegen mir von ihrem Mann nach 6 Jahren getrennt, da er immer wieder arbeitlos war und kein Mann war, mit dem sie eine Familie gründen wollte. Als meine Frau dann Ehe, Haus und Kinder hatte bin ich hinter runter gefallen. Von Jahr zu Jahr ein Stück mehr.


    Nein, ich denke nicht nur an mich. Wenn ich nur an mich denken würde, wäre ich wohl schon längst weg. 9 von 10 Männern wären wahrscheinlich schon längst gegangen. Ich bin zu doof und stehe pflichtbewußt zu meiner Verantwortung. Seit Jahren muss man jeden Kuss, jeden Funken Nähe von meiner Frau erbetteln. Ich weiß nicht, was ich ihr in den Jahren getan habe. Ja, ich habe ihr Übergewicht kritisiert, aber ist das so unnormal? Ich weiß selbst nicht, warum ich so leidensfähig bin.

    Zitat

    Man könnte ja auch eine friedliche Trennung herbei führen. Derzeit ist die größte Sorge meiner Frau, dass sie im Falle einer Trennung langfristig finanziell ihr Leben nicht bewältigen kann. Kein Mercedes mehr vor der Tür, kein Urlaub mehr, wie soll sie das Haus alleine halten? Es geht weniger um mich. Vor ca. 1 Jahr hatte ich schon mal die Trennung vorgeschlagen. Meine Frau damals ganz kühl: "Dann mußt Du gehen. Ich erwarte jedoch, dass es finanziell dann für mich so weiter geht wie bisher."

    Pfffff..... %-| :-X


    Ein Haus kann man verkaufen, mobil kann man auch in einem kleinen Gebrauchten, auf dem Fahrrad und sogar in den Öffentlichen sein. Vor allem wenn Frau sowieso zu den Stubenhockern gehört. Ich würde lieber putzen gehen, als von dem Geld eines Mannes zu leben, der mir gesagt hat, dass er mich hasst. :(v


    Hat deine Frau keinen Beruf erlernt?


    Ich sehe eure Situation auch sehr verfahren. Wenn du dich zu einem "ich hasse dich" hast hinreißen lassen und deine Frau in dir schon seit jahren der Versorger sieht, fürchte ich hilft auch eine Therapie nicht mehr wirklich. Außer vieleicht zu einer "georneten" Trennung.


    Auf jeden Fall alles Gute und viel Kraft für die anstehende Entscheidung. :)*

    Dein Text ist an Gefühllosigkeit kaum zu ertragen


    Ich picke mal ein anderes Korn heraus:

    Zitat

    Wir haben vor 3 Jahren schon mal eine Paartherapie gemacht. Es hat sich eigentlich nichts geändert. Tenor war damals schon, der Mann macht alles falsch, sie alles richtig

    Hm, das ist also das Resultat für dich ??? Mehr nicht ... ich nehme an, ihr hattet mehr als einen Termin.


    Du hast viel falsch gemacht und stehst jetzt vor dem traurigen Endergebnis.


    Es hat viel mit dir zu tun. Nur willst du es nicht wahr haben. Du kommst überheblich rüber, kein Stück empathisch. Vielleicht hast du so deine Frau kennengelernt, vielleicht hat sich das mit den Jahren entwickelt.


    Du hast überhaupt keinen emotionalen Kontakt (war der schon mal da?) zu deiner Frau mehr. Siehe deine Geschenkidee. Ist doch egal, was andere Menschen davon halten, sie hat sich nicht gefreut.


    Ich finde an solchen Momenten kann man sehr viel ausloten.


    Es lässt sich nunmal nicht alles mit Geld regeln :)_