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    Du kommst überheblich rüber, kein Stück empathisch.

    Findest du? Ich erlebe ihn eher hilflos und ratlos. Und ja, auch sauer!


    Außerdem gehören immer zwei dazu, wenn die Karre festgefahren ist.

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    Ich habe normale Bedürfnisse und Wünsche, die ich äußere und die bewußt (?) blockiert werden.

    Okay. Wenn Dich Deine Frau regelmässig und ohne das Gesicht zu verziehen ran liesse (und vielleicht noch 30kg abnähme) dann wäre Die Beiehung für Dich (wieder) in Ordnung?

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    Für meine Frau bin ich seit 24 Jahren der willkommene Versorger.

    Weiter vorne hast Du geschrieben, dass Deine Frau nach 6 Jahren als Vollzeitmutter wieder Teilzeit zu arbeiten anfing (und Du Dein Pensum reduziert hast). Hat sie dann wieder aufgehört zu arbeiten?

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    Derzeit ist die größte Sorge meiner Frau, dass sie im Falle einer Trennung langfristig finanziell ihr Leben nicht bewältigen kann. Kein Mercedes mehr vor der Tür, kein Urlaub mehr, wie soll sie das Haus alleine halten? Es geht weniger um mich. Vor ca. 1 Jahr hatte ich schon mal die Trennung vorgeschlagen. Meine Frau damals ganz kühl: "Dann mußt Du gehen. Ich erwarte jedoch, dass es finanziell dann für mich so weiter geht wie bisher."

    Da musst Du vielleicht ein bisschen nachsichtig sein. So eine Trennung hat für Deine Frau einschneidende Folgen. Es kommen einige i.m. nicht voraussagbare Veränderungen auf sie zu. Würde ihr Einkommen reichen, um zu überleben? Wenn nein, hätte sie die Möglichkeit, ihr Pensum aufzustocken? Wäre ihr Alter bereits ein Handycap beim suchen einer neuen Stelle? Müsste sie nur für sich schauen, oder würden die Kinder bei ihr bleiben? Hat sie Vermögen, auf welches sie zurückgreifen könnte? Gehört das Auto Dir, müsste sie es abkaufen? Wenn sie das Haus nicht halten kann, wo wäre der neue Wohnsitz (mit oder ohne Kinder)? Gibt es Verträge, in denen sie solidarisch oder einzeln haftet? Gibt es weitere bindende Verpflichtungen (z.b. pflegebedürftige Eltern, Haustiere, o.ä.).


    Da gibt es viel zu regeln und die Angst, dass man das ganze Leben am Tag X neu organisieren muss, ist meist sehr gross. ABER, wenn der Tag X dann da ist, heult man ein paar Minuten, schnauft tief durch und beginnt ein Problem nach dem anderen zu lösen. Das Leben geht -anders- weiter.

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    Antwort: Du warst schon immer ein prima Versorger...

    Da wird einem ja richtig warm ums Herz. ;-)

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    -Wutausbruch mit Kontrollverlust-:


    Das ist der Punkt der mich selbst sehr besorgt. Wenn ein besonnener Mensch, der ich normaler Weise bin, so reagiert, müssen Konsequenzen gezogen bzw. Dinge gravierend geändert werden.

    Das würde mich auch beunruhigen. Die Frage ist: was bringt einen besonnenen Menschen so weit?

    @ Bambiene

    Es ist mein persönlicher Eindruck.


    So wie er es schildert (wir kennen nur seinen Standpunkt) ist alles von ihm abhängig. Hat der TE gut gedeichselt. Ich denke, seine Frau hat mehr aushalten müssen als die eingetretene Schranktür.


    Den Paartherapeuten hat er auch mal so nebenbei abgefertigt. Das lässt tief schließen.


    Ja, es gehören 2 dazu sich in solche zu begeben. Aber wenn Null Bewegung von einer zu erkennen ist, stattdessen eine Gefühllosigkeit an den Tag gelegt wird ... ich möchte mir diesen Alltag nicht denken.

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    Du kommst überheblich rüber, kein Stück empathisch.

    Das würde ich jetzt nicht sagen. ich sehe eher einen Mann der nicht versteht, was in den letzten 20 Jahren eigentlich passiert ist. Und v.a. nicht warum es passiert ist.


    Die Frau scheint innerlich ja schon vor vielen Jahren gekündigt zu haben. So wie man einen Job innerlich kündigen kann und nur noch Dienst nach Vorschrift macht. Sie hat sich um Haushalt und Kinder gekümmert und dies gemäss TE auch gut gemacht, aber mehr nicht.


    Das war ein Prozess, der sich über zwei Jahrzehnte hingezogen hat und anscheinend konnte auch die Paartherapie nicht mehr greifen. Schade (für beide). Man muss nicht ums Verrecken zusammenbleiben, aber es wäre schon wünschenswert, dass man aus der Retrospektive die Dinge, die falsch gelaufen sind GEMEINSAM benennen könnte.

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    aber es wäre schon wünschenswert, dass man aus der Retrospektive die Dinge, die falsch gelaufen sind GEMEINSAM benennen könnte.

    Da sehe ich eigentlich keine Chance für und würde auch keine Energie mehr da rein stecken.


    Wichtiger wäre wohl, eine geordnete Trennung zu vollziehen, was schon schwierig genug werden wird wegen der materiellen Ansprüche Dame.

    Ok, ja, ich könnte empathischer sein. Stimmt, gebe ich zu. Ich habe manche Hinweise meiner Frau früher ignoriert und bin zu sehr meinen Weg gegangen.


    Fehler von mir, ohne Frage.


    Unsere heutigen Probleme habe ich auch ein großes Stück gefördert. Meine Frau weiß, wo sie mir weh tun kann, wo ihre Machtpositionen sind und lebt diese aus. Meine Frau hat mich somit in einigen mir wichtigen Dingen in der Hand.


    Ich bin ein Mensch, mache Fehler und werde sie immer machen. Kein Mensch ist perfekt, ich nicht und ihr auch nicht. Ich verstehe, dass meine Frau derzeit völlig schockiert über mich ist. Ich bin über mich selbst schockiert, dass es so eskaliert ist. Das werde ich mir nie verzeihen. Meine Frau hat das überhaupt nicht verdient und wenn sie mich nach diesem Vorfall "raus wirft" kann ich es verstehen und muss die Konsequenzen tragen.


    Meine Frau muss sich um finanzielle Dinge jedoch keine Sorgen machen. Ich würde sie auch nach einer Trennung nie im Stich lassen. Ich habe meiner Frau viel zu verdanken. Auch in der PT habe ich das häufig genug gesagt. Ich glaube, dass ich auch dort viel mehr Fehler eingestanden habe und auf meine Frau zugegangen bin. Finanziell müssten wir jedoch beide Einschnitte machen. Meine Frau geht unverändert TZ arbeiten und ist auch nicht ganz mittellos.


    Manchmal frage ich mich, was Frauen wirklich wollen. Einerseits einen starken Mann und dann wieder den einfühlsamen, der ins Herz und Kopf der Frau schauen muss?


    Sorry, ich kann meiner Frau nicht sagen, ich finde toll, dass Du jetzt 30 kg Übergewicht hast. Sie fühlt sich selbst unwohl damit, aber ich soll das gut finden? Meine Fehler war vor einigen Jahren, ihr zu sagen, dass sie dagegen was tun soll. Das ist ein schwieriges Thema für jeden. Wie sagt man das am besten seinem Partner?


    Nochmals, ich schätze meine Frau sehr. Was ich jetzt schreibe, sagte ich ihr schon häufig. Sie ist ein ganz toller sympathischer Mensch. Sie ist eine gute Mutter, manchmal etwas zu fürsorglich, ist eine tolle Hausfrau und kann gut auf Menschen zugehen, besser wie ich. Sie gibt mir viele Freiheiten, ich ihr aber auch, sie nutzt sie nur nicht, wie haben den selben Geschmack und sind uns in der Kindererziehung fast immer einig gewesen. Meine Frau sitzt jedoch lieber 365 Tage im Jahr auf der Couch. Ich habe in der PT gelernt zu akzeptieren, dass meine Frau halt lieber auf der Couch sitzt. Ich habe auch gelernt das Übergewicht zu akzeptieren. Ich werde es aber nicht lieben. Ich werde auch nie und nimmer der träge 365 Tage Couchpotato werden, never ever. Meine Frau ist so erzogen. Ihr wurde im Kindesalter von ihrem über-dominanten Vater alle Hobbies verboten und das sitzt fest in ihr.


    Auch wenn mich jetzt der eine oder andere User -warum auch immer- zum Vollhorst degradieren will, ich bin m.E. keiner. Ich hätte Dinge besser machen könne, ich bin auch an mancher Entwicklung "schuldig".


    Wir waren schon immer in der Gestaltung unseres Lebens unterschiedlich. Die Kinder etc. haben vieles überschattet und jetzt wo die Kinder gross sind und wir eigentlich mehr Zeit für uns hätten, merken wir das noch extremer, dass unsere Lebensideen nicht (mehr) übereinstimmen. Meine Frau bleibt halt lieber zu Hause, ich erlebe halt gerne Dinge. Ich gehe halt gern zu Sportveranstaltungen, Kino, Theater etc,, sie halt nicht. Daran gibt es keinen Schuldigen, sondern ist einfach ein Fakt. Und dabei ist auch völlig egal ob ich vor 10-15 Jahren mehr zu Hause sein hätte können. Das spielt heute eigentlich keine Rolle mehr.


    Nein, ich habe die Paartherapeutin nicht abgefertigt. Die Paartherapeutin hat uns gekündigt, da sich kaum etwas bewegt hat. Meine Frau wollten ihren Standpunkt durchsetzen, ich meinen.

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    Siehe deine Geschenkidee. Ist doch egal, was andere Menschen davon halten, sie hat sich nicht gefreut.

    Weil dieses Geschenk eine Aufforderung zu mehr Aktivität war. Er hat nicht überlegt, was würde ihr auf der Coach Freude machen, sondern hat versucht sie mit dem Geschenk davon loszueisen.


    Vielleicht sollte sie versuchen, ihm eine ultrabequeme Coach zu schenken. ;-D

    Hallo SpringerundLäufer,


    in deiner Situation ist es nicht sinnvoll, sich zu erklären und zu rechtfertigen.


    Wichtiger wäre, zielführend Schadensbegrenzung zu betreiben.


    Wo hast du eine kompetente Anlaufstelle, die dich umfassend beraten kann?

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    Weil dieses Geschenk eine Aufforderung zu mehr Aktivität war. Er hat nicht überlegt, was würde ihr auf der Coach Freude machen, sondern hat versucht sie mit dem Geschenk davon loszueisen.

    Ja, einmal das und dass sie wußte, dass ich nach Musical und alleine im Hotel wahrscheinlich Sex will.....


    Fairerweise muss ich dann jedoch dazu sagen, dass wir gefahren sind. Die Kinder haben sie dann auch dazu ermutigt und ihr gesagt, dass sie es gut finden auch mal ein Wochenende ohne Eltern zu haben. Am Schluss hat sie dann auch zugegeben, dass wir ein schönes Wochenende hatten.


    Und das ist eine der Schlüsselfragen. Ihr gefällt es, es macht ihr Spaß und der nächste Vorschlag wird wieder blockiert. Kann ich nicht nachvollziehen.

    Ja, ich habe auch schon gemerkt, dass ich mich zu sehr rechtfertige. Nein, eine kompetente Anlaufstelle habe ich nicht.


    Am kommenden Montag habe ich einen Therapeutentermin, der mir meine Wut erklären soll.


    Apropos Therapeuten. In der PT wurde mir damals auch empfohlen zu einem Therapeuten zu gehen. Ich hätte unaufgearbeitete Erlebnisse. Meine Frau hat der Therapeutin weiß gemacht, dass ich nicht beziehungsfähig bin, da ich vor ihr schon mal 5 Jahre mit einer Frau zusammen gelebt habe und gescheitert bin. Ja, stimmt. Die Beziehung ist aber gescheitert, weil wir ein Kind verloren haben und meine Ex so 1 x im Jahr fremd gegangen ist und nach 5 Jahren haben wir dann die Reißleine gezogen.


    Der Therapeut damals meinte, dass ich ziemlich normal ticke. Mit einer Couchpotato-Frau, die auch keine große Lust auf Unternehmungen und Nähe hätte, könnte er auch schwer zusammen leben.

    Vielleicht war mit Anlaufstelle auch ein Anwalt gemeint.


    So wie du über deine Frau schreibst, wird wohl kein Weg daran vorbeiführen.


    Ich frage mich, ob hier jemals Liebe im Spiel war :-(


    Lies dir bitte deine Passagen durch, wie du über deine Frau schreibst.


    Sie hat mein volles Mitgefühl. Hoffentlich öffnet dein Therapeut einige Türen.


    Viel Erfolg in der Hinsicht @:)

    @ heute_hier

    Danke für Deine kritischen Anmerkungen. Ist folgendes, was ich geschrieben habe so negativ, ohne Liebe? Ich meine nicht. Aber gut, das ist Deine Wahrnehmung.


    Ich mache mir mehr Sorgen um meine Frau und was aus ihr im Trennungsfall wird, als um mich.

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    Nochmals, ich schätze meine Frau sehr. Was ich jetzt schreibe, sagte ich ihr schon häufig. Sie ist ein ganz toller sympathischer Mensch. Sie ist eine gute Mutter, manchmal etwas zu fürsorglich, ist eine tolle Hausfrau und kann gut auf Menschen zugehen, besser wie ich. Sie gibt mir viele Freiheiten, ich ihr aber auch, sie nutzt sie nur nicht, wie haben den selben Geschmack und sind uns in der Kindererziehung fast immer einig gewesen. Meine Frau sitzt jedoch lieber 365 Tage im Jahr auf der Couch. Ich habe in der PT gelernt zu akzeptieren, dass meine Frau halt lieber auf der Couch sitzt. Ich habe auch gelernt das Übergewicht zu akzeptieren. Ich werde es aber nicht lieben. Ich werde auch nie und nimmer der träge 365 Tage Couchpotato werden, never ever. Meine Frau ist so erzogen. Ihr wurde im Kindesalter von ihrem über-dominanten Vater alle Hobbies verboten und das sitzt fest in ihr.

    Ich hatte weiter oben mal geschrieben, dass Du viel erzählst, viel von Historie, viel von "Ich muss" etc. Was fehlt sind die Aussagen zum Thema "ich will". Auf die Frage "Liebst Du deine Frau?" Schreibst Du ein ums andere Mal, dass Du sie schätzt als tolle Mutter etc.


    Ich wiederhole mich... Stell für Dich fest, ob Du an dieser Beziehung festhalten willst. Wenn ja, stell fest ob deine Frau das auch will. Wenn ja, müsst ihr beide Euch ändern, das tut ihr aber nicht. Sogar die Paartherapie hat aufgegeben. Wenn ihr beide also nicht zusammen kommt, stelle fest, ob das für Dich so wie es ist (und bleiben wird) akzeptabel ist auf Dauer. Und dann zieh die Konsequenzen. Die wirst allerdings Du alleine ziehen müssen, Deine Frau wird dazu nichts beitragen.