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    Ich hoffe, ich konnte das etwas klarer stellen.

    Nein, du wiederholst einfach nur das, was du schon vorher geschrieben hast.


    Würdest du wirklich akzeptieren, dass deine Frau ein Stubenhocker ist, würde sich die Frage, ob du es nachvollziehen kannst, schlicht erübrigen.


    Ein bloedes Beispiel von mir: mein Mann macht nachts die Sicherungen für Schlaf- und Kinderzimmer raus. Er meint, dann besser schlafen zu können. Ich kann das kein bisschen nachvollziehen, akzeptiere es aber. Und mache die Dinger dann abends halt auch raus,weil es mir die Diskussion nicht wert ist (und eine solche Phase mit immer derselben Diskussion Abend für Abend gab es). Und wenn die Dinger irgendwann wegen zu häufiger Umknipserei nicht mehr funktionieren/ausleiern (weil sie nicht dafür gemacht sind, sie mehrmals täglich ein- und auszuschalten), werde ich das ohne Genugtuung zur Kenntnis nehmen und mithelfen, sie zu reparieren, wenn ich kann.


    Klar bewegt sich eure Thematik in anderen (grösseren) Dimensionen, aber vielleicht hilft mein Beispiel, zu verdeutlichen, was ich meine.


    Wenn ich akzeptiere, beeinflusst das mein Verhalten und lässt mich Dinge tun, die ich nicht unbedingt nachvollziehen kann. Das ist es vielleicht, was "echte" Akzeptanz so schwierig macht. Vielleicht fühlt es sich für manche wie Resignieren, Nachgeben, Kleinbeigeben oder Aufgeben an (und die Unterschiede auf der Verhaltensebene können je nach Kontext tatsächlich verschwindend gering sein. Die Sicht auf diesen Kontext und die Bewertung des Ganzen unterscheiden sich hingegen i.d.R. erheblich).


    Dass deine Frau eine andere Vorstellung von Freizeitgestaltung hat als du, ist schade (für beide). Dass sie Events, die du organisiert, genießen kann, aber das kein Verlangen in ihr weckt, oefter etwas zu unternehmen, macht es nochmal unverständlicher für dich. Würdest du es jedoch tatsächlich akzeptieren, braeuchtest du es nicht mehr zu hinterfragen.

    Hast du denn noch Gefühle für deine Frau? Es gibt Situationen aus denen man selber nicht rauskommt und macht das eigentlich nicht eine Ehe aus? In guten wie in schlechten? Jeder hat mal seine Phase der eine mehr der andere weniger. Du könntest dich trennen... Du könntest aber auch für Sie da sein und ihr helfen. Wenn sie wirklich so erzogen worden ist dann braucht sie dich. Es war ja anscheinend auch gut für die letzten Jahre. Es gibt auch Frauen die sind nur unterwegs. Ist ja auch ok. Aber mach das was die letzten Jahre eher positiv für dich dein Job und Hobbys war nicht schlecht und gib nicht so schnell auf nur weil du es jetzt anders haben willst.


    Wenn du sie nicht mehr liebst ist es was anderes...

    @ Dorfnixe

    Ja, Dein Beispiel passt nicht. Meine Frau schläft lieber mit völlig geschlossenem Rolladen, bei mir kann er ein Stück auf sein. Meist ist er völlig zu. Akzeptiere ich.


    Dann muss ich doch noch etwas ausholen. Es geht darum, wie man gemeinsame Paarzeit verbringt.


    Dieses Geburtstagsgeschenk lag genau in der Zeit unserer PT.


    Die Therapeutin verdeutlichte mir, dass meine Frau halt lieber zu Hause bleibt und umgekehrt verdeutlichte die Therapeutin meiner Frau, dass ich halt gern mit meiner Frau mal was unternehmen möchte. Sie schlug vor, dass ich akzeptieren muss, dass meine Frau lieber auf der Couch liegt und meiner Frau, dass sie am Wochenende, was mit mir zusammen unternehmen soll. Das wäre dann ein fairer Kompromiss. Wir sollten vielleicht ein gemeinsames Wochenende verbringen und riet mir, mal für ein Wochenende etwas Tolles auszudenken, was meiner Frau Spaß machen könnte. So kam es zu dem Geburtstagsgeschenk.


    Als ich den "Vorfall" in der PT erzählte, erschrak auch die Therapeutin.

    Aber ein Wochenende mal zu zweit verbringen, muss doch nun nicht gleich so in die Vollen gehen mit Musical etc. Etwas gemütlicher hätte es ja auch sein können. Oder sie hätte Vorschläge machen können, wozu sie sich an einem Wochenende aufraffen könnte.

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    Hast du denn noch Gefühle für deine Frau? Es gibt Situationen aus denen man selber nicht rauskommt und macht das eigentlich nicht eine Ehe aus? In guten wie in schlechten? Jeder hat mal seine Phase der eine mehr der andere weniger. Du könntest dich trennen... Du könntest aber auch für Sie da sein und ihr helfen. Wenn sie wirklich so erzogen worden ist dann braucht sie dich.

    Natürlich habe ich noch Gefühle für meine Frau. Sie ist mir nicht egal. Sie ist ein wunderbarer, lieber Mensch, den ich nicht missen möchte.


    Ja, meine Frau braucht sicherlich auch mich. Sie hat nie auf eigenen Füßen gestanden und sich auch ziemlich abhängig von mir gemacht. Dieser Punkt macht ihr auch fürchterlich Angst. Sie wüßte nicht, wie es ohne mich weiter geht.

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    Wir sollten vielleicht ein gemeinsames Wochenende verbringen und riet mir, mal für ein Wochenende etwas Tolles auszudenken, was meiner Frau Spaß machen könnte.

    Ja, und genau das habt ihr doch getan. Dir ist kein Zacken aus der Krone gebrochen, es zu organisieren, und deine Frau hat sich nicht über verlorene Couch-Zeit geaergert. Was spricht also dagegen/hätte also dagegen gesprochen, dass du alle 2 Monate oder so ein gemeinsames Event organisiert hättest in dem Wissen/mit der Erwartung, dass es ihr dann höchstwahrscheinlich auch Spaß macht?


    Stattdessen aegerst du dich aber darüber, dass sie es nicht "von sich aus" wünscht. Und so leid es mir tut, ich sehr da keine Akzeptanz.


    Worüber ein/e Paartherapeut/in da erschrickt, ist mir auch nicht klar. Und ebenso ist mir nicht klar, warum du dieses Erschrecken hier erwaehnst.

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    Aber ein Wochenende mal zu zweit verbringen, muss doch nun nicht gleich so in die Vollen gehen mit Musical etc. Etwas gemütlicher hätte es ja auch sein können. Oder sie hätte Vorschläge machen können, wozu sie sich an einem Wochenende aufraffen könnte.

    Hätte, hätte, Fahrradkette. Ich fand es damals eine tolle Idee, unsere Kinder auch (mal ein Wochenende ohne Eltern) und die Therapeutin auch (Zitat: "Frau x, Ihr Mann hat sich richtige Gedanken gemacht. Er hat sich überlegt, was sie grundsätzlich mögen und sie freuen sich nicht über das Geschenk. Das verstehe ich jetzt auch nicht).


    Hinterher ist man(n) dann immer schlauer. Wie bereits geschrieben, wir haben das Wochenende damals ja auch gemeinsam verbracht und dann fand es meine Frau auch sehr schön.


    Es war nur ein Beispiel, dass ich teilweise nicht mehr weiß, wie ich es richtig machen soll.

    Ich habe den Eindruck, dass du den Faden hier primär als "Anklageschrift" gegen deine Frau verwendest. Als würdest du uns beweisen wollen wie schlecht sie ist. :=o


    Über deine eigenen Fehler gehst du leichtfertig hinweg mit dem selbstgerechten Hinweis, dass diese ja in der Vergangenheit liegen und nicht mehr zu ändern sind. (Eine Aussage, die - nebenbei bemerkt - auf jede Handlung deiner Frau zutrifft.)


    Man könnte mit genauso guten "Argumenten" deine Unternnehmungssucht kritisieren. Wenn man ständig/häufig etwas unternehmem will, um sich nicht zu langweilen ist das ja auch keine rein positive Eigenschaft. Es mag gut für die Freizeitindustrie sein, aber so wirklich sinnstiftend finde ich so ein Unterhaltungsprogramm nicht.


    Du warst es, der sich entschieden hat, eine Frau zu heiraten, die er nicht liebt, nur weil du jemand wolltest, der dir den Rücken freihält und treu ist. Jetzt zeigt sich eben, dass das nicht "für immer" reicht.


    Aber statt dass du dir an deine Nase fässt, klagst du nur ihr (vermeintliches!) Fehlverhalten an. Das wirkt auf mich echt unsympathisch. %:|

    Dann zwing sie zu ihrem Glück...;D manchmal braucht man das. Bleib dran dann merkt sie das du es ernst meinst und nicht aufgibst. Willst du sie umarme und wirst dan geschubst... Dann pack sie und umarm sie fest und heb sie hoch...


    Sie wird selber merken das es ihr gut tut. Wenn man gewisse Dinge nicht macht dann vermisst man sie irgendwann auch nicht... Man hat nicht das Gefühl das etwas fehlt. Stell sie vor die Wahl wie zB spazieren oder Fahrrad ?


    Kino oder essen usw

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    Und so leid es mir tut, ich sehr da keine Akzeptanz.

    Muss eigentlich immer nur der Mann akzeptieren?


    Sorry, ich sehe das leider anders. In einer Beziehung/Ehe sollten meines Erachtens beide Seiten die Interessen des Anderen akzeptieren und man sollte etwas finden, was B e i d e n gemeinsam Spass macht.

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    Muss eigentlich immer nur der Mann akzeptieren?

    Nein. Wer behauptet das? Der Part deiner Frau wäre gewesen, sich hin und wieder auf eine gemeinsame Aktivität einzulassen.

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    In einer Beziehung/Ehe sollten meines Erachtens beide Seiten die Interessen des Anderen akzeptieren und man sollte etwas finden, was B e i d e n gemeinsam Spass macht.

    Ganz genau. Und irgendjemand muss das planen und organisieren. Und das ist natürlicherweise eher nicht derjenige, dem an gemeinsamen aushaeusigen Aktivitäten kaum oder nicht gelegen ist. Sondern eben derjenige, dem etwas daran liegt, der die Ideen und den nötigen Antrieb hat, und dem etwas fehlt, wenn keine gemeinsamen Aktivitäten stattfinden.


    Abgesehen von diesem einen Geschenk, welche anderen gemeinsamen Aktivitäten hast du denn noch initiiert?

    ich hatte den selben mist auch, nur umgekehrt...mein jetziger ex wollte den ganzen tag lieber zocken und ich wollte halt gerne was unternehmen...dazu kam, er war schon 3 jahre arbeitslos und hat sich nie den arsch aufgerissen...als ich ihm nur noch in den arsch getreten habe, damit er endlich mal was macht, war es bei mir irgendwann auch vorbei...so kann keine beziehung funktionieren, wenn der eine partner nur drin sitzen will und nicht bereit ist etwas zu ändern...


    ps: nachdem ich ihn verlassen habe, hat er sich auf einmal geändert ;-)