Was mich irritiert ist, dass ich ihm so leid tue. Was er mir angetan hat, dass ich jetzt ohne Geld und Wohnungseinrichtug da stehe, meine Heimat für ihn aufgegeben habe, etc. Und dass er an allem Schuld ist, was er mir angetan hat und noch in alten Wunden gestochert und dem ganzen die Krone aufgesetzt hat. Das passt aber doch nicht, oder? Ich möchte kein Mitleid von ihm, das ist alles seltsam.

    Hi Knuffl,


    irgendwie haben wir das alle glaub ich kommen sehen und sei froh, dass es jetzt so gekommen ist.


    Das, was jetzt noch folgt ist ja grotesk und irgendwie auch pathologisch von dem. Dein Ex hat irgendwie nicht alle Latten am Zaun scheint mir, das ist ja schon Psycho irgendwie. Fall nicht auf das Schauspiel auch noch herein.


    Ich empfehle dir, und das aus eigener Erfahrung, grüble nicht länger nach und schau nach vorne. Wenns hilft : stell dir immer die Frage : tut mir so ein Mensch gut oder tut mir so einer nicht gut ? Je nach dem, handle danach.


    Die Antwort ist in dem Fall so klar wie Klosbrühe und wenn jemand einem nunmal unterm Strich nicht gut tut, dann muss man loslassen, die Bez. beenden, schon rein aus Selbstschutz. Schau wie gesagt nach vorne und lerne auch daraus.


    Wenn du schon früher die Bremse gezogen hättest, dann wäre dir viel Kummer und Verdruss erspart geblieben. Eines ist auch sicher, der wird sich nicht mehr ändern und was immer ein Warnzeichen ist : angelogen zu werden und mangelnder Respekt und Achtung. Das war alles zu 100% gegeben.

    Zitat

    Was mich irritiert ist, dass ich ihm so leid tue. Was er mir angetan hat, dass ich jetzt ohne Geld und Wohnungseinrichtug da stehe, meine Heimat für ihn aufgegeben habe, etc. Und dass er an allem Schuld ist, was er mir angetan hat und noch in alten Wunden gestochert und dem ganzen die Krone aufgesetzt hat. Das passt aber doch nicht, oder? Ich möchte kein Mitleid von ihm, das ist alles seltsam.

    Doch, klar passt das. Fast niemand möchte ein Arschloch sein. Und erschrocken ist er vermutlich auch, dass jetzt auf einmal Konsequenzen da sind. Vielleicht auch von der Tragweite, die das auf einmal bekommt.

    @ JuppHeidi

    Genau so hat ers auch gesagt. Aber dann hätte er die Tragweite schon nach dem ersten Mal begreifen müssen. Er hatte ja DIREKT danach ein schlechtes Gewissen. Aber nicht stark genug, um es gut sein zu lassen. Da kann ich ihm auch nicht mehr helfen.

    @ 4pleasure

    Zitat

    Das, was jetzt noch folgt ist ja grotesk und irgendwie auch pathologisch von dem. Dein Ex hat irgendwie nicht alle Latten am Zaun scheint mir, das ist ja schon Psycho irgendwie. Fall nicht auf das Schauspiel auch noch herein

    .


    Wieso glaubst Du, es sei ein Schauspiel? Ich gebe mir WIRKLICH Mühe.. aber ganz kalt lässt mich das alles nicht.

    Zitat

    Wenns hilft : stell dir immer die Frage : tut mir so ein Mensch gut oder tut mir so einer nicht gut ? Je nach dem, handle danach.

    Bis auf diese Seite hat er mir immer gut getan. Aber unterm Strich = MIST und tut nicht gut.

    @ Shojo

    Zitat

    Doch, klar passt das. Fast niemand möchte ein Arschloch sein. Und erschrocken ist er vermutlich auch, dass jetzt auf einmal Konsequenzen da sind. Vielleicht auch von der Tragweite, die das auf einmal bekommt.

    Auf jeden Fall. Er ist am Boden zerstört und kann nicht fassen, was er kaputt gemacht hat.

    Zitat

    Er ist am Boden zerstört und kann nicht fassen, was er kaputt gemacht hat.

    Halte ich für blablabla. %-| fremdknutschen, Swinger Club und Gang Bang Party....und er ist am Boden zerstört!? ]:D


    Vergiss das mit dem Mitleid dir gegenüber ganz schnell. Er hat wahrscheinlich Mitleid mit sich selbst. Lief ja auch super für ihn. Er hat bis jetzt gemacht nach was es ihm gelüstet und du hast das stillschweigend hingenommen.


    Jetzt hast du ihn abgesägt und das ist nicht schön für ihn. ( aus seiner Sicht).


    Mein Mitleid für ihn hält sich wirklich in Grenzen.


    Ok....ich habe für ihn keins. Auch 0 Verständnis. Das was er sich alles geleistet hat finde ich unter aller S....

    Rumheulen tun sie alle wenn es vorbei ist. Klar, für ihn war es ja toll, er hatte dich daheim mit fast täglich Sex, ner tollen Haufrau und liebevollen Partnerin und seine Abendteuer. Er verliert dich jetzt. Es tut immer weh etwas zu verlieren, egal wie wenig du ihm wert warst, das ist wie das Spielzeug dass jahrelang im Keller liegt aber kaum wird es verschenkt weint das Kind 8-(


    Glaube mir, würde er seine Abendteuer verlieren, würde er genau so trauern. Vielleicht bettelt er jetzt um eine zweite Chance, von wegen er würde sich 180° ändern oder so, aber dieser Zustand wird aber nicht lange anhalten. Spätestens in einigen Monaten würde er in seine alten Muster zurückfallen, wenn nicht noch früher, weil er wenn du ihn zurück nimmst jeglichen Respekt vor dir verliert.


    Als mir fast das Gleiche (in nem ähnlich krassen Ausmaß) passiert ist, war ich erst mal traurig. Vor allem darum, weil er mich so lange so dreist angelogen hat. Ich fand das total surreal und konnte es kaum wahrhaben. Danach kam die Wut und der Hass. Mittlerweile weiß ich, dass ich den Menschen mit dem ich da zusammen war überhaupt nicht gekannt habe und das nach Jahren 8-(

    Knuffl


    nicht böse sein, dass ich bin trotz der sehr unglücklichen Situation, in der Du jetzt aktuell steckst, zwiegeteilt bin, was eure Gesamtproblematik angeht.


    Ich bin dafür bekannt, dass ich selten nur eine Position einseitig einnehme, sondern mir das Gesamtkonstrukt der Beziehung ansehe.


    Wollen wir versuchen mal gemeinsam zu schauen?


    Es gab in Deiner Vita bereits vor diesem Mann eine Betrugsgeschichte in Sachen Partnerschaft. Du wusstest von Deinem sehr sexuell bewanderten Ex-Kerlchen, dass er kein "Unschuldslämmchen" ist, was Treue und Aufrichtigkeit angeht.


    Zitat aus 2016:

    Zitat

    Mein Freund kann mir beteuern was er will - in letzter Konsequenz traue ich ihm nicht zu, ehrlich zu sein, sollte was passieren. Ist er teilweise auch nicht, das ist Fakt. Ich würde nie die Hand für ihn ins Feuer legen.

    Zitat

    Offenbar leide ich unter sowas wie Verlustängsten. Wenn Gefahr besteht, dass meiner Familie/Freund etwas passieren könnte, traue ich ihnen oder involvierten Personen nicht zu, gut genug auf sich aufzupassen und ggf. Schaden abwenden zu können.

    Ein Teil des heutigen Drama ist eine sich entwickelnde Dynamik, die nicht ausschließlich mit Deinem Ex-Partner zu tun hat. Jemand, der in sich nicht gefestigt ist, vom Urvertrauen her, schwer gefestigte Bindungen aufbaut, ohne diese gleichzeitig ständig hinterfragen zu müssen, denkt und handelt emotional instabil.


    Das ist keine Wertung Knuffl, kein Vorwurf, nur eine nüchterne Feststellung aufgrund von Lebenerfahrung. Ich bin nur Otto-Normalo ohne konkrete Bildung in diesem Bereich. Aber ich denke, mich in Menschen und Situationen gut einfühlen zu können. Das gelingt mal gut und auch mal weniger gut.


    Was dieses tiefe Misstrauen mit einem Menschen in einer Beziehung macht, kann ich Dir aus eigenem Erleben schildern.


    Ich hatte einen Partner, der aufgrund fehlender Erfahrungen sehr ängstlich war, schnell Gefahren gewittert hat, die gar nicht bestanden haben. Weder objektiv noch in meiner Absicht gelegen.


    Was macht es mit Menschen dieses beständige Gefühl von Misstrauen zu spüren? Es zermürbt, man hat das Gefühl dem anderen nie gerecht zu werden, egal was man sagt oder tut. Es geht hier nicht um Rechtfertigung oder Verteidigung, was Dein Partner angestellt hat. Sondern einzig um eure gelebte Paardynamik.


    Du wusstest von Anfang an, dieses Kerlchen, ist sexuell umtriebig, hat Dir einige Erfahrungen voraus, die Du nicht als (D)eine persönliche Vorliebe teilst und auch künftig nicht teilen wirst. Das war bereits eurer Anfangsequipment in Sachen Beziehung und Paar-Sex.


    Hier könnte man argumentieren, er ist jung, Sturm- und Drangzeit-Dingens und nach dem Austoben kommt die Ruhe- und Beständigkeitsphase. Das mag für einige Menschen zwischen 20 und 30 Jahren, der Phase der Experimente durchaus zutreffend sein.


    Bei Deinem Ex, war jedoch klar, dass er immer wieder diesen Anflug hatte in diversen Portalen, nach "Angebot" und "Nachfrage" zu sondieren. Für Dich was das Thema manchmal mit, manchmal ohne Diskussion abgehakt, wenn seine Profile wieder erloschen waren bzw. keine neue Aktivität seinerseits erkennbar war.


    Geblieben ist aus all diesen Phasen Dein Gefühl von Damokless-Schwert, passiert es wieder. Eigentlich war gar nicht mehr die Frage, ob, sondern nur wann es sich wiederholt. Das war spätestens nach dem 2-3 Mal klar.


    Männer sind keine seelenlosen dummen Wild- und Fremdvögler. Nach euren ersten Disputs war dem Kerlchen klar, meine Liebste kann mit meinen wilden Experimenten nix anfangen. Es kam raus, aber Du bist bei ihm geblieben. Es gab Tränen, weiteres Misstrauen, Kontrolle und stilles Leiden für die Liebe. Er hat offenbar längere Zeit versucht, seinen Hunger diverser Vorlieben über Pornos zu kompensieren, um nicht real aktiv zu werden. Geglückt ist das augenscheinlich nicht, sondern hat mehr dazu geführt, es aktiv erleben zu müssen, weil der innere Hunger im Kopf, von Pornos befeuert, nicht mehr aufgehört hat.


    Du hast Dich immer wieder neu für ihn entschieden, wider besseren Wissens, dass er nicht das monogame Treuwesen ist. Es womöglich auch nie sein kann oder wird.


    Du hast lange das Für und Wider von Umzug, Wohnungskündigung in der Heimat abgewogen und für eure Beziehung durchgezogen. DAS war Deine Entscheidung und Verantwortung, es trotz Vorwissen über seine unstetige Art, so entschieden zu haben.


    Liebe macht viel möglich, verzeihen, Tatsachen ausblenden, so lange sie nicht zu offensichtlich sind, für sich immer wieder das Schöne und Positive hervor holen, dass diese Liebe und Beziehung möglich macht.


    Wäre dieser Mann nur die durchgeknallte und fremdvögelnde "Bestie" gewesen, der es auf nichts mehr abgesehen hat, Dich zu verletzen, Du wärst nie soweit gegangen, wie Du es getan hast, oder?


    Man kann trotz seiner Unfairness und Verletzung durch Betrug und Lüge versuchen, den eigenen Anteil zu sehen, der so ein Abhängigkeitskonstrukt der Liebe ermöglicht hat.


    Es gab auch die Lösung nicht umzuziehen, den Job aufzugeben und konsequent zu sagen, das Kerlchen ist mir zu "windig" in Teilen seines Charakters. Das ist ehrlich, konsequent und ja lebensnah, weil es Dich vor den Tatsachen von heute bewahrt hätte.


    So logisch und konsequent ist die Liebe jedoch nicht. Sie ermöglicht alles mögliche, im Guten, wie in der emotionalen Katastrophe, wie sie jetzt eingetreten ist. Fakt ist, ihr habt beide trotz eurer Themen und Vertrauensprobleme weiter und weiter gemacht. Sogar noch mehr intensiviert, indem ihr über Hochzeit und gemeinsame Kinder gesprochen habt.


    Auch das war gewissermaßen ein Zulassen seiner windigen nicht monogamen Persönlichkeit, von der Du aus Liebe gehofft hast, dass sie sich verändern lässt.


    Ich bin weit davon entfernt über Schuld oder Unterdrückung von Dir schon lange bekannten Tatsachen zu reden. Bei allen miesen Verhaltenseigenschaften, die Dein Ex gezeigt hat, schließe ich dennoch nicht aus, dass es Anteile in ihm gibt, die Dich aufrichtig lieben und die ihn empathiefähig sein lassen, dass es ihm leidtut, was er angerichtet hat.


    Nichtsdesto trotz, er hat eure Rahmenbedingungen mehrfach gebrochen, von denen er wusste, dass es sie gibt und Du von ihnen nicht abrücken wirst. Andererseits warst Du allerdings inkonsequent, hast nach jedem seiner virtuellen Ausbrüche, gehofft, es würde der Letzte sein, den Du entdeckst.


    Du hast Dich durch den Heiratsantrag und den Willen mit Dir eine Familie zu gründen in der Sicherheitszone gefühlt, dass er diesen Weg mit Dir nicht gehen könnte, wenn er weiter das Abenteuer bei fremden Frauen sucht.


    Menschen sind komplex Knuffl, nicht durchweg böse, auch nicht durchweg gut. Das trifft für jeden Einzelnen von uns zu. Es ist gut, dass Du Dich selbst auf der emotionalen Unsicherheit befreit hast. Endlich bereit bist, trotz der Verletzung, Wut und seinen Betrug, wieder Verantwortung für Dein Leben zu übernehmen. Das war die Baustelle über lange Zeit, die Du versucht hast zu verdrängen.

    Wenn man mit sich selbst nicht im Reinen lebt, von Zweifeln getrieben, unklaren Vorstellungen über das wie und was man selbst leben will, ist es schwer in einer Beziehung anzukommen, ganz unabhängig davon, was Dein Ex hinter Deinem Rücken immer wieder durch sein aktives Betreiben in Gang gesetzt hat.


    Deshalb ist es so wichtig, dass Du für Dich klar vor Augen führst, warum Du diesen langen Leidensweg an seiner Seite mitgegangen bist. Warum, Du versucht hast, auszublenden, dass er nicht der Wunschpartner par exellence sein wird. Eure sexuellen Vorlieben weiter auseinander gefallen sind, als Du vor Dir selbst wahrhaben wolltest.


    Wenn eine Beziehung destruktiv und nicht in den Paar relevanten Bereichen erfüllt gelebt wird, haben daran beide Partner gleichermaßen ihren dazu Anteil erschaffen. Das kann auch erfolgen, in dem man aus Angst schweigt, wegen der eigenen Verlustangst, gelähmt ist und weiter verharrt, weil die Folgen unüberschaubar sind.


    Ich kann verstehen, dass es Menschen gibt, die sich überwiegend in einer Paarbeziehung wohlfühlen, denen das Singledasein nicht besonders liegt, weil sie Familien- und Paarmenschen sind. Vor allem, wenn daheim viel richtig gemacht wurde, in der Herkunftsfamilie, ist man bestrebt einem Ideal gleich, dasselbe nachleben zu können. Stabil, verbindlich, treu und verlässlich.


    Ich glaube, genau DAS hast Du in dieser Beziehung versucht. Dir ein Ideal erschaffen, dass nicht wahrhaben wollte, dass es nur funktioniert, wenn gewisse Themen kontrolliert unter der Decke gehalten werden. In diesen Part ist Dein Ex-Freund in seinem Rollenverhalten angekommen, durch Duldung, Verdrängung, Dein Ideal.


    Er hat die Erfahrung gemacht, dass ihm keine Konsequenzen drohen werden, egal wie oft Du mehr oder weniger vorsichtig eure Baustellen thematisiert hast. Das hat ihn dreist und mutiger werden lassen, er hatte Dich sicher in der Hand, emotional gebunden, durch Umzug, Jobwechsel, Heiratsversprechen und hat es sich erlaubt, mit dem weiter zu machen, von dem Du wusstest, das es diese offene Gefahr gibt.


    Was ich mir für Dich wünsche Knuffl ist, dass Du diese ganze Geschichte zum Anlass nimmst, Dein Leben aufzuräumen. Einer Katharsis gleich, nach dem ersten heftigen Liebeskummer zu schauen, was Du für Dich selbst anders und besser machen kannst.


    Deine eigenen Ziele, neu sondieren, justieren und vor allem Dein Lebensglück nicht mehr einzig davon abhängig machst, dass der Mensch neben Dir, Dich innerlich stabilisiert und den roten Faden für Dich weiter spinnt. Ich denke, dass ist der Anteil in Deinem Leben, der es zumindest mit möglich gemacht hat, in der heutigen Ist-Situation zu stecken. Man kann auch aus dem bittersten Erfahrungen des Lebens, einen Zugewinn einstreichen. Nämlich dann, wenn man lernt Grenzen für das eigene Wohlergehen zu setzen.


    Dies allerdings nicht erst dann, wenn der Vesuv ausgebrochen ist, die heiße Lava alles in Deinem Leben überrollt und unkontrollierbar macht, sondern schon zu einem Zeitpunkt, in dem er anfängt zu brodeln, instabil und wenig verlässlich ist.


    Such Dir in dieser Situation kluge Berater, die an Deiner Seite mithelfen aufzuräumen, die lebensnahen und praktischen Schritte mit Dir gemeinsam gehen. Sei traurig, wütend, geh in den Wald und schrei, wenn es hilft. Aber bitte breche nicht zusammen und gib nicht auf. Du kommst aus dieser Situation raus und es wird neu, anders für Dich werden, aber auf jeden Fall weniger verletzlich, wenn Du (er)ernst Nein zu sagen, wenn es anfängt wehzutun. Dir viel Kraft und Mut, für Dein neues Leben, dass jetzt seinen positiven Anfang nimmt. :)^ :)z :)*

    knuffel


    Ich glaube es gibt nur wenige Menschen auf der Welt die gar keine Ambivalenzen in sich tragen. Du hast selbst erlebt wie sehr man an seinen leiden kann, wie sehr es einen hin und her reißen kann, beuteln kann, wie gelähmt und irgendwie hilflos man den zwei + X Seelen in der eigenen Brust ausgeliefert sein kann. Ich halte es nicht für unwahrscheinlich, dass auch er dem ausgeliefert war.


    Nur:


    Er hat nie mit dir gesprochen. Statt die Ambivalenzen in den Beziehungsraum zu stellen, zu reden, offen über innere Kämpfe zu sprechen hat er geschwiegen. Nur wenn du übe deinen Schatten gesprungen bist, hat er notgedrungen was gesagt, aber auch da wurde er nicht ehrlich, sondern belog dich, vielliecht sogar sich.


    Und auch du hast allermeistens geschwiegen. Eure Kommunikation war so unfassbar verkorkst, bestand aus Schweigen und denken, spielte sich in Köpfen ab, mit vorgestellten Personen statt mit der echten, anwesenden Person. Du hast keine Beziehung mit ihm geführt und er keine mit dir. Dafür hattet ihr viel zu wenig Kontakt zu der ganzen Person.

    Zitat

    Bis auf diese Seite hat er mir immer gut getan.

    Um es mal ganz kurz auf den Punkt zu bringen: lies nochmal die letzten beiden Jahre deines Themas hier (nur deine Beiträge). Und dann überleg wir mal, ob er dir wirklich gut getan hat.

    Zitat

    Wieso glaubst Du, es sei ein Schauspiel? Ich gebe mir WIRKLICH Mühe.. aber ganz kalt lässt mich das alles nicht.

    Er weiß halt, welche Register er bei dir ziehen muss. Hat ja schon mal geklappt. Die Lehre, die er daraus zieht: er kann alles ohne Konsequenzen haben. Wenn das sogar jetzt nochmal funktionieren würde ... wäre es sicher ein Traum für ihn.


    Es gibt Menschen, die sind süchtig nach dem Kick des Verbotenen. Es gibt Menschen, die sind süchtig nach Sex. Ob jetzt Pornos konsumiert werden oder Gangbang-Parties besucht werden. Und wer es nicht lassen kann oder gar eine echte Sucht entwickelt hat, der wird immer die Heimlichkeit suchen, bei Entdeckung immer den größten Katzenjammer veranstalten und auch alles schwören, was man so schwören kann.


    Tatsache ist aber: es dient nur, um die akute Situation zu befrieden. Sauber aus der Entdeckung rauszukommen mit dem festen Vorsatz, beim nächsten Mal einfach besser aufzupassen.


    Es war kein einmaliger Fehltritt, wo er mal schwach wurde. Dein Freund ist systematisch vorgegangen und war offensichtlich pathologisch umtriebig unterwegs. Und was für dich beleidigend ist: er dachte wirklich, du checkst es nicht.


    Werde bloß nicht weich. Komm aus diesem Kreislauf raus - ein für alle mal.

    Hallo zusammen,


    kurze Frage zur Krankmeldung..


    Wenn ich 3 Tage krank bin, brauche ich keine AU. Wenn ich aber über die 3 Tage hinaus krank bin, muss diese am 4. Tag vorliegen. Korrekt, oder? Eigentlich weiß ich das, aber klar Denken ist gerade nicht meine Stärke.