Wie trenne ich mich ohne das ich gehasst werde?

    Hallo zusammen,


    ich bin heute morgen aufgewacht und weiß, dass ich mich von meiner Frau trennen muss. Zum ersten Mal hab ich es selbst begriffen, nachdem ich mir jahrelang ganz viel vorgemacht habe. Wir, meine Frau und ich waren 4 Jahre zusammen, haben dann gehreiratet, zwei Kinder gekriegt und sind im 8. Ehejahr.


    Seit 2 Jahren habe ich eine Geliebte. Und das, was ich für diese Geliebte empfinde, sprengt alles was ich an Vorstellungskraft über Liebe jemals hatte.


    Eigentlich wollten wir beide nur Sex, eine Affäre, denn sie ist auch verheiratet und hat eine kleine Tochter. Doch sie hatte schon große Duifferenzen in ihrer Ehe, sie hat sich oft und viel mit ihrem Mann gestritten.


    Ich dagegen mit meiner Frau so gut wie gar nicht, ich hab immer so getan als wäre alles gut und schön. Ich konnte ihr meine Gefühle nie zeigen, auch nicht wenn ich Lust auf Sex hatte - anfangs war da viel von da, aber das lief nicht so gut, denn wir waren beide unerfahren und verklemmt. Den ersten richtig geilen schönen, befreienden Sex hatte ich mit meiner Geliebten. Aber erst, nachdem wir beide wussten, dass wir den anderen Lieben, es war irrerweise Liebe auf den ersten Blick.


    In diesen zwei Jahren hat sich meine Freundin ganz ganz schmerzhaft von ihrem Mann gelöst, sie hat so oft und viel geweint und wir haben uns nur selten gesehen. Aber kontakt hatte ich immer.


    Meine Frau hatte einmal rausgekriegt dass etwas war, und ich hatte Panik und gesagt es wäre eine reine Sexbeziehung gewesen, die ich sofort beendet hätte.


    Ich hatte und habe große Angst meiner Frau auch nur andeutungsweise zu sagen: Ich liebe dich nicht mehr. Ich fürchte sie tut sich etwas an, oder hasst mich und dadurch würden unsere Kinder, wenn auch unbeabsichtigt von ihr leiden. Und ich will meiner Frau auch gar nicht wehtun.


    Aber ich muss es, denn ich merke, dass mich mein Unglück im Moment umbringt. Ich kann nicht mehr und ich will endlich frei sein und so leben wie ich mich fühle.


    Meine Freundin hat letzte Woche in Frieden ihren Mann verlassen und sucht jetzt eine Wohnung. Ich will mir auch eine nehmen. Das Problem: Zusammen kriegen wir es hin eine zu nehmen, getrennt geht finanziell irgendwie gar nicht. Aber wie soll ich es meiner Frau nur beibringen, ohne dass es sie völlig zerreißt? Ich wünsche mir so sehr, dass wir in Frieden auseinandergehen und sie versteht, dass ich seit Jahren nur noch wie für eine Schwester für sie empfinde?


    Am liebsten würde ich nur einen Brief schreiben, aber das wäre feige und feige war ich mein ganzes Leben lang und seit gestern ist mir klar, dass ich ein neues Leben will, in dem ich das richtige tue und mich selbst respektiere und ehrlich zu allen Menschen bin, die mir etwas bedeuten. Ob meine dann Ex und meine Kinder das alles irgendwie verstehen können? Ich wollte ihnen nie etwas schlechtes und ich werde alles in Zukunft geben, damit meine Kinder spüren, dass ich sie über alles liebe.


    Und meine Freundin soll einen aufrichtigen und standhaften Mann an ihrer Seite haben, ich frage mich nur so oft, ob ich überhaupt das Recht dazu habe, so zu sein bzw,. ob ich es überhaupt kann.

  • 11 Antworten

    Das ist nicht zu machen, sieh den Tatsachen ins Auge. Es geht nicht ohne Leiden, es sei denn, die Trennung liegt auch von ihrer Seite aus in der Luft. Da müsst ihr jetzt einfach durch, ich hoffe nur, dass ihr beide die Kinder so gut wie möglich verschonen könnt.


    Aber zu glauben, dass man eine Ehe ohne Schmerzen beenden kann, aus der man sich mit einer Geliebten bereits verabschiedet hat, ist reine Illusion. Es sei denn, sie hats genauso gemacht.

    Achja, was ich noch erwähnen wollte, ich persönlich finde einen Brief nicht schlecht, weil man dann die Gedanken besser ordnen kann und wirklich nichts vergisst. Aber in so einem Fall reicht ein Brief natürlich nicht, du musst dann deiner Frau zu einer oder mehreren Aussprachen zu Verfügung stehen, der Brief sollte nur ein Einstieg sein. Ich weiß nicht, was für ein Typ sie ist, aber bei mir wäre das der beste Weg.

    ... das kannst du nur minimal beeinflussen ...

    Hallo Kingskaiser,


    ich versuche das auch auch gerade, in einer ähnlichen Situation. Ich bin bestimmt nicht das Mass der Dinge, aber wenn man mir vorher gesagt hätte, wie es sich entwickelt, ich hätte es nicht geglaubt.


    Ich hätte jedem gesagt, nein das ist bei uns anders ...


    Tatsache ist aber, sobald du es ihr sagst führt das ganze ein Eigenleben und was immer du glaubst, was passieren könnte, kann passieren, aber es kann auch ganz anders kommen.


    Ich kann dir aus meiner Erfahrung nur sagen, wenn meinst. dass du gehen musst, dann mache es mit dir aus, signalisiere deiner Frau was du möchtest, wie du es dir vorstellen könntest ...


    Bleibe bei wenigen Fakten und sei Gesprächsbereit.


    Mehr kannst du nicht machen.


    Dann ist es an ihr sich darin zu finden, vielleicht läßt sie sich auf eine freundschaftliche Trennung ein, vielleicht wird es ein Rosenkrieg, das ist nicht im vorraus abzuschätzen.


    Ich kenne es inzwischen so und so, bei mir läuft es allerdings eher weniger harmonisch.


    Das Problem sind aber auch die anderen, die man nicht ausschalten kann, so hat sie ja Eltern, du hast Eltern, sie hat eine beste Freundin, du auch :-D, das ist ein gewaltiger Kosmos mit Eigenleben.


    In diesem "Kosmos" kannst du nur etwas positiv bewegen,


    wenn man es zuläßt. Genau an diesem Punkt wird es schwierig, denn du kannst nichts, oder alles beeinflussen.


    Ich wünsche dir, das es sich positiv entwickelt, schon der Kinder wegen, aber es gibt keinen "Königsweg" - leider.


    Gruß,


    DBO

    schwierige Situation würde ich sagen ich glaub das kannst du machen wie du willst du wirst deine Frau verletzen, sogar sehr ...


    überleg doch Mal ihr Mann den sie denke ich mal liebt trennt sich nicht nur plötzlich von ihr und zeieht nochdazu mit einer anderen zusammen .... nein es kommt auch noch heraus dass sie von dem Menschen dem sie vertraut ganze 2 jahre lang angelogen und betrogen worden ist. Ich kann dir sagen deine Frau wird am Ende sein und ja das wird sich auf deine Kinder übertragen, schon allein weil sie die Gründe für die Trennung, denke ich mitbekommen werden . Darf ich fragen wie alt die Kinder sind ?


    In solch einer Situation denke ich nicht dass deine Frau das alles so hinnimmt und sagt "ja gut dass du so ehrlich bist und dich trennst ich komm natürlich damit klar bin überhaupt nicht enttäuscht und verletzt und freu mich auf eine Freundschaft "


    das kannst du vergessen ....


    und du sagst du willst deiner Frau nicht wehtun ... wieso tust du es dann 2 jahre lang ???


    Naja gut das einzige was du machen kannst um die ganze sache zu mindern ist erst mla wirklich einen brief schrieben, der das Gröbste beinhaltet und anschließend für sie da sein mit ihr reden hir alles erklären und ihr vorallm sagen und klar machen dass sie NICHT schuld ist dass du sie trotzdem noch magst dass du sie eig nicht verletzen willst, dass du nicht willst dass sie sich was antut weil du sie noch brauchst usw ...


    viel glück:)*

    Ich hab ihr das 2 Jahre lang angetan, weil ich ein ganz ängstlicher, feiger Mensch bin der sich in seiner Ehe aber auch vielfach sonst im Leben nie getraut hat, zu sagen und zu zeigen was er wirklich fühlt.


    Und weil ich gewartet habe, bis meine Freundin sich von sich aus von ihrem Mann getrennt hat.


    Was meine Kinder angeht, die armen Würmer sind 4 und 7 , 2 Jungs.


    Und ich habe gerade einen 8-seitigen Brief geschrieben.


    Es stimmt cussi, und auch ihr anderen - es wird ihr entsetzlich weh tun. Aber eins weiß ich: Es wäre für sie die schlimmere Alternative, wenn ich weiterlüge und mich nicht lossagen würde, denn sie hat es nicht verdient mit einem solchen unehrlichen Mann, wie ich es war (hoffentlich war und nie mehr sein werde) weiterleben zu müssen.

    immerhin siehst du das ein und sag ihr es auch so wie du es hier gerade geschirben hast ...


    ja der Brief ist eine gute idee den kann sie vorallem später auch öfters durchlesen und mit jedem Mal wird sie es besser begreiffen können .... aber sei trotzdem noch für die da und sei bereit mit ihr darüber ruhig zu sprechen .... das wird auhc dir schwer fallen, das sag ich dir wenn deine Frau vor dor steht am Boden zerstört mit verheulten Augen ....aber sei trotzdem nicht feige und kneife davor wenn auch dir eine träne entschwindet dann lass es , lass deine Gefühle raus das kommt so viel besser wie wenn du dich ihr zu entziehen versuchst und dich vershcließt ... ich wünsche dir dabei auf jeden Fall viel Kaft .

    Zitat

    Und weil ich gewartet habe, bis meine Freundin sich von sich aus von ihrem Mann getrennt hat.

    du hast also deine Frau solange warm gehalten und dir ein Hintertürchen offen gelassen, so dass du bei deiner Frau bleiben kannst falls sich deine Freundin nicht von ihrem Mann getrennt hat .... wie ich das finde brauch ich ja wohl nicht mehr zu sagen ....

    Hallo kingkaiser.


    Da heißt es doch so schön…lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.


    Da ist oft auch etwas dran.


    Ist die Trennung kurz und schmerzlos, muss sich insbesondere der verlassene Partner rasch neu orientieren, um sich wieder zu stabilisieren. Das ist für den Verlassenen oft nicht einfach, weil er es immer noch gewohnt ist, dass ihm der frühere Partner manche Bedürfnisse erfüllt hatte (wenn auch nur wenige). Wird er plötzlich freigesetzt, ist eben alles offen, sozusagen auf Gedeih und Verderben. Das ist nicht jedermanns Sache...


    Warum aber sollte man deswegen Mitleid haben? Wegen einem schlechten Gewissen? Die Gründe hierfür sollte man selbstkritisch prüfen.


    Man sollte dem verlassenen Partner ruhig zutrauen, dass er sein Leben neu gestalten kann und möglicher Weise sogar glücklicher wird als ehemals…


    Wenn man ausreichend stark ist, die emotionalen Belastungen einer Trennung auszuhalten, und kritisch das Für und Wider der Beziehung geprüft hat, sollte man die Trennung auch durchziehen, wenn man an dieser Entscheidung festhalten möchte. Das ist meine Meinung.


    Manche Leute können sich zu einem solchen Schnitt ewig nicht durchringen und das hat wiederum auch seine guten Gründe.


    Es gibt zwar auch unproblematische Trennungen im beidseitigen Einvernehmen, diese sind aber selten.


    Mehr als entschuldigen für die aufkommenden Schmerzen kann man sich nicht. Es ist für alle Beteiligten nicht einfach, die wahren Ursachen für das Ende einer Beziehung herauszufinden. Ebenso herrscht oft Uneinigkeit über den eigentlichen Trennungsgrund und Zeitpunkt. Verständnis für die missliche Lage, die schließlich alle betrifft, aufbringen und konsequent den verlassenen Partner immer wieder darauf hinweisen, dass die persönlichen Probleme selber zu lösen sind, da die Paarebene nicht mehr existiert, sind sinnvolle Handlungen.


    Ich finde es günstig, dem verlassenen Partner außerdem eine Gesprächstherapie anzubieten, um unter professioneller Hilfe ggf. Beziehungsnacharbeit zu leisten. Das wird vermutlich nicht in Anspruch genommen werden, doch man könnte in schwierigen Situationen auf dieses Angebot zurückgreifen. Dem neuen Partner müsste man notfalls noch so viel Verständnis für die vorherige Paarebene abringen. Falls das schwierig ist, gibt es ein paar wichtige Argumente, die man aufbringen könnte.


    Was die rechtliche Behandlung der Scheidungssache anbelangt, wäre eine Mediation vielleicht ideal.


    Faires Verhalten vom verlassenen Partner zu erwarten, finde ich nach dieser Sachlage übrigens nicht sehr realistisch.


    Das bedeutet, dass die Regelung der Trennungsmodalitäten tatsächlich einer besonderen Sorgfalt bedarf, damit auch auf gerichtlicher Ebene kein Dauerkrieg stattfindet.


    Es empfiehlt sich meiner Ansicht nach sehr, das Augenmerk insbesondere auch auf die Kinder zu lenken, damit diese so bald wie möglich aus der Schusslinie kommen. Sie werden vermutlich übermäßig stark mit der Enttäuschung des verlassenen Elternteils konfrontiert werden. Für viele Kinder bedeutet dies zunächst eine Katastrophe. Finden sie aber ausreichend Rückhalt bei Freunden und Verwandten, kann die Schadensbegrenzung bei der Trennung durchaus gelingen.


    Alles Gute.

    Ich hab hier noch einen entscheidenden Dialog von einer Trennung ganz ohne Streit.


    Vielleicht könnt ihr damit etwas anfangen. Ich war begeistert, als ich das mitbekommen habe. So kann es gehen…


    Das Paar, beide Anfang 40, 2 Kinder etwa 9 und 11, wohnhaft bei Nürnberg.


    Sie sitzen beide am Frühstückstisch.


    Er: Sag Mal, liebst du mich eigentlich noch?


    Kurze Pause….


    Sie: Nein, da sind keine Gefühle mehr da.


    k.P.


    Er: Bei mir auch nicht mehr. Sollten wir uns dann nicht besser trennen?


    k.P.


    Sie: Wenn es dir nichts ausmacht.


    Können die Kinder bei dir leben? Ich würde gerne in Berlin studieren.


    Tja. Die beiden haben dann die Trennungsmodalitäten gemeinsam und in Ruhe geregelt.


    Später meinte er dann, es wäre nicht immer einfach gewesen mit den Kindern, aber er hätte seine Entscheidung nie bereut.


    VG

    @ Cineastin

    kJa, ein netter Dialog.... zwei mit Eiswasser in den Adern, soll es ja geben....


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei kingkaiser so abläuft, aber die Frage "liebst Du mich eigentlich noch?" kann er ja mal stellen. Falls seine Frau dann mit "ja, natürlich" antwortet, muss er halt beim weiteren Text etwas improvisieren...

    @ kingkaiser

    Hat denn deine Frau in den 2 Jahren nie wieder was bemerkt? Ich meine, nachdem Du sie angelogen hast, die Affäre wäre beendet? Oder hat sie nur stillschweigend gewartet und gehofft, dass Du zu ihr "zurückkommst"?


    Wenn das mein Mann gemacht hätte, mich 2 Jahre lang verarschen, dann würde er sich jetzt nicht um MEINE Gesundheit sorgen, oder darum, was ich MIR antun könnte... >:(>:(


    (Sorry, aber das musste raus...)

    Ich als man war in der Situation wie es Deine Frau jetzt ist. Meine Ex hatte auch über ein Jahr eine Affäre mit einem Arbeitskollegen, und ich hab zunächst nichts geahnt.


    In Wahrheit sind mir die Veränderungen natürlich nicht verborgen geblieben, nur habe ich nicht die richtigen Schüsse gezogen. Obwohl ich unzufrieden war wie es zwischen uns lief habe ich nichts gesagt.... bis es nicht mehr ging, und sie mir daraufhin die ganze Geschichte "gebeichtet" hat (übrigens auch in einem langen Brief)


    Danach fühlte ich mich wie im freien Fall (obwohl es vorher eine echt beschissene Situation war, aber das traf mich doch extrem hart).


    Bei uns gabs keine Kinder, dafür waren wir länger zusammen. Und wirtschaftlich auch beide unabhängig. Die Trennung lief entsprechend friedlich, einen Rosenkrieg haben wir uns gespart.


    Wie viele vor mir schon geschrieben haben, Du musst davon ausgehen das es Ihr (selbst wenn Sie schon was weiß) einen Tiefschlag versetzt. Besonders die Tatsache das es schon so lange läuft (war bei mir jedenfalls so) macht es schlimm.


    Aber es führt kein Weg daran vorbei, denn die Situation die Du beschreibst kann ja auch nicht andauern. Oder willst Du jetzt warten bis Deine Frau Dich irgendwann fragt: "Was ist los?" (So wie ich meine gefragt habe). Es wird dadurch nicht schmerzloser, und Du wolltest doch nicht mehr "feige" sein.


    Bedenke aber bei allem was Du tust und was jetzt passiert, Deine Situation ist die bei weitem angenehmere. Du hast in Deiner Freundin den Rückhalt den Deine Frau jetzt verliert. Versuch Deine Emotionen (die ganz sicher kommen werden) nicht aufschaukeln zu lassen.


    Für Eure Kinder kann ich Dir nur ein schnelles und ruhiges Ende wünschen, aber Hass musst Du nicht unbedingt befürchten...