• Wie Vertrauen zurückgewinnen, wie für sie da sein?

    Hallo Med-Forum, ein paar können sich evtl. noch an mein Thema von neulich erinnern. Es geht darum, dass ich fremdgegangen bin. Es war einfach nur ein Riesenfehler, aber damit muss ich jetzt leben. Meine Freundin hat mir noch eine Chance gegeben, aber das Vertrauen ist absolut dahin. Wir lieben uns, das hält die Beziehung noch zusammen. Aber darunter…
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    Das ist allerdings eine längere und komplizierte Geschichte. Kurz gesagt, es geht um BDSM. Sie steht diesem Bereich aufgeschlossen und interessiert, aber auch noch sehr unsicher, gegenüber. Darüber haben wir allerdings in den letzten Tagen einige sehr offene, konstruktive Gespräche geführt.

    Dieser Bereich ist sehr vielfaeltig (zwischen "wer liegt oben" und "menschlichen Toiletten" liegen Welten, aber ist das grundsaetzlich in Eurer Situation nicht gerade heikel? Ich nehme mal nicht an, dass Du "sub" bist. Und das funktioniert ausgerechnet jetzt, wo Vertrauen eigentlich alles sein muesste?


    Ich bin nur erstaunt und besorgt, dass Du Deiner Frau da zu viel zumutest.

    Wieso sollte ich nicht Sub sein? ;-D


    Ich bin Switch. Wenn meine Freundin den devoten Part übernimmt, fühlt sie sich (paradoxerweise?) geborgener als normal, da ich sie als Freund, aber nicht als Dom, enttäuscht habe. Wie auch immer, ich dränge sie nicht in die devote Rolle, da ich eigentlich selber eher Sub bin. Dann kann sie selber bestimmen, wie weit es geht, und wie sie sich wohl fühlt.

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    Deswegen ja mein Vorschlag.Und das hat rein gar nichts mit "das komplette Leben umstellen" zu tun.Denn davon war nie die Rede.

    Aufgrund der Art und Weise wie die Freundin reagiert hat, obwohl der Abend ja mit ihr abgesprochen war, vermute ich halt eher, dass sie vielleicht weniger mit dem Ausgehen (und damit möglichen Frauenbekanntschaften) an sich, als viel mehr damit Probleme hat, dass ihr Freund sich ohne sie amüsiert. Ihr entgegenkommen zu wollen und das vermeintliche Problem zu beseitigen (Männerrunde zuhause), während es vielleicht um was ganz anderes geht, ist halt nicht gerade zielführend. Vielleicht hat sie ja auch erst zugestimmt und dann hinterher doch noch Bedenken wegen des Ausgehens bekommen – gut möglich, aber eben nicht die einzige Erklärungsmöglichkeit. Das kann nur die Freundin selbst beantworten.

    Ich glaube der Aspekt, dass sich woanders etwas Spaß oder zumindest Ablenkung hatte, während sie erneut mit ihren Gedanken zuhause blieb, hat sie auch ein wenig gestört. Aber sie hat das nur einmal gesagt, und sonst mehr darüber geredet, dass sie sich wegen Frauen unwohl fühlt.

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    dass sie sich wegen Frauen unwohl fühlt.

    Ja also.Doch nicht so abwägig mein Vorschlag.Immer noch besser als ganz auf solche Abende mit seinen Kumpels zu verzichten.Vorallem möchte das der TE ja nicht.DAS wäre viel mehr Umstellung, wenn er die nächste Zeit drauf verzichten sollte.Davon kommt auch kein Vertrauen zurück.Vorallem muss die Freundin des TE's lernen damit zurecht zu kommen.Und das fände ich viel schlimmer wenn er seinen Kumpels ständig absagt, als dass er die ersten paar Male dann lieber auf neutralem Boden bleibt mit neutralen Personen.

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    Wieso sollte ich nicht Sub sein?


    Ich bin Switch. Wenn meine Freundin den devoten Part übernimmt, fühlt sie sich (paradoxerweise?) geborgener als normal, da ich sie als Freund, aber nicht als Dom, enttäuscht habe. Wie auch immer, ich dränge sie nicht in die devote Rolle, da ich eigentlich selber eher Sub bin. Dann kann sie selber bestimmen, wie weit es geht, und wie sie sich wohl fühlt.

    Da kann man als Aussenstehender nicht "drinstecken" ;-) Mein Eindruck ist der, dass das Prinzip der Vorliebe an sich einen dominanten Aspekt hat, auch wenn man sich sexuell dominieren laesst. Mir ist das Thema persoenlich zu fremd, aber ich wuerde nicht davon ausgehen, dass das Machtgefaelle so ausgerichtet ist, dass die Frau mit dem strap on zB automatisch tatsaechlich umfassend fuehrt. Erstens hielte ich solche Konstellationen in einer Problemsituation wie der Euren fuer heikel (es sei denn, sie steht wirklich drauf) und zweitens schreibst Du so (das ist nur mein Bauchgefuehl), als laege das Machtgefaelle dergestalt erheblich zugunsten Deinerseits, dass Deiner Freundin viel mehr an der Beziehung liegt als Dir.

    Hmm wie meinst du das genau, dass BDSM an sich etwas dominantes hat? Man sollte hier sexuelle Dominanz und allgemeine Dominanz in einer Beziehung trennen. Beide Seiten können bei einzelnen Menschen gleich liegen, aber auch genau gegensätzlich. Jemanden anders zu bestimmten Sexpraktiken zu überreden, kann dann natürlich der allgemeinen Dominanz in einer Beziehung entsprechen, aber was dann innerhalb des sexuellen Spiels geschieht, ist ein ganz anderes Kapitel. Das lässt sich auch nicht immer an bestimmten Techniken festmachen. Eine Frau mit einem Strap-On wird z.B. meist mit einer dominanten Rolle assoziiert, aber das gilt nicht zwingend.


    Ein besseres Beispiel ist vermutlich der Blowjob: Wenn eine Frau vor dem Mann kniet, sich um seine Lust bemüht, er ihr Anweisungen gibt, wie sie es zu machen hat, sie vielleicht mit einem Griff in ihre Haare führt, wenn sie "Deep Throat" macht und anschließend schluckt: Da ist die Frau ganz klar in der devoten Rolle. Aber es gibt ja auch die Möglichkeit, dass sie genau austestet, wie er auf welche Stimulation reagiert, und mit dem Penis im Mund regelrecht mit dem Mann und seiner Lust spielt, ihn bis kurz vor dem Orgasmus bringt und dann doch wieder zappeln lässt – da ist die Frau natürlich dominant, obwohl sie rein technisch gar nicht soo viel anders macht.


    Für mich und meine Freundin macht es erotisch nur einen geringen Reiz aus, wenn der dominante Part eigentlich ein reiner Wunscherfüller für die devoten Fantasien des anderen ist. Und genau da liegt ein großer Fortschritt: Dass sie in letzter Zeit viel stärker ihre eigenen Dom-Wünsche in Angriff genommen hat. Und im Endeffekt gefällt es uns beiden besser. Wie ich ja auch fühlen konnte.


    Ich bin grds. immer noch etwas vorsichtig, und möchte sie nicht überfordern und bedrängen, daher habe ich mit ihr ausgemacht, dass sie die dominante Rolle übernimmt, wenn sie sich danach fühlt. Ich selbst übernehme da erstmal nicht die Initiative.


    Ob ihr mehr an der Beziehung liegt? Hmm vielleicht. Ich glaube es ist einfach so, dass ich mich ohne BDSM nicht wohl fühlen würde und bereit wäre, im Zweifel die Konsequenzen zu ziehen.

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    und sonst mehr darüber geredet, dass sie sich wegen Frauen unwohl fühlt.

    Das ist ja auch naheliegender – zumindest oberflächlich betrachtet. Einzugestehen, vor allem sich selbst, dass es vielleicht doch noch um etwas mehr geht, ist halt schwieriger.

    Heute kam das Thema, Kontakte mit anderen zu aufzubauen und freizeitmäßig was ohne sie zu machen, noch einmal auf. Da hab ich sie gefragt, ob sie das eigentlich ok fände, oder ob sie das eher stören würde, und sie hat ziemlich spontan und ehrlich klingend gesagt, dass das ok ist.

    Hallo!


    Ich habe ein ähnliches Problem momentan. Ich bn nun mit meinem zweiten Freund seit nun fast 1 1/2 Jahren zusammen. Mein Ex Freund hatte mich damals betrogen, auf übelste weise. Er hat online mit einem Mädchen geschrieben, die 500 km weiter weg wohnte und die er nur von Bildern her kennt. Er hat jede Sekunde mit ihr geschrieben. Die beiden haben sich sogar Postkarten geschickt. Ich habe meinen Ex öfters darauf angesprochen, er sagte immernur ,, WIr sind nur Freunde, keine Angst", um das nicht mehr auszureizen, habe ich es dann dabei belassen. Als er mir Wochen später sagte, dass er mit seinem Bruder nach Dänemark in Urlaub fährt, habe ich ihm vertraut, obwohl ich schon ein ungutes Gefühl im Bauch hatte - zurecht. Als er zurückkam war er echt verändert, hat mich kaum noch angeguckt und mit mir gesprochen. 3 Wochen später sagte er mir dann, dass er nie in Dänemark war. Sondern mit dem besagten Mädchen übers Wochenende eine schöne Zeit in einem Hotelzimmer verbracht hat. Für mich war aus. Kaum ein paar Monate später sind die beiden zusammengezogen. Bis vor wenigen Monaten (Es ist hetzt 3 Jahre her) hat es mich immernoch schwer zugesetzt.


    Nun zur Gegenwart. Ich habe vor 1 1/2 Jahren anscheinend den 'perfekten' Mann getroffen, wir lernten uns zufällig kennen und waren von Tag 1 an unzertrennlich. Er beichtete mir, dass er seine letzte Freundin 7 (!!!!!) Mal betrogen hatte. Für mich als 'schon betrogene' eigentlich ein No-Go, aber er verprach mir, dass er das nie wider tun will und sich ändern wolle. Das Jahr ging gut, alles lief Prima. Vor 2 Monaten dann, waren wir zufällig im selben Club feiern. Ich mit meinen Freunden, er mit seinen. Ich wollte auf die Tanzfläche mit Freunde. Da seh ich es. Er stockbesoffen mit einer kleinen Blondine am rumtanzen. Bzw. sie tanzte ihn an. Ich bin dann zielstrebig zu ihm hin, habe ihn nach hinten geschubst und die Frau mal angesprochen, ob sie mit dem Mann flirtet. Prompt kam eine sehr tolle Antwort, von der mir echt schlecht wurde: "Ja, das ist schließlich mein Freund". Mir hing die Kinnlatte Kilometer weit unten und ich war kurz davor mich auf dem Fußboden zu übergeben. Ich sprach dann meinen Freund an, und fragte was das denn soll. Von ihm kam dann nur ein "Ich hab nichts gemacht". Ich ging. Ich war enttäuscht verletzt und mir war echt schlecht. Am nächsten morgen kam er zu mir. Tut so als ob nicht gewesen wäre. Er hatte ja kaum was mitbekommen, er war ja stockbesoffen, er hatte in der Nacht sogar gelallt, so sehr dass man ihn kaum verstanden hat. Für ihn hat er nichts getan, ist nichts passiert. Er hat nur getanzt und sie hat nur getanzt. Für mich (Ich hatte keinen Schluck Alkohol angefasst an diesem Abend) sah das ganze ein wenig anders aus.


    Obwohl die Sache für ihn gegessen ist kreist mir immer noch das Bild von dem Mädchen und ihm durch den Kopf, jedes mal wenn ich die Augen zumachen. Ich vertraue ihm einfach nicht mehr. Des weiteren löscht er Nachrichten von Freunden und lügt mich dann auch noch ständig an. Ändern tut er auch nichts, denn wenn ich ihm sage, was er bzw. wir an der Beziehung bessern können, weiß er 2 Minuten später nicht mehr was ich ihm gesagt habe. Ich weiß nicht was ich noch tun soll, ich glaube ich bin die Einzige die diese Beziehung noch retten will.


    Was ich damit sagen will ist: Falls sie dir wieder vertrauen soll, dann zeig es ihr! Zeig ihr dass du sie liebst, dass du sie so sehr liebst, dass es keinen Sinn hätte mit einer Anderen was anzufangen. Das ist das was ich mir wünschen würde und etwas wo ich denken würde, dass das mein Vertrauen zu ihm stärken würde. Mach ihr kleine Aufmerksamkeiten, die nicht viel Geld kosten, die sind meistens am Schönsten. Süße Briefe, ein romantisch geschmücktes Zimmer, für gemeinsame Stunden, einfach auch nur zum Reden. Erzähl ihr Dinge, die du noch nie jemanden erzählt hat. zeig ihr dass du ihr vertraust. Es braucht viel Zeit und Arbeit. Ich habe es 3 Jahre lang kaum verkraften können betrogen worden zu sein. Ich glaube dass auch das Einfluss auf meine jetzige Beziehung hat und auch ewig so bleiben wird.


    Zum Schluss dieses ewigen Romans will ich noch dazusagen, dass es sich lohnt für die Liebe zu kämpfen. Liebe muss aber auch kreativ und eigenständig sein. Liebe braucht Pflege, Überraschungen, Spaß. Geb nicht auf. Redet miteinander, habt Geduld. Das Leben ist nicht immer einfach. Genauso wenig wie die Liebe! Ich hoffe ihr werdet alle wieder Glücklich Mädels. Das Leben ist zu kurz um Trübsal zu blasen.