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    Die einzige Möglickeit, den Energieabfluß durch Narzissten zu stoppen, ist den Kontakt zu beenden.

    Ja - das hätte ich vor zehn Jahren tun sollen, nachdem mein Vater starb. Damals hatte ich nicht den Mut. Heute hätte ich ihn - aber ich habe ja schon ausführlich dargelegt, warum es zum jetzigen Zeitpunkt nicht geht. ??Ich bin chronisch krank ohne Heilungschancen, und das Geld wird immer knapper, ich kann es mir nicht leisten, dass sie mich enterbt (was ja fraglich ist, aber ich würde es ihr zutrauen). Und die Sachen von meinem Vater sind mir auch sehr wichtig.??

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    Wenn Deine Mutter nächstes Mal alle Flüge und Hotels selber buchen und ggf. stornieren muss, wird sie sich vielleicht eher überlegen, ob sie so ein Hin und Her veranstaltet.

    Jo. Und ICH werde das für sie definitiv nicht mehr tun. Sie bucht sich jetzt das Hotel selbst (hoffe ich - in unserem Gästezimmer wird sie jedenfalls nicht schlafen). Selbst mein sonst so diplomatischer Freund meinte, er würde das nicht mit sich machen lassen.


    Nach ihrem Besuch wird - bis auf eine Mail pro Monat - jedenfalls erstmal bis Weihnachten Ruhe sein. Sie ruft mich ja nicht an, weder an meinem Geburtstag noch an Weihnachten, insofern kann ich den Kontakt dann wieder selbst steuern und auf ein Minimum begrenzen. Jetzt muss ich nur noch die nächste Woche überleben.

    Ich hatte in den letzten Wochen wenig Kontakt zu meinen Eltern und wenn wir mal telefoniert haben, dann eigentlich ganz nett, aber entsprechend oberflächlich. Bis vor ein paar Tagen, wo ich auf die Frage, was sonst so ansteht, zufällig erwähnte, dass unser Hund wegen eines kleinen, einmaligen Gesundheitsproblems zum Tierarzt muss und operiert wird. Da kam dann wieder das alte Muster durch, wir hätten uns den Hund jetzt gar nicht anschaffen sollen, das war dumm, jetzt verursacht er auch "noch mehr" Kosten blablabla. %-| Sie haben es tatsächlich geschafft sich drei Monate nicht weiter zum Hund zu äußern (kam mir viel länger vor), aber noch länger (unsinnige) Kritik zurückzuhalten war offensichtlich zu viel verlangt. Meine Herren, die werden nie irgendetwas ändern. Nie. Und wenn ich irgendwann mal der Meinung sein sollte, dass sie das doch tun würden, dann möge mir irgendjemand diesen Faden unter die Nase halten. Ich vermisse an dieser Stelle einen unreifen und herrlich kindischen Kotz-Smilie. ;-)

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    Ich vermisse an dieser Stelle einen unreifen und herrlich kindischen Kotz-Smilie.

    Kann ich nachvollziehen. Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte..

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    wir hätten uns den Hund jetzt gar nicht anschaffen sollen, das war dumm

    Haben sie das echt gesagt? Starkes Stück. (Ich mag Hunde übrigens sehr, wir werden später mal einen haben.)


    Ich nage gerade an einer Mail, wie ich meiner Mutter verklickere, dass mein Gesundheitszustand während ihres Aufenthalts hier Tabu-Thema ist. Meine Psychologin meinte, wenn das Thema aufkommt, soll ich gebetmühlenartig wiederholen, dass ich nicht darüber reden möchte, ohne auszuflippen, und wenn sie nach x mal immer noch nicht aufhört, einfach gehen.

    Ja, haben sie. Meine Eltern sind aber auch so Typen, die bei einem ungeplanten Enkelkind nicht nach der Geburt sagen würden "Schön, dass es da ist, wir würden es nie wieder hergeben", sondern noch jahrelang eher ein "Ist ja ganz nett, aber ein Fehler wars trotzdem" bringen würden.


    Ein Hund war übrigens schon seit meiner frühstens Kindheit ein großer Wunsch, den ich mir mit meinem Partner zusammen erfüllt habe. Sie wissen, was der Zwerg mir bedeutet. Das macht die Sache umso ätzender.

    Meine Mutter wurde auch nicht müde, uns ständig zu erzählen, "schafft euch bloß kein Kind an". Kinder kriegen ist ein großer Fehler. Nur Arbeit und Undank und fressen einem die Haare vorm Kopf. Besser das Geld lieber in die eigene Altersvorsorge investieren.


    Als ich dann irgendwann gesagt hab, dass ich es etwas krass finde, sowas ausgerechnet dem eigenen Kind zu sagen, großes Unverständnis.. "waaaas? Aber das ist doch nicht persönlich gemeint". Zack, wieder eine Verdrehung. Ungeheuerliches Verhalten, aber der Fehler liegt wieder bei mir (weil ichs ja falsch verstanden und persönlich genommen hab).


    Schließe mich beim Kotzeimer an (wird langsam voll da).

    @ Jan74

    kenne ich. Allein bei dem Ausdruck ""schaffst Du" im Zusammenhang mit Kindern kriege ich immer eine Gänsehaut.


    Als unser Erstes unterwegs war, hat meine Mutter völlig entrüstet gemeint, "In deinem Alter schaffst Du dir schon ein Kind an?" Das war nach dem Studium und bei meiner Geburt war sie jünger.

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    "waaaas? Aber das ist doch nicht persönlich gemeint".

    Das ist so dämlich, dass ich lachen musste. Meine Eltern haben mir auch schon ein paar mal gesagt - aber eher witzig gemeint und so habe ich es auch wirklich nur empfunden! - dass ein Kind mehr kostet als ein Haus. Da meine Eltern sich erst eines gekauft haben, als ich erwachsen war, war das so eine kleine Spitze, aber die nehme ich ihnen nicht übel. ;-)

    Taps, ja, das klingt immer so nach wahllosem shoppen gehen. Nach dem Motto " Was? Du kaufst dir den teuren Marken-Pudding? Hätte es der billige nicht auch getan? Guck mal, der steht gleich darunter!" %-|


    Ich finds seltsam, wenn die eigenen Eltern so tun, als wären Kinder etwas schreckliches. ":/ ]:D

    Lebt euer eigenes Leben und denkt nicht zuviel über die Eltern nach, was und wie sie es gesagt haben.


    Seit meinem Auszug habe ich Abstand und sehe vieles lockerer. Grenzt euch ab.

    @ Choupette

    Die Bemerkung mit dem Hund wäre von meiner Mutter auch gekommen. Wir hatten immer Haustiere (Hund und Katzen) und meine Mutter konnte nie etwas mit ihnen anfangen. Sie freute sich generell nie mit uns, sah immer alles nur negativ. Meine Schwiegermutter war hier ganz anders. Leider starb sie dann früh.


    Es gibt eben Menschen, welche herzlos sind und laufend nur Kritik äußern müssen. Seien wir lieber froh, dass wir nicht so sind. :-)


    Durch das ewige Nachdenken ändern wir ihr Verhalten nicht.

    Nein, ich verstehe es nur nicht: wenn mein Kind sich ihren jahrelangen Wunschtraum erfüllt, warum muss ich das dann auf Krampf negativ komnentieren? Ich kann es mir mittlerweile nur noch mit Frust und Missgunst erlären.

    Meine Mutter begründet solche Kommentare damit, daß sie die doch gar nicht böse meint, aber eben auch eine andere Sichtweise einbringen will. Ich denke auch, vieles meint sie nicht mal so böse, wie es ankommt, sie hat da einen ganz eigenen Kontext dahinterstehen. Blöd nur, daß den sonst keiner kennt... :|N


    Bsp: Ich wollte immer lange Haare, irgendwann hatte ich die, und ließ sie irgendwann von einer Sekunde zur anderen abschneiden. Millimeterkurz. Während alle in Begeisterung ausbrachen - ich sah damit aber auch toll aus x:) - kam von ihr nur: Wächst ja wieder. Ich dachte nur: WTF, sie hatte aber nur im Kopf, daß ich eben immer lange Haare haben wollte und kam gar nicht auf die Idee, daß ich das freiwillig und im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte entschlossen habe. Und diversen Gläsern Champagner beim Friseur. ;-D Sie wollte mich damit quasi trösten.


    Also - ja, diese Kommentare hasse ich und die Trägern mich auch regelmäßig. Aber doch nicht mehr soooooo arg wie früher. Kann aber auch an dem zur Zeit nur extrem sparsamen Kontakt liegen.

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    Nein, ich verstehe es nur nicht: wenn mein Kind sich ihren jahrelangen Wunschtraum erfüllt, warum muss ich das dann auf Krampf negativ komnentieren? Ich kann es mir mittlerweile nur noch mit Frust und Missgunst erlären.

    Genau so ein Verhalten habe ich mein Leben lang mit meiner Mutter mitgemacht. Sie konnte und kann nicht anders. Ich kann dir nur empfehlen, das Verhalten deiner Mutter nicht an dich ranzulassen. Meine Mutter hat mich immer nur kritisiert. Sie hatte ihre Lieblingstochter, welche Schulden hatte und diese wurde von ihr in den Himmel gehoben.


    Ich hatte keine Schulden und brauchte sie nicht. Ich habe mich oft gefragt, was ich verbrochen habe, weil sie mich immer wie ein schwarzes Schaf behandelt hat.


    Heute weiß ich, dass sie mich sicher liebt, auf ihre Art. Sie hat geweint bei meinem Auszug, aber sie wird ihr Verhalten nie ändern können. Für deine Mutter ist dieses Reden normal. Du bist ein anderer Typ Mensch, herzlicher etc. Wir wissen, was wir fühlen, wir können uns mit anderen freuen. Aber nicht alle Menschen sind so.


    Ich kann dir nur raten, beschäftige dich nicht Jahre mit ihrem Verhalten. Das war mein Fehler. Geh auf Abstand. Das Verhalten muss nicht alleine Missgunst sein. Nimm es nicht persönlich. Meine Mutter sah schon immer alles negativ. Sie macht das auch mit Nachbarn etc. Ich habe jetzt nicht erlebt, dass sie sich mit einer Freundin über etwas freut etc.

    Warum verhalten die sich so.. naja, das eigentliche Thema ist nur Mittel zum zweck, es geht um das Niedermachen an sich, und was da gerade für in Frage kommt, wird halt benutzt.


    Mal eine andere Frage, vielleicht etwas provokativ - aber da wir hier ja nun eine Versammlung von Opfern solcher Eltern haben, kann man sie mal in die Runde werfen. Wir sind alle Opfer dieser Behandlung von Menschen, die größtenteils ihrerseits selber Opfer ähnlicher Strukturen waren. Wir haben dadurch erhebliche seelische Defizite/Schäden davongetragen, und diese schreien nun ebenfalls nach Kompensation.


    Kennt ihr nicht diesen brennenden Schmerz des Minderwertigkeitsgefühls, und das Bedürfnis, was dagegen zu tun? Und dass es sich in der Tat geradezu anbietet, sich selber besser zu fühlen, indem man andere ebenfalls runterzieht (zu sich ins Loch, wo man selber sitzt), damit man nicht mehr so verdammt alleine mit der schmerzhaften Minderwertigkeit ist? Nichts anderes ist es doch was, die tun. wir müssen aufpassen dass wir nicht auch so werden. Aber wenn man das in sich selber mal erkannt hat, kann man auch dieses Verhalten besser nachvollziehen. Ist nun allerdings eine völlig ungeeignete "Behandlungsform".

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    Du bist ein anderer Typ Mensch, herzlicher etc.

    Hm. Möglicherweise ist das ja gerade deshalb so, weil meine Eltern so sind und ich damit eine Art umgekehrtes Vorbild hatte.


    Vielleicht sehe ich vieles auch schon als Angriff, was nicht im entferntesten so gemeint ist, weil ich inzwischen mein eigenes engstirniges Vorurteil ihnen gegenüber habe.


    -


    Jan, nein. Ich habe natürlich auch Gefühlsregungen in mir, die ich nicht immer schätze, aber das sind individuelle Geschichten und diese sind auf die Taten der Personen bezogen. Ich ziehe niemanden runter -weder gern noch ungern - und ich sitze auch in keinem Loch.


    Meine Eltern machen nicht mein Leben aus, sondern sie sind ein immer kleiner gewordener Teil dessen. Ich habe mein eigenes Leben mit Job, Freund und Haustieren und damit eigene Verantwortung. DAS bewirkt, dass ich mich gut fühle, aber nicht wenn ich jemanden runterputze. ":/