find ich auch grad extrem unlogisch. Wenn ich in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen sage "nun reichts mir" sagt das doch nichts darüber aus, was und ob die vor Monaten oder Jahren zu mir gesagt haben!?


    Also, unklar was der Beitrag grad sollte, irgendwie.

    Na ja, ich war nur neugierig, weil Du von Deinem Vater eben im Präsens sprachst, und ja gesagt hattest, Du hättest keinen Komtakt mehr.


    Deshalb habe ich nachgehakt!

    Zitat

    Das bezieht sich nicht auf aktuelle Äusserungen (die aber ansonsten auch identisch sind)

    Hä? Jetzt verstehe ich's grad gar nicht mehr.. :-D


    Also redet ihr doch noch?

    Die rufen ja ab und an bei Freundin an und bitten um Rückrüf oder quatschen auf die Mobilbox, auf diesem Wege erfahre ich manchmal was. Ich selber hab seit nem halben jahr nicht mehr mit Vater gesprochen und seit ca 2 Monaten nicht mehr mit Mutter (die hats versucht aber ich hab dann irgendwann einfach aufgelegt).

    Ich beschäftige mich auch viel mehr (gedanklich) mit IHM. Meine Mutter ist irgendwie kein Rätsel. Aber mein Vater ist völlig bizarr. Ergründen, wie der eigentlich tickt. Eine Freundin miente auch mal, bei vielen Leuten gäbe es einen offen-aggressiven, offensichtlich gestörten Elternteil, aber wenn man mal in die Tiefe geht, ist in Wirklichkeit der unauffällige, vermeintlich nette und freundliche Angehörige das Problem. Mir wird immer klarer dass das bei mir aus diversen Gründen auch so ist.

    Hm.


    Ja, bei mir ist mein Vater auch der "Co." :-|


    Aber ich versuche nicht mehr zu ergründen warum sie so sind wie sie sind. Dafür ist mir meine Energie mittlerweile zu schade.


    Sie sind einfach so wie sie sind. Punkt.

    Ich versuche, das nachzuvollziehen: wieso ist der "freundliche" Elternteil das Problem?


    Weil man erst denkt, der wäre normal, der wäre vernünftig und könnte einem helfen und einen unterstützen und dann ist der einfach genauso verrückt?


    Oder was?


    Ich kanns mir noch nicht so richtig vorstellen.


    Du hast dir aber schon viele Gedanken gemacht, Jan, und vieles dir gut angeschaut, das merkt man.


    Ich kann mir die Situation deines Vaters erst einmal gut vorstellen: Drei große Schwestern, da wird man ganz schön gedrückt. Und dann ein substanzloser Vater - wo soll man da Halt her bekommen. Den hat er sich dann wohl bei seiner Frau geholt und diese dann vorbehaltlos und unhinterfragt unterstützt (?). Vielleicht steckt da auch noch der Verlust der Mutter dahinter und eventuelle Schuldgefühle deswegen.


    Psychologiestudium, oha! Ach ja und dann können Eltern ihren Kindern solche Schäden gar nicht zufügen, haha. Da hat er sich wohl rausgepickt, was ihm gut gefiel...


    Ah und verleugnet damit auch alle Schäden, die seine Eltern bei ihm verursacht haben können.


    Ist das Problem mit deinem Vater, dass man denkt, das wäre die Stimme der Vernunft und dann ist das, was er sagt aber genauso verrückt?

    @ Meta4

    Das Problem mit dem "co"


    Zum einen weil man in der Tat denkt, ja, der ist vernünftig, mit dem kann man reden. Bei meiner Mutter ist schnell klar "sinnlos, gar nicht erst versuchen". Bei jemandem, der formal nett und freundlich (und eher weich, leise ist), ist das nicht so einfach.


    Ansonsten kommt man dem näher, wenn man sich die Frage stellt "was ist eigentlich das wahre Problem".


    Und das ist, so in etwa, ich versuchs mal zu beschreiben, bei mir zumindest (aber auch anderen, die mir bekannt sind).. eine Art Co-Rolle dem Vater gegenüber.


    Der Vater ist nett, weich, leise; derjenige in der Konstellation, der selber leidtragend ist (zumindest geht man nach gesundem Menschenverstand davon aus, dass der auch unter meiner Mutter leidet), und er hängt auch sehr an mir; ausserdem ist man als Kind eh emotinoal erstmal per se eng an die eigenen Eltern gebunden, UND, was dazu kommt, bei so einem narzisstischen System geht ja von den ELTERN eine Art symbiotische Bindung aus, oder man kann es auch "das Kind abhängig halten" nennen.


    Man hat ein hohes Ausmaß an Mitgefühl mit dem vermeintlich "netten, selber leidenden Vater, der ja eigentlich immer für einen da war". Abgrenzung gegenüber der Mutter bedeutet jedoch, genau diesen Vater ins Unglück zu stürzen. Seine Illusion einer heilen Familie zu zerstören, ihm das messer in die Brust zu rammen, gar in Kauf zu nehmen dass er vor Streß nicht mehr lange lebt (da herzkrank). All das wird einem von so einer Konstellation aufgebürdet, DAS sind die Gefühle, die das Abgrenzen so unglaublich schwierig machen.


    Das wird natürlich von meiner Mutter knallhart ausgenutzt; Abgrenzung meinerseits wird wortwörtlich mit "wie kannst Du das Deinem armen Vater, der Dich über alles liebt und immer alles für Dich getan hat, nur antun!". Es tut einfach unglaublich weh. Der Vater nun, in völliger Verblödung, leidet tatsächlich, aber ist einfach zu behämmert, die Strukturen zu erkennen (oder erkennen zu wollen). Aber man hängt ja trotzdem an ihm, er hat schon vieles für mich getan, war in der Tat öfters "Retter in der Not", wenn auch eigentlich genaus passiver Mit-Täter im narzisstischen System.


    Hoffe, das ist halbwegs verständlich. Menschen, an die man zwangsläufig eng gebunden waren, die (so formal) immer nett und für eine da waren, muss man unglaublich leiden lassen, ja, ihre ganze Hoffnung und Lebensfreude zerstören, aus purem Selbstschutz, und GENAU DAS wird von einem narzisstischen Miststück wie meiner Mutter auch genau so gewollt. Ein Kampf auf Leben und Tod, er oder Du, Jan, such Dir aus, wer über die Klippe springen soll (mehr oder weniger übrigens auch genauso von ihr ausgesprochen). Und der Vater, lieb, neett, schwach, leidend, aber leider selber völlig bescheuert.. stellt sich auf die Seite der Frau,


    Kann man nachvollziehen, was das für ein gefühlsmäßiger Albtraum ist?

    Also, ich mein, die Frau hat das wirklich, auch wenns unglaublich erscheint, mehr oder weniger offen so gesagt. Jan, entweder Du unterwirfst Dich und tanzt nach meiner Pfeife, oder ich werde Deinen Vater, der Dich immer sooo lieb gehabt hat und alles für Dich getan hat, mittels Streß und seiner Herzkrankheit unter die Erde bringen. Überleg Dir ob Du ihm das antun willst.

    Och Jan.. :°_


    Du tust mir wirklich sehr leid, dass Du da mit 40 noch so tief drin steckst.


    Möchte nicht mehr auf die Inhaltsebene eingehen, da ich - wie Du ja bereits weißt der Meinung bin, dass Du abschliessen solltest.


    Akzeptiere wie sie sind, du wirst nicht mehr das bekommen, was Du Dir von Ihnen so sehr wünschst.


    Je eher Du das verinnerlichst, desto eher kannst Du loslassen und endlich ohne diese Belastung leben. :)_