Danke für eure Antworten! @:)


    Andrusch:

    Zitat

    Mmmhh...weißt Du, was mir schon bei Deinem Eröffnungsbeitrag aufgefallen ist? Du hast die Ansichten Deiner Eltern schon übernommen und machst Dich klein und unbedeutend neben ihnen.

    Sehe ich etwas anders. :-) Ich versuche hier möglichst genau und aufrichtig ein Bild von mir zu geben, das natürlich nur meine Sichtweise spiegelt. Z.B.: Ich erledige Dinge - was ich ja auch im EP geschrieben habe - erst spät, oft auf den letzten Drücker. Das brauche ich, so bin ich eben, das ist auch kein Problem für mich. Das ist ein Punkt der meine Eltern stört und sie meinen, dass ich "nie etwas mache". Ich habe damit eben versucht euch zu erklären, wo deren Meinung evtl. teilweise ihren Ursprung hat, aber dass sie eben nicht wahr ist. Ich wüsste nicht, wie ich das besser tun könnte, aber zu reflektieren und dies aufzuschreiben. Das hat nichts mit klein machen zu tun, ich denke nur, dass ich aufgrunddessen gezieltere Antworten bekomme als mit "Meine Eltern sind scheiße und lügen.", mal überspitzt gesagt. ;-)

    Zitat

    Schon allein, dass Du ausflippst und lauter wirst, wenn sie dich mal wieder klein machen, zeigt, dass Du Dich angegriffen fühlst. Angegriffen kann man sich nur fühlen, wenn man denkt, dass an den Aussagen des Gegenübers was dran ist.

    Nein, mich verärgert es, wenn meine eigenen Eltern, die so oft betonen wie wichtig doch die Familie ist, einen Dreck von mir halten. Und noch mehr verärgert es mich, dass nichts zu denen durchdringt, was ich mache und leiste. Es ist als würde man mit zwei Beschränkten reden, die gebetsmühlenartig eine Platte abspielen, die ein Märchen erzählt. Nur dass es bei dem Märchen um meine Person, um ihre eigenen Tochter, geht. Und die Platte höre ich mir seit Jahren an, seit ich ein Kind bin. Ich glaube nicht mal Ghandi würde bei solchen Eltern ruhig bleiben können.

    Zitat

    letztendlich macht ihn seine Art und Weise nur einsam.

    Das ist wahr. Ist die Frage ob sie jemals aufwachen. Und das meine ich nicht mal nur auf meine Person bezogen.


    -


    Corazon

    Zitat

    Nach 3 Wochen rief dann meine Mutter unter einem fadenscheinigen Vorwand bei mir an,

    So ähnlich war es bei mir auch, mein Vater hat sich nach 3 Wochen gemeldet. Vorher hatten wir drei uns übelst am Telefon gestritten, danach war dann die 3 Wochen Funkstille. Nach dem Telefonat gings mir komischerweise etwas besser, während dem Kontaktabbruch habe ich allerdings nichts vermisst. Zumindest nicht bewusst. Ist ein komisch zu beschreibendes Gefühl.

    Zitat

    Auch die Besuche habe ich massiv eingedämmt,

    Soo oft sehen wir uns sowieso nicht. Wir wohnen gut 80 km auseinander, ich wohne mittlerweile in der Stadt, in der der Rest der Familie väterlicherseits lebt, und meine Eltern eben am anderen Ort, wo sie vor über 20 Jahren hingezogen sind, um mehr Abstand von der Familie zu haben. Wir treffen uns momentan sehr unregelmäßig, alle paar Wochen mal. Allerdings telefonieren wir recht häufig. Früher ca. jeden zweiten Tag, mittlerweile so 1x die Woche, teils weniger.


    -


    devilindusguise

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    Man freut sich auf das, was man sich erhofft.

    Genau.

    Zitat

    Sie WOLLEN dich nicht akzeptieren und deshalb werden sie es auch nicht tun, egal, wie du dich verhältst. Respekt hingegen kannst du erlangen, wenn du deine Grenzen deutlich aufzeigst. Und deutlich heißt eben NICHT unbedingt höflich und nett. Du bist wirklich nicht zur Nettigkeit verpflichtet!!!

    Autsch. Aber wohl wahr. :-|

    Zitat

    Was das Erzählen auf Nachfrage angeht: Man kann auch völlig nichtssagend antworten.

    Das hast du recht, nur sie haken dann immer nach und wenn sie dann nicht auf Infos stoßen, an denen sie sich hochziehen können, werden sie pampig und fangen ihre übliche Platte an. Da kommen dann wieder Themen von Anno Dazumal auf den Tisch und ich bins leid. Ich weiß, dass es an mir liegt, dass ich trotzdem nicht mehr erzählen muss, aber ich bins teilweise so leid. So unendlich leid. Manchmal ist es einfacher Details preiszugeben, woran sie sich hochziehen können, als dass sie wieder X Stories rausholen und sich in Rage reden. Ja, hier wäre es an der Zeit aufzustehen und zu gehen. Habe ich bisher nicht gemacht.


    -


    Chttp://teSauvage:

    Zitat

    Und welche Anhaltspunkte hast du in den letzten Jahrzehnten dafür erlangt, dass diese Hoffnung begründet ist?

    Ich habe in den letzten 10 Monaten, als es drauf angekommen wäre, dass die Familie so toll zusammenhält, wie es meine Eltern (vor allem meinem Vater) immer propagiert haben, erst so richtig die charakterlichen Abgründe der beiden kennengelernt, wenn ich ehrlich bin. Als es krankheitsbedingt bzgl. meiner Großeltern und den Geschwistern meines Vaters nicht mehr nach der Nase meiner Eltern ging, wurde sich zurückgezogen und mit Kontaktabbruch gedroht. Da ist mir erstmalig bewusst geworden, dass die das auch eiskalt mit mir machen würden - was mir keine Angst macht. Aber das Benehmen meiner Eltern bzgl. dieser Geschichte ist mir unangenehm, peinlich, ich schäme mich dafür.

    Zitat

    Ich würde eher die Schiene "Ich bin zufrieden mit meinem Leben, und der Rest geht euch nichts an" fahren.

    Ich BIN zufrieden mit meinem Leben und das merkt man mir auch an. Ich habe einen wunderbaren Freund, wir lieben uns, haben uns etwas aufgebaut: wir haben eine schöne Wohnung, tolle Haustiere und so weiter. Wir planen Hauskauf, Hochzeit und Familie. Ich bin sehr glücklich und zufrieden mit meinem Leben - wünschenswert wäre es, wenn meinen Eltern das mal auffiele, statt alles schlechtzureden, was mit mir zu tun hat.


    -


    Kleio:

    Zitat

    Wie würde das Mittelding aussehen?

    Weiß nicht, Briefe schreiben und zu Weihnachten treffen? ;-D Ach ne, letzteres ist ja zu viel verlangt, da stressig... Ich habe absolut keine Ahnung.

    Zitat

    Zusammenreißen heißt auch etwas auszuhalten, was einen überfordert, wütend macht, an einem nagt - das würde ich nicht tun. Das tut einem nicht gut.

    Da hast du recht! Das Endergebnis ist Wut und ein Faden bei med1, weil man mit seinem latein am Ende ist. *sfz*

    Zitat

    In Bezug worauf bist Du Deiner Meinung nach in ihren Augen eine Versagerin?

    Ich denke in allen Dingen des erwachsenen, alltäglichen Lebens, die mit mehr zu tun haben als dem bloßen einkaufen von Lebensmitteln und Schminke.


    Meine Eltern sind der Meinung, dass ich nicht in der Lage bin Fristen und Termine einzuhalten, sie meinen ich habe keine Ahnung von Behördenkram, ich wäre schludrig und ich könne nicht mit Geld umgehen. Sie haben Angst ich würde in Versandhäusern bestellen und nicht bezahlen. Außerdem wäre ich faul was Haushalt und Co. angeht. Sie meinen ja sogar, dass ich meinen Hund nicht erziehen kann, da er einmal (!) nicht auf mein Kommando gehört hat, aber auf das meines Freundes, als er es widerholt hat. (Sie hatten übrigens noch nie einen, gucken aber gerne den Hundeflüsterer Cesar Millan auf Sixx, daher meinen sie, sie hätten den Durchblick.)


    Im Grunde genommen halten sie mich für einen Menschen, der einen Nagel quer im Hirn hat und sein Leben nicht meistern kann. Einen Großteil davon finde ich schon wieder fast lustig (wenn es mich nicht so ärgern würde), weil ich in einer Kanzlei arbeite, täglich mit wichtigen Terminen und Fristen zu tun habe und bei Rechtssachen und z.T. Behördenkram besser Bescheid weiß, als sie.

    Zitat

    Was könntest Du tun, damit sie Dich sehen, wie Du bist? Wie nehmen sie Dich denn jetzt wahr?

    Wie sie mich wahrnehmen, siehst du oben. Ich glaube viel mehr gibts an dem Bild, das sie von mir haben, nicht zu komplettieren.


    Was ich tun könnte? Ich weiß es nicht. Ich glaube nichts. Ich führe bereits ein anständiges Leben, ich hab auch früher nie Mist gebaut. Doch, ich hab mal die Schule geschwänzt und das haben sie rausbekommen, aber irgendwie glaub ich nicht, dass ich deshalb so viel büßen muss. ;-) Ich habe aus meiner Sicht alles getan, jetzt sind sie am Zug - für mich gibt es nur noch die Dinge, die ich nicht mehr tun werde: zu viel erzählen zum Beispiel.


    -


    Timbatuku:

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    Vielleicht sollte dir mal bei passender Gelegenheit ein Satz in der Art "Habt ihr euch schon mal überlegt in welchem Altersheim ihr später mal leben wollt?" rausrutschen.

    Hab ich schon mehrmals angesprochen, und auch, dass ich sie in das billigste Altenheim stecken werde, das ich finde. Die dürfen sie auch gern ans Bett schnallen und ruhig stellen. Haben sie aber irgendwie als Witz aufgefasst... ;-)


    Ich glaube meine Eltern glauben, dass sie das nicht betreffen wird. Mein Vater schwärmt immer von der guten Behandlung alter Menschen in Thailand. Sollen sie man machen.


    -


    autumn-like, das klingt ja traumhaft bei dir. :-/ Einiges erkenne ich in meinen Eltern wieder. Vor allem auch dieses Verleugnen von Krankheiten bei anderen Leuten. Dieses fiese, böse reden über andere, während es einem selber ja soo schlecht geht. So schlecht gehts keinem anderen. %-|


    Wenn ich in der Schulzeit ne Grippe hatte, und z.B. Dienstag zum Arzt gegangen bin und dieser meinte, ich solle den Rest der Woche zu Hause bleiben, wurde mir nicht mal das gegönnt. So nach dem Motto "Das hätte ich mir früher nicht erlauben können" und dann wurde auch immer die ganze Familie mit reingezogen, grad mein Opa reagiert auf sowas allergisch. Da durfte ich mir immer Vorträge anhören à la "Choupette, das geht so nicht! Man kann nicht immer mit jeder Kleinigkeit zu Hause bleiben, das durften wir uns auch nicht erlauben! Blablabla." >:(

    Zitat

    Es sind nicht die materiellen Dinge, welche zählen.

    Zu der EInsicht werden meine Eltern wohl nie gelangen. Wenn wir uns gestritten haben und sie sich "unter der Gürtellinie bewegt haben", habe ich statt einer Entschuldigung am nächsten Tag Geld bekommen. 20 Euro oder 50 Euro. Jenachdem wie groß das schlechte Gewissen war.


    Ich wünsche dir alles Gute in deinem neuen Leben! @:)

    Zitat

    Ich BIN zufrieden mit meinem Leben und das merkt man mir auch an. Ich habe einen wunderbaren Freund, wir lieben uns, haben uns etwas aufgebaut: wir haben eine schöne Wohnung, tolle Haustiere und so weiter. Wir planen Hauskauf, Hochzeit und Familie. Ich bin sehr glücklich und zufrieden mit meinem Leben

    Weißt du, dass mir genau das durch den Kopf gegangen ist, als ich den Faden zum ersten mal anfing zu lesen? Schön, dass du es selbst thematisierst.


    Ich glaube nämlich, dass das das eigentliche Problem deiner Eltern ist. Sie rackern spießig (als ob leitende Positionen im Einzelhandel knapp unter Kernphysiker und Chirurg rangieren würden :-| ) und die bürgerliche Show scheint ihnen wichtig zu sein. Aber sind sie glücklich? Gerade wenn man sich so etepetete (die Frage nach der Toilette geht ja gar nicht) aufführt, als würde man stets nach Höherem streben, dann ist dieses gesunde Mittelstands-Dasein, wo selbst die größte Anstrengung keine Chance auf Klassenaufstieg bietet, die größte Strafe.


    Du bist glücklich. Das ist umso schlimmer, als dass man es dir anmerkt. Du bist zufrieden im Hier und Jetzt, du fühlst dich in deinem Job wohl und bringst deine Fähigkeiten ein, kannst anpacken und eine gestelzte Wohlstandsfassade mit Hundeflüsterern auf viertklassigen Sendern und wöchentlich poliertem Golf vor der Haustüre lässt dich kalt. Du nimmst dir die Freiheit raus, dir auszusuchen, was dir im Leben wichtig ist. Und sie nehmen es zum Anlass, sich über dich zu erheben, indem sie dich erniedrigen.


    Es muss schon viel passieren, dass man mit Eltern bricht. Ich lese auch aus deinen Beiträgen, dass ja nicht alles schlecht ist. Aber diese Selbstsicherheit und deine Zufriedenheit musst du in die Kommunikation mit deinen Eltern einbringen. Du musst sie nicht zum Teufel jagen oder dich streiten. Lass das einfach an dir abprallen. Zeig ihnen mit knappen, aber ehrlichen Antworten, auf welche Themen du dich nicht einlassen willst. Beende solche Diskussionen und lass dich nicht reizen. Ein knappes "Ja, ja!" im Leck-mich-am-Arsch-Ton und noch bisschen weglächeln, und dann ab zur Tagesordnung mit anderen Dingen. Sie wollen dieses Schlachtfeld und dich in die Defensive bringen. Verweigere dich dem einfach und setze frühe Grenzen. Durchbrich die Muster, die sie dir als Kind schon beigebracht haben. :)^


    Und zieh deinen Freund auf deine Seite - erklär ihm einfach, in welchem Punkt deine Eltern spinnen, und nach solchen Treffen grinst ihr gemeinsam darüber.


    Ich glaube, irgendwann werden sie die Lust verlieren, wenn du souverän auftrittst. Ich habe dich übrigens nach deinen bisherigen Beiträgen sonst hier im Forum für älter als 25 gehalten. Und das ist durchaus als Lob gedacht, denn du liest dich nicht wie gerade erst erwachsen geworden ;-) . Ich glaube daher, du schaffst das, die Grenzen zu setzen, ohne deine Eltern im Streit zu sehr zu verletzen. Nach meiner Erfahrung bekommen die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern eine ganz andere Qualität, wenn die Kinder erwachsen und selbstbestimmt sind. Und zwar zum Besseren. :)z

    Choupette_Finnian

    Zitat

    Nein, mich verärgert es, wenn meine eigenen Eltern, die so oft betonen wie wichtig doch die Familie ist, einen Dreck von mir halten. Und noch mehr verärgert es mich, dass nichts zu denen durchdringt, was ich mache und leiste. Es ist als würde man mit zwei Beschränkten reden, die gebetsmühlenartig eine Platte abspielen, die ein Märchen erzählt. Nur dass es bei dem Märchen um meine Person, um ihre eigenen Tochter, geht. Und die Platte höre ich mir seit Jahren an, seit ich ein Kind bin. Ich glaube nicht mal Ghandi würde bei solchen Eltern ruhig bleiben können.

    Worüber Du Dich ärgerst ist Deine Entscheidung.

    Zitat

    So ähnlich war es bei mir auch, mein Vater hat sich nach 3 Wochen gemeldet. Vorher hatten wir drei uns übelst am Telefon gestritten, danach war dann die 3 Wochen Funkstille. Nach dem Telefonat gings mir komischerweise etwas besser, während dem Kontaktabbruch habe ich allerdings nichts vermisst. Zumindest nicht bewusst. Ist ein komisch zu beschreibendes Gefühl.

    Auch das Streiten kann einer alleine nicht. Auch da könntest Du etwas ändern.

    Zitat

    Das ist wahr. Ist die Frage ob sie jemals aufwachen. Und das meine ich nicht mal nur auf meine Person bezogen.

    Wieso meinst Du, sie müssten aufwachen? Leben sie nicht ihr Leben so, wie sie es schon "immer" getan haben? Ist es nicht das, was sie von Dir verlangen? Ist es nicht genau das, was Du ihnen ankreidest, dass sie Dich nicht so nehmen, wie Du bist?

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    Zitat

    Wie würde das Mittelding aussehen?

    Weiß nicht, Briefe schreiben und zu Weihnachten treffen? Ach ne, letzteres ist ja zu viel verlangt, da stressig... Ich habe absolut keine Ahnung.

    Was wäre denn realistisch?

    Zitat

    Da hast du recht! Das Endergebnis ist Wut und ein Faden bei med1, weil man mit seinem latein am Ende ist. *sfz*

    An Deiner Wut kannst nur Du etwas ändern.

    Zitat

    Im Grunde genommen halten sie mich für einen Menschen, der einen Nagel quer im Hirn hat und sein Leben nicht meistern kann. Einen Großteil davon finde ich schon wieder fast lustig (wenn es mich nicht so ärgern würde), weil ich in einer Kanzlei arbeite, täglich mit wichtigen Terminen und Fristen zu tun habe und bei Rechtssachen und z.T. Behördenkram besser Bescheid weiß, als sie.

    Was spricht dagegen ihnen ihre Meinung zu lassen, sich aber Stück für Stück abzugrenzen?

    Zitat

    Was ich tun könnte? Ich weiß es nicht. Ich glaube nichts. Ich führe bereits ein anständiges Leben, ich hab auch früher nie Mist gebaut. Doch, ich hab mal die Schule geschwänzt und das haben sie rausbekommen, aber irgendwie glaub ich nicht, dass ich deshalb so viel büßen muss. Ich habe aus meiner Sicht alles getan, jetzt sind sie am Zug - für mich gibt es nur noch die Dinge, die ich nicht mehr tun werde: zu viel erzählen zum Beispiel.

    Das gehört sicher mit zum Abnabeln dazu, dass gewisse Dinge nicht mehr mit den Eltern besprochen werden. Trotzdem wirst Du hier und da etwas erzählen und sie werden es dazu nutzen, ihre Ansicht in ihrer gewohnten Weise mitzuteilen. Du könntest also lernen ihre Meinung stehen zu lassen und Dich nicht darüber zu ärgern, anstatt in eine Verteidigungshaltung zu geraten oder gar mit ihnen zu streiten.


    Ich kann mich erinnern, als ich mein Verhalten meinem Vater gegenüber geändert habe, wie unzufrieden es ihn gemacht hat ;-D . Vorher hatte ich mir diesen Schuh immer angezogen, habe angefangen zu argumentieren, wie unrecht er doch hat und dass ich schon nachgedacht hätte und genau das täte, was ich wollte. Keine Chance. Es war selten etwas in seinen Augen richtig, was ich tat. Irgendwann sagte ich ihm: Ist okay, wenn Du das siehst. Ich sehe es anders. Deswegen meine Frage nach dem realistischen Mittelweg. Es wird möglicherweise immer bei dieser Abgrenzung bleiben. Mir war es sehr wichtig, dass ich ihm gegenüber nicht respektlos war und ich war auch ernsthaft an seiner Denkweise interessiert. So konnte ich verstehen, warum er so dachte, wie er dachte. Auch war es klar, welche Themen ich nicht anschneiden würde, weil es da absolut keine Basis gab und so wurde es mit der Zeit auch besser. Klar kam dann hin und wieder Bemerkungen, dass ich doch sowieso tat, was ich wollte, aber mein Verhalten hat durchaus dazu beigetragen, dass er respektierte, wie ich war, wenn es ihm auch nicht gefiel. Er merkte, dass ich nicht aufgehört hatte nach seiner Anerkennung zu betteln. Solange gekontert wird, gibt es kein Gespräch. Ich akzeptierte, dass ich für ihn nicht so war, wie er es sich gewünscht hatte. Er war ja auch nicht so, wenn ich mir hätte einen Vater backen können. ;-) Es musste meinen Eltern ja auch nicht gefallen, was ich tat und ja, ich es gingen auch Dinge aufgrund meiner Entscheidungen schief und natürlich hörte ich das ich-habe-es-ja-gesagt. Aber genau das wollte ich. Ich wollte meine eigenen Fehler machen.


    Meine Mutter hat mit der Zeit ihr Verhalten grundlegend geändert. Das hat aber Jahre gedauert.

    Zitat

    Wenn ich in der Schulzeit ne Grippe hatte, und z.B. Dienstag zum Arzt gegangen bin und dieser meinte, ich solle den Rest der Woche zu Hause bleiben, wurde mir nicht mal das gegönnt. So nach dem Motto "Das hätte ich mir früher nicht erlauben können" und dann wurde auch immer die ganze Familie mit reingezogen, grad mein Opa reagiert auf sowas allergisch. Da durfte ich mir immer Vorträge anhören à la "Choupette, das geht so nicht! Man kann nicht immer mit jeder Kleinigkeit zu Hause bleiben, das durften wir uns auch nicht erlauben! Blablabla."

    Ich weiß ja nicht, wie alt Deine Eltern sind, aber meine sagten das auch immer und das war auch richtig. Sie hatten eine scheißschwierige Kindheit und sie hatten ein verdammt hartes Leben. Sie hatten eine irre Disziplin und konnten es sich z. B. gar nicht erlauben krank zu sein, sonst wäre ihr Job weg gewesen. Ich habe das immer anerkannt und war ihnen auch dankbar. Ich sagte das dann auch, dass ich das wirklich bewundere und es mir leid für sie tut, dass sie so hart haben kämpfen müssen und dass das mit ein Grund ist, warum ich es jetzt besser habe und krank sein kann, wenn ich krank bin.

    Zitat

    Zu der EInsicht werden meine Eltern wohl nie gelangen. Wenn wir uns gestritten haben und sie sich "unter der Gürtellinie bewegt haben", habe ich statt einer Entschuldigung am nächsten Tag Geld bekommen. 20 Euro oder 50 Euro. Jenachdem wie groß das schlechte Gewissen war.

    Warum sollten Deine Eltern zu dieser Einsicht kommen? Sie haben eine andere, wie viele andere auch.


    Du möchtest so gerne, dass Dich Deine Eltern akzeptieren, aber ich habe nicht den Eindruck, dass Du sie akzeptierst. Dasselbe gilt für Respekt. Insofern - es gibt sicher auch für Dich einen Weg, die Frage bleibt allerdings offen, wie Du es Dir konkret vorstellst und ob Deine Vorstellung realistisch ist. Deine Eltern kannst Du nicht ändern, nur Dich. Erwachsene Kinder treffen in ähnlichen Situationen, wie Du in einer bist, die unterschiedlichsten Entscheidungen, die einen brechen den Kontakt ab, andere gehen auf Distanz, etc. etc.

    Zitat

    Manchmal ist es einfacher Details preiszugeben, woran sie sich hochziehen können,

    O ja, wem sagst du das...


    Meine Eltern sind weitaus verträglicher als deine, aber ich kenne auch dieses rastlose Nachbohren (mit dem Ziel, mir Unfähigkeit nachzuweisen). Was mir hilft, ist, bestimmte Themen wirklich weiträumig zu umschiffen. Aber das klappt natürlich nicht immer. Ausweichendes Antworten klappt bei mir sehr oft dann, wenn ich es mit einem sofortigen radikalen Themawechsel verbinde. Aber ein paar Mal habe ich mich auch gezwungen gesehen, direkt zu sagen "darüber will ich nicht reden" oder "ich habe mir das sehr gut überlegt und brauche keine Ratschläge zu diesem Thema". Die Reaktionen darauf waren sehr unangenehm. Ich würde es trotzdem wieder so machen - wenn andere trotzig auf eine notwendige Grenzziehung reagieren, ist es letztlich nicht mein Problem. Aber diese Erkenntnis ist hart errungen und manchmal vergesse ich sie.

    Zitat

    An Deiner Wut kannst nur Du etwas ändern.


    Kleio

    Da habe ich ein anderes Menschenbild. Man kann etwas am Umgang mit seinen Gefühlen ändern. Aber man kann nichts an seinen Gefühlen ändern.

    Comran:

    Zitat

    Ich glaube nämlich, dass das das eigentliche Problem deiner Eltern ist.

    Möglich ist es, aber sie haben sich ja auch mal für dieses Leben entschieden. Okay, damals waren die Arbeitszeiten im Einzelhandel noch nicht so bescheiden, aber trotzdem. So lange müssten sie nicht arbeiten wie sie es tun, und außerdem haben sie in der Woch enoch einen freien Tag - auch wenn der für sie nicht zählt, denn ich bekomm immer gesagt, dass ich ja am Wochenende zwei Tage frei hätte und mein Leben dadurch viiiel leichter ist. Der freie Tag, den sie in der Woche haben, der zählt für sie ja nicht. ;-)

    Zitat

    Du nimmst dir die Freiheit raus, dir auszusuchen, was dir im Leben wichtig ist. Und sie nehmen es zum Anlass, sich über dich zu erheben, indem sie dich erniedrigen.

    Hm, ja, könnte gut was dran sein. Wobei sie in einigen Punkten auch die Wahl hätten, aber manchmal glaube ich, dass sie so richtig gern in ihrem "Elend" baden. Als wäre es schöner sich über 12-Stunden-Schichten zu beklagen, als einfach mal die Mittagspause zu nutzen und die ihnen zustehende Stunde früher nach Hause gehen/ später kommen...

    Zitat

    Und zieh deinen Freund auf deine Seite

    Das ist er. Momentan grinsen wir aber nicht, sondern schütteln gleichmäßig mit dem Kopf. Ich glaube, er teilweise fassungsloser als ich. ]:D

    Zitat

    Ich habe dich übrigens nach deinen bisherigen Beiträgen sonst hier im Forum für älter als 25 gehalten. Und das ist durchaus als Lob gedacht, denn du liest dich nicht wie gerade erst erwachsen geworden

    Danke. @:)


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    Kleio:

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    Leben sie nicht ihr Leben so, wie sie es schon "immer" getan haben? (...) Ist es nicht genau das, was Du ihnen ankreidest, dass sie Dich nicht so nehmen, wie Du bist?

    Sicher. Aber hat man nicht immer irgendwelche eigenen Idealvorstellungen für manche Leute in seinem Leben? Der einen Freundin wünscht man Mann und Kinder, den eigenen Eltern einen schönen Lebensabend, keinen einsamen und mit Groll gefüllten. Der wichtige Unterschied liegt aber darin, auch wenn das nur meine Vorstellungen sind und derjenige das gar nicht (so) will, dass ich es mir wünsche, und nicht, dass ich es ihnen aufs Brot schmiere. Immer wieder und auf eine ätzende Art. Ich will ihnen nicht aufdrängen, dass sie ihr Leben anders leben, sondern ich wünsche ihnen zumindest ein paar Kontakte und ein Hobby. Etwas, das den anderen vielleicht sogar auffängt, wenn der andere nicht mehr ist. Aber das behalte ich für mich.

    Zitat

    Du möchtest so gerne, dass Dich Deine Eltern akzeptieren, aber ich habe nicht den Eindruck, dass Du sie akzeptierst.

    Das ist wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei. Was war zuerst da? Meine Eltern mit ihrer Art meine Lebensart abzuwerten oder meine Intoleranz gegenüber ihrer Art? Ich denke das war ein schleichender Prozess und das Ergebnis davon haben wir jetzt. Ich akzeptiere meine Eltern in den Punkten, die ihre (Un-)Art mir gegenüber nicht betreffen. Mein Ärgernis fängt dort an, wo sie mit ihrer negativen Art in mein Leben dringen.

    Zitat

    Es musste meinen Eltern ja auch nicht gefallen, was ich tat und ja, ich es gingen auch Dinge aufgrund meiner Entscheidungen schief und natürlich hörte ich das ich-habe-es-ja-gesagt. Aber genau das wollte ich.

    Den dummen Spruch will ich nicht, aber die eigenen Erfahrungen natürlich. Und ja, auch das auf-die-Nase-fallen gehört für mich dazu. Ich kann ja nicht alles richtig machen, davon kann niemand ausgehen. Nur in der Regel mache ich Fehler nur einmal, dann sitzen aber auch die Erfahrungen irgendwo tief in den Hirnwindungen! Ich kann mich ja schlecht auf die Erfahrungen meiner Eltern und irgendwelcher schlechten Soaps verlassen...


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    devil:

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    Aber diese Erkenntnis ist hart errungen und manchmal vergesse ich sie.

    Glaub ich gern! ":/ Aber hinterher ist man doch irgendwie stolz. Ich wandere oft in die Extreme, wenn jemand übergriffig wird: Entweder ich sage nichts, oder ich sage sehr direkt, was ich denke (damit meine ich natürlich keine Beleidigungen, geflucht wird zu Hause ;-D ). Einen diplomatischen Mittelweg zu finden ist mein Ziel und ich freue mich, wenn es mir gelungen ist, freundlich-bestimmt ein Thema zu beenden, das mir zu weit geht. Die meisten Erfahrungen habe ich da mit den Kolleginnen gemacht, witzigerweise vor allem mit der, die mich an meine Mutter erinnert. Wobei mir die Ähnlichkeit zu meienr Mutter erst später aufgefallen ist, mir war sie recht schnell unsympathisch und übergriffig.


    -


    mond+sterne, da geb ich dir Recht! Ich wüsste nicht, wie ich meine Gefühle ändern sollte, Wut und ähnliche Gefühle kann man kanalisieren und umleiten, vertagen, verschieben. Aber ein Nicht-Empfinden zu erreichen geht schlecht. Und will ich ja auch gar nicht, das würde aufs unterdrücken herauslaufen und um u.a. das zu ändern, existiert ja dieser Faden. :-)

    Hast Du Dich mal "professionell", also (z.B. mithilfe eines Psychologen) auf pathologisierende Art und Weise mit den Familienstrukturen beschäftigt? Das klingt nämlich, überflogenerweise, nach genau demselben narzisstischen Mist wie bei mir.

    Nein, das habe ich aber auch nicht vor. Nicht, dass ich etwas gegen Psychologen hätte oder gegen Menschen in Behandlung, aber da sehe ich bei mir keinen Handlungsbedarf und solange das so ist, nutze ich meine freie Zeit lieber anders. :-)

    Naja, Du zerbrichst Dir ja schon den Kopf über das Thema. Ich finde eine umfassende, "professionelle" Erkenntnis relativ hilfreich. Kann das Gegrübel eventuell abkürzen und davor schützen, in weitere Psycho-Fallen der Eltern zu tappen.

    Was bringt mir eine "professionelle Erkenntnis" denn? Ich bin die Person, die das umsetzen muss, was ich mir vornehme. Dass da ein Psychologe nebensitzt und Händchen hält, darauf kann ich verzichten - ohne das böse zu meinen. :-)

    Choupette_Finnian

    Zitat

    Sicher. Aber hat man nicht immer irgendwelche eigenen Idealvorstellungen für manche Leute in seinem Leben?

    Nein, hat "man" nicht. ;-) Die Frage ist doch, worum es Dir geht.


    Aber nein, es ist durchaus möglich, sich von irgendwelchen Idealvostellungen zu lösen und Menschen so anzunehmen, wie sie sind. Vor allem, wenn ich merke, dass ich mich durch eine Idealvorstellung in die Irre führe und mir schade.

    Zitat

    Der einen Freundin wünscht man Mann und Kinder, den eigenen Eltern einen schönen Lebensabend, keinen einsamen und mit Groll gefüllten. Der wichtige Unterschied liegt aber darin, auch wenn das nur meine Vorstellungen sind und derjenige das gar nicht (so) will, dass ich es mir wünsche, und nicht, dass ich es ihnen aufs Brot schmiere. Immer wieder und auf eine ätzende Art. Ich will ihnen nicht aufdrängen, dass sie ihr Leben anders leben, sondern ich wünsche ihnen zumindest ein paar Kontakte und ein Hobby. Etwas, das den anderen vielleicht sogar auffängt, wenn der andere nicht mehr ist. Aber das behalte ich für mich.

    Ich hatte Dich so verstanden, dass Du es nicht für Dich behalten hast. Ich meine, immer und immer wieder dasselbe zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten, ist kontraproduktiv. Andere kannst Du nicht ändern, nur Dich selbst.

    Zitat

    Das ist wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei. Was war zuerst da? Meine Eltern mit ihrer Art meine Lebensart abzuwerten oder meine Intoleranz gegenüber ihrer Art? Ich denke das war ein schleichender Prozess und das Ergebnis davon haben wir jetzt. Ich akzeptiere meine Eltern in den Punkten, die ihre (Un-)Art mir gegenüber nicht betreffen. Mein Ärgernis fängt dort an, wo sie mit ihrer negativen Art in mein Leben dringen.

    Ja, ich habe verstanden, dass Du Deine Eltern für Dein Verhalten verantwortlich machst. Die Frage ist nur, ob Du dieses Abhängigkeitsverhalten behälst oder es ablegst.

    Zitat

    Ich wüsste nicht, wie ich meine Gefühle ändern sollte, Wut und ähnliche Gefühle kann man kanalisieren und umleiten, vertagen, verschieben. Aber ein Nicht-Empfinden zu erreichen geht schlecht. Und will ich ja auch gar nicht, das würde aufs unterdrücken herauslaufen und um u.a. das zu ändern, existiert ja dieser Faden.

    Ganz und gar nicht. Es geht nicht um ein nicht empfinden, sondern sich über Dinge nicht zu ärgern bzw. über sie wütend zu sein, die Du sowieso nicht ändern kannst. Da gibt es doch genug Fäden, die nur darum eröffnet werden, um sich darüber zu echauffieren, was andere nicht alles tun oder nicht tun. Selbstverständlich kann jeder seine Einstellung ändern, sofern er das will.


    Deine Fragen sind doch diese:


    Aber: Macht man das? Bricht man einfach so mit den Eltern? Gibt es kein Mittelding? Soll ich mich zusammenreißen? Bringt das überhaupt etwas, wenn doch meine eigenen Eltern mich für einen Versager halten?


    Geht es Dir noch darum und wenn ja, wo stehst Du im Moment? Kontaktabbruch, weiterstreiten, Dich zurückziehen, Dich weiter ärgern, .... ?

    Naja, man stochert als Laie, ohne professoinelle Begleitung, da teilweise endlos im Nebel, versteht nur die Hälfte, macht sich die falschen Schlussfolgerungen, versteht nicht wirklich was "der Pudels Kern" der Probleme ist etc.. da ist sowas schon hilfreich.


    Es gibt einen Unterschied zwischen der Sichtweise "die Eltern sind normale Menschen, die sich auf bestimmte Art blöd verhalten" und "die Eltern sind kranke Menschen, deren Krankheit den klaren Namen XY hat, und woraus sich knallhart bestimmte Konsequenzen ergeben". und dieses erkennen der Krankheit ist schon hilfreich, um den eigenen Standpunkt und das weitere Verhalten klarer zu erkennen oder festzulegen.

    Zitat

    Nein, hat "man" nicht.

    Find ich schon. Der Homophobe hätte gern einen weniger schwulen Sohn, der urdeutsche Vater gern eine Tochter, die nicht zum Islam konvertiert usw. ;-)

    Zitat

    sich von irgendwelchen Idealvostellungen zu lösen und Menschen so anzunehmen, wie sie sind.

    Das schließt sich mMn nicht zwangsläufig aus. Du vermischt hier außerdem zwei Themen. Du projizierst gerade meine Vorstellungen auf das Leben meiner Eltern, verlierst aber irgendwie aus den Augen, dass es nicht darum geht, wie ich meine Eltern im Ganzen gern hätte (zumal ich dazu nicht einmal konkrete Vorstellungen habe, ich wünsche ihnen nur nicht einsam und unglücklich zu sterben), sondern schlichtweg darum, wie ich mich von ihrer unberechtigten und teils äußerst fiesen Kritik lösen kann - wenn ein ändern ihrer Ansichten zu mir schon nicht drin ist. Letzteres ist schade, aber das nehme ich so hin.

    Zitat

    Es geht nicht um ein nicht empfinden, sondern sich über Dinge nicht zu ärgern bzw. über sie wütend zu sein, die Du sowieso nicht ändern kannst.

    Hakuna Matata - Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist. ;-D


    Für mich teils schwer machbar.

    Zitat

    Geht es Dir noch darum und wenn ja, wo stehst Du im Moment? Kontaktabbruch, weiterstreiten, Dich zurückziehen, Dich weiter ärgern, .... ?

    Ich weiß nicht, wo ich stehe. Der Faden ist zwei Tage alt, wer kann in der Zeit seine Einstellung ändern und Gewohnheiten aus 25 Jahren ablegen? ;-)


    Natürlich waren hier viele tolle Antworten und Tipps dabei und ich werde sicher einiges umsetzen und mir nochmal durch den Kopf gehen lassen, aber das braucht Zeit und Übung am lebenden Objekt.


    Ich kann die Frage, wie viel Kontakt ich will auch nicht pauschal beantworten. Das schwankt. Und es kommt darauf an, wie sie auf meine Abgrenzungen reagieren werden.

    Natürlich, aber das tun die ja nunmal nicht. Nur wir können mit dem Ist-Zustand irgendwie versuchen umzugehen.


    Für mich war es z.B. sehr lange Zeit sehr schmerzhaft und vor allem diffus, unklar. Schwierig, zu erkennen, was genau der Punkt ist, der da nun eigentlich weh tut (und entsprechend Strategien zu entwickeln). Ohne die Beratung von Fachleuten (die überwiegend NICHT im Rahmen einer Therapie sondern eher eines lockeren Austauschs erfolgt ist - kann sogar hier im Forum sein) wäre ich da viel weniger weit.


    Ich hab den Faden ja nur ausschnittsweise gelesen aber für mich liest es sich so, als wärst Du noch eher am Anfang der Erkenntniskette. Ich mag mich natürlich irren. Leidest Du überhaupt darunter?