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    Eigentlich wollte ich dir den Rat geben, dass du dich in solche Äußerungen deiner Mutter nicht reinsteigern sollst. Sie wird noch so reden, wenn du 40 bist. Das ändert sich nie. Aber (...)

    Das hatte ich mir auch gedacht, als ich den Beitrag las. Und ich hab mir den Rat deswegen verkniffen, weil der Beitrag zeigt, dass die TE immer noch in dieser Endlosschleife ist und ich keine Idee hab, wie man sie da rausholen könnte. Mit sachlichen Argumenten klappt sowas irgendwie nicht, aber mit mit der Wiederholung von solchen Ratschläge leider auch nicht :-/


    Choupette, ich als Außenstehende finde das Gequatsche von deiner Mutter zum Thema Eifersucht echt zum Lachen (wahrscheinlich hätte ich bei ihrem Statement auch losgelacht). Und nach dem was du über deine Mutter erzählt hast, ist das für mich kein "Knaller", da es mich überhaupt nicht wundert, passt doch prima ins Bild. Same procedure, sonst gar nichts.

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    und ich habe aus Spaß gesagt, dass sie meinen Freund nicht angrabbeln soll.

    Ja, und wenn du den Kontakt zu deiner Mutter nicht abbrechen kannst/ willst, dann würde ich an deiner Stelle einen rein formalen Kontakt aufrechterhalten und zB keinen "Spaß" mit deiner Mutter machen (wie man es sonst mit Menschen macht mit denen man sich gut versteht und auf einer Wellenlänge liegt). Ist doch klar dass das in die Hose geht.

    Ich habe auch länger gebraucht, die Äußerungen meiner Mutter nicht mehr so bierernst zu nehmen. Aber das ist wirklich die Lösung. :)z Das Verhältnis hat sich dadurch sogar gebessert, ich habe sie so auch mehr akzeptiert wie sie ist. Die Erwartungshaltung hat sich drastisch reduziert, denn sogar als Erwachsene hatte ich noch die Haltung, dass sie als Mutter doch ein anderes und lieberes Verhalten an den Tag legen sollte. Hat sie aber nicht. Und als ich das endlich mal gefressen hatte und sie mehr als Person, denn als Mutter gesehen habe, war es automatisch weniger schlimm, wenn sie sich im Ton vergriff oder mich sonstwie nervte. Sie war nun mal so. Dann wurde deutlich, dass sie langsam dement wurde, was natürlich diesen Prozess der inneren Abnabelung noch verstärkte. Deswegen schreibe ich auch "war", mittlerweile könnte nichts aber auch rein gar nichts was sie sagt, mich irgendwie treffen. Manchmal muss ich auch darüber lächeln, was mich früher auf die Palme gebracht hat.


    Inzwischen habe ich selber erwachsene Kinder und ein gutes Verhältnis zu ihnen. Ich hoffe nur, sie nehmen mich auch nicht bierernst, wenn ich mal was von mir geben, was ihnen nicht so passt..

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    Ich habe auch länger gebraucht, die Äußerungen meiner Mutter nicht mehr so bierernst zu nehmen. Aber das ist wirklich die Lösung.

    Geht das? Ich meine, klar, über einige Sachen, die mich tierisch aufregen, hätte ich hinwegsehen können. Vielleicht sogar lachen. Tue ich ja auch - im Nachhinein. Aber manche Sachen sind SO verletzend, so persönlich, dass man es gar nicht mit Distanz betrachten KANN - denn ein anderer Mensch als ein Familienmitglied hätte so etwas nie gesagt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Fremder oder auch ein Freund (dann wäre er auch kein Freund mehr) zu mir sagt, dass mein verstorbener Vater aus irgendeinem Grund sehr enttäuscht von mir wäre. Das ist ja eben das Problem, dass Mütter genau wissen, wo sie einen treffen können, und Grenzen überschreiten, die kein anderer jemals überschreiten würde.


    Es geht ja nicht um "nerven". Genervt sind wahrscheinlich 80% aller 20-40jährigen Kinder von ihren Eltern. Es geht um permanente Grenzüberschreitung, Respektlosigkeit, emotionellen Missbrauch.

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    Das hatte ich mir auch gedacht, als ich den Beitrag las. Und ich hab mir den Rat deswegen verkniffen, weil der Beitrag zeigt, dass die TE immer noch in dieser Endlosschleife ist und ich keine Idee hab, wie man sie da rausholen könnte.

    Ich glaube, das braucht Zeit.. mit 25 war ich auch nicht so weit. Es hilft auch, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Ich habe in meinem Bekanntenkreis ein paar Leute, die auch extreme Probleme mit ihren Eltern haben. Man muss sich irgendwann selbst darüber klarwerden, dass Eltern nicht per se ein Recht darauf haben, geliebt zu werden. Man hat sich seine Eltern nicht ausgesucht, und ein Blick in die Boulevardpresse zeigt deutlich, dass gar nicht mal wenige Eltern ihre persönlichen Probleme an ihren Kindern auslassen. Ich habe meinen Frieden damit gemacht, dass meine Mutter nicht für mich da ist, auch wenn sie das wahrscheinlich behaupten würde und es auch so empfindet. Aber ich habe es nie so empfunden, und das ist doch der springende Punkt. Ich bin ihr nichts schuldig.

    @ autumn-like:

    Die Tobsuchtsanfälle Deiner Mutter hören sich echt schrecklich an. Mir ist sowas gar nicht mehr präsent, dabei war es ja bis zu meinem 18. Lebensjahr Alltag. Erst danach hat meine Mutter - so ziemlich von einem Tag auf den anderen - ihre Aggressionen im Zaum gehalten.

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    Du musst dir angewöhnen auf ihre Unterstellungen, wie z.B. das du nach ihrem Tod ihre Sachen nicht durchsiehst, gar nicht zu reagieren. Lass dich nicht provozieren und vor allem streiche diese Äußerungen aus deinem Gedächtnis.

    Aber wie? Wie kann man sich durch so etwas nicht provozieren lassen? Natürlich ist es absurd - sie erpresst mich ja, sagt, wenn ich nicht vorbeikomme, dann wirft sie bestimmte Sachen weg etc. - aber ich habe null Energie, mal eben für 300 Euro nach Deutschland zu fliegen und Bücher, die ich später mal haben möchte, mit Klebepunkten zu markieren (sic!)...

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    Frag dich nicht, warum sie so ist dir gegenüber.

    Das tue ich gar nicht... ich versuche nur, irgendwie damit umzugehen, ohne dass ein kompletter Kontaktabbruch notwendig wird.

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    Ich bin auch krank, aber trotz allem verhält sich meine Mutter so. Aber weißt du was? Das ist mir egal, ich brauche sie nicht. Da war sie nie für mich.

    Das ist schlimm, oder? Ich habe gestern gedacht, falls ich wieder gesund werde, dann könnte ich auch mit meiner Mutter irgendwie umgehen, ihr vielleicht sogar verzeihen - klar werden wir nie zu einem liebevollen Miteinander finden.


    Dir auch ein schönes Wochenende!

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    Es geht um permanente Grenzüberschreitung, Respektlosigkeit, emotionellen Missbrauch.

    Ja, das kenne ich genauso. Ich sage ja, ich habs länger nicht geschafft, aber letzten Endes war es dann soo einfach.

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    Aber manche Sachen sind SO verletzend, so persönlich, dass man es gar nicht mit Distanz betrachten KANN - denn ein anderer Mensch als ein Familienmitglied hätte so etwas nie gesagt.

    Das, WAS sie sagt, wird in dem Moment unwichtig, wenn du sie nicht mehr wichtig nimmst. Dann ist es eben nicht mehr verletzend, sondern allenfalls noch nervig. Ich bin selbst Mutter und fände es schlimm, wenn ich ihnen gar nicht mehr wichtig wäre, aber das ist eben das Ergebnis seines Verhaltens.

    Ich verstehe nach wie vor nicht, wieso es bei

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    permanente Grenzüberschreitung, Respektlosigkeit, emotionellen Missbrauch.

    irgendwas anderes geben sollte als kompletten Kontaktabbruch. Wieso sollte ich mich mit irgendwelchen psychologischen Tricks abplagen, um irgendwelche Worte nicht mehr ernst zu nehmen? Das einfachste ist doch, sich diese Worte nicht mehr anzuhören?! (Es sei denn man ist 16 und hat seine Ausbildung noch nicht fertig, dann ist so eine Strategie sicher besser als auszuziehen und irgendeinen Job anzufangen)

    Das ging gar nicht und ich wollte das auch nicht. Allerdings habe ich mich schon ziemlich distanziert. Nur gehören zum Kontaktabbruch zwei und das wiederum wollte ich meiner Mutter auch nicht antun. Sie kam auch oft vorbei, wenn ich bei meinen Schwiegereltern war, dann hätte ich da den Kontakt auch abbrechen müssen, war überhaupt nicht in Frage kam. Kinder waren auch noch beteiligt.

    Ich finde diese ganzen Hinweise in die Richtung, man solle das nicht ernst nehmen, sie hätten das nicht verdient, sie sind bescheuert (was ja zweifellos der Fall ist), man soll abgrenzen usw usf nicht so richtig hilfreich. Ich meine, das ist uns allen vom Verstand her doch sowieso klar. Natürlich behandeln die uns scheisse, respektlos, narzisstisch, hochgradig egozentrisch und missbräuchlich und haben uns ganz nebenbei vermutlich allen psychisch damit einen erheblichen Knacks zugefügt. Keine Frage. Das ist Mist, wir sollten uns das nicht gefallen lassen, abgrenzen usw usf.


    Aber das wissen wir alle. Trotzdem fällt es offenbar fast allen schwer, es gibt Fäden wie diese, leidvolle Geschichten, kaum jemand bekommt das Abgrenzen wirklich in.


    Dann stellt sich die Frage: Woran liegt das? Und ich denke, das ist das eigentliche Problem. Was ist es, was das Problem aufrecht erhält?


    Ich kann da natürlich nur für mich sprechen und die Leute, mit denen ich das direkt diskutiert habe, aber da zeigt sich durchaus ein durchgehedes Muster. Ich denke, wir sind da alle gefangen in einer emotional sehr zwiespältigen, schwierigen Lage. Es "sind ja immer noch unsere Eltern", jeder wird sich vermutlich auch an liebevolle, schöne Moment erinnern, und die Bindung an die Eltern ist sowieso ganz natürlicherweise ziemlich eng. Dazu kommt, dass narzisstische Eltern zu ihren Kindern sehr enge, symbiotische Bindungen aufbauen, oder, einfacher ausgedrückt, Kinder in die Abhängigkeit drücken und in dieser halten. Ihnen gar nicht gestatten, sich zu lösen.


    Und da nähert man sich dann dem Problem. Was ist es an Gefühlen in uns, was hochkommt, wenn wir selber eine Grenze ziehen wollen, und uns dann verunsichert, davon abhält, immer wieder weich werden lässt?


    Das Muster ist ja "die Kinder sind für ihre Eltern verantwortlich". Die Rolle des Kindes in dem Gefüge ist es, den Eltern Freude zu bereiten. Das haben wir von klein auf gelernt, und es fällt uns schwer, uns daraus zu lösen. Was mich betrifft, ist das Gefühl eindeutig Schuld, schlechtes Gewissen, mies. Deine armen Eltern. Nun geht es ihnen so schlecht (wenn Du abgrenzt und Dich nicht weiter ausnutzen lässt). Wie kannst Du ihnen das nur antun. Das belastet ganz schön.


    Dazu kommt die pure Unerfreulichkeit der ganzen Sache. Die eigene Famiie (was die Eltern angeht) ist unwiderruflich zerrütet, kaputt. Man hat keine (positiv zugewandten) Eltern mehr. Das finde ich auch belastend. Es ist so ein Sumpf, so ein Bad in Depressivität und Abgrund. Liegt wie ein dunkler Schatten über allem.


    Diese Dinge sind es, die vermutlich schwerer wiegen und tiefer gehen als mancher, der gerade erst dabei ist, diese Dinge alle zu erkennen, zur Zeit realisiert hat. Und hier sollte man auch therapeutisch ansetzen. Solche Eltern zu haben dürfte ein großes Problem sein, fürs ganze Leben. Mir wird jetzt, mit 40, erst klar, wie groß, allumfassend und mistig das alles ist.

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    Das ging gar nicht und ich wollte das auch nicht. Allerdings habe ich mich schon ziemlich distanziert. Nur gehören zum Kontaktabbruch zwei und das wiederum wollte ich meiner Mutter auch nicht antun. Sie kam auch oft vorbei, wenn ich bei meinen Schwiegereltern war, dann hätte ich da den Kontakt auch abbrechen müssen, war überhaupt nicht in Frage kam. Kinder waren auch noch beteiligt.

    Vielleicht lässt sich deine Mutter mit der der TE und anderen hier nicht vergleichen, aber für mich kommt bei sowas

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    permanente Grenzüberschreitung, Respektlosigkeit, emotionellen Missbrauch

    nach wie vor nur Kontaktabbruch in Frage.


    Wieso ging das nicht? Klar gehören dazu zwei, zur Grenzüberschreitung und zum emotionalen Missbrauch gehören ja auch zwei. Und wenn mir jemand sowas antut überlege ich wirklich nicht mehr, was ich mit meinen Selbstschutzmaßnahmen dem antue, der meine Grenzen überschreitet, mich respektlos behandelt, usw. Das mit den Schwiegereltern ist ein Problem, da muss man halt abwägen, was einem wie wichtig ist. Notfalls würde ich mich mit den Schwiegereltern woanders treffen oder die eben zu mir einladen. Ansonsten würde ich mich dort nicht wohlfühlen, wenn meine Mutter dort jederzeit auftauchen kann. In meiner Familie gab es auch solche Kontaktabbrüche, und da waren auch Kinder beteiligt - wir. Uns wurde das erklärt, und wir haben das verstanden. Wir wollten nicht, dass unsere Eltern Kontakt haben mit Menschen, die sie aus gutem Grund nicht sehen wollen, und auch wir wollten keinen Kontakt mit solchen Menschen.

    @ Jan74:

    Danke für Deinen Beitrag, Du sprichst mir aus der Seele.

    @ Chttp://teSauvage:

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    Ich verstehe nach wie vor nicht, wieso es bei

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    permanente Grenzüberschreitung, Respektlosigkeit, emotionellen Missbrauch.

    irgendwas anderes geben sollte als kompletten Kontaktabbruch.

    Ich weiss nicht, ob Du Dich hier auf Choupette oder mich oder uns beide beziehst, aber ich habe hier ziemlich ausführlich niedergeschrieben, warum ein Kontaktabbruch für mich momentan keine gute Lösung ist. Es würde mir auch keine Genugtuung verschaffen oder so. Meine Ruhe habe ich ja weitestgehend, ich sehe meine Mutter vielleicht 2-3 Tage pro Jahr, telefonieren tun wir seltener als einmal im Monat. Ich weiss nicht, ob ich wirklich erleichtert wäre. Das bin ich vermutlich erst nach ihrem Tod, so bitter es ist.

    @ julejule

    Ich hatte das tatsächlich allgemein gemeint, mir nun aber nochmal deine Gründe durchgelesen.


    Gründe wie Mitleid, Verantwortungsgefühl, Bewertung durch die Gesellschaft, schöne Kindheitserinnerungen sind genau das was ich gemeint hatte. Dass man dafür bzw deswegen einen quälenden Kontakt aufrecht erhält versteh ich nicht.


    Was anderes sind "Selbstschutzgründe", also dass es einen mehr Energie kosten würde den Kontakt abzubrechen als ihn sehr lückig und formal aufrechtzuerhalten, auch finanzielle Existenzängste, und dass du die Chance behalten willst bestimmte Dinge von deinem Vater doch noch zu bekommen. Da muss man halt abwägen, aber das hast du ja getan.

    Für mich war ein kompletter Abbruch aus verschiedenen Gründen keine Option. Ich habe das nicht ernsthaft in Erwägung gezogen. Aber reduziert war der Konakt schon. Glücklicherweise geriet meine Mutter dann in eine Situation, die sie von mir ablenkte, was schon sehr erleichternd war. Dazu kam ja dann, dass mein Verhältnis zu ihr auch besser wurde, als ich aufgehört hatte, sie als "Mutter" zu empfinden.

    @ CoteSauvage

    Ich glaub, ganz so einfach ist das nicht.


    Die Unfähigkeit, mit gutem Gefühl den Kontakt abzubrechen, ist "des Pudels Kern", der kranke Kern; das einzig richtige ist, genau hier anzusetzen. Das von Dir beschriebene Abwägen ist eigentlich nur ein verbleiben in kranken Strukturen. Ich hab das leider auch erst viel zu spät erkannt. Sicherlich haben mir Psychologen, Freunde und Texte im Internet das Verhalten meiner Eltern und die Struktur erklärt. Aber WARUM fühlt es sich dann so mies an, "nein" zu sagen? Das hat mir kaum einer erkärt. Dabei ist es das, was das Problem ist. Für nicht-Betroffene ist das vermutlich arg schwer nachvollziehbar.


    Das, was in einem abläuft, ist, in Reinform, "wenn ich etwas mache, damit es mir besser geht, was als Notwendigkeit beinhaltet, dass ich einem anderen Menschen Grenzen ziehe, seine Erwartungen nicht erfülle, ihn enttäusche; sprich, also 'gesunden Egoismus' an den Tag lege, mit der Folge, dass es meinen Bedürfnissen zugute kommt, aber anderen Leuten 'Schaden' zufügt, ist das schlecht, verwerflich, mies, egoistisch, falsch. So darf ich nicht handeln'.


    Diese Fehlprogrammierung beeiträchtigt einen nicht nur in Bezug auf die Eltern, sondern rundum überall im Leben. Führt dazu, dass man auch in Beziehungen zu Unterwürfigkeit neigt und im Beruf ein prädestinierter Burnout-Kandidat wird. Von daher ist genau das Arbeiten an diesem Punkt elementar wichtig.

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    Ich glaub, ganz so einfach ist das nicht.

    Hab ich doch nicht behauptet.

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    Das von Dir beschriebene Abwägen ist eigentlich nur ein verbleiben in kranken Strukturen.

    Das waren JuleJules Gründe, nicht meine ;-) Und die fand selbst ich (die ich bei dem Thema ziemlich hart drauf bin) nun nicht so abwegig, dass ich sie gleich wegwischen würde.

    Ich hab halt jahrelang diese "Eiertanz", Diplomatie, links-rein-rechts-raus, versucht.. Fazit: Es geht nicht. Es werden keine Grenzen respektiert. Es kommt irgendwann mal der Punkt, wo irgendeine Beleidigung ausgesprochen oder irgendeine Forderung gestellt wird, die nicht erfüllt werden KANN (oder nicht hingekommen). Spätestens dann eskaliert es.


    Offene, aufrichtige Ansagen werden nicht akzeptiert. Man muss sich permanent verbiegen, Notlügen erfinden.


    In meinem Fall waren es z.B. Situationen, wo Wünsche geäußert wurden (und sei es nur sowas banales wie "komm doch mal zum Kaffee"), die ich nicht erfüllen konnte wegen Panikattacken. Die Panikattacken wurden aber wiederum auch nicht akzeptiert sondern mir vorgeworfen (selber schuld, schwach weich neurotisch etc). Irgendwann kommt der Punkt wo man um ein klares "nein" nicht mehr drumrum kommt und auch keine Notlüge mehr hilft (und man davon abgesehen auch irgendwann auf das ständige Verbiegen keine Lust mehr hat). Dann knallt es, sofort.