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    Naja ich sage meine Kindern auch klipp und klar meine Meinung und gebe auch mal unbequeme ungewollte Ratschläge. Wer sollte es denn sonst tun, wenn nicht die engsten Angehörigen?

    Das hast du vermutlich nicht so gemeint bzw das Verhältnis zu deinen Kindern ist sicher ein anderes als deines zu deiner Mutter, aber da hab ich mir das gleiche gedacht wie Monika: Meine Mutter gibt mir definitiv keine ungewollten Ratschläge. Die hat sie von ihrer Mutter bekommen, und das hat das Verhältnis der beiden nachhaltig geschädigt.

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    Das hast du vermutlich nicht so gemeint bzw das Verhältnis zu deinen Kindern ist sicher ein anderes als deines zu deiner Mutter

    Ja ist es.


    Ratschlag ist nicht gleich Ratschlag. Unsere Kinder kennen es, dass wir kein Blatt vor den Mund nehmen.


    Unsere Große kennt uns seit über 30 Jahren und weiß, wie sie Bemerkungen zu bewerten hat. Wenn ich der Meinung bin, dass ihre Kleidung total sch... aussieht, dann sage ich das. Und wenn meine andere Tochter mal wieder in einem Saustall wohnt und zudem bergeweise Wäsche trocknet, kann sie das zwar tun, ich schildere ihr aber trotzdem, welchen Eindruck die Wohnung macht und weise auf die Schimmelgefahr hin.


    Ich habe meinen Kindern aber nie gesagt, was ich von ihren Freunden/ Freundinnen halte, außer sie haben mich ausdrücklich um ihre Meinung gebeten und auch dann bin ich wage geblieben.


    Ich bin schon der Meinung, dass man gewisse Beobachtungen gegenüber den eigenen Kindern und gegenüber den eigenen Eltern ungefragt äußern darf.


    Der Grat zwischen normalem Miteinander und Bevormundung ist sicher gering. Aber bisher sind wir mit dieser Offenheit ganz gut gefahren.

    Ich hätte da noch eine passende Schwester im Angebot - der Spruch hätte auch original von meiner Mutter sein können.


    Und komischerweise auch immer nur bei negativen Sachen, Komplimente gab es gar nicht, oder nur mit einem "Aber...." im Anhang.


    Hochzeitskleid hat ihr beim Kauf nicht gefallen, bei der Hochzeit fanden es alle super - auf einmal hat sie mir es quasi ausgesucht; ich hab mir ne neue Frisur machen lassen, alle finden es großartig und ihr Kommentar: "Wächst sich ja wieder raus."; auch immer die.... Fragen: Hast du guten Tag gesagt? und auch ansonsten immer so Kleinigkeiten, die ich versuche zu ignorieren, aber wo einem, auch Kleinigkeiten summieren sich, irgendwann der Kragen platzt. Und dann beschwert sie sich bei anderen, in dem Fall ihrer Tischnachbarin, wie undankbar ihre Tochter ist - ich saß gegenüber und in dem Moment bin ich abgegangen wie Zäpfchen.


    Ich hab zwar prinzipiell verstanden, daß sie nun mal so ist, wie sie ist und daß ich daran nichts ändern kann und meistens schaffe ich es auch, ruhig zu bleiben, und es nicht an mich rankommen zu lassen aber wenn das Faß überläuft, dann reichts mir. Da hilft dann auch kein hochdramatisch theatralischer Abgang ihrerseits. Die Märtyrerrolle kann sie nämlich, nicht nur in dem Fall, richtig super.


    Desweiteren bekomme ich Tipps und Ratschläge, wie ich mich auf Arbeit zu verhalten habe - ich darf nicht pünktlich Feierabend machen, ich darf meinem Chef nicht Widersprechen und krank werden ist selbstverständlich auch ein NoGo.


    Apropos krank - wenn ich was habe, hatte sie das natürlich auch, aber selbstverständlich viiiiiel schlimmer.


    Dann bekomme ich immer gute Ratschläge, sei es in finanziellen Dingen, sie fragt, ob ich mir "das" jetzt wirklich kaufen muß (Sie war sogar der Ansicht, wir können ja die Blumen zur Hochzeit selber pflücken, anstatt einen Floristen zu bestellen, oder ich müsse ja nicht vor der Trauung zum Friseur, während sie als Brautmutter dann meinen Termin übernommen hätte - ganz uneigennützig selbstverständlich, damit die Visagistin und Friseurin keinen Ausfall haben), klamotten- oder urlaubstechnisch uswusf. Ohne, daß ich sie drum gebeten hätte.


    Und nein, nichtmal mein Auszug und hunderte vom km zwischen uns haben daran etwas geändert. Was half, war dann ein rigoroser Kontaktabbruch meinerseits und ein nach meinen Bedingungen langsam wieder anbahnender Kontakt.


    Jetzt war sie letztens für 3 Tage bei uns - aber wenn mein Mann nicht rund um die Uhr dabei gewesen wäre, hätte ich sie definitiv nicht da haben wollen. Ist mir zu anstrengend.

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    Unsere Große kennt uns seit über 30 Jahren und weiß, wie sie Bemerkungen zu bewerten hat. Wenn ich der Meinung bin, dass ihre Kleidung total sch... aussieht, dann sage ich das.

    Sorry, dass ich so darauf rumreite, aber genau DAS würde ich von meiner Mutter nicht wollen. Warum tust du das? Deine Tochter ist über 30 und du machst solche herabsetzenden Bemerkungen über ihren Kleidungsstil?

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    . Und wenn meine andere Tochter mal wieder in einem Saustall wohnt und zudem bergeweise Wäsche trocknet, kann sie das zwar tun, ich schildere ihr aber trotzdem, welchen Eindruck die Wohnung macht und weise auf die Schimmelgefahr hin.

    Das heißt, du agierst nach wie vor als Mutter.

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    du machst solche herabsetzenden Bemerkungen über ihren Kleidungsstil?

    Kommt das so rüber? Unser Kleidungsstil unterscheidet sich noch nicht mal wesentlich und selbst wenn es so wäre. Ich sage bestenfalls, dass etwas nicht zusammen passt, dass ihr manches nicht steht oder was auch immer. Hast Du (z.B.) deinen Partner noch nie darauf hingewiesen, wenn er danebengegriffen hat? Ich finde schon, dass man bei den engsten Familienangehörigen darauf hinweisen können sollte. Umgekehrt verlasse ich mich auch darauf, dass mir jemand sagt, wenn etwas völlig verboten aussieht.

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    Das heißt, du agierst nach wie vor als Mutter.

    In dem Fall bin ich zwar die Mutter, aber ich würde auch meine Schwester, Freundin oder eine anderen vertraute Person auf Dinge aufmerksam machen, die mir auffallen. Ein anderes Beispiel: ich besuche unseren Sohn in seiner (neuen) Wohnung und stelle fest, dass ein Schalter defekt ist. Dann rate ich natürlich, dies und andere gefundene Mängel so schnell wie möglich der Hausverwaltung mitzuteilen, weil ich aus leidvoller Erfahrung weiß, wie Nichtbeachtung daneben gehen kann. Er darf jeden Fehler selber machen, muss aber nicht.


    Wir tauschen uns per Telefon auch heute noch stundenlang über Gott und die Welt aus. Da fällt mir im Gespräch schon das ein oder andere ein. Doch keines meiner Kinder muss auf meine "klugen" Ratschläge hören. Das wissen sie.

    @ Monika65

    Es geht überhaupt nich tum "einmischen" und "klipp und klar die Meinung sagen". Sowas dürfte normales, teilweise auch sinnvolles Elternverhalten sein.


    Worum es geht, ist eher ein Missbrauchen von Meinungen, um überhaupt widersprechen zu können. Das, was das Kind macht, ist falsch; darum sind die Eltern anderer Meinung. Wenn ich nicht mitte-links eingestellt wäre (mit der Folge, dass meine Mutter rechtskonservativ widerspricht), sondern Neonazi, wären meine Eltern vermutlich Kommunisten. Im Kern steht "mein Kind macht es falsch", die Meinung, was richtig wäre, wird dem individuell angepasst.


    Teilweise werden ja auch Regeln konstruiert, nur um etwas zu haben, um das Kind bestrafen zu können. Das ist schon fast (oder ganz?) Sadismus. Man hat etwas getan, was man völlig normal findet, und plötzlich ist das ganz verwerflich und wird schwer geahndet. Kafkaesk. Bestraft werden anhand von Regeln, die man entweder nicht kennt, oder die sich dem gesunden Menschenverstand entziehen. Vorsätzliches Quälen von Angehörigen ist die eigentliche Intention.


    Mit "klar die Meinung sagen" hat das alles ziemlich wenig zu tun.

    Jan

    Das ist bei dir das Problem, ja. Das, was du schilderst, finde ich krass und ist jenseits jeglicher Diskussion. Für mich auch nicht nachvollziehbar.


    Aber bei mir fängt es schon früher an, "klipp und klar" Meinung sagen gehört nicht zum meinem Repertoire, schon gar nicht bei meinem großen Sohn. Aber vielleicht verstehe ich da taps einfach anders, bei mir kam es so an, als ob sie immer mal Kritik übt. Ich finde, das ist etwas anderes, als mal auf etwas hinweisen, dann kommt es ja auch noch auf den Ton an.

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    Unsere Große kennt uns seit über 30 Jahren und weiß, wie sie Bemerkungen zu bewerten hat. Wenn ich der Meinung bin, dass ihre Kleidung total sch... aussieht, dann sage ich das. Und wenn meine andere Tochter mal wieder in einem Saustall wohnt und zudem bergeweise Wäsche trocknet, kann sie das zwar tun, ich schildere ihr aber trotzdem, welchen Eindruck die Wohnung macht und weise auf die Schimmelgefahr hin.


    (...)


    Ich bin schon der Meinung, dass man gewisse Beobachtungen gegenüber den eigenen Kindern und gegenüber den eigenen Eltern ungefragt äußern darf.

    Diese Meinung wird in meiner Familie zum Glück nicht vertreten. Ich lege auf derartige Hinweise von meiner Mutter keinen Wert (das war schon immer so), und sie hält sich dran. Wenn das bei euch anders ist und auch so akzeptiert ist wie es ist, dann habt ihr da halt einen anderen "Stil". Aber das ist dann individuell so und nicht auf Familien generell übertragbar.

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    Es geht überhaupt nich tum "einmischen" und "klipp und klar die Meinung sagen". Sowas dürfte normales, teilweise auch sinnvolles Elternverhalten sein.

    Was heißt "normal"? Es ist mir egal, ob "einmischen" und unfragt die Meinung sagen normales Elternverhalten ist. Bei uns gibt es das nicht, das hab ich meinen Eltern frühzeitig klargemacht. Sonst wär das Verhältnis zu mir nicht so gut wie es das ist.

    Ich wüsste nicht, warum "einmischen" normal sein soll zwischen Eltern und erwachsenen Kindern, in beide Richtungen. Wobei Eltern es vielleicht auch nicht immer so meinen, es kann auch ein eingefahrenes Muster sein, das man nur noch schwer los wird. Das Agieren als "Mutter" kann ich auch nicht immer ablegen und merke manchmal sogar, dass es meinen "Kindern" auch gelegentlich ganz gut tut.


    Was ich allerdings versuche zu vermeiden wie die Pest ist Kritik. Und wenn ich mal nicht darum herum komme, versuche ich sie so zu verpacken, dass sie nicht weh tut.

    CoteSauvage: Danke für Dein Verständnis dafür, dass ich einen Kontaktabbruch momentan nicht als sinnvoll erachte :-)

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    Es geht überhaupt nich tum "einmischen" und "klipp und klar die Meinung sagen". Sowas dürfte normales, teilweise auch sinnvolles Elternverhalten sein.

    Ich bin auch über Taps' Formulierung gestolpert, denn gerade so ein Verhalten stört mich ja an meiner Mutter (stören ist noch untertrieben). Habe lange darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass es jeweils auf das Verhältnis zwischen zwei Personen ankommt, ob man jemandem "klipp und klar die Meinung sagen" kann/darf/sollte oder nicht. Wenn meine Mutter meint, eine unmögliche Klamottenkombi anziehen zu müssen, dann sage ich nichts, denn ich schäme mich auch so schon für sie. Bei einer guten Freundin, bei der ich gewohnt bin, dass man auch mal böse Scherze macht und gemeinsam darüber lacht, habe ich tatsächlich mal gesagt: "Oh, Mist, mir war gar nicht klar, dass heute Bad Taste Party ist." Bei meinem Freund würde ich grinsend sagen (rein hypothetisch): "Pink und rot? Ist das Dein Ernst?" Und bei meinem (hypothetischen) 10jährigen Kind würde ich vermutlich sagen: "Du, das passt einfach nicht zusammen". Aber nicht: "Das sieht sch*** aus."


    Generell meinen manche Menschen, je enger das Verhältnis (entweder tatsächlich oder formell, d.h. Familie), desto größer die Berechtigung, ungefragt mit seiner Meinung zu kommen. Das ist aber nicht so, auch Menschen, denen man wirklich nahe steht, sollte man Respekt zeigen. Meinem Freund ist das sehr wichtig, und ich habe da, was das Formulieren von Kritik angeht, einiges gelernt. Er würde z.B. niemals sagen: "Oh Mann, was hast Du da angestellt, bist Du dumm?" sondern "Das, was Du da angestellt hast, war echt dumm." Feiner, aber wichtiger Unterschied.


    Meine Mutter hat die Eigenart, mir ungefragt Ihre Meinung reinzudrücken. Ich hatte es ja früher schon mal geschrieben: Wenn sie mit ihrer Meinung nicht zu mir "durchdringt" und/oder ich sie bitte, das Thema ruhen zu lassen, weil ich ihre Meinung dazu nicht hören möchte, dann besteht sie darauf, ihre Meinung trotzdem zu äußern. Mit einem Trotzverhalten wie eine 2jährige. Wenn ich auflege, schreibt sie mir ihre Meinung anschliessend per Brief (!). Ist es "normales, teilweise auch sinnvolles Elternverhalten", wenn sie meint, sich einmischen zu müssen, was für Medikamente ich zu mir nehme, wo sie über meine Krankheit ausser dem Namen so gut wie gar nichts weiss? Was, bitte, gibt ihr das Recht? Dass sie meine Mutter ist? Ich empfinde es als übergriffig, wenn ich zu ihr sage "ich möchte über das Thema nicht reden" und sie trotzdem weiterredet, immer mit dem Zusatz "ich bin doch Deine Mutter" oder wahlweise "Du musst Dir auch von anderen Ratschläge geben lassen" oder "ich will doch nur Dein Bestes".

    @ Jan74,

    danke für den Link, ich werde mir Deinen Thread mal in Ruhe durchlesen..

    @ Taps:

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    Doch keines meiner Kinder muss auf meine "klugen" Ratschläge hören. Das wissen sie.

    Wenn Deinen Kindern das nichts ausmacht, dann ist das ja alles okay. Ratschläge können aber auch schnell als Bevormundung oder Einmischen oder Besser-Wissen aufgefasst werden. Mein Freund z.B. ist in der Küche ein ziemlicher Anfänger. Aber er guckt mir viel ab. Ich wäge dann immer ab, ob ich ihm sage, was ich anders machen würde, oder oft frage ich auch einfach, ob ich ihm einen Tip geben darf. Manchmal sagt er ja, manchmal meint er, nee, lass mich doch einfach mal machen. Dass er's dann auf die harte Tour lernt (100g Ingwer in einer 4-Personen-Möhrensuppe waren wohl doch etwas viel), darüber können wir beide lachen, manchmal macht es mich dann auch im Nachhinein sauer, dass ich mich nicht einmischen sollte (nicht bei Suppen, geht da dann eher um zum Fenster hinausgeschmissenes Geld), aber ihm ist das genau wie mir wichtig, dass er nicht ständig ungefragte Ratschläge bekommt, dabei ist er da nicht Eltern-vorgeschädigt.

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    Er darf jeden Fehler selber machen, muss aber nicht.

    Der Punkt ist ja, dass Du hier schon fast voraussetzt, dass Du Recht hast und er Fehler macht. Und dass stößt mir ziemlich sauer auf, wenn ich das auf MEINE Situation beziehe: So behandelt mich meine Mutter eben auch - nur dass ich keine 18 mehr bin und von den meisten Dingen mittlerweile deutlich (!) mehr Ahnung habe als sie, weil es eben das Internet gibt und ich auch sonst weiss, wen ich fragen kann.

    @ Discedere:

    Erschreckend, Dein Beitrag. Aber ist mir nicht fremd..

    @ white magic:

    Ich fand Deinen Beitrag sehr gut und hilfreich.

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    - Setze deinen Eltern Grenzen: Wenn sie dich beleidigen, steh auf und gehe, auch wenn du erst 5 Minuten da bist. EGAL! Ich lasse mich von euch nicht beleidigen / runterputzen / fertig machen. Das trifft mich sehr. Ihr verletzt mich damit. Ich gehe jetzt. (Das hab ich dann irgendann echt gerne gemacht, weil das Gesicht meines Vaters unbezahlbar war. ]:D )

    Aber glaubst Du, Dein Vater hat es verstanden? Ich habe meiner Mutter auch schon einige Male gesagt, dass sie mich verletzt hat oder meine Leistungen nicht würdigt bzw. mich ohnehin nur nach meinen Leistungen beurteilt. Letzteres wälzt sie auf meinen verstorbenen Vater ab, was ich total frech finde. "Dem Papa ging es immer nur um Leistung, mir aber nicht." Äh? Warum hat sie dann nie den Mund aufgemacht? Wenn ich sage, dass sie mich verletzt hat, dann kommt "Sei doch nicht so empfindlich" oder, was ich regelrecht unverschämt finde "ich kann ja verstehen, dass Du durch Deine Krankheit empfindlicher geworden bist". Und ich bin wirklich nicht zimperlich! Letztenendes stünde sie also, auch wenn ich auflege, wieder als die "Verständnisvolle" da. Und ich als die "Schwierige". Und das stößt mir sehr sauer auf!!

    Wobei ich mich schon frage, warum es für manche Elternteile immer so wahnsinnig wichtig ist, ungefragt ihre Meinung kund zu tun. Meine Mutter zahlt weder für meinen Lebensunterhalt, noch meine Klamotten, noch meine Miete etc., also verbitte ich mir jeden ungebetene Meinungsäußerung. Wenn ich ihre Ansicht zu etwas wissen möchte, dann frage ich sie.


    Und ja, dazu gehört auch, wenn ihr meine Klamotten nicht gefallen, sie meine Wohnung eher semi findet oder sie denkt, die Klorolle ist ungünstig platziert.

    @ Discedere

    Ich musste grad schmunzeln ;-)


    Das was du über deine Mutter schreibst, so war meine Mutter all die Jahre zu mir. Aufbauen tust du mich jetzt aber nicht gerade, weil du geschrieben hast, dass auch zig km Entfernung nichts an ihrem Verhalten geändert haben. ;-)


    Meine Mutter bekommt garantiert nicht meine Telefonnummer und meine Adresse. Sie würde pausenlos auf den AB reden.


    Und meine große Schwester wurde ihr Leben lang von meiner Mutter bevorzugt. Sie wurde regelrecht auf ein Podest gestellt. Ihre erste Wohnung war wie eine "Puppenküche" eingerichtet, lobte meine Mutter sie überall. Ein normaler Rotweinkuchen von meiner Schwester war ganz toll. Das sie ihr Haus dann nur dank meiner Mutter finanziell halten konnte, lassen wir außen vor.


    Mich kanzelte sie immer runter und gönnte mir und meiner Familie nie etwas. Weder, dass meine Tochter Freundinnen hatte, ich einen schönen Job etc. Zum Kritisieren hatte sie immer etwas.

    Bei mir und meinen Eltern ist es so wie Tabs es in etwa beschrieben hat. Wenn ich etwas unmögliches anhab weisen sie mich darauf hin. Wenn ich im Begriff bin einen ziemlichen Fehler zu machen (der mich unter Umständen doch einiges an Geld kosten könnte) weisen sie darauf hin. Umgekehrt ist es jedoch genauso. Mein Papa wollte zu ner Feier im Glitzeranzug, weil das doch lustig wär. Ähhh nö, Papa das sieht kacke aus.


    Ich bin froh dass wir so ehrlich miteinander sein können und dass sie mir mit ihren Erfahrungen helfen können. Klar, theoretisch müssten sie nix sagen und ich mach dann die Erfahrung selber aber wofür hat man denn Eltern?


    Meine Schwester wiederrum, der will man nur Böses und sagt am Besten nix. Sagt man, du das würd ich lieber nicht machen, dann macht sie es auf jedenfall weil Mama und Papa haben ja keiiine Ahnung. Sagt man aber nix und es läuft gegen die Wand dann kommt "ja warum habt ihr nix gesagt??"