sensibelmann99

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    Wie ausführlich hast du die Probleme, die du hier im Forum angesprochen hast, mit deinem Mann besprochen. Belügst du dich nicht ein wenig selbst (z.B. die Sache mit dem Kinderwunsch ist offen).

    Dass ich finde, dass etwas zwischen uns steht, habe ich mehrmals thematisiert. Hier meinte mein Mann, dass er es auch als anstrengender empfindet nach der Hochzeit. Der Kinderwunsch war eine Zeit lang stetig Thema. Aber da hast Du Recht, hier ist Redebedarf, weil er von meinem neuerlichen Nein noch nichts weiß. Das Sexualleben wird totgeschwiegen. Er weiß, dass ich Schmerzen habe und es wird nicht mehr weiter thematisiert.

    Zitat

    Auch hier wundert es mich- warum gehst du davon aus? Offenbar ist da bei euch noch etwas gesprächsmäßig offen oder dein Mann hat in der Tat eine geringe Libido.

    Weil er ein Mann ist, so blöde das jetzt klingt.

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    und ich versuche immer, das Gute und Positive zu sehen.

    Ist das wirklich so? Mein Eindruck aus deinen Zeilen ist ein anderer.

    Das mag sein. Ich schrieb ja, ich versuche es. Das klappt mal besser und mal schlechter je nach Tagesform. Manchmal hab ich super Tage und alles ist wunderbar und toll. An anderen Tagen bringt mich das Kleinste, z.B. weil mir was runterfällt oder so, dazu, den ganzen Tag zu verfluchen. Man könnte sagen, ich bin stets bemüht.

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    Meiner Frau sage ich dann gelegentlich verschmitzt: "Ja- und morgen fallen die Bäume um."- dann muss sie selber lachen und der Pessimismus verfliegt (meine Frau ist etwas pessimistischer als ich).

    … das könnte auch von meinem Mann sein ;-)

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    Bei deinen gesundheitlichen Befürchtungen sehe ich das etwas kritischer, hier solltest du genauer abklären, wie real oder wie wahrscheinlich deine gesundheitlichen Befürchtungen wirklich sind oder ob es mehr nur eine Befürchtung ist.

    Die Gefahr der irreparablen Schädigung ist definitiv gegeben.

    Comran

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    Sieht das dein Mann auch so, oder ist das eine Post-Hochzeitsdepression deinerseits? Du warst ja nach eigenem Bekunden sehr auf die Hochzeit versteift, und oft ist es so, dass nach einer übersteigerten Erwartungshaltung die anschließende Nüchternheit sehr enttäuschend ist. Außerdem habt ihr es euch nicht sehr einfach gemacht, viel gestritten, und so hat sich nicht das eingestellt, wovon du träumtest.

    Nein, nur eben dass es jetzt anstrengender ist. Aber das kann auch davon kommen, dass ich oft davon rede, was für ihn natürlich anstrengend ist.


    Ich habe sogar davon gelesen, dass manche Bräute in ein richtiges Loch fallen. Könnte also schon sein? Allerdings war ich mit der Hochzeit und dem ganzen Drumrum (abgesehen von den Streitigkeiten) sehr zufrieden und die Erwartungen wurden sogar übertroffen.

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    Ach Quatsch, da muss man drüberstehen. Lass dir da doch nicht reinreden oder dich verrückt machen.

    Das versuche ich. Aber indirekt machen sich besagte Personen ja somit Gedanken über unser Sexualleben. Letztens war ich so in (innerlicher) Rage, dass ich am liebsten gesagt hätte "Nein, nicht schwanger, kein Baby in Planung und wir haben noch nicht mal Sex!"

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    Er hat immer gesagt, dass er meine Entscheidung mit trägt und respektiert, auch wenn es zum Schluss ein Nein bleibt.

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    Er kann meine Denkweisen oft nicht nachvollziehen und empfindet diese (teilweise) als falsch.

    Ich finde, das ist ein großer Widerspruch,

    Ja, jetzt wo Du das so zitierst sehe ich das auch. Also bei dem Babythema spielt er mir den Ball zu und da kann er auch alles nachvollziehen, was ich sage und denke. Und weil es mein Risiko ist steht er auch hinter meinem Nein und versucht mich nicht zu überreden oder so. Wir waren ja schon mal bei einem Nein und das war auch tatsächlich so. Er meinte dann, was wir alles Schönes machen können ohne Kind, was Eltern vielleicht vorenthalten bleibt. Und dass man auch als kinderloses Paar glücklich sein kann.


    Aber wenn ich Probleme sehe, wo vielleicht gar keine sind – da versteht er meine Denkweisen nicht. Ich glaube, das ist vielleicht auch so ein Frauen-/Männer-Ding. Frauen machen sich oft Gedanken, da kommen Männer gar nicht drauf. Deswegen findet er das manchmal etwas abstrakt.

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    Schätzt du ihn so ein, dass er das tun würde?

    Das weiß ich ehrlichgesagt nicht. Eigentlich eher nein, weil er ein sehr treuer Typ ist. Wenn er aber die "Erlaubnis" hätte, sähe das ggf. anders aus.

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    Hast du insgesamt das Gefühl, ihm nicht gerecht zu werden? Die Hochzeit, bei der du die Feier durchgesetzt hast, der Nachwuchs, bei dem du unentschlossen geblieben bist, der Sex, den du nicht mitmachen kannst, das unangenehme Gefühl, welches du wahrnimmst?

    So auf den Punkt gebracht muss ich das wohl bejahen.

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    Und so etwas kann nicht zur schnell zum Leid werden (wenn man zu sehr verkopft und sich reinsteigert), es kann auch in einer Beziehung davon abhalten, über wichtige Dinge offen zu reden (wenn man insgesamt so veranlagt ist). Vielleicht setzt du da mal an, ob es dir vielleicht um das Gefühl geht, die Dinge nicht im Griff zu haben?

    Im Reinsteigern bin ich sehr gut :-(

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    Die Gefahr der irreparablen Schädigung ist definitiv gegeben.

    Dann würde ich dir empfehlen, das mit Kinderkriegen sein zu lassen.

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    Weil er ein Mann ist,

    wie geschrieben- entweder er hat eine extrem geringe Libido oder hat bereits andere Lösungen gefunden (nicht unbedingt nur mit sich selbst).

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    Ich habe sogar davon gelesen, dass manche Bräute in ein richtiges Loch fallen. Könnte also schon sein? Allerdings war ich mit der Hochzeit und dem ganzen Drumrum (abgesehen von den Streitigkeiten) sehr zufrieden und die Erwartungen wurden sogar übertroffen.

    Es gibt ja auch Wochenbett-Depressionen. Auch wenn die Hochzeit toll war, so hält dieser Zustand des Hochgefühls ja nicht an. Wenige Tage später hat man alle Geschenke sortiert, Dankeskarten geschrieben, und außer den etwas geänderten Papieren ist alles wieder beim Alten. Oder hast du insgeheim geglaubt, dass sich euer Paarleben durch ein Familienstammbuch, eine neue Steuerklasse und ggf. einen neuen Nachnamen ändern würde? ;-) :)_


    Für uns (wir haben im Herbst Silberne Hochzeit) war die Heirat ein Signal nach außen, welches wir als Zeichen der Verbundenheit setzen wollten. Und es war ein schöner Tag. Aber wir hatten auch nie mehr erwartet und uns wegen der Hochzeit auch nie verrückt gemacht, sondern alles recht bodenständig gehalten.

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    Letztens war ich so in (innerlicher) Rage, dass ich am liebsten gesagt hätte "Nein, nicht schwanger, kein Baby in Planung und wir haben noch nicht mal Sex!"

    OK, der letzte Zusatz wäre vielleicht etwas zu viel Information, aber den Rest darfst du ruhig so sagen. Ich habe auch jetzt verstanden, dass es gesundheitliche Risiken gibt, die möglicherweise in einer Schwangerschaft zu Komplikationen führen. Gehst du damit offen um? Für mich wäre das der Punkt, wo ich nicht mehr zögern würde und mich gegen ein Kind entscheiden würde. Man muss entweder sehr egoistisch oder wahnsinnig idealistisch sein, eine Gefahr für sich oder das Ungeborene wissentlich in Kauf zu nehmen, nur um die Chance auf Kinderwunscherfüllung zu haben. Dabei hast du nicht einmal einen ausgeprägten Kinderwunsch. Ich würde das wirklich lassen und deinem Mann deine finale Entscheidung mitteilen. Bitte beendet dieses hin und her aus Hoffen und Bangen auf seiner Seite.

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    Im Reinsteigern bin ich sehr gut :-(

    Mich hätte die Vorgeschichte zu deinem Faden interessiert. Nicht, was du über eure 7 Jahre geschrieben hast. Sondern die Stunden davor. Was war der Auslöser, dir den Kopf ausgerechnet heute zu zerbrechen und dich dann zu entscheiden, hier mit uns nach Lösungen zu suchen? War es Grübeln und das erwähnte "Reinsteigern"? Gab es einen konkreten Vorfall? Oder wurde ein Unwohl-Gefühl der letzten Zeit einfach nur heute so übermächtig, dass es mal raus musste?

    P.S.: leider hast du meine Frage nicht beantwortet, ob du Sex ohne Penetration genießen kannst. Du fühlst dich von deinem Mann sexuell angezogen - also sollte es dich auch irgendwie erregen (auch wenn du den Akt nicht vermisst). Warum brichst du dann das Kuscheln ab, wenn es "zu heiß" wird? Dein Mann scheint ja zu akzeptieren, dass die Penetration nicht funktioniert. Aber macht ihr dann wirklich ... nichts?

    Soll ich ehrlich sein: du klingst sehr anstrengend :=o , ob das dein Mann auf Dauer mit seiner leichteren Art ausgleichen kann ??? Sei da vorsichtig , man kann einen Menschen, der dich liebt auch mit zu viel Kompliziertheit vergraulen.


    Und was du zu Kinder bekommen schreibst ist auch alles nur im Kopf überlegtes Zeugs, in Wirklichkeit ist es ganz anders. Schon wenn dein eigenes Kind mit ein paar Monaten bewusst anlächelt, geht dir das Herz auf. Soetwas kann man Intellektuell nicht alles vorab bedenken.


    Und das ganze Leben sich nur um sich und seine Wünsche zu drehen, ist eigentlich ein bisschen wenig :-o , klingt bisschen nach Spaßgeneration, etwas sehr oberflächlich.

    sensibelmann99

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    Dann würde ich dir empfehlen, das mit Kinderkriegen sein zu lassen.

    Ja, soweit bin ich nun. Und ich werde es demnächst kommunizieren müssen.

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    wie geschrieben- entweder er hat eine extrem geringe Libido oder hat bereits andere Lösungen gefunden (nicht unbedingt nur mit sich selbst).

    Du meinst damit, er betrügt mich ggf.? Das kann ich ausschließen. Die Situation war ja vor der Hochzeit nicht anders, dann hätte er mich nicht geheiratet. Und er würde das beenden, bevor er was startet. Ich vertraue ihm zu 100% und derart würde er mich nicht verletzen (können), bzw. könnte er mir nicht mehr in die Augen kucken.

    Comran

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    Oder hast du insgeheim geglaubt, dass sich euer Paarleben durch ein Familienstammbuch, eine neue Steuerklasse und ggf. einen neuen Nachnamen ändern würde?

    Nein. Ich fand ja so gesehen keinen Änderungsbedarf an irgendwas. Bzw. wusste ich, dass eine Heirat weder etwas an dem Kinderthema noch an dem Sexthema ändern kann.


    Für uns war klar, dass wir zusammen alt werden möchten und zusammen gehören. Das wollte ich (und ich glaube, auch mein Mann, als er sich dann mit dem Thema "angefreundet" hatte) nach außen signalisieren. Um irgendwelche Papiere ging es mir nie. Auch ändert sich finanziell nichts. Er wollte ja sogar ein Kind mit mir – das zeigt mMn mehr hinsichtlich gemeinsamer Zukunft und Zusammengehörigkeitsgefühl, als eine Hochzeit.


    Sehr toll. Silberne Hochzeit. Das ist wunderbar! :)_

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    OK, der letzte Zusatz wäre vielleicht etwas zu viel Information, aber den Rest darfst du ruhig so sagen.

    Vermutlich platzt das auch irgendwann so aus mir raus.

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    Ich habe auch jetzt verstanden, dass es gesundheitliche Risiken gibt, die möglicherweise in einer Schwangerschaft zu Komplikationen führen. Gehst du damit offen um? Für mich wäre das der Punkt, wo ich nicht mehr zögern würde und mich gegen ein Kind entscheiden würde.

    Jein. Also als wir beim Nein waren habe ich das vereinzelten Personen gesagt und auch begründet, wieso. Dann sind wir zum Ja gewechselt und haben das ebenso (bei der Familie) verkündet, daraufhin war die Freude groß und nun wartet natürlich jeder. Ganz ehrlich möchte ich auch nicht jedem meine Krankengeschichte aufdrücken, weil das niemanden etwas angeht. Wenn wir jetzt aber wieder beim Nein landen denken sich die Leute vermutlich auch "na die können sich wohl nicht entscheiden?!" Aber tendenziell würde ich das wieder sagen, ja. Dann erübrigen sich auch weitere Nachfragen.

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    Ich würde das wirklich lassen und deinem Mann deine finale Entscheidung mitteilen. Bitte beendet dieses hin und her aus Hoffen und Bangen auf seiner Seite.

    Ja das mache ich. Und dann bleibe ich dabei. Und ich denke er wird sein Wort halten und hinter mir stehen. Das hat er auch damals gemacht.

    Zitat

    Mich hätte die Vorgeschichte zu deinem Faden interessiert. Nicht, was du über eure 7 Jahre geschrieben hast. Sondern die Stunden davor. Was war der Auslöser, dir den Kopf ausgerechnet heute zu zerbrechen und dich dann zu entscheiden, hier mit uns nach Lösungen zu suchen?

    Ich zerbreche mir den Kopf schon seit einigen Tagen. Und ich habe auch überlegt, ob hier der richtige Ort dafür ist. Aber aufgrund von Beiträgen wie von Dir kann ich das klar mit Ja beantworten. Manchmal fahre ich mich so fest, dass ich da alleine nicht mehr rauskomme. Da helfen Anstöße von außen sehr. Also danke dafür an Dich und natürlich auch an alle anderen! :)_ @:) @:) @:)

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    War es Grübeln und das erwähnte "Reinsteigern"? Gab es einen konkreten Vorfall? Oder wurde ein Unwohl-Gefühl der letzten Zeit einfach nur heute so übermächtig, dass es mal raus musste?

    Es hat wohl mit Silvester und dem Revue-Passieren des letzten Jahres zu tun. Unser Hochzeitsjahr und unser erstes Silvester als Ehepaar. Silvester war sehr schön, wir hatten beide zwischen den Jahren frei und haben die Zeit gut genutzt, trotzdem habe ich für mich entschieden, dass sich etwas ändern muss. Ich möchte meine Ehe und meine Beziehung nicht kaputtreden und ich möchte herausfinden, ob und was ich ändern muss. Das war mein ausschlaggebender Grund.

    Zitat

    P.S.: leider hast du meine Frage nicht beantwortet, ob du Sex ohne Penetration genießen kannst. Du fühlst dich von deinem Mann sexuell angezogen - also sollte es dich auch irgendwie erregen (auch wenn du den Akt nicht vermisst). Warum brichst du dann das Kuscheln ab, wenn es "zu heiß" wird? Dein Mann scheint ja zu akzeptieren, dass die Penetration nicht funktioniert. Aber macht ihr dann wirklich ... nichts?

    Oh, das war keine Absicht, entschuldige.


    Ja kann ich. Und wir praktizieren das auch gelegentlich so. Aber selten.


    Nach dem Abbruch machen wir oft aber wirklich auch nichts.

    wintersonne 01

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    Soll ich ehrlich sein: du klingst sehr anstrengend

    Natürlich sollst Du das. Aber trotzdem würde mich interessieren, woraus Du das meinst zu erkennen? Weil ich Dinge hinterfrage und diskutiere?

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    ob das dein Mann auf Dauer mit seiner leichteren Art ausgleichen kann Sei da vorsichtig , man kann einen Menschen, der dich liebt auch mit zu viel Kompliziertheit vergraulen.

    Ich behaupte mal, dass ich noch nie unkompliziert war. Also vielleicht ist es jetzt gerade gesteigerter als sonst, aber ich bin ein komplizierter Mensch, das weiß ich. Davon gibt es aber viele und mein Mann hat auch seine komplizierten Seiten, so ist es nicht ;-) Nur anders eben. Also ich wurde nicht von heute auf morgen so. Er hat mich ein Stück weit so kennengelernt.

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    Und was du zu Kinder bekommen schreibst ist auch alles nur im Kopf überlegtes Zeugs, in Wirklichkeit ist es ganz anders. Schon wenn dein eigenes Kind mit ein paar Monaten bewusst anlächelt, geht dir das Herz auf. Soetwas kann man Intellektuell nicht alles vorab bedenken.

    Ich glaube, hierzu solltest Du meine weiteren Beiträge auf die gestellten Fragen lesen.

    Zitat

    Und das ganze Leben sich nur um sich und seine Wünsche zu drehen, ist eigentlich ein bisschen wenig , klingt bisschen nach Spaßgeneration, etwas sehr oberflächlich.

    Mein Leben dreht sich nicht nur um mich und meine Wünsche :-) Ich hinterfrage Dinge und möchte natürlich glücklich sein, will das nicht jeder? Aber ich tue auch etwas dafür. Ich gehe arbeiten, komme meinen Verpflichtungen nach, pflege Kontakte, kümmere mich um Bedürftige usw. – ich weiß jetzt nicht, woraus Du den Schluss der Spaßgeneration und Oberflächlichkeit ziehst. Wie schon erwähnt: Die Wohnung und den Job/das damit verbundene verdiente Geld (was unterm Bundesdurchschnitt liegt, also ich bin kein Großverdiener) habe ich erwähnt, weil mich das erfreut und ich "stolz" darauf bin, das ich mir diesen Stand erarbeitet habe, weil ich es aus der Vergangenheit anders kenne.

    Hallo Alias, ich versuche mal, deine Probleme auf den Punkt zu bringen.


    Ich glaube nämlich, dass alles miteinander zusammenhängt und eine Ursache hat.


    Du beschreibst dich als wenig selbstbewusst, sehr oft pessimistisch und oft "Gefahren sehend".


    Du kannst oft dein Gedankenkarussell nicht abstellen, dadurch werden schon getroffene Entscheidungen wieder in Frage gestellt und wieder im Kreis durchdacht.


    Du wolltest auf jeden Fall die Hochzeit und merkst jetzt, dass etwas fehlt.


    Du möchtest ein Kind, aber hast nicht das Vertrauen, dass du es unbeschadet überstehst. (das soll keine Wertung sein)


    Wenn du gedanklich soweit bist, ein Kind für möglich zu halten, setzt der Gedanke ein, du könntest dadurch als Frau verlorengehen und hättest keine Freiheit mehr.


    Deine Zweifel:

    Du hattest schon verschiedene Partnerschaften, am Anfang war der Sex möglich, aber irgendwann ist er schmerzhaft.

    Zitat

    und wie in jeder Beziehung davor hatte ich irgendwann Schmerzen dabei.

    Ein fehlendes Selbstbewusstsein ist nach meiner Erfahrung die Ursache fast aller Probleme.


    Selbstbewusstsein ist allerdings nicht oberflächlich zu verstehen (ich finde mich toll, weil ich viel Erfolg habe usw.), sondern ein wirkliches "sich seiner selbst bewusst sein".


    Wer bin ich, was macht mich aus? Das ist die Frage, die vor dem Selbstbewusstsein steht.


    Bin ich dafür geboren worden um zu arbeiten, mir materielle Dinge zu kaufen und irgendwann zu sterben?


    Die meisten Menschen suchen doch bewusst oder unbewusst nach den wirklichen Werten und dem Sinn im Leben. (Erfolg und Wohlstand machen auf Dauer nicht glücklich, das sieht man an den Menschen, die viel erreicht haben.)


    Das Selbstbewusstsein setzt voraus, dass wir eine Verbindung zu unserem innersten ICH bekommen.


    Das wahre ICH ist die Verbindung zu unserer Spiritualität. Menschen sind nun mal spirituelle Wesen ob sie es glauben oder nicht. Das ist unabhängig von jeder Konfession.


    Das Wort "Selbstverwirklichung" ist irgendwann in Mode gekommen, es bedeutet aber nichts anderes, als die Verbindung zum Ganzen wiederzufinden, die gerade in unserer modernen Zeit schnell verloren geht.


    Gute Beispiele sind die Hochzeit oder auch das Weihnachtsfest.


    Beides sind Feste der Liebe, wo wir die ganz besondere Verbindung suchen, das Heilige und Spirituelle.


    Aber wir bereiten uns nicht spirituell darauf vor, sondern mit einem wahnwitzigen Konsumverhalten.


    Weihnachten ist ein Stress-Fest geworden, weil es darum geht, die tollsten Geschenke zu besorgen, den schönsten Weihnachtsbaum zu haben und auch das Essen soll perfekt sein.


    Wenn dann der Heiligabend anbricht, muss auf Knopfdruck der Stress abfallen und die festliche, heilige Stimmung soll sich einstellen. Der Schnee am Heiligabend ist von besonderer Bedeutung, weil er alles zauberhaft aussehen lässt und die graue Realität verdeckt. Leider kommt er oft nicht.


    Auch die Hochzeit wird oft eine Großveranstaltung, die bis ins Letzte geplant wird, wobei der eigentliche Sinn der Hochzeit verloren geht. Die Enttäuschung folgt oft auf dem Fuß, weil man hinterher feststellt, es fehlt etwas. Das ist auch hier die festliche heilige Verbindung, die viel zu kurz kommt.


    Was kannst du tun?


    Wenn du deine Verbindung zum Ganzen findest, dann findest du dein Selbstbewusstsein.


    Sich seiner selbst bewusst sein bedeutet, du bist nicht allein, du kannst Vertrauen in dich und das Leben haben. Das Leben ist immer "pro" niemals gegen dich.


    Auf jede Frage gibt es für dich die richtige Antwort. Wenn du deinen Kopf ausschaltest, kommt die Antwort intuitiv von deinem höheren ICH. Dafür ist kein persönliches Wissen über bestimmte Dinge notwendig.


    Antworten aus der Intuition kommen blitzschnell und mit absoluter Treffsicherheit.


    Man hat herausgefunden, dass der Verstand ungefähr fünfzig Basiseinheiten von Information (Bits) pro Sekunde bewältigen kann.


    Die Intuition dagegen kann mehrere Millionen von Bits pro Sekunde verarbeiten.


    Während also der Verstand erstmal ein Problem sortiert und anfängt, darüber nachzudenken, hat die Intuition schon längst die Antwort parat und teilt sie dir mit durch ein intensives Gefühl.


    Da gibt es auch keine Zweifel mehr an der Entscheidung, sondern nur noch Gewissheit.


    Durch eine Verbundenheit mit deinem Selbst (Selbstbewusstsein) kannst du dein Leben viel lebendiger gestalten. Du musst dir keine Sorgen mehr machen, sondern lernst auf dich zu vertrauen.


    Damit lösen sich viele Blockaden.


    Du bist dann in der Lage, dein Leben frei zu gestalten.

    @ Alias

    Zunächst mal möchte ich dir meine Hochachtung aussprechen, wie akribisch du all denen antwortest, die sich mit deiner Fragestellung beschäftigen. Das ist wirklich beeindruckend und es trägt auch zu dem Bild bei, das ich mir von dir allmählich machen kann. Auch ich gehe wieder chronologisch auf deine Antworten ein, damit es ein Dialog bleibt.

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    Es handelt sich um etwas Angeborenes was mich schon immer begleitet. Eine Verschlechterung kann, muss aber nicht eintreten. Ich rechne auch nicht damit. Ich bin in engmaschiger ärztlicher Betreuung und mache mir dahingehend keine Sorgen. Nur eine Schwangerschaft würde das ganze verändern, da sich medikamentös etwas ändern müsste.

    Das bedeutet, dass du dich damit einer definierbaren Gefahr aussetzt. Wie hoch sie in Prozenten ist, weiß ich nicht, aber je nach Veranlagung spielt das auch keine Rolle, weil die Ängste, die damit in Verbindung stehen, nicht messbar und schon gar nicht in Prozenten greifbar sind.

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    Wenn Du mehr dazu wissen möchtest, kann ich Dir gerne eine PN schreiben.

    Gerne. Vielleicht kann ich dann auch noch etwas Genaueres dazu schreiben.

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    Ich möchte doch aber gar nicht unglücklich sein.

    Natürlich möchtest du das nicht bewusst. Aber du nimmst nach dieser These das Unglücklichsein in Kauf, weil du damit vertraut bist, während Glück und Glücklichsein zerbrechlich und von kurzer Dauer sind. Aber das ist nur eine These, mehr nicht.

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    Vermutlich stehe ich mir selbst im Weg, weil ich Herausforderungen schon immer gerne angenommen habe (auch teilweise, weil ich es musste). Ich dachte eigentlich, ich bin eine gefestigte Persönlichkeit, aber gerade zweifle ich daran, dass ich (noch) nicht so gefestigt bin, wie ich denke.

    Ich würde nie wagen, aus den wenigen Zeilen diesen Schluss über dich zu ziehen, dass du ungefestigt bist. Aber die Anteile, die dich das fühlen lassen, verunsichern dich. Wenn du dennoch gern Herausforderungen annimmst, ist doch das Handwerkzeug dazu vorhanden, das auch in der gegenwärtigen Situation zu tun. Diese Herausforderungen müssen dazu aber erst klar umrissen werden. Und das ist von Anfang an mein Anliegen: Dass du dein gegenwärtiges "Unglücklichsein" in seine Problemfelder zerlegst und daraus Herausforderungen machst.

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    Ich musste schon in einer viel zu kleinen Wohnung für zwei Personen hausen und habe nur so viel verdient, dass neben der Miete keine großen Sprünge mehr möglich waren. Daher bin ich für den Ist-Zustand sehr dankbar und ich weiß auch, dass es vielen Menschen dahingehend schlechter geht als mir.

    Aha, ein guter Ansatz. Du machst dir in diesem Moment bewusst, was du erreicht hast. Das ist ja kein Geschenk, sondern der Erfolg aus bewältigten Herausforderungen.

    Zitat

    "Denn als Dauerzustand ist Glück in der Schöpfung nicht vorgesehen". Auch wenn ich mich jetzt vielleicht blamiere, aber woher ist das Zitat? Oder kommt das von Dir?

    Nee, leider nicht, ich liebe diesen Satz aber. Ich habe ihn von Helmut Karasek gehört, der ihn mal in einer Fernsehsendung Freud zugeschrieben hatte. Laut Google hat Freud diesen Satz so ähnlich in einem Buch 1930 geschrieben.

    Zitat

    Ja, Schuldbewusstsein. Das trifft es so ziemlich genau, was ich empfinde. Und das finde ich schade, weil ich dadurch auch unseren Tag abwerte und herabsetze, obwohl er doch so wunderschön war und ich ihn in guten Erinnerungen behalten möchte.

    Es gibt keinen Grund, das schade zu finden. Denn das Schuldbewusstsein hast du ja im Kontext mit der Vergangenheit empfunden. Das ist zu akzeptieren, man kann aber aufhören es weiterhin zu empfinden. Das alles sind Entwicklungsprozesse und Menschen mit einem so starken Differenzierungsvermögen wie du sind auch in der Lage, diese Entwicklungen bewusst zu steuern, wenn sie das wollen.


    Du weißt also, warum du das Schuldbewusstsein entwickelt hast und du kannst – wenn du das Verhalten deines Mannes nun mit anderen Augen siehst - damit aufhören. Das ist nicht in Stein gemeißelt. Gefühle – auch Schuldgefühle – können sich auflösen und unwichtig werden, wenn man ihren Ursachen auf den Grund geht.

    Zitat

    Nur habe ich vor einigen Wochen Hochzeitsfotos einer Bekannten gesehen – und fand sie "schöner" als unsere, gefolgt von Gedanken wie "hätten wir doch auch Fotos an Location A, B, C gemacht". Also habe ich genau das getan, wofür ich davor noch andere verurteilt habe.

    Nee hast du nicht. Denn du hast damals die weniger komplizierte Herangehensweise gewählt und dich nicht verzettelt. Was du allerdings jetzt gemacht hast, ist dir dein Leben mit "Hätte-Sätzen" schwer zu machen. Um es zu wiederholen: Jede Beschäftigung mit einem Hätte-Satz ist verlorene Lebenszeit. Änderungen sind nur in Gegenwart und Zukunft möglich, nicht in der Vergangenheit. Und jedes "Hätte" versucht genau das: Die Vergangenheit zu verändern.

    Zitat

    Ich will zufrieden sein. Und glücklich mit dem, was ich habe. Und wir haben wundervolle Fotos, die man nicht mit Anderen messen/vergleichen muss.

    Dann schau sie dir noch mal genau mit diesem Bewusstsein an

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    Jetzt musste ich doch kurz weinen weil ich das so noch nie betrachtet habe.

    Das Weinen bedeutet ja nur, dass du diese Erkenntnis an dich heran lässt. Es ist also "gutes Weinen" dass du es noch nicht so gesehen hast ist schade, lässt sich aber genau in diesem Moment ändern. Und es wird genau dann noch mal erheblich verstärkt, wenn du es deinem Mann sagst.

    Zitat

    Allerdings war mein Selbstbewusstsein nie das Beste.

    Eine sehr wichtige Baustelle, die sich aber nicht mal eben schließen lässt. Mach nicht zu viele Kartons auf einmal offen. Behalte aber in Erinnerung, dass genau diese Tatsache für viele andere Dinge ursächlich sein kann.

    Zitat

    Ich war früher der Pessimist schlechthin. Das hat sich durch meinen Mann sehr verändert und auch er merkt und sagt mir, dass er positive Veränderungen bemerkt.

    Ja das gibt es. Man kann sich durch den positiven Einfluss eines wichtigen Menschen nachhaltig verändern. Nicht auf Kommando, aber als Entwicklungsprozess.

    Zitat

    Aber dann sind manchmal Tage mit Rückschritten dabei. Dann sehe ich nicht hellgrau oder weiß sondern dunkelgrau, schwarz oder eben tiefschwarz. Ich habe schon Strategien für mich gefunden, wie ich das ändern kann. Aber manchmal falle ich eben doch in meine alten Muster zurück.

    Sei da gnädig zu dir. Aber verliere die Strategien nicht aus den Augen. Hast du die in einer Verhaltenstherapie gelernt?

    Zitat

    Ich habe schon immer viel gegrübelt und mein Verhalten reflektiert. Aber das ist teilweise ganz schön anstrengend, so als Kopfmensch.

    Du wirst es nicht einfach abstellen können. Ich bin auch damit gesegnet oder geschlagen und empfinde mich manchmal als überreflektiert. Aber ich weiß, daraus meinen Gewinn zu ziehen und möchte auch nicht so leben, dass ich mich ausschließlich von meinem Unbewussten steuern lasse.


    Gern weiter.

    Vielleicht hilft dir mit deiner Veranlagung dich auf's positive zu konzentrieren. Nicht alles zu begrübeln, zu hinterfragen, zum x mal zu überprüfen- sondern eher dich jeden Abend zu fragen, was war heute schön , das Glück sozusagen auch in den kleinen Dingen zu suchen. Ein schöner Moment, ein gutes Gespräch, ein Sonnenstrahl, ein Lächeln, eine liebe Geste von deinem Partner.....


    Weist du , wenn man auch die guten Zeiten (und ich glaube momentan erlebst du eigentlich eine solche - einen lieben Partner, eine gute Arbeit , Freundschaften- das ist doch schon alles eine ganze Menge Gutes -) so stark in Frage stellt, was denkt man dann wenn es mal schlechter im Leben läuft.


    Wenn du keine Kinder haben möchtest, da du Sorge hast, dass sich dein gesundheitlicher Zustand verschlechtert - ja diese Angst kann ich gut verstehen, möchte dir aber sagen, dass du vielleicht auf etwas verzichtest, was dich wirklich glücklich macht.


    Können dir ev. Gespräche mit deinen Ärzten da deine Ängste nehmen?

    Zitat

    Während also der Verstand erstmal ein Problem sortiert und anfängt, darüber nachzudenken, hat die Intuition schon längst die Antwort

    Hierbei möchte ich aber erwähnen, dass ein Großteil dessen, was wir als "Intuition" bezeichnen, Problemlösunngen darstellen mit dessen Problem wir uns irgendwann bewusst beschäftigt hatten und dieses Problem irgendwo abgespeichert haben- dort bearbeitet unser Hirn das Problem im Unterbewusstsein weiter (u.a. in Träumen), Irgendwann steht es uns dann schnell als sinnvolle Lösung zur Verfügung- manche Erfindung wurde so entwickelt- im Unterbewusstsein.


    Deswegen empfehle ich, bei Problemen Prioritäten zu setzen und manche- eher unwichtig erscheinende Probleme oder Probleme, die nicht schnell lösbar erscheinen, ins unbewusste zu verschieben und nicht zulange zu grübeln, das heißt, einfach nicht mehr dran zu denken. Manche Probleme sollte man "sacken lassen".


    Ständig über alles Mögliche nachzudenken ist für dein Gehirn ein unnötiger Stress und verringert (geistige) Entspannung enorm und führt nicht selten zu Überreizungen.


    Beim Sex kann das auch zu Vaginismus führen.


    Führe eventuell gezielte Entspannungsübungen mit oder ohne Anleitung durch (z.B. per autogenem Training) regelmäßig durch.

    Zitat

    Hierbei möchte ich aber erwähnen, dass ein Großteil dessen, was wir als "Intuition" bezeichnen, Problemlösunngen darstellen mit dessen Problem wir uns irgendwann bewusst beschäftigt hatten

    Sensibelmann, ich habe nicht das gemeint, was als Intuition bezeichnet wird, sondern die richtige Intuition.