hallo nochmal! du ehrlich gesagt kenn ich mich mit Pflanzen auch nicht besonders aus aber freut mich, dass du nachgeschaut hast;)


    Das mit der Schönheit hab ich irgendwie auch etwas anders gemeint, für mich ist jetzt Hollywood nicht mit Schönheit gleichzusetzen und Jugend(bisher)auch nicht..ich meinte damit schon etwas umfangender, die Ausstrahlung,die Einzigartigkeit, eben dieses ganz spezielle Strahlen, was einen Menschen umgibt, und es ist tatsächlich möglich, davon zu schwärmen, also ernst gemeint zu finden, dass es das Beste ist, was einem passieren kann..das für einen persönlich schönste. Jetzt weniger mit dem verstand,sondern eben schon vom Gefühl her, einfach,dass man für einen Menschen brennt; Deshalb findet man ja trotzdem noch andere Leute anziehend, das kann ja trotzdem beides stimmen. und man kann beides zugeben;)


    aber klar gehört dazu auch, sich an diesem Menschen zu reiben..Leidenschaft hat ja auch was mit Leiden zu tun,und Freuer, und Krach, die sollte besser nicht durch den Kopf kleingehalten werden wie ein Teelicht. Aber weißt du ja alles selber..hast du mal versucht so richtig auf dein Gefühl zu hören, und am besten nicht zu denken, und die Angst vor kontroll verlust(=leidenschaft) auszuhalten?^^


    außerdem ist zuviel Sicherheit wirklich gefährlich, es passt ja auch irgendwie nicht so ganz zum Leben. Was ist schon sicher..leider nicht so viel und Beziehungen schon garnicht..ist wohl etwas, was die Sache auch spannender machen könnte..wenn einem Ruhe nicht lieber wär. Das Leben ordnet sich doch eh immer wieder neu, diese jahrelange Planung finde ich, kann deshalb nur ne Richtlinie sein, also nicht etwas, worauf man sich total verlässt, und ohne das man in Panik ausbricht. Eher ein "es wäre schön,wenn wir noch lange zusammenbleiben,weil es schön ist, und im moment tun wir dies und jenes, damit es erstmal so weitergeht" als dieses "wir bleiben unbedingt zusammen,auch wenn es lange Zeit unschön ist,sonst zerbricht die sicherheit und das leben ist ein Chaos"..es ist ja doch sowieso ein Chaos! find das auch manchmal schwierig zu akzeptieren..am besten fände man sicherheit in der (spannenden) Unsicherheit ..oder so! viel Erfolg jedenfalls 8-) o:)

    Du hast schon recht, die Schönheit die man subjektiv empfindet, die aus der Liebe zu einem Menschen kommt, die ist viel stärker als die reine objektive Schönheit eines Menschen. Wenn ich sie nur durch mein Herz ansehe, was ich meistens tue, dann ist sie natürlich die Allerschönste für mich.


    Und wenn ich auf mein Sexbedürfnis höre, dann ist sie tatsächlich die Einzige, mit der ich (die letzten Jahre jedenfalls) ins Bett will.


    Ich hab das nur alles irgendwie so doof und so absolut rübergebracht, dass ich jede Spannung gekillt habe. Jede klitzekleine Chance, dass es mal Konkurrenz für sie geben könnte. Andere Frauen würden das vielleicht toll finden, aber ihr gab das ein Gefühl als wäre ich ein Schoßhündchen, ein Anhängsel.


    Deswegen versuche ich ihr das jetzt so zu sagen, wie es tatsächlich ist. Die volle Wahrheit. Ja, sie ist die Schönste für mich, wenn ich aus meinem Herzen sehe. Aber es gibt viele andere schöne Frauen, glaube nicht ich würde sie nicht bemerken.


    Und du bist die einzige, die ich begehre. Aber es gibt auch andere begehrenswerte Frauen da draußen, die ich durchaus warnehme. Und auch nicht sicher ausschließen kann, mal fremdzugehen, wenn der Zustand ohne Sex noch über Jahre geht. Ich will ihr damit keine Angst machen! Ich will ihr weiterhin die gleiche Liebe geben, aber dabei trotzdem die Spannung erhalten. Ganz schön schwierig. :-/


    Mehr Reibung brauchen wir definitiv. Aber daran muss ich mich erst wieder gewöhnen, ich hab viel zu lang den nachgiebigen Kuschelkurs verfolgt. Es fühlt sich jedenfalls gut an, stopp zu sagen, oder selbst wieder die Richtung anzugeben. :-)

    Zitat

    Deswegen versuche ich ihr das jetzt so zu sagen, wie es tatsächlich ist. Die volle Wahrheit. Ja, sie ist die Schönste für mich, wenn ich aus meinem Herzen sehe. Aber es gibt viele andere schöne Frauen, glaube nicht ich würde sie nicht bemerken.


    Und du bist die einzige, die ich begehre. Aber es gibt auch andere begehrenswerte Frauen da draußen, die ich durchaus warnehme. Und auch nicht sicher ausschließen kann, mal fremdzugehen, wenn der Zustand ohne Sex noch über Jahre geht. Ich will ihr damit keine Angst machen! Ich will ihr weiterhin die gleiche Liebe geben, aber dabei trotzdem die Spannung erhalten. Ganz schön schwierig.


    Mehr Reibung brauchen wir definitiv. Aber daran muss ich mich erst wieder gewöhnen, ich hab viel zu lang den nachgiebigen Kuschelkurs verfolgt. Es fühlt sich jedenfalls gut an, stopp zu sagen, oder selbst wieder die Richtung anzugeben.

    Ich kann mich zunehmend weniger des Eindrucks erwehren, dass es sich um mühevoll zusammengebastelte Strategien handelt, die nicht dem wahren inneren Empfinden entsprechen. Will aber nicht behaupten, Hellseher zu sein. ;-)

    Hallo,


    ich muss sagen, das kenne ich woher.


    Mein Mann ist von Anfang an nicht so auf Sex aus gewesen. Natürlich war es am Anfang der Beziehung deutlich mehr (seit 6 Jahren zusammen, 3 davon verheiratet). Ich habe leider dasselbe Problem. Ich bin auch diejenige (obwohl ich die gefühlskältere bin) die mal Mails schreibt und nie was zurück kommt. Wir haben öfters längere Gespräche, weil ich mir dann auch immer denk: Ja toll, das wars jetzt? Ich sag ihm auch oft genug, dass er nicht mir mir zusammen bleiben braucht, NUR weil wir verheiratet sind. Aber das ist es nicht. Es ist noch schlimmer geworden, da er wirklich Probleme auf der Arbeit hat. Außerdem ist er immerzu müde. Ich weiß auch nicht, was ich machen soll. Er war auch zwischenzeitlich (als er sich noch gut mir seiner Kollegin verstanden hat) mit ihr nach der Arbeit was essen usw. da war ich auch etwas rasend muss ich sagen. Aber seit dem er Ärger auf der Arbeit hat, ist es noch weniger geworden. Ich kann auch von Glück reden, wenns 1x im Monat ist. :-( ich bin die, die öfters will. Nun ja.


    Er hat mir früher auch immer Gedichte geschrieben, das fand ich toll und das weiß er auch.


    Aber wir kommen beide mit klar.


    Vielleicht hat sie auch Probleme mit der Arbeit oder sowas?


    Vielleicht hat sie Sorgen?


    Sprecht mal miteinander, weil auch nur durchs miteinander reden sind wir drauf gekommen, dass er eben diverse Probleme hat und ich die natürlich jetzt auch verstehe. Wenn man nicht miteinander redet, spekulliert man und das ist sch...


    Einfach mal nen gemütlichen Abend machen, mit Essen oder vielleicht sogar lieber Essen gehen (neutraler Boden) und sich dann dort ehrlich über alles unterhalten. Vielleicht stört dich ja auch was?!? Nur so kann man was daran ändern.


    Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen und Kopf hoch, das wird schon :-)

    @ fiamma:

    Ja, das alles sind Strategien. Mühevoll zusammengebastelt? Definitiv! Mit viel lesen, hier schreiben, nachdenken, mit ihr Gespräche führen, in mein Herz hineinhören, Gedanken treiben lassen, ...


    Ich glaube du gehörst zu denen hier, die meine Lage mit am Besten verstehen.


    Ich bin grundsätzlich eher ein Kopfmensch als ein Herzmensch. Was nicht heißt, dass nur mein Kopf entscheidet. Aber wenn es Probleme zu lösen gibt, dann vertraue ich zuerst meinem Kopf. Der bringt Ideen hervor, und dann wird gemeinsam mit dem Herzen entschieden, sozusagen. :-)


    Und in der Lage in der ich bin – dabei die Liebe meines Lebens, mein Haus und vielleicht auch meine Kinder zu verlieren, da muss ich handeln! Und als Erstes vertraute ich meinem Herzen nicht mehr genug. Denn es hat mich in die Lage gebracht. Ich hatte wenig Ahnung, was Beziehungen brauchen und was Gift für sie ist. Ich habe immer getan was ich gefühlsmäßig für richtig hielt, und das war oft Blödsinn, wie sich jetzt herausstellt. ;-D Nein, es reicht für einen Mann nicht, in einer Beziehung nur mit seinem Herzen zu leben. Man muss auch die grundlegenden Spielregeln (Grenzen setzen, nicht aufeinander kleben, eigenes Leben etc.) verstehen, und da scheine ich gewaltige Defizite zu haben. Vielleicht gibt es haufenweise Menschen, die die Spielregeln intuitiv erfasst haben. Ich gehöre jedenfalls leider nicht dazu.


    Mein Herz hat also versagt. In der ersten Ehe, und vielleicht bald auch in der zweiten Ehe. Also muss der Kopf ran. :-) Warum reicht das Herz nicht? Was mache ich grundlegend verkehrt? Es kann doch wohl nicht sein, dass diese Beziehungen über viele Jahre (beide über 5) eigentlich schon immer überhaupt nicht zu mir gepasst haben. Nein, diese Frauen pass(t)en zu mir, trotzdem habe ich es vermasselt.


    Und dann war die erste Strategie, viel mit meiner Frau zu reden, Bücher zu lesen, mir hier Tipps zu holen. Jetzt suche ich nach Strategien, wieder selbst glücklich zu werden. Was muss ich dafür eigentlich tun? Wie finde ich den richtigen Weg, meinen Weg? Und was muss ich für die Ehe tun? Gespräche, gemeinsame Beschäftigungen schaffen, Eheberatung? Das alles kann, was mich angeht, nur mein Kopf leisten, mit nachdenken und einem Plan.


    Vielleicht klingt das so als wäre mein ganzes Leben nur noch ein gedankliches Konstrukt. Aber das ist es nicht. Der Kopf soll lediglich die neue Richtung vorgeben, und dann will ich wieder mit dem Herz leben und dem Herz wieder vertrauen. Ich will nicht ziellos herumtreiben, ich will eine Veränderung anstoßen, und dafür braucht ein eher kopflastiger Mensch wie ich eine Strategie. Und die zusammenzubasteln ist wirklich mühevoll. :-)


    Meinem inneren Empfinden kann ich erst wieder richtig folgen, wenn ich weiß dass der Weg stimmt. Aber die Grundpfeiler zweifle ich nicht an: meine Frau ist die Liebe meines Lebens und wir passen zueinander.

    @ Milchmann

    Zitat

    Aber wenn es Probleme zu lösen gibt, dann vertraue ich zuerst meinem Kopf.

    Warum nicht (auch) Deiner inneren Stimme, Deiner Intuition? Weil sie manchmal was Unbequemes sagt?

    Zitat

    Und in der Lage in der ich bin – dabei die Liebe meines Lebens, mein Haus und vielleicht auch meine Kinder zu verlieren, da muss ich handeln!

    Du betonst neuerdings immer, dass Deine Frau die Liebe Deines Lebens ist. Sicher? Und was verstehst Du darunter? Warum schreibst Du dann andererseits, dass Du im Falle einer Trennung das Ende der Beziehung noch am ehesten verkraften würdest? Weil Liebe bedeutet, auch loslassen zu können?

    Zitat

    Und als Erstes vertraute ich meinem Herzen nicht mehr genug. Denn es hat mich in die Lage gebracht.

    Welche Lage genau meinst Du? Und was würdest Du also aus heutiger Sicht entgegen der Stimme Deines Herzens anders machen?

    Zitat

    Ich hatte wenig Ahnung, was Beziehungen brauchen und was Gift für sie ist.

    DIE Beziehungen schlechthin gibt es nicht. Es geht hier nicht um Herrn Müller und Frau Meier, sondern ganz konkret um Dich und Deine Frau. Weshalb meinst Du, für diese Eure Konstellation eine Gebrauchsanleitung zu benötigen?

    Zitat

    Ich habe immer getan was ich gefühlsmäßig für richtig hielt, und das war oft Blödsinn, wie sich jetzt herausstellt.

    Du bewertest es als Blödsinn, weil Deine Frau nicht die gewünschten Reaktionen zeigt, richtig?


    Möchtest Du Deine Frau mit den geeigneten Schachzügen manipulieren?

    Zitat

    Man muss auch die grundlegenden Spielregeln (Grenzen setzen, nicht aufeinander kleben, eigenes Leben etc.) verstehen, und da scheine ich gewaltige Defizite zu haben.

    Es gibt nicht DIE Spielregeln, es gibt EURE Konstellation, und die ist einmalig auf der ganzen Welt.

    Zitat

    Mein Herz hat also versagt.

    Es ist schade, dass Du dies so siehst.


    Es geht hier nicht um Leistung.


    Es geht um Gefühle.


    Deine Gefühle und die Gefühle Deiner Frau.


    Keiner kann was für seine Gefühle.

    Zitat

    Nein, diese Frauen pass(t)en zu mir, trotzdem habe ich es vermasselt.

    Woran machst Du das fest, dass eine Frau zu Dir "passt"?

    Zitat

    Jetzt suche ich nach Strategien, wieder selbst glücklich zu werden. Was muss ich dafür eigentlich tun?

    Es ist weniger eine Frage des Tuns (Dein übersteigerter Aktionismus wird erstens nicht ewig anhalten und zweitens nicht per se die gewünschten Resultate zeigen), sondern des SEINS, der Haltung.


    Dafür wäre es meiner Meinung nach hilfreich, das Sicherheitsstreben und die (emotionale?) Abhängigkeit von Deiner Frau etwas zu lockern.

    Zitat

    Und was muss ich für die Ehe tun?

    "Müssen" tust Du nichts. Nur wonach Dir wirklich ist. Wenn Dir Deine Frau als ganzer Mensch am Herzen liegt, so schöpfe die Möglichkeiten aus, die zu Dir passen – meinetwegen Eheberatung, ehrliche Gespräche, körperliche Nähe usw.

    Zitat

    Das alles kann, was mich angeht, nur mein Kopf leisten, mit nachdenken und einem Plan.

    Und meiner Meinung nach ist diese Haltung ein Schuss in den Ofen.

    Zitat

    Vielleicht klingt das so als wäre mein ganzes Leben nur noch ein gedankliches Konstrukt. Aber das ist es nicht. Der Kopf soll lediglich die neue Richtung vorgeben, und dann will ich wieder mit dem Herz leben und dem Herz wieder vertrauen. Ich will nicht ziellos herumtreiben, ich will eine Veränderung anstoßen, und dafür braucht ein eher kopflastiger Mensch wie ich eine Strategie. Und die zusammenzubasteln ist wirklich mühevoll.

    Ja, das springt einem förmlich aus Deinen Zeilen entgegen.

    Liebe fiamma, entweder du bist gerne kontrovers oder bei uns prallen wirklich zwei ganz unterschiedliche Weltanschauungen aufeinander. Was aber beides gut ist, denn was hätte ich davon wenn jeder bestätigt dass ich alles absolut richtig mache. ;-D

    Zitat
    Zitat

    Aber wenn es Probleme zu lösen gibt, dann vertraue ich zuerst meinem Kopf

    .


    Warum nicht (auch) Deiner inneren Stimme, Deiner Intuition? Weil sie manchmal was Unbequemes sagt?

    Wenn ich vor unbequemen Dingen flüchten würde, dann wäre ich wohl endgültig auf verlorenem Posten. Denn in letzter Zeit war Vieles unbequem. Sich die eigenen Fehler einzugestehen. Von seiner Frau Dinge wie "Schoßhündchen" zu hören, ...


    Meine Intuition alleine reichte leider nicht! Wenn sie z.B. in der Vergangenheit Grenzen ausgetestet hat, dann habe ich das einfach nicht bemerkt. Und ich halte mich wirklich nicht für unaufmerksam. Ich höre ihr immer gut zu, achte darauf, wie sie Dinge sagt oder tut. Und trotzdem habe ich nicht gemerkt, das sie Grenzen testet. Wenn mein Sohn das macht merke ich es sofort! Ich dachte sie braucht eben mehr von etwas, damit sie sonst nicht glücklich sein kann. Ich wusste überhaupt nicht, dass Menschen in einer Beziehung Grenzen austesten! Ich fand immer, jeder setzt sich fair und respektvoll selbst Grenzen, Grenzen testen wäre was für Kinder und Jugendliche. Ich habe sie damit eigentlich behandelt wie einen Freund. Aber anders kannte ich es leider nicht. Ich gehöre offenbar zu dem Schlag Männer, die Frauen nach einer gewissen Beziehungszeit unbewusst gleich behandeln wie (männliche) Freunde. Jetzt wo ich das verstanden hab, kann ich erst meine Frau behandeln wie sie als Frau das braucht. Und, im worst case, auch zukünftige Partnerinnen.


    Verstehst du, dass ich ohne die Kopfarbeit NIE aus dieser Betriebsblindheit rausgekommen wäre?

    Zitat
    Zitat

    Und als Erstes vertraute ich meinem Herzen nicht mehr genug. Denn es hat mich in die Lage gebracht.

    Welche Lage genau meinst Du? Und was würdest Du also aus heutiger Sicht entgegen der Stimme Deines Herzens anders machen?

    Die Lage, dass ich für sie sexuell nicht mehr attraktiv bin, eher ein sehr guter Freund oder Bruder. Heute würde/werde ich nicht mehr ausschließlich meinem Herzen folgen. Ich muss regelmäßig innehalten, und versuchen "von außen" (so weit das geht) darauf zu schauen, in welcher Lage die Partnerschaft ist, was sich bei mir/uns/ihr verändert hat, und ob ich das gut finde. Denn ich bin nun mal offenbar kein Mensch, der seine Partnerin nur rein aus Intuition so behandelt, dass daraus eine lebenslange glückliche Beziehungen entsteht.

    Zitat

    DIE Beziehungen schlechthin gibt es nicht. Es geht hier nicht um Herrn Müller und Frau Meier, sondern ganz konkret um Dich und Deine Frau. Weshalb meinst Du, für diese Eure Konstellation eine Gebrauchsanleitung zu benötigen?

    Es gibt Gemeinsamkeiten vieler Beziehungen und viele Merkmale, die bei jeder Frau einzigartig sind. Noch mal das Beispiel Grenzen testen. Ich musste erst mal lernen, dass Erwachsene das in einer Beziehung tun. Ich würde das innerhalb einer Beziehung nie tun. Denn ich ziehe meine Grenzen für mich selbst. Und als ich noch kein Weichei war, habe ich die auch durchgesetzt. :-) Wenn ich es z.B. für innerhalb meiner selbst gesetzten Grenzen hielt, mit einer neuen weiblichen Bekannten alleine ins Kino zu gehen, dann tat ich das. Ich wäre jedoch nie auf die Idee gekommen, auch gleich bei ihr zu übernachten. Denn diese Grenze hab ich mir selbst gesteckt. Und ich habe nicht das geringste Interesse, zu testen, ob ich diese Grenze überschreiten könnte. Wenn ich es doch tun will, dann weil ich meine Grenzen selbst neu gezogen habe. Und diese Grenzen hätte ich dann auch verteidigt.


    Verstehst du? Niemand hat mir gesagt dass es diese Tests geben kann. Und selbst bemerkt habe ich es auch nicht. Und zusätzlich war ich so viel Weichei, jede Grenzerweiterung der Partner zu akzeptieren. Was mir nicht gut tut, und weswegen ich das nicht mehr machen werde. Für mich ist "Grenzen testen" eine Spielregel. Auch wenn es das nicht in jeder Beziehung gibt, ist es gut künftig darauf achten zu können. Ich will da jetzt nicht ständig drüber nachdenken! Testet sie? Sobald ich es zu 100% verinnerlicht habe, anderen die Grenzen zu setzen die ICH für richtig halte, muss ich über diese Spielregel nicht mehr nachdenken. Bis dahin jedoch schon.


    Ich vermute, fiamma, dass dir das nicht gefällt. Verbiege ich mich, spiele ich ihr oder mir was vor? Nein, ich lerne Grenzen zu setzen, weil ich das will! Ich werde langsam reifer für eine lebenslange Partnerschaft. Ist auch allerhöchste Zeit. ;-D


    Andere Spielregeln, die ich erst lernen muss/musste:


    * Sich (gerade!) dem Unbequemen zu öffnen. Seit ich das weiß war ich nicht mehr beleidigt oder habe geblockt. Ich wollte beleidigt sein, aber habe dieses Gefühl ertragen, ihr trotzdem in die Augen gesehen und zugehört.


    * Erst zu sich stehen, und dann zum Partner


    Sonst endet das Ganze irgendwann in weitgehender Selbstaufgabe


    * Sich nicht verbiegen lassen, in der Hoffnung dass sich dann auch der Partner ändert


    So funktioniert das einfach nicht. Jeder bleibt wie er ist und ändert sich höchstens aus eigenem Antrieb


    * Nicht immer alles bis in Kleinste bereden. Es ist schön das man eine Partnerin hat mit der man das im Notfall machen kann. Aber oft ist auch handeln oder Zuneigung geben die bessere Lösung


    * Viele Frauen wollen, dass der Mann die Führung oder Initiative zu einem Großteil übernimmt


    Demokratisch und alles gemeinsam, wie ich es für richtig hielt, ist für viele Frauen der falsche Weg


    * ...


    Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich, ohne diese "Regeln" gelernt zu haben, bis zu meinem Lebensende immer wieder die gleichen Fehler wiederholt hätte, und von gescheiterter Beziehung zu gescheiterter Beziehung taumeln würde.


    All die Liebe, die Zärtlichkeiten, das Zuhören, das Dasein, die Aufmerksamkeit, Blumen etc., all das gebe ich meiner Frau. All das sind wichtige Dinge. Aber alleine ist das gar nichts! Damit alleine kann man eine lange Beziehung nicht aufrecht erhalten. Man muss auch darauf eingehen, wie Frauen, und ganz speziell diese eine Frau, behandelt werden will. Ist sie ein Typ, der lieber festgehalten werden will als lange Gespräche zu führen, dann soll sie das bekommen. Will sie lieber oft und lange Gespräche führen? Dann bekommt sie das. Das sind dann die Spielregeln dieser einen Beziehung. Auch wenn du das Wort vielleicht nicht magst. ;-)

    Zitat

    Du bewertest es als Blödsinn, weil Deine Frau nicht die gewünschten Reaktionen zeigt, richtig?


    Möchtest Du Deine Frau mit den geeigneten Schachzügen manipulieren?

    Für was für ein kalkulierendes Monster hältst du mich denn? Komme ich wirklich soo fies in meinen Beiträgen rüber? Das klingt ja fast als wäre ich ein Psychopath oder Kontrollfreak.


    Meine Gefühle haben mir halt in der Vergangenheit oft Dinge geraten, die mächtig schlecht für die Beziehung und für mich waren. Wenn ich jetzt immer so weitermache, führe ich bis zu meinem Lebensende Beziehungen, die zuerst mich kaputt machen und danach in die Brüche gehen.


    Meine Gefühle haben mir nicht geraten: "Sei authentisch, sei du selbst, verbieg dich nicht." Sie haben mir geraten: "Ok, opfere halt ein bisschen was. Ist ja nicht so schlimm. Hauptsache sie profitiert davon. Du willst ihr schließlich so viel Gutes tun wie möglich."


    Ich muss erst umlernen, bevor ich meinen Gefühlen wieder vertrauen kann. Die sagen mir dann z.B. "Das willst du eigentlich nicht. Dann tu es auch nicht."

    Zitat

    Keiner kann was für seine Gefühle.

    Nein, das nicht. Aber starke und ehrliche Gefühle allein erhalten keine Beziehung. Höchstens eine Eltern-Kind-Beziehung. Für eine Partnerschaft müssen diese Gefühle auch die richtigen Wege einschlagen.

    Zitat

    Woran machst Du das fest, dass eine Frau zu Dir "passt"?

    Na an den üblichen Dingen: Weltanschauung, Humor, ungefähr auf einem Level stehen usw.


    Meine jetzige Frau ist von allen Beziehungen die ich hatte diejenige, die am besten zu mir passt. Das spiegelt sich nicht nur in der Beziehungsdauer wieder, das spüren wir beide. Ich hatte nicht soo viele Beziehungen, aber bei Einigen dachte ich mir im Nachhinein "Wo die Liebe hinfällt... Kein Wunder dass wir die Verliebtheitsphase nicht überstanden haben." :-)

    Zitat

    Es ist weniger eine Frage des Tuns (Dein übersteigerter Aktionismus wird erstens nicht ewig anhalten und zweitens nicht per se die gewünschten Resultate zeigen), sondern des SEINS, der Haltung.


    Dafür wäre es meiner Meinung nach hilfreich, das Sicherheitsstreben und die (emotionale?) Abhängigkeit von Deiner Frau etwas zu lockern.

    Ich halte das nicht für Aktionismus, dass ich derzeit mit aller zur Verfügung stehenden Energie daran arbeite, generell ein partnerschaftsfähigerer Mensch zu werden. Und es ist auch kein Aktionismus, dass ich wieder Hobbies ausübe. Das ist Befreiung pur. :-)


    Die Abhängigkeit konnte ich noch nicht überwinden. Denn die kommt aus der noch nicht überwundenen Angst vor den Folgen der Trennung. So lange ich die Angst vor den schon beschriebenen Folgen einer Trennung nicht überwinden kann, bin ich leider abhängig. Abhängig davon dass die Ehe weiter geht.


    Aber wie schon oben geschrieben: ich stelle mich jetzt gerade dem Unangenehmen. Ich denke immer wieder über diese Angst nach. Bis ich sie irgendwann überwinden kann. Erst dann bin ich nicht mehr abhängig.

    Zitat
    Zitat

    Das alles kann, was mich angeht, nur mein Kopf leisten, mit nachdenken und einem Plan.

    Und meiner Meinung nach ist diese Haltung ein Schuss in den Ofen.

    Da prallen eben zwei Weltbilder aufeinander. Wer recht hat wird die Zeit weisen. Aber ich kann nun mal nur so leben wie ich es für richtig halte, und nicht wie du es für richtig hältst. ;-) Würde ich als Kopfmensch mir einen anderen Weg aufzwingen wollen, das wäre Verbiegen pur. Es gibt nur den Kopfweg, denn das ist meiner.

    Kleines Update:


    Ich hab jetzt doch relativ schnell eingesehen, dass ich vor dem Ende der Ehe nicht mehr Angst zu haben brauche als davor, vielleicht jahrelang unglücklich in der Ehe zu leben – und dann auch zu scheitern.


    Wobei das Unglück nicht von zu wenig Liebe oder Zärtlichkeit kommt. Es kommt davon, dass dieser wichtige Baustein Sex fehlt, und dass uns beiden dieses Fehlen täglich so bewusst ist, dass es fast immer über uns schwebt.


    Ich kann sie jetzt gehen lassen. Ich will es zwar nicht, aber wenn es so weit kommt, dann weiß ich dass ich alles getan habe was ich konnte. Und wenn andere Leute Scheidungen mit Haus und Kindern irgendwie heil überstanden haben, dann kann ich das auch schaffen. Es gibt – wenn es denn so weit kommen sollte – auch ein Leben nach der Ehe. Puh, endlich wird mir nicht mehr so schlecht, wenn ich an das Denke was uns am Ende vielleicht droht.

    Hallo Milchmann! *:)

    Zitat

    Von seiner Frau Dinge wie "Schoßhündchen" zu hören, ...

    Wie reagierst Du denn da drauf?

    Zitat

    Ich höre ihr immer gut zu, achte darauf, wie sie Dinge sagt oder tut. Und trotzdem habe ich nicht gemerkt, das sie Grenzen testet. Wenn mein Sohn das macht merke ich es sofort!

    Wieso sollte sie Grenzen testen, und welche?


    Wenn, dann geht es doch um's (gesunde) Grenzensetzen, das jeder immer wieder mal macht....

    Zitat

    Ich habe sie damit eigentlich behandelt wie einen Freund.

    Das hat aber doch nicht unbedingt was mit Grenzenaustesterei zu tun.


    Irgendwie ist Euch einfach die sexuelle Anziehung verloren gegangen, schleichend nehme ich an.

    Zitat

    Jetzt wo ich das verstanden hab, kann ich erst meine Frau behandeln wie sie als Frau das braucht.

    Nämlich wie? Und woher weißt Du, dass sie es "so" braucht? Hat sie Dir dies kommuniziert? Und passt das auch zu Dir?

    Zitat

    Ich muss regelmäßig innehalten, und versuchen "von außen" (so weit das geht) darauf zu schauen, in welcher Lage die Partnerschaft ist, was sich bei mir/uns/ihr verändert hat, und ob ich das gut finde.

    Wäre mal interessant, zu erfahren, ob diejenigen mit glücklichen Beziehungen dies eben so machen.

    Zitat

    Denn ich bin nun mal offenbar kein Mensch, der seine Partnerin nur rein aus Intuition so behandelt, dass daraus eine lebenslange glückliche Beziehungen entsteht.

    Das war scheinbar in Deinen bisherigen Beziehungen so, kann aber (auch) an den betreffenden Frauen und/oder der jeweiligen Konstellation gelegen haben.

    Zitat

    Noch mal das Beispiel Grenzen testen. Ich musste erst mal lernen, dass Erwachsene das in einer Beziehung tun.

    Tun sie das?


    Und ja – es klingt alles sehr verkopft.....

    Zitat

    Verstehst du? Niemand hat mir gesagt dass es diese Tests geben kann.

    Du willst Dir immer noch Gebrauchsanweisungen zusammenbasteln, um (vermeintliche) Sicherheit bezüglich Fortbestand Deiner Ehe zu erarbeiten.


    Oh Gott..... lies Dir mal Deine Texte aus dem Faden selber nochmal durch.... Was fehlt, ist – finde ich – Leichtigkeit, Spontaneität..... Alles ist soooooo kompliziert, wie ein ein ganz kniffliges Uhrwerk......


    Warum ist Liebe kompliziert und nicht einfach??

    Zitat

    Ich werde langsam reifer für eine lebenslange Partnerschaft.

    Niemand hat eine Garantie auf lebenslange Partnerschaft. Außerdem gehören da zwei dazu ;-)


    Zu den "Spielregeln" usw. habe ich mich weiter oben schon geäußert.


    So "funktioniert" das Leben nicht.


    Was, wenn Situationen eintreten, auf die diese ganzen Regeln nicht passen??

    Zitat

    * Viele Frauen wollen, dass der Mann die Führung oder Initiative zu einem Großteil übernimmt

    Hier geht es um Deine Frau, nicht um "viele Frauen".


    Und es bringt auch nix, zu machen, was "sie will", wenn das nicht Dir selber entspricht.... Aber ich wiederhole mich....

    Zitat

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich, ohne diese "Regeln" gelernt zu haben, bis zu meinem Lebensende immer wieder die gleichen Fehler wiederholt hätte, und von gescheiterter Beziehung zu gescheiterter Beziehung taumeln würde.

    Und ich bin mir relativ sicher, dass es um was anderes geht als die "Nicht-Einhaltung" von irgendwelchen "Regeln" (wer stellt die überhaupt auf?).

    Zitat

    Man muss auch darauf eingehen, wie Frauen, und ganz speziell diese eine Frau, behandelt werden will. Ist sie ein Typ, der lieber festgehalten werden will als lange Gespräche zu führen, dann soll sie das bekommen. Will sie lieber oft und lange Gespräche führen? Dann bekommt sie das.

    Das Zauberwort ist also wieder mal die Anpassung und Weicheierei. ;-D ;-D ;-D

    Zitat

    Für was für ein kalkulierendes Monster hältst du mich denn?

    Ich halte Dich keineswegs dafür. Manipulation betreibt ohnehin so gut wie jeder und findet oft unterschwellig statt.

    Zitat

    Meine Gefühle haben mir halt in der Vergangenheit oft Dinge geraten, die mächtig schlecht für die Beziehung und für mich waren.

    Du bewertest sie als schlecht, weil sie sich zunächst richtig angefühlt haben, Dir aber die Konsequenzen nicht gefallen haben (falls die Konsequenzen überhaupt alle mit Deinen Handlungen zusammenhängen – Eure Beziehung steht und fällt ja nicht "nur" mit Dir..... warum also die komplette "Verantwortung" bei Dir sehen?)?

    Zitat

    Meine Gefühle haben mir nicht geraten: "Sei authentisch, sei du selbst, verbieg dich nicht." Sie haben mir geraten: "Ok, opfere halt ein bisschen was. Ist ja nicht so schlimm. Hauptsache sie profitiert davon. Du willst ihr schließlich so viel Gutes tun wie möglich."

    Letztlich wolltest Du (auch) DIR "Gutes" tun – nämlich sie um fast jeden Preis halten.

    Zitat
    Zitat

    Woran machst Du das fest, dass eine Frau zu Dir "passt"?

    Na an den üblichen Dingen: Weltanschauung, Humor, ungefähr auf einem Level stehen usw.

    Solche "Kriterien" hatte ich vermutet.

    Zitat

    Die Abhängigkeit konnte ich noch nicht überwinden. Denn die kommt aus der noch nicht überwundenen Angst vor den Folgen der Trennung. So lange ich die Angst vor den schon beschriebenen Folgen einer Trennung nicht überwinden kann, bin ich leider abhängig. Abhängig davon dass die Ehe weiter geht.

    ...Und schon einen Tag später äußerst Du Dich ganz anders.... Ich sehe insgesamt relativ viele Widersprüche und Unausgegorenheiten in Deinen Aussagen (arbeite die aber jetzt nicht heraus....).


    Irgendwie kommst Du mir sehr orientierungslos vor (bitte nicht als Kritik auffassen)....


    Kann es sein, dass Du "Orientierung" in gewisser Weise auch bei Deiner Frau suchst? Dass sie überspitzt formuliert so eine Art (emotionale) Mutterrolle für Dich darstellt?


    Ich hoffe, dass Du dies verneinen kannst.... ;-)

    Hallo Milchmann! Ich habe nicht alle Beiträge gelesen, aber dein Thema spricht mich an. Weil ich es aus eigener Erfahrung kenn kenn, natürlich etwas anders gelagert, meine Frau ist nicht sooooo hübsch und begehrt. Aber trotzdem haben wir jahrelang aus dem sicheren Hafen Ehe operiert, und hatten kaum Sex. Bis sie gemerkt hat, dass ich mich anderweitig umsehe. Als ich ihr dann gesagt habe, dass ich mich für andere Frauen interessiere und es Frauen gibt, die Spass am Sex haben, da hat sie sich geändert. Sie hat gemerkt, dass unsere Ehe auf dem Spiel steht. Seither hat sie Lust und ergreift sogar auch selbst mal die Initiative. Und wenn länger mal nichts los war, dann sagt sie, dass sie ES vermisst.


    (meine Neugungen sind trotzdem geblieben, sie fühlt sich nie mehr ganz sicher)

    @ EinMann65:

    Zwar ist es bei uns ein bisschen anders. Da steckt mehr dahinter als nur das fehlende Interesse anderer Frauen. Bzw., dass ich jegliche anderen Frauen von mir abgewehrt habe (ich denk mir jeden Tag immer noch: wie dämlich!). Aber ich find's cool, dass es euch geholfen hat, wieder ein Sexleben zu führen! :)^

    @ fiamma:

    Dass das alles für dich "kopfig" klingt, liegt wie gesagt daran, dass ich ein Kopfmensch bin. ;-) Diese Sichtweise der Welt ist für dich wahrscheinlich schwer zu verstehen, für mich hingegen normal.


    Und dass ich orientierungslos klinge, liegt daran, dass ich gerade dabei bin, mich neu zu orientieren. Viele Dinge, die ich jahrelang für richtig gehalten habe, hinterfrage ich jetzt, und ändere dann auch teilweise meine Meinung dazu – auch aufgrund der vielen neuen Denkanstöße hier. Bis ich wieder meinen Weg gefunden habe, wird es bestimmt noch Wochen dauern. Bis dahin ändert sich jeden Tag ein bisschen was. Also kein Wunder, wenn sich meine Beiträge über die Tage verändern.


    Die letzten Jahre hab ich die Dinge einfach laufen lassen. Nicht in mich reingehört, ob die Dinge in die richtige Richtung laufen. Nicht selbst für eine Richtung gesorgt. Nicht mal innegehalten, und mich gefragt ob ich zufrieden bin. Einfach von Verpflichtung zu Verpflichtung treiben lassen, und dazwischen Füße hoch (überspitzt formuliert). Jetzt nutze ich einen guten Teil meiner freien Zeit um nachzudenken, Denkanstöße und andere Erfahrungen durch den Kopf gehen zu lassen und meine Gefühle zu erforschen. Ich mache sozusagen die Arbeit der letzten Jahre in Wochen, vielleicht Monaten. Diese Zeit ist vorbei, wenn ich wieder mit mir selbst zufrieden und im Reinen bin.

    Hallo Milchmann,


    diese Woche habt Ihr doch den Eheberatungstermin. Bei welchem Traeger findet Eure Beratung statt – kirchlich, privat, pro familia ...? – Hast Du oder hat Deine Frau oder habt Ihr gemeinsam den Berater gewaehlt? Hat jeder von Euch einen eigenen und werdet Ihr dann zusammenkommen oder fangt Ihr gleich bei ein und derselben Person an? – Erzaehl' uns doch davon mehr! Ich bin darauf gespannt!


    Und noch etwas: Welche Musikrichtung ist es denn, die Deine Frau darbietet? Uebt sie dafuer daheim?


    Alles Gute Euch beiden


    Antonio

    Hallo Milchmann,


    wenn ich das hier so lese, dann habe ich das Gefühl, du interpretierst zu viel und lebst zu wenig mit dem Bauch. Geht mir so oder so änhlich.


    Wir sind nun 20 Jahre verheiratet und die Kinder sind groß. Wir sind also aus dem Gröbsten heraus. Als sie klein waren, gab es auch bei uns wenig Sex. Da war mein Verlangen als Mann größer als das meiner Frau. Und geändert hat es sich erst viel später, als die Kinder deutlich größer waren als deine im Moment.


    Und ich habe zu meiner Frau immer gesagt, ich werde mich für sie nicht verbiegen. Wenn wir untereinander die kleinen Fehler des anderen nicht tolerienen, dann kann es nicht funktionieren. Und kleine Fehler meine ich z. B. Immer die Zahpastatube falsch auszudrücken. Da gibt es auf jeder Seite Fehler. Und die toleriert man wenn man verliebt ist. Fängt man an die nicht mehr zu tolerieren, begibt man sich in eine schieflage, denn der andere wird sich nicht ändern. Dafür ist man dann doch zu alt (klingt ziemlich blöd). Und irgendwann streitet man sich nur noch.


    Auch ich habe den Fehler begangen, meinen Freundeskreis abzuschaffen, um ihr bei den Kindern unter die Arme zu greifen. Ist nicht so gemeint wie es rüberkonnt – natürlich sind es auch meine Kinder. Aber im Zweifelsfalle habe ich meine Verabredung sausen lassen und nicht drauf bestanden, nur damit sie gehen kann. Jetzt sitze ich in einer änhlichen Falle wie Du. Und das macht nicht zufrieden, sondern unszufrieden, vor allem, wenn man sieht, dass es dem anderen besser geht. Aber war man es nicht selber schuld und deshalb darf man es seinem partner jetzt nicht neiden.


    Hoffentlich war das nicht zu wirr und hilft dir weiter.

    Habe nur die erste Seite des Threads gelesen, und weiss nicht, wie sehr sich schon die ganze Sache aufgelöst hat, aber ich habe das Gefühl, deine Frau sieht sich gerade nach einem anderen Patner um.


    Sie fühlt sich zum ersten Mal in ihre Leben attraktiv, und will diese gefühlte Atraktivität am Beziehungsmarkt gegen eine gute Partie eintauschen. Endlich kann sie einen richtig geilen Mann haben, einen Musiker und Draufgänger und muss sich nicht mehr mit so einem weichgespülten Familienvati abgeben. Früher, als sie sich hässlich fühlte, warst du gut genug, heute kann sie was besseres haben. Vielleicht ist das die letzte Gelegenheit in ihrem Leben dazu – sie wird ja auch nicht jünger! Vielleicht hat sie auch das Gefühl, etwas verpasst zu haben, und will das jetzt nachholen.


    Lass ihr den Spass, wenn sie meint, das zu brauchen. Du kannst sie nicht an dich binden, zumindest nicht in eine Weise die auch nur einen von Euch beiden glücklich machen würde.


    Und versuche nicht, für sie attraktiver zu werden, alleine, dass du es für werden möchtest, macht sich schon wieder zu einem unattraktiven Dackel! Werde mit deinem eigenen Leben zufrieden, nimm Kontakt zu deinen alten Freunden auf, mache in deiner Freizeit, was DIR gefällt, tu die Dinge, auf die glaubtest, für die Familie verzichten zu müssen. Wenn du mit dir selbst zufrieden bist, wenn du deinen eigenen Weg gehst, und dich dabei gut fühlst, dann bist du auch attraktiv, so einfach ist das.

    Zitat

    Und versuche nicht, für sie attraktiver zu werden, alleine, dass du es für werden möchtest, macht sich schon wieder zu einem unattraktiven Dackel!

    Das sollte natürlich "für sie" heissen!