Zitat

    Du als Mann hast irgendwie den Zug verpasst. Deine Frau ist ja eine wahre Meisterin der Warnschüsse. Ausserdem provoziert sie stark. Trotzdem bist Du immer noch am Analysieren und überlegst Dir, wie Du Dein Angebot optimieren könntest. Sie versucht einen Knall zu provozieren, Du versuchst ihn zu vermeiden.

    So, und diesen Absatz solltest du dir ausdrucken und unters Kopfkissen legen, da trifft jedes Wort. Genau, wie bei der Geschichte von Bodhran übrigens. Viel Glück.

    @ Bodhran:

    Einfach nur das wahre Leben! ;-D Wenn das nicht irgend jemandem wirklich passiert ist...


    All dieses den Mann ändern wollen ist wohl auch ein Test von Frauen. Ein Test seines zu-sich-stehens und seiner Beständigkeit. Vielleicht nicht unbedingt bewusst durchgeführt. Aber gibt der Mann nach, dann kann sie ihn mit genügend Hartnäckigkeit künftig nach ihrem Belieben formen. Ab dann hat man wohl verloren.


    Warum erklärt einem das niemand, bevor man seine ersten langen Beziehungen hat? Warum muss jeder Mann mühsam selbst rausfinden, welche Dinge in Beziehungen grundsätzlich in die Hose gehen? Zwar bin ich jetzt schlauer, aber reichlich spät. ":/

    @ Benetta:

    Danke für deine aufmunternde Geschichte! Auf mich umgemünzt würde das allerdings bedeuten: ich brauche eine Frau die auf mich steht, dann kommt die Eifersucht und sie wacht auf...


    Erstmal versuche ich es ohne dieses Druckmittel. Aber vermutlich ist zumindest ein bisschen Eifersucht nötig, schon allein um die Eifersucht auszugleichen die sie bisher bei mir wahrgenommen hat.

    @ Mayflower:

    Ich behaupte nicht, dass meine Frau ein armes unsicheres Hascherl ist. Wäre es so, hätte ich mich wohl nicht allzu sehr für sie interessiert. Sie hat schon Stärke in sich. Aber sie verzweifelt schnell, Dinge wachsen ihr über den Kopf, sie vertraut nicht in sich selbst und neigt zu leichten Depressionen. Diese Phasen, wo sie wirklich absolut unten ist, sind allerdings normalerweise selten, vielleicht einmal im Jahr für 1-2 Wochen.


    Derzeit ist sie zumindest nahe dran, würde ich sagen. Sie weint mehrmals die Woche, weil ihr die Belastung mit den Kindern über den Kopf wächst. Sie ist eine sehr gute Mutter, aber erwartet zu viel von sich und tut sich schwer gelassen zu bleiben. Ich fühle mich schuldig, ihr nur abends und am Wochenende die Belastung abnehmen zu können, und habe daher alles was ging geopfert, nur um mehr zu Hause zu sein und sie zu entlasten.


    All diese Selbstaufgabe hat mit dem ersten Kind vor 3 Jahren angefangen. Und ich habe es mächtig übertrieben, und mich so selbst kontinuierlich in die Weichei-Position manövriert. Ohne Kinder hätten wir diese Probleme vermutlich nicht. Es gäbe nichts was sie überlastet, ich hätte mich nicht opfern müssen. Wir hätten immer unsere Hobbies und Eigenständigkeiten behalten können, und wären nicht zur häuslichen Langeweile verdammt gewesen.


    Aber das ist mir egal. Wir wollten Kinder, und jetzt kämpfen wir uns durch. Die Beiden sind das Tollste was es gibt, auch wenn sie oft verdammt anstrengende Monster ]:D sind. Die Herausforderung, meine Frau über Wasser zu halten und dabei die Ehe zu retten nehme ich gerne an. :-)


    Ach ja, was ich noch gar nicht erwähnt habe: seit knapp zwei Monaten sagt sie, sie fühlt sich als wäre sie in ihrer ersten Midlife-Crisis. Bisherige Auswirkungen: Haare gefärbt, ein Tattoo, ein Zweites kommt Übermorgen. :-) Möglichst jede Chance nützen, für möglichst lange Zeit von zu Hause zu verschwinden. Erhöhter Alkoholkonsum (aber nicht bedenklich). Neue Freunde rekrutieren, bevorzugt Männer. Sollte mir das zu denken geben? ;-D


    Ich sollte da eigentlich viel mehr auf die Bremse treten, habe aber Angst dass sie dann mit den Kindern total vor die Hunde geht. Juhuu, die Wahl zwischen Pest und Cholera! ]:D


    Und noch ein "kleines" Detail (unsere Situation hat echt viele fiese Facetten): seit nach der ersten Schwangerschaft hat sie Schmerzen beim Sex. Sie fühlt sich "zu kurz". Vorher gab es das Problem nicht. Man muss daher höllisch bezüglich Tiefe und sogar Winkel aufpassen. Bloß nicht zu tief und nur ganz gerade.


    Seit nach der zweiten Schwangerschaft (natürliche Geburt) hat sie zusätzlich noch ein starkes Weitegefühl. Spürt also beim Sex kaum noch was. Dazu noch eine Beckenbodenschwäche. Keine Voraussetzungen für guten Sex, oder? Unsere Situation ist wirklich nicht ganz einfach. Aber wenigstens weiß ich jetzt, wie ich weitermache. Danke noch mal, -Toffifee-! Ach, danke alle für so viel geopferte Zeit und so viel guten Input! Wäre das nicht das anonyme weit verstreute Web, ich würde euch alle auf ein Bierchen einladen!

    Zitat

    Ach ja, was ich noch gar nicht erwähnt habe: seit knapp zwei Monaten sagt sie, sie fühlt sich als wäre sie in ihrer ersten Midlife-Crisis. Bisherige Auswirkungen: Haare gefärbt, ein Tattoo, ein Zweites kommt Übermorgen. Möglichst jede Chance nützen, für möglichst lange Zeit von zu Hause zu verschwinden. Erhöhter Alkoholkonsum (aber nicht bedenklich). Neue Freunde rekrutieren, bevorzugt Männer. Sollte mir das zu denken geben?

    Das sollte dir nicht nur zu denken.


    Das ist eine indirekte Aussage "Schatz, weißt ja wie Midlife-Crisis sind, da kann ja auch mal fremdpoppen zugehören".


    Mag jetzt mal krass ausgedrückt und eventuell total falsch sein, aber bei sowas würde ich nicht nur von einemla fremdpoppen ausgehen, sondern von "gangbang" etc.


    Sie mag zwar ne gute Mutter sein, aber sie ist wohl weder eine gute noch eine treue Ehefrau – von dem was du so schreibst (und ich 1 + 1 zusammenzähle).

    Zitat

    Möglichst jede Chance nützen, für möglichst lange Zeit von zu Hause zu verschwinden.

    3 mal darfst du raten, was sie in der Zeit mit ihrem neuen männlichen Freundeskreis, der sich stetig erweitert so treibt.


    Ganz ehrlich: nimm die Füße in die Hand, kümmer dich um die Kinder und beedne das. (so würde ich es wohl machen)


    Es sei denn ihr habt beide Interesse an einer offenen Beziehung. (aber wenn von beiden Seiten aus starke Gefühle im Spiel sind klappt sowas wohl nur selten)

    Zitat

    hat sie zusätzlich noch ein starkes Weitegefühl. Spürt also beim Sex kaum noch was. Dazu noch eine Beckenbodenschwäche. Keine Voraussetzungen für guten Sex, oder?

    Ok...deine Frau scheint einfach keine Ahnung von ihrem Körper zu haben.


    Wenn Frau zu wenig spürt, liegt das zu 90% an ihr selbst.


    Nimm nen Durex-Gummi, standart Größe.


    Sitzt das richtig? Dann liegts nicht an dir!


    Zu weit. ? KANN an dir liegen


    Zu eng? Dann sollte sie sich mal Sorgen machen.


    Eine Frau kann durch Beckenboden training die Orgamusfähigkeit verbessern und spürt dadurch auch selbst mehr.


    Der Partner sogar auch....hat also für beide Seiten einen positiben Effekt.


    Und glaub mir: eine Frau, die mit ihrer Beckenbodenmuskulatur umgehen kann bereitet viel mehr Freude als alles andere.

    Zitat

    Das ist eine indirekte Aussage "Schatz, weißt ja wie Midlife-Crisis sind, da kann ja auch mal fremdpoppen zugehören".


    Mag jetzt mal krass ausgedrückt und eventuell total falsch sein, aber bei sowas würde ich nicht nur von einemla fremdpoppen ausgehen, sondern von "gangbang" etc.

    Durchaus möglich, dass sie mit der Wortwahl "Midlife-Crisis" auf einen Fremdgeh-Wunsch (oder ein tatsächliches Fremdgehen) anspielt. Ich denke eher nicht, aber glaub mir, ich bin bezüglich jeglicher Anzeichen die es dafür geben könnte sehr wachsam. Ich hab natürlich keine Lust, mich verarschen zu lassen.


    Was Gangbang etc. angeht, ich glaub da geht eher deine Fantasie mit dir durch. ;-) Ich sag ja nicht dass so was nicht vorkommt, aber sie ist nicht der Typ dafür. Und ob ein Mann, zwei, oder drei ist mir ehrlich gesagt dann auch schon egal.

    Zitat

    Ganz ehrlich: nimm die Füße in die Hand, kümmer dich um die Kinder und beedne das. (so würde ich es wohl machen)

    So weit sind wir noch (hoffentlich lange) nicht. Es gibt noch genügend Möglichkeiten, alles wieder in ein Gleichgewicht zu bringen. Aufgegeben wird erst, wenn alle Möglichkeiten erschöpft sind, oder ich keinen Sinn mehr im Kämpfen sehe. Aber da die Kinder mit im Spiel sind, werde ich eher alle Register ziehen.

    Zitat

    Ok...deine Frau scheint einfach keine Ahnung von ihrem Körper zu haben.

    Da muss ich widersprechen. Du hingegen scheinst keine Ahnung zu haben, was eine schwere Geburt mit dem Körper einer Frau anrichten kann. Ein bissl Beckenbodentraining und alles ist wieder gut? Es sind schon 1 1/2 Jahre vergangen, und sie hat schon diverse Methoden durchprobiert. In so manchen Fällen hilft nur eine OP, aber will man das? Und damit ist nur das Beckenbodenproblem gelöst.


    Vor den Schwangerschaften haben wir untenrum perfekt zusammengepasst! Ich habe Standardgröße, die hatte sie auch. Nun ist sie empfindlich, viel zu weit, und mit Training geht da gar nix. Aber solche Dinge sind derzeit ja nicht unser Hauptproblem.

    hast du richtig gelesen, was Mayflower dir geschrieben hat?


    Ich hab den Eindruck, dass du das nicht registriert hast, was sie dir sagen will.


    Dabei war sie doch sehr deutlich, meiner Meinung nach die beste Analyse eurer Situation.

    Teilweise stimme ich dir zu, Süntje. Mayflower hat als Außenstehende Dinge erkannt, die mir nicht aufgefallen sind.


    Aber was tough und selbstsicher angeht, da scheinen meine Schilderungen euch in die Irre zu führen. Wie könnte ich als ihr langjähriger Partner sie für eher unsicher und hilfebedürftig halten, wenn sie tatsächlich tough und sicher wäre? So etwas wie Toughness oder Selbstbewusstsein übersieht man doch nicht. ;-)


    Dass sie ihr altes Leben möglichst schnell wieder aufnehmen will liegt daran, weil das Jetzige (ziemlich anstrengende) ihr über den Kopf wächst. Sie sagt sie muss raus. Sie flüchtet in ein leichteres Leben. Das ist keine Toughness.


    Übrigens ist/war sie Sängerin in diversen Bands. Hat es aber trotz diverser Auftritte noch nie geschafft, auf der Bühne zu reden. Sie traut sich nicht. Mit dem Publikum reden müssen die anderen Bandmitglieder. Sie singt zwar vorne, sagt aber sie würde am liebsten hinter dem Drummer stehen. Zwar genießt sie es, die Hauptsängerin zu sein, nicht ein Backgroundanhängsel, aber vorne im Rampenlicht stehen ist ihr unangenehm. Nein, selbstsicher ist sie nicht. Aber das muss sie auch nicht sein. Ich liebe sie auch so. Auch wenn ich auf eine echte Rampensau noch ein wenig stolzer wäre. :-)

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    Du als Mann hast irgendwie den Zug verpasst. Deine Frau ist ja eine wahre Meisterin der Warnschüsse. Ausserdem provoziert sie stark. Trotzdem bist Du immer noch am Analysieren und überlegst Dir, wie Du Dein Angebot optimieren könntest. Sie versucht einen Knall zu provozieren, Du versuchst ihn zu vermeiden.

    Dass ihr Verhalten Warnschüsse sein könnten, daran hab ich nie gedacht. Frauen sind ja oft so, dass sie Dinge lieber andeuten, oder wollen dass man etwas selbst herausfindet, als Dinge direkt heraus zu sagen. Und wir Männer sind leider oft zu blind, das zu erkennen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das stimmt. Ich habe schon vor einiger Zeit zu ihr gesagt, dass sie dabei ist, einen Bogen zu spannen, und dass sie langsam die Spannung steigert, aber ihn nicht überspannen sollte.


    Dass sie dieses Steigern ihres Verhaltens vielleicht mit Absicht macht, daran hätte ich nicht gedacht. Ich muss jetzt endlich STOPP sagen, anstatt ihr doof zuzuschauen, bis sie ihn letztendlich wirklich überspannt hat.


    Schön dass es solche Foren gibt, und Frauen, die versuchen sich in fremde Geschichten einzufühlen und zu helfen. Ich habe nämlich leider keine Freundin, die mir dabei helfen könnte, meine Frau und generell die weibliche Sichtweise zu verstehen. Ich bin leider auch kein mysteriöser Frauenversteher. :-(

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    Ich denke, alleine kommt ihr da nicht raus. Deine Frau expandiert und Du bist – zu Recht – enttäuscht und nimmst ihr Verhalten übel. Ich kann Euch nur raten, professionelle Hilfe anzunehmen. Vor allem wegen der Kinder, wenn das Ding bei Euch eskaliert, dann kann es hässlich werden. Das solltet Ihr unbedingt vermeiden.

    Vor ein paar Tagen hat sie zum ersten Mal die Möglichkeit einer Eheberatung angesprochen. Da dachte ich noch "Was, nur weil wir keinen Sex haben???". Wie naiv! Natürlich muss da noch viel mehr sein, wenn sie das schon selbst anspricht. Es gibt da bei uns eine Beratungsstelle für Kinder- und Familienprobleme. Ich habe ihr schon länger mal geraten, dort wegen ihrer Überforderung mit den Kindern hinzugehen.


    Wahrscheinlich liegt eine Menge mehr im Argen, als mir klar ist. Spätestens wenn wir tatsächlich eine Eheberatung anfangen, muss sie wenigstens endlich mal offen sein, und mir sagen was aus ihrer Sicht alles nicht stimmt.

    Zitat

    Wie könnte ich als ihr langjähriger Partner sie für eher unsicher und hilfebedürftig halten, wenn sie tatsächlich tough und sicher wäre? So etwas wie Toughness oder Selbstbewusstsein übersieht man doch nicht.

    Man sieht Dinge und Menschen oft so, wie man sie gerne sehen möchte. Solange dies für den Partner auch stimmt, gibt keine Probleme. Wenn Du aber zu Deiner Frau sagst "Du bist a und b" und sie sagt "das stimmt nicht, ich bin x und y", dann habt ihr ein Problem.


    Wenn Du nicht mehr ihr Tröster, Entlaster, Versteher, usw. sein kannst, was bist Du dann? Wenn ich Deine Texte lese, habe ich den Eindruck, dass Du Dir in dieser Rolle (zumindest anfänglich) schon gefallen hast. Sie schwach, labil und depressiv, Du stark, stützend und helfend. Sie schwach, Du stark. Sie unten, Du oben.


    In einer Beziehung kann es immer mal vorkommen, dass einer in einer Krise steckt und der andere in dieser Zeit den Karren ziehen muss. Aber man muss die Rollen auch wieder anpassen können, d.h. den Schwachen wieder stärker werden lassen und die eigenen Hilfsangebote zurücknehmen.


    Im Moment dreht Deine Frau mächtig auf, wird stärker, unabhängig, macht was sie will und ihr gefällt und Du merkst jetzt, dass dies auch Deine Rolle verändert – und zwar zu Deinen Ungunsten. Wäre sie nicht erstarkt, würdest Du Dich in der Rolle des Retters und Helfers immer noch sicher (und wichtig) fühlen.

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    Dass sie ihr altes Leben möglichst schnell wieder aufnehmen will liegt daran, weil das Jetzige (ziemlich anstrengende) ihr über den Kopf wächst. Sie sagt sie muss raus. Sie flüchtet in ein leichteres Leben. Das ist keine Toughness.

    Das ist nicht tough, das ist ehrlich. Muttersein (auch wenn man sich die Kinder gewünscht hat) kann einem erschöpfen und frustrieren. Manche Frau ist da schon hart auf dem Boden der Tatsachen aufgeschlagen. Man ist 24 Stunden auf Abruf, es ist anstrengend, man verdient nichts, kriegt wenig Anerkennung, es gibt keine Aufstiegs-Chancen, Mann, Familie und Gesellschaft erwarten, dass man aus Nächstenliebe und Mutterinstinkt alles richtig und erst noch mit Freude macht. Und man selbst möchte das ja eigentlich auch, umso demoralisiernder ist es, wenn man eine schleichend zunehmende Unzufriedenheit verspürt.


    Klagen kann man i.d.R. bei niemandem, weil einem alle sagen "Du hast ja Kinder gewollt!". Das hat man dann zu schlucken und sich klaglos zu fügen. (Ganz toll ist das, wenn dieser Spruch vom eigenen, ebenfalls frustierten Mann kommt).


    Ihr Gehen hat etwas aggressives (!) an sich. Sie setzt sich kompromisslos durch. Du kannst schauen, wo Du und die Kinder bleiben. Sie nimmt keine Rücksicht (mehr?). Ich vermute bei Euch ist sehr viel mehr gelaufen, als Du hier schreibst.

    Zitat

    Übrigens ist/war sie Sängerin in diversen Bands. Hat es aber trotz diverser Auftritte noch nie geschafft, auf der Bühne zu reden. Sie traut sich nicht. Mit dem Publikum reden müssen die anderen Bandmitglieder. Sie singt zwar vorne, sagt aber sie würde am liebsten hinter dem Drummer stehen. Zwar genießt sie es, die Hauptsängerin zu sein, nicht ein Backgroundanhängsel, aber vorne im Rampenlicht stehen ist ihr unangenehm.

    Man muss nicht zuvorderst stehen, um das Gefühl des-auf-der-Bühne-zu-stehen, als Nervenkitzel zu erleben. Auftreten ist toll und das wünschen sich eigentlich alle, die Musik machen, andererseits kämpfen ganz viele mit Versagensängsten und Lampenfieber. Das ist aber normal (ich kenn mich da ein bisschen aus).

    Zitat

    Nein, selbstsicher ist sie nicht. Aber das muss sie auch nicht sein. Ich liebe sie auch so. Auch wenn ich auf eine echte Rampensau noch ein wenig stolzer wäre.

    Interessant. Wieso wärst Du stolzer auf sie, wenn sie eine echte Rampensau wäre? Stört es Dich, dass sie alles was sie macht, in Deinen Augen, irgendwie halbpatzig und zu wenig gut macht? Sie scheint sehr oft zu versagen, im Haushalt, bei der Kindererziehung, beim Sex, auf der Bühne...Dein "ich liebe sie auch so" kann man, je nachdem mit welchem Ohr man hinhört, auch als Kränkung empfinden. In Deine Aeusserungen und Dein Verhalten lässt sich sehr viel hinein-interpretieren.

    Zitat

    Ich habe schon vor einiger Zeit zu ihr gesagt, dass sie dabei ist, einen Bogen zu spannen, und dass sie langsam die Spannung steigert, aber ihn nicht überspannen sollte.


    Dass sie dieses Steigern ihres Verhaltens vielleicht mit Absicht macht, daran hätte ich nicht gedacht. Ich muss jetzt endlich STOPP sagen, anstatt ihr doof zuzuschauen, bis sie ihn letztendlich wirklich überspannt hat.

    Ja, wach auf und versuche die Dinge aus verschiedenen Perspektiven anzuschauen. STOPP ist gut, weil so könnt Ihr nicht weitermachen.

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    Es gibt da bei uns eine Beratungsstelle für Kinder- und Familienprobleme. Ich habe ihr schon länger mal geraten, dort wegen ihrer Überforderung mit den Kindern hinzugehen.

    Wahrscheinlich hätte sie Dich für diesen Rat am liebsten in den A..... getreten. Sie hat – in Deinen Augen ein Problem – also soll sie zur Beratung gehen. Du und Eure Beziehung sind aber wahrscheinlich ihr grösstes Problem. Einer allein kann keine Beziehungsprobleme lösen.

    Zitat

    seit nach der ersten Schwangerschaft hat sie Schmerzen beim Sex. Sie fühlt sich "zu kurz". Vorher gab es das Problem nicht. Man muss daher höllisch bezüglich Tiefe und sogar Winkel aufpassen. Bloß nicht zu tief und nur ganz gerade.


    Seit nach der zweiten Schwangerschaft (natürliche Geburt) hat sie zusätzlich noch ein starkes Weitegefühl. Spürt also beim Sex kaum noch was. Dazu noch eine Beckenbodenschwäche. Keine Voraussetzungen für guten Sex, oder?

    Zu kurz, zu weit, zu eng, zu wenig Gefühl oder Unbehagen, – so fühlt sich Sex für eine Frau an, wenn sie nicht scharf ist. Irgendetwas stimmt immer nicht. Hat man dann noch eine etwas störende Dammnaht oder sonst ein Geburts-Ueberbleibsel, so hängt man das Ganze daran auf. Das kann dann aber auch der Versuch sein, denn Mann zu entlasten: sie nimmt die "Schuld" auf sich, es ist ihr Körper, der nicht funktioniert. So hat man den Konflikt mal vorerst auf Eis gelegt.


    Frisch verliebt in einen andern Mann, ist all das Störende wie weggeblasen. Zumindest solange die Gefühle intensiv und toll sind. Wenn die Gefühle dann abflachen und andere Beziehungsaspekte dazwischenfunken, kommen auch die alten Zipperlein wieder.

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    Wahrscheinlich liegt eine Menge mehr im Argen, als mir klar ist. Spätestens wenn wir tatsächlich eine Eheberatung anfangen, muss sie wenigstens endlich mal offen sein, und mir sagen was aus ihrer Sicht alles nicht stimmt.

    Ihr werdet Euch BEIDE äussern müssen. Die Person, die die Beratung führt, wird nicht zulassen, dass Deine Frau auf der Anklagebank sitzt und Du die Rolle des Klägers übernimmst. Eine Beziehung ist ein System, in dem man sich gegenseitig bedingt. Auch wenn man sich am Schluss als Opfer fühlt oder sogar eines ist, man war immer mitbeteiligt, dass es soweit gekommen ist. Diese Erkenntnis ist schmerzlich, man kann sie aber zukünftig nutzen.


    Auch wenn ich hier ein paar unschöne Sachen geschrieben habe, ich wünsche Euch beiden wirklich, dass Ihr diese ernste Krise gemeinsam meistert.

    Zitat

    Ich sollte da eigentlich viel mehr auf die Bremse treten, habe aber Angst dass sie dann mit den Kindern total vor die Hunde geht.

    Dieser Satz ist mir noch aufgefallen: wieso soll Deine Frau mit den Kindern vor die Hunde gehen? Du bist ja ein "anwesender" Vater und tägliche Bezugsperson für die Kinder. Du bist kein Wochenend-Vater, dessen Kinder hauptsächlich in der Obhut der Mutter leben. Wenn die Mutter sich emotional entfernt, werden sie sich mehr an Dich binden.


    Nehmen wir mal den worst case: Deine Frau reicht die Scheidung ein und überlässt Dir die Kinder. Dann wirst Du doch sicher dafür sorgen, dass Deine Kinder "nicht vor die Hunde gehen" und wirst neben Deiner Vater-Rolle auch Teile der mütterlichen Aufgaben übernehmen.


    Solche Szenarien sollte man ruhig mal durchdenken. Eine Mutter kann plötzlich durch schwere Krankheit ausfallen oder im schlimmsten Fall versterben. Dann muss man als übrig bleibender Elternteil, das Familienschiff alleine steuern.

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    Im Moment dreht Deine Frau mächtig auf, wird stärker, unabhängig, macht was sie will und ihr gefällt und Du merkst jetzt, dass dies auch Deine Rolle verändert – und zwar zu Deinen Ungunsten. Wäre sie nicht erstarkt, würdest Du Dich in der Rolle des Retters und Helfers immer noch sicher (und wichtig) fühlen.

    Klar, als Helfer oder Beschützer fühlt Mann sich gut. Aber lieber hätte ich eine Beziehung auf Augenhöhe. Oder eine nur ein klein wenig "schwächere" Frau. Vielleicht hatte ich die ja, und habe sie falsch gesehen.


    Jetzt ist es jedenfalls tatsächlich so, dass sie in der stärkeren Position ist. Und ein Mann, der gegenüber seiner Partnerin schwächer da steht, ist über kurz oder lang auf der Abschussliste. Frauen haben meistens kein Problem damit, zu einem Mann aufzusehen. Manche mögen das, manche stört es nicht. Aber Frauen möchten nicht auf ihren Partner herabsehen. Kennst du einen Fall, in dem so was lange gut gegangen ist? Kann mir nicht vorstellen, dass es einen gibt.


    Wäre ich nun ein Weichei und sie eine Powerfrau, nun dann hätten wir wohl keine Zukunft. Sagen wir mal wir waren immer auf Augenhöhe, oder nahezu. Vor ein paar Monaten fühlte sie sich dann vom Hausfrauen- und Mutterdasein erdrückt. Was ich nachvollziehen kann. Ich kann ihr noch so viel helfen wollen, 9 Stunden am Tag hat sie halt die Kinder allein. Einer muss arbeiten gehen und das Haus bezahlen, die Windeln, das Essen und Klamotten. In einem halben Jahr arbeitet sie wieder halbtags, die Kinder sind dann im Kindergarten. So lange müsste sie halt noch durchhalten.


    Aber sie kam mit "Midlife-Crisis", böse könnte man auch sagen Ego-Tripp. Sie wollte raus, Leute treffen, Leute kennenlernen, stundenlang am PC vor Facebook hocken etc. Ich wusste sie braucht das, also habe ich es ihr ermöglicht. Ich blieb zu Hause bei den Kindern, ich habe bei mir noch ein bisschen Geld gespart, damit sie es für sich hat. Der Dank dafür ist, dass sie jetzt in der starken Position ist, und ich der Papa-Heimchen-Waschlappen bin.


    Ich spüre und sie sagt auch, das sie das Gleiche von mir erwartet. Geh raus, triff Leute, lern welche kennen. Lern ruhig auch Frauen kennen. Werde wieder interessant. Aber ich bin halt eher der Einzelgängertyp, meine Hobbies (PC, Gitarre, joggen) mache ich alleine. Ich habe einen sehr kleinen Freundeskreis, und es reicht mir eigentlich, alle 2-3 Wochen was am Abend zu unternehmen. Und wie soll ein Softwareentwickler (Arbeit kann man somit abhaken) mit kleinem Freundeskreis Frauen kennenlernen?


    Und schon bin ich in der schwachen, uninteressanten Position.


    Weil ich sie dabei unterstütze, sich zu entfalten, aber meine Freizeitgestaltung nicht spannend/cool genug für sie ist. Nur weil sie sich aktiv und absichtlich nur auf bekannte und neue Männer stürzt, bin ich jetzt uncool weil ich nicht unbedingt weibliche Freundinnen brauche. Hmm. ":/

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    Ihr Gehen hat etwas aggressives (!) an sich. Sie setzt sich kompromisslos durch. Du kannst schauen, wo Du und die Kinder bleiben. Sie nimmt keine Rücksicht (mehr?). Ich vermute bei Euch ist sehr viel mehr gelaufen, als Du hier schreibst.

    Gute Einschätzung, so hätte ich es nicht gesehen. Aber es ist wohl so. Es ist eine Herausforderung an mich, in Rekordzeit vom unterstützenden Papa zum saucoolen Partytypen zu werden. Der ich aber gar nicht bin. So war ich nie, so hat sie mich nicht kennengelernt, und sie war auch nie so. Sie sagte sogar schon sie wünschte sich ich wäre cooler. Wir sind beide Ü30 und waren noch nie wirklich cool. Jetzt will sie in Rekordzeit das Leben einer coolen Socke führen, und schaut auf mich herab der das nicht sein kann oder will. Heißt das wir sind schon verdammt?


    Mehr gelaufen als ich hier schreibe, hmm, ist mir zumindest nicht bewusst. Zumindest nicht die "üblichen" Dinge wie Betrug, Lügen, Gewalt, Vernachlässigung oder so was. Sicher ist nicht alles perfekt, aber in welcher Beziehung ist es das?

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    Interessant. Wieso wärst Du stolzer auf sie, wenn sie eine echte Rampensau wäre? Stört es Dich, dass sie alles was sie macht, in Deinen Augen, irgendwie halbpatzig und zu wenig gut macht? Sie scheint sehr oft zu versagen, im Haushalt, bei der Kindererziehung, beim Sex, auf der Bühne...Dein "ich liebe sie auch so" kann man, je nachdem mit welchem Ohr man hinhört, auch als Kränkung empfinden. In Deine Aeusserungen und Dein Verhalten lässt sich sehr viel hinein-interpretieren.

    Ich wünschte, sie wäre selbstsicherer. Würde mehr von dem Potenzial nützen, das in ihr steckt. Nein, sie ist nicht zu wenig gut für mich. Aber sie schafft oft nicht was sie könnte, weil sie Angst hat zu versagen. Aber in Haushalt, Kindererziehung oder Bühne versagt sie nicht.


    Durch meine Aussagen will ich sie nicht herabsetzen. Ich finde es nur schade, manchmal sogar traurig, wie oft sie sich selbst schon im Weg stand, weil sie nicht in sich vertraut. Es wäre schön, wenn sie näher an dem wäre, was sie sein könnte. Aber ich liebe ja nicht ihre Leistungen, sondern ihren Charakter und ihr Herz.

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    Wahrscheinlich hätte sie Dich für diesen Rat am liebsten in den A..... getreten. Sie hat – in Deinen Augen ein Problem – also soll sie zur Beratung gehen. Du und Eure Beziehung sind aber wahrscheinlich ihr grösstes Problem. Einer allein kann keine Beziehungsprobleme lösen.

    Also bei täglichen Heulkrämpfen, und das obwohl ich schon jedes kleine Bisschen von mir gebe um sie zu entlasten, da sollte sie mich doch nicht dafür hassen dass ich ihr eine Elternberatung vorschlage, oder?


    Oder sagt sie nur dass die Kinder sie fertig machen, und in Wirklichkeit ist es die Ehe die sie so kaputt macht? Ich hoffe es nicht, und es wäre echt fies von ihr, mich so anzulügen.

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    Frisch verliebt in einen andern Mann, ist all das Störende wie weggeblasen. Zumindest solange die Gefühle intensiv und toll sind. Wenn die Gefühle dann abflachen und andere Beziehungsaspekte dazwischenfunken, kommen auch die alten Zipperlein wieder.

    Ist das echt so? Hattest du die Erfahrung schon? Ich dachte, die Geburten hätten einfach physiologisch etwas kaputt gemacht. Aber mag schon sein dass die emotionale Ablehnung des Sex mit mir sich auch körperlich niederschlägt. Brrr, fiese Vorstellung. Der Körper meiner Ehefrau sträubt sich vielleicht gegen mich. :°(

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    Ihr werdet Euch BEIDE äussern müssen. Die Person, die die Beratung führt, wird nicht zulassen, dass Deine Frau auf der Anklagebank sitzt und Du die Rolle des Klägers übernimmst.

    Das alles ist keine reine Anklage. Ich finde zwar sie ist egoistisch und nicht gerade fair zu mir. Aber ich habe in den letzten Jahren auch eine Menge Fehler gemacht, sonst wäre es nicht so weit gekommen. Der Unterschied aber ist, dass ich alles was ich denke und fühle frei heraus sage. Ich bin ein ziemlich offener und ehrlicher Typ. Ihr hingegen muss man Vieles aus der Nase ziehen. Das macht es schwierig. In einer so ernsten Situation sollte man doch alles sagen was einem auf der Seele liegt, selbst wenn es weh tut. Besser verletzt aber mit einer Aussicht, ein konkretes Problem zu lösen, als keinen Plan was nicht stimmt und dann aus dem Nichts Totalschaden.


    Auch wenn das alles sich vielleicht wie ein großes Dementi liest: danke für jede deiner Ansichten! Ein kleiner Trippelschritt weiter in Richtung Frauenversteher. :-)

    aber miclhmann, weißt du was ich schön an dir finde und das hat hier glaub ich noch keiner erwähnt...du scheinst ein sehr liebevoller und verständnisvoller mann zu sein und wenn das stimmt was du hier alles schreibst, kann deine frau froh sein, so einen mann wie dich zu haben, du scheinst ein gutes herz zu haben! :-) leider wird so etwas gerne ausgenutzt... :|N

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    aber miclhmann, weißt du was ich schön an dir finde und das hat hier glaub ich noch keiner erwähnt...du scheinst ein sehr liebevoller und verständnisvoller mann zu sein und wenn das stimmt was du hier alles schreibst, kann deine frau froh sein, so einen mann wie dich zu haben, du scheinst ein gutes herz zu haben

    :)z :)^


    Dem kann ich mich nur anschließen!

    Danke ihr Beiden! :)_


    Noch ein Update von gestern Abend:


    Als die Kids im Bett waren (Gott sei dank jetzt schon kurz nach 20 Uhr), haben wir mal wieder ein Gespräch geführt. Ich habe ihr gesagt, dass ich mit den Ausmaßen, die ihre Midlife-Crisis annimmt, nicht mehr einverstanden bin.


    Zur Erklärung: Dienstag Abend war sie von 19 Uhr bis 2 Uhr(!) bei ihrem neuen Musikerfreund, um seine neue Wohnung streichen zu helfen. Wochentags um halb drei ins Bett als Hausfrau und Mutter mit Mitte 30... 7 Stunden, allein mit ihm in seiner Wohnung. Die Beiden kennen sich erst seit zwei Monaten. Das war mir einfach in Summe zu viel!


    Sie meinte dann sie hatte selbst schon ein schlechtes Gefühl, als sie mal um 1 Uhr auf die Uhr gesehen hat. Blieb aber dann trotzdem noch ne Stunde, weil sie meinte ich würde eh schon schlafen. Darum geht's mir aber nicht, ob ich schon schlafe oder nicht. Die späte Uhrzeit, das ist einfach "too much".


    Sie hat dann von sich aus gesagt dass sie merkt dass ihre Midlife-Crisis auch ein ziemlicher Ego-Trip ist. Aber sie braucht das momentan, sonst macht sie das Häusliche (vor allem Kinder, aber auch ich und die Erinnerung an unser Sexproblem) kaputt. Gestern musste sie die Kids eine Stunde zur Oma bringen, weil sie nicht mehr konnte. Sie hat gemeint, die freie Stunde war wie im Himmel, sie wäre förmlich nach Hause geschwebt. :-)


    Aber sie hat verstanden, dass ich dem eine Grenze setzen will, und sie wird künftig darauf achten, es nicht mehr zu übertreiben. Am Samstag ist sie ab 11 Uhr wieder bei ihm, sie gehen zusammen zum Ikea. Und abends dann weg. Vermutlich kommt sie dazwischen nicht heim, was ich ihr nicht verübeln kann. :-) Zwar hängt sie dann schon wieder vermutlich 15 Stunden am Stück an dem Typen. Aber das ist ja Samstag. Dass sie sich mal einen kompletten Tag aus der Verantwortung stiehlt ist ok. Schließlich hat sie sonst jeden Tag den ganzen Tag allein die Verantwortung. Die 15 Stunden hingegen behagen mir nicht besonders, aber ich hab's ihr erlaubt. Allerdings erwarte ich von ihr, dass sie Sonntag nicht wieder ein Totalausfall ist wie an einem der letzten Wochenenden...


    Tja, sie braucht den Ego-Trip, um nicht durchzudrehen. Wie kann ich ihr ihn da verbieten? Mehr als schon recht großzügige Grenzen setzen will ich ihr nicht zumuten. Ein bisschen mulmiges Gefühl bleibt.


    Fair ist es halt nicht. Ihr fehlt die Kraft, also flüchtet sie in den Ego-Trip. Für mich wäre es kein Problem, selbst in einen Ego-Trip zu verfallen. ;-D Aber ich nehme halt die Verantwortung an und beiße mich durch, obwohl ich auch recht ausgelaugt bin. Zwar dankt sie mir dass ich ihr das auch ermögliche, aber die schönen Gefühle und die Entspannung hat sie mit anderen Männern. Dann kommt sie nach Hause, sagt danke zu mir, befindet sich aber gleichzeitig wieder in ihrem Gefängnis. Danke für die Unterstützung, aber hier bei dir habe ich halt keinen Spaß.


    Ein bisschen Ego-Trip sollte ich mir wohl auch zugestehen. Muss ich vielleicht sogar, damit sie sieht dass ich auch Abwechslung außer Haus brauche. Die brauche ich auch, aber halt nicht in dem Maß wie sie.


    Was die Beziehung angeht, sagt sie sie liebt mich noch wie immer. Auch wenn sie manchmal zweifelt, ob es wirklich noch Liebe ist, wenn sie mich doch nicht begehert. Ich habe ihr gesagt, wenn es sich anfühlt wie Liebe, und dieses Gefühl nie weg war, dann ist es Liebe. So lange kann man sich Liebe nicht einbilden.


    Sie sagt auch sie genießt Umarmungen, Küsse, Händchen halten, streicheln, Massagen usw. Sie hätte sogar gerne noch mehr davon. Wenigstens da ist alles in Ordnung. Auch wenn ich für sie halt derzeit statt eines heißen Lovers nur ein gemütlicher Knuddelbär bin (nicht ihre Wortwahl). :-(


    Sollte ich ihr mehr vom Knuddelbär geben, so wie sie es will? Oder ist das gefährlich? Lieber etwas weniger Knuddelbär? Oder bringt das gar nix? Ich hätte nix gegen mehr, ich genieße es.


    Wie sich ihre Sex-Vorstellungen geändert haben, hab ich sie gefragt. Es ist wohl größtenteils wie früher. Einige eher "versaute" Dinge und das leicht unterwürfige will sie nicht mehr. Ob das was zu bedeuten hat? Haben wir aber ohnehin schon ewig nicht mehr gemacht. Schade. ;-)


    Wenn sie an Sex denkt (oder bei SB), denkt sie an bestimmte Männer: Jared Leto, Jude Law usw. Machen recht viele Frauen, oder? Sie sagt sie schafft es nicht, bei SB an mich zu denken, dann kommt keine Stimmung auf.


    Unsere Sex-Versuche (ob sie dabei vielleicht auf den Geschmack kommt), die von ihr ausgingen, habe ich beendet. Es hat gar nix gebracht, frustet nur beide. Die nächsten Monate gibt es also gar keinen Sex mehr. Womit ich aber ganz gut zurecht komme – einfach weil ich schon daran gewöhnt bin. Traurig, oder?


    Eine der schlimmsten Sachen ist ihre Angst vor einem möglichen Ende der Ehe. Wenn wir es nicht mehr hinkriegen. Ich habe ihr gesagt sie soll versuchen, diese Angst loszuwerden. Dieses Ende mit Schrecken macht uns beiden solche Angst, dass es nicht allzu bald eintreffen wird, und wir vorher wirklich alles probieren werden. Das nächste wird wohl eine Eheberatung sein.

    Also, anfänglich dachte ich auch eher in die Richtung "Grenzen setzen", "nicht alles mit sich machen lassen". Das denke ich zwar immer noch, aber irgendwie kann ich mir langsam auch vorstellen, dass das einfach nur nach hinten losgeht und zu einem totalen Zusammenbruch bei ihr oder einer extremeren Form der Flucht zu einem anderen Mann, also fremdgehen, führen kann. Letzteres wäre zwar vielleicht auch eine Lösung (= wahrscheinlich Trennung?), aber doch wohl nicht die, die ihr euch wünscht.


    Ich würde euch auch ganz dringend raten, eine Eheberatung anzufangen und zwar bald. Ihr Verhalten ist einfach nicht in Ordnung.

    Also erstmal Kompliment an dich.


    Mag am Alter liegen, aber ich kenne keinen Mensch, der so viel Geduld hat und so viel über sich ergehen lässt wie du.


    Die Frau wieß echt nicht, was sie an dir hat.


    Ich glaube so ziemlich jeder Frau sollte an dir festhalten und dich nie wieder loslassen.


    Und jetzt meine Meinung zu ihr. (Sorry, aber ich habe da ne ziemlich krasse Meinung)


    Egoistischer bei ihr gehts nicht.


    Es ist ihr JOB, sich um die Kinder zu kümmern, das habt ihr wohl vorher so ausgemacht.


    Du arbeitest, bringst das Geld nach Hause und kümmerst die besser um die Kinder als sie!


    Sie nennt es Midlife-Crisis...ich nenne es eine feige Ausrede für einen Egotrip.


    Ich glaube Mayflower hat total recht.


    Sie WILL dich provozieren.


    Sie will noch mehr...du sollst die massieren, zu ihr zärtlich sein etc. aber Spaß hat sie nur mit anderen Männern (jetzt nicht sexuell gemeint).


    Ich glaube echt, der Zug ist abgefahren, da geht nix mehr.


    Ich kenn dich nicht, aber wenn du noch ein paar Jahre so weiter machst bist du ein emotionales Wrack und kannst selbst nicht mehr.


    Das auf deine Frau kein Verlass ist merkst du ja im Moment.


    So wie du es sagst verbringt sie mehr der Zeit, die ihr geniesen könntet mit anderen Männern!


    Warum?


    Weil sie mit dir nix zu tun haben will.


    Sie geniest, was du geben kannst, will aber keine Verpflichtungen.


    Außerdem findet sie dich einfach nicht geil!


    Und ich wag bei dem Verhalten auch zu bezweifeln, dass sie dich liebt, egal was sie erzählt.


    Würde sie dich lieben würde sie mit dir mehr Zeit verbingen wollen, als mit irgendwelchem anderen Typen.


    Und mal ehrlich....bis 1 Uhr Nachts streichen, weil sie denkt, du schläfst schon?!


    Mal ehrlich...glaubst du das echt, oder willst du es dir einfach einreden? (eine ernst gemeinte Frage)


    Auch wenn sie kein Sex hatten...ich bin mir sicher, dass sie nicht so lang streichen....wahrscheinlicher ist, dass sie aus waren und sich ohne dich einen schönen Abend gemacht haben.


    Ist dein Leben, aber stell dir mal für den Extremfall die Frage:


    Das geht 5 Jahre so weiter.


    Ihr trennt euch und dann kommt raus, dass sie die ganze Zeit mit dem einen Kerl ne Affäre hatte.


    Hälst du den Gedanke aus, dir solange den Arsch für sie aufzureisen um dann festzustellen, dass sie dich Jahre verarscht hat.


    Noch was:


    Ich würde sie in ihre Schranken weißen und Klartext redem.


    Ihr ihre Verpflichtungen wieder aufdrücken.


    Es würde die Ehe dabei wohl kaputt gehen, aber ist denn eine Frau, die dich so behandelt DIE Richtige?!


    Das kommt krass rüber, ist aber nur gut gemeint.


    Das sind einfach Fragen die du dir stellen solltest.


    Abgesehen davon ist eine sinnvolle Scheidung für die Kinder wohl auch besser, als eine kaputte Ehe zu erleben und somit deren Vorstellung von Liebe und Ehe zu vermurksen.


    Kann sein, dass ich das etwas naiv und übertrieben sehe.


    Ist halt meine Meinung

    @ JaMalGucken:

    Ja, du siehst das tatsächlich etwas zu krass, finde ich. Zu viel schwarz-weiß-Malerei. Aber dein Lob nehm ich natürlich gerne an. ;-)


    Ja, es ist schwer vorstellbar, dass sie bis 1 Uhr nachts gestrichen haben sollen. Danach dann noch ne Stunde Pizza gefuttert – so hat sie es mir erzählt. Ich habe auch meine Zweifel an dieser Geschichte. Aber der Teil der ihr glauben will ist derzeit noch stärker.


    Im Zentrum des Ganzen stehen für mich die Kinder. Im Notfall leide ich auch gerne jahrelang für sie. Momentan ist es noch kein echtes leiden. Ich bin ausgelaugt und mag die Rolle nicht, in die ich mich manövriert habe. Aber ich bin dabei, wieder mein altes Selbst zurückzuholen. Ich aktiviere meine alten Hobbies wieder, höre wieder Musik, treffe wieder ab und zu Leute. Und ich will auch noch ein paar neue Dinge machen. Z.B. VHS-Kurse. Einfach nur mal ein paar Stunden mit ganz neuen Leuten zu tun haben, und dabei noch was lernen. Und einer Laufgruppe beitreten, wenn ich eine finde.


    Und bisher merken die Kinder gar nichts. Unsere Ehe ist zumindest oberflächlich recht glücklich. Den Kindern geht es gut. Und es soll ihnen so lange irgendwie möglich weiter das jetzige gute Umfeld geboten werden. Sollte ich irgendwann auf ein paar richtig beschissene Jahre zurückblicken müssen, aber zumindest wissen dass für die Kinder alles schön war, dann waren es keine verlorenen Jahre.


    Das Leben ist ein Drahtseilakt. Aber ich werde immer besser im Balancieren. :-)