Inwieweit ist ihr bewusst, dass sie deutlich mehr Geld verbraucht als du? Nimmt sie das wahr? Ich denke, ein gemeinsames Konto geht nur gut, wenn beide darauf achten nicht übermäßig mehr Geld regelmäßig für sich alleine zu beanspruchen,das halte ich für etwas parasitär ...

    Wir verdienen beide gut und haben auch getrennte Konten. Vorher schon als ich noch mehr verdiente und jetzt auch wo er mehr verdient. Ich weiß nicht wie viel er auf seinem Konto hat und er weiß nicht was ich auf meinem habe. Ab und zu teilen wir uns das anlassbezogen mit wenn wir zum Beispiel eine gemeinsam Anschaffung machen wollen oder wenn wir unser Budget aus irgendwelchen Gründen besprechen. Bei uns hab immer schon ich mehr ausgegeben und wenn ich mir was nicht leisten konnte, dann musste ich mir eben eine Alternative überlegen oder sparen.


    Ich finde du brauchst da gar kein schlechtes Gewissen haben, ich finde es sogar eher ungewöhnlich, dass sie glaubt, das würde so laufen wie sie sich das vorstellt. Ihr habt keine Kinder, seid nicht verheiratet, warum solltest du ihr finanzieren was sie sich eigentlich nicht leisten kann? Abgesehen davon sollte es ihr eher ein Ansporn sein, ihr Gehalt ihren Bedürfnissen anzupassen.

    ich weiß gar nicht, wieso immer die Argumente mit Ehe, Einkommen und Kinder genannt werden.


    Selbst wenn sie verheiratet sind, er mehr Geld verdient und wenn Kinder vorhanden sind, muss ein Partner doch nicht dem anderen einen teuren, extravaganten Lebensstil finanzieren müssen, währen man selbst nichts ausgibt und nicht dazukommt zu sparen.

    Zitat

    Selbst wenn sie verheiratet sind, er mehr Geld verdient und wenn Kinder vorhanden sind, muss ein Partner doch nicht dem anderen einen teuren, extravaganten Lebensstil finanzieren müssen, währen man selbst nichts ausgibt und nicht dazukommt zu sparen.

    Nö, aber bei mehr Verdienst und Kindern ist dann keine 50/50 Aufteilung so möglich. Da wird es dann eben unfair, so dass der andere indirekt den Luxus und alles andere mitfinanziert. (Was die Ehe damit zu tun hat ist mir schleierhaft... oder vielleicht geht das dann in Richtung Symbiose und Einheit.)

    Zitat

    Naja aber matze wenn mein partner wegen mir ner netto vom brutto hat weil ich durchs Ehegatten splitting mehr abgebe ?

    in dem Fall würde ich es fair finden, wenn der Partner dem anderen so viel Geld abgibt, dass dadurch keine finanziellen Nachteile für den schlechterverdienenden entstehen würden (vorrausgesetzt natürlich, dass so viel Geld beim besserverdienenden übrig bleibt; wenn nicht, dann 50/50 oder was prozentuales). Wenn noch Geld übrig bleibt, könnte der besserverdienende natürlich trotzdem noch Reisen/Restaurantbesuche etc alleine bzw höheranteilig bezahlen.


    Ich hoffe meine Meinung ist nicht allzu weltfremd. :-/

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    Aber wo ist das Problem, dass sie ein eigenes Konto hat, um davon ihre Ausgaben zu decken?


    Dann kann sie ja soviel Kosmetik oder was auch immer kaufen, was sie möchte..


    Die andere Möglichkeit wäre es, du führst ein Geheimkonto ein und dein Einkommen geht dahin..,-)

    Bei uns gibt es zwar getrennte Konten aber keine getrennten Kassen. Jeder nimmt sich, was er benötigt, auch mit der Karte des anderen. Wer sich zusätzlich etwas kaufen will, tut dies, egal von wessen Konto das jetzt runtergeht. Eine Partnerschaft, in der das aufgerechnet wird, würde ich nicht wollen - erst recht nicht so krass wie in Matzes Vorstellung... ;-D


    Ich finde den Gedanken seltsam, dass da gegengerechnet wird und dann noch Missgunst wegen eines Friseurbesuchs des anderen aufkommt. (Bei uns gibt mein Mann übrigens deutlich mehr Geld für den Friseur aus, weil er viel öfters hingeht - bevor jetzt also irgendwer mit "Na, angesprochen gefühlt?" kommt.) Das ist für mich keine vernünftige Partnerschaft und im Gegensatz zu einigen anderen hier würde ich mich tatsächlich für so eine Einstellung schämen. ":/ Ich bin diese Aufrechnerei aus meiner Familie nicht gewohnt, bei uns gibt jeder gern und in den Ehen/Partnerschaften gibt es kein Mein und Dein, sondern nur Unser. Zum Glück kommt mein Partner auch aus einer solchen Familie.

    Zitat

    Inwieweit ist ihr bewusst, dass sie deutlich mehr Geld verbraucht als du? Nimmt sie das wahr?

    Laut Aussage des TE war dies ihre Reaktion auf die gtrennten Konten:

    Zitat

    Denn zum Modell "Haushaltskasse + jeder behält für sich was nach Abzug der gemeinsamen Fixkosten übrig bleibt" sagte sie: "Da komme ich dann ja nie hin. Da hast du dann jeden Monat etliche hundert Euro übrig und ich gar nix mehr bzw. müsste dann immer sagen, Schatz gib mir bitte mal 100 Euro für den Friseur, das ist doch blöd in einer Beziehung".

    also ja, das nimmt sie offenbar wahr.

    Zitat

    Bei uns gibt es zwar getrennte Konten aber keine getrennten Kassen. Jeder nimmt sich, was er benötigt, auch mit der Karte des anderen. Wer sich zusätzlich etwas kaufen will, tut dies, egal von wessen Konto das jetzt runtergeht. Eine Partnerschaft, in der das aufgerechnet wird, würde ich nicht wollen - erst recht nicht so krass wie in Matzes Vorstellung... ;-D


    Ich finde den Gedanken seltsam, dass da gegengerechnet wird und dann noch Missgunst wegen eines Friseurbesuchs des anderen aufkommt. (Bei uns gibt mein Mann übrigens deutlich mehr Geld für den Friseur aus, weil er viel öfters hingeht - bevor jetzt also irgendwer mit "Na, angesprochen gefühlt?" kommt.) Das ist für mich keine vernünftige Partnerschaft und im Gegensatz zu einigen anderen hier würde ich mich tatsächlich für so eine Einstellung schämen. ":/ Ich bin diese Aufrechnerei aus meiner Familie nicht gewohnt, bei uns gibt jeder gern und in den Ehen/Partnerschaften gibt es kein Mein und Dein, sondern nur Unser. Zum Glück kommt mein Partner auch aus einer solchen Familie.

    Du sprichst mir aus der Seele. Ich kann das auch nicht nachvollziehen, warum da überhaupt gerechnet wird? Klar kauf ich mir nicht im Alleingang mal eben ein MacBook für 1200€, sondern bespreche das mit meiner Frau. Aber dadurch fühle ich mich überhaupt nicht eingeschränkt. Verstehe das Problem nicht, dass so viele es als Einschnitt verstehen, sich mit einem Partner absprechen zu müssen. Ich kenne sowas nicht; auch nicht von zu Hause (Eltern).


    Und gerade wenn man eine Familie ist, wo einer Steuerklasse 3, der andere 5 hat, Kinderfreibeträge bei der Steuer geltend gemacht werden können. Wie kompliziert will man denn da ausrechnen, damit es nicht "ungerecht" ist?! %-|


    Prozentual ausrechnen, wieviel man vom Gesamteinkommen selbst verdient und dann die Fixkosten nach diesem Prozentschlüssel aufteilen? ???


    Ich frage mich gerade, ob ich irgendwie falsch denke, weil so viele hier andere Ansichten haben.


    Im Endeffekt muss es aber jeder so handhaben, wie er sich wohl fühlt. Ich täte das nicht bei dieser "Das-ist-mein-Geld-Handhabe".

    Ich sehe es wie Choupette, bei uns läuft es genauso. Aber wir haben auch eine ähnliche Vorstellung vom Geldausgeben und keiner von uns gibt übermäßig viel für sich aus.


    Wenn das bei uns nicht so ausgewogen wäre, dann hätten wir auch ein gemeinsames Haushaltskonto, wahrscheinlich mit prozentualer Einzahlung und gut. Aber das stand noch nie zur Debatte und es wurde auch noch nie aufgerechnet. Allerdings wurde uns das von unseren Eltern auchso vorgelebt.

    Wenn beide keine ähnliche Einstellung zu Geld und zum Ausgeben von Geld haben, dann kann es meiner Meinung nach keine offensichtliche und einfache Lösung geben, sondern "nur" einen Kompromiss. Ohne Kompromissfähigkeit wird es mit einer Beziehung ohnehin auf lange Sicht gesehen nichts.


    Mein Exfreund ist beispielsweise sehr sorglos mit seinem Geld umgegangen und hat es mit beiden Händen zum Fenster rausgeschmissen. Darin war er derart effektiv, dass er regelmäßig das letzte Monatsdrittel pleite war. Also wir zusammengezogen sind habe ich ein Haushaltskonto eingeführt, auf das jeder von uns einen fixen Betrag eingezahlt hat. Von diesem Haushaltskonto sind dann Dinge des alltäglichen Bedarfs abgegangen: Miete, Strom, Gas, Internet, Haushaltsversicherung und Haushaltsgeld... Meistens blieb noch ein bisschen was zum Sparen übrig.


    Und obwohl jeder von uns monatlich noch etwa gleich viel auf seinem eigenen Konto übrig hatte, war mein Ex wie gewohnt und wie es absehbar war, dauernd pleite. Während ich Rücklagen bilden konnte. Richtig glücklich war ich mit der Lösung nicht (vor allem weil mir sein Umgang mit Geld missfallen hat), aber es hat gut funktioniert. Weil die einzelnen Bereiche eben klar abgesteckt waren.


    Mit einem Partner mit einem ähnlichen Umgang mit Geld hätte ich kein Problem damit ein gemeinsames Konto zu haben, vor allem wenn die Beziehung auf Dauer angelegt ist und es eventuell auch Kinder gibt. Wie die jeweilige Lösung aussehen kann, das kann nicht nur von beiden Partnern abhängen, sondern auch vom jeweilgen Zeitpunkt. Was heute eine gute Lösung sein mag, das muss es in 25 Jahren nicht mehr sein.


    Deswegen halte ich es für wichtig sich selbst Gedanken zu machen und sich regelmäßig gemeinsam auszutauschen und gegebenenfalls nach Lösungen zu suchen.


    Bevor man überhaupt zusammenzieht die Konten zusammenzuschmeissen, das halte ich übrigens für eine selten dämliche Idee. Durch das Zusammenleben in einer gemeinsamen Wohnung treten ganz neue Probleme und Herausforderungen auf und für viele Paare ist das, nach der rosaroten Glitzerphase kurz nach dem Zusammenzug, eine ordentliche Zerreissprobe. Weil man sich in vielen Fällen erst mal zusammenraufen muss.


    Gerade wenn Geld und der Umgang damit JETZT schon ein Punkt mit Konfliktpotential ist, würde ich davon abraten das nochmal zu verkomplizieren indem man nur mehr ein gemeinsames Konto hat.

    Wir sind jetzt (staun) 10 Jahre verheiratet und haben noch getrennte Konten. Das bleibt auch so.


    Die Aufteilung hat sich dann eingebürgert. Er die Fixkosten, ich die Einkäufe und die Kosten fürs Kind.


    Unter dem Strich zahlt er mehr, ich verdiene weniger, auch weil ich nur Teilzeit arbeite wegen dem Kind.


    Für mich ist das einen tolle Lösung so (findet er auch), jeder trägt was bei, aber jedem bleibt auch mal Freiraum.


    Wenn ich mir mal wieder ein ganz tolles Produkt zum Abnehmen leiste, kriegt er es nicht auf den Cent genau mit.


    Er hat auch wenig Verständnis für teure Kosmetika. Da macht einfach jeder sein Ding und fertig :-)

    Zitat

    Ich finde den Gedanken seltsam, dass da gegengerechnet wird und dann noch Missgunst wegen eines Friseurbesuchs des anderen aufkommt.

    Es fühlt sich für mich wie gesagt auch komisch an, das so zu empfinden, aber es geht halt auch nicht nur um den Friseurbesuch. Das war ja nur ein Beispiel. Diese 400-500 Euro sind eben das "on top", was sie für sich alleine verbraucht, in Sachen Kosmetik, Friseur, "Genussmittel" (Zigaretten) und wo sie rechnen und sparen müsste, wenn es keinen gemeinsamen Topf gibt, in den alles kommt. Nicht eingerechnet in dieses reine "Luxusbudget" ist nebenbei noch Essen gehen, Kino usw. Das unternehmen wir oft zusammen, aber auch da ist arbeits- und freizeitbedingt mehr für sie drin. Also mal auf einen Kaffee mit einer Freundin oder ins Kino usw.


    Unterm Strich ist/wäre es eben so, dass ich alles mitbezahle, was wir gemeinsam konsumieren und unternehmen - logisch, bin ich schließlich auch dran beteiligt. Und sie aber durchs Zusammenlegen der Kasse dann mindestens 400-500 Euro regelmäßig mehr im Monat nur für sich ausgeben kann und das wurmt mich irgendwie, weil ich die 400-500 eigentlich für größere Anschaffungen sparen/zurücklegen würde und eben das Gefühl habe, so rein gar nichts davon zu haben am Ende. Außer einer glücklichen Frau - was natürlich auch etwas wert ist. Deshalb bin ich eben so im Zweifel, weil ich ihr gegenüber eigentlich nicht missgünstig sein will. Ich rauche halt nicht, also brauch ich kein Geld dafür. Sollte ich es ihr aus Liebe gönnen, statt das Geld auf dem Konto zu sparen. (Wobei es mir auch gar nicht darum geht, Reichtümer anzuhäufen, aber so richtig passt es mir halt auch nicht, wenn sie es mit beiden Händen ausgibt, nur weil es da ist und sich so gar kein bisschen "zusammennimmt").


    Auf ihre Aussage, dass sie mich dann immer fragen müsse, wenn wir unser Einkommen zusammenlegen, meinte ich: "Aber ohne mich müsste es ja auch gehen bzw. ging es jahrelang" ":/ und da meinte sie, das mag schon sein, aber ob es eben nicht auch Sinn einer Beziehung wäre, gemeinsam zu wirtschaften und eben nicht mehr jeden Cent umdrehen zu müssen. Denn DA wäre das Geld ja.