@Holabiene

    Ja denke auch das die Medien dabei eine große Rolle spielen. Denke aber auch das sich die Gesellschaft gesamt geändert hat. Heute will jeder das maximale aus seinem Leben herausholen. Man ist nicht mehr mit dem zufrieden was man hat. Man ist eher dazu bereit, alles hin zu schmeißen und lieber neu anzufangen, anstatt in einer Situation zu verharren. Denn man lebt ja nur einmal und will seine Zeit nicht vergeuden.


    Ob das gut oder schlecht ist, kann ich nicht beurteilen.


    Tja eins steht für mich auf jeden Fall fest, wenn diese Beziehung scheitert werd ich keine so feste Beziehung mehr eingehen.

    Zitat

    Auch versteh ich warum manche Männer zu faul sind um Sex zu machen. Ich mein bei meiner Frau muß ich auch soviel zeit und kraft investieren das sie mal Lust hat, dann muss das Vorspiel natürlich schön lang sein, man macht was Frau gefällt und sie braucht dann doch ne Ewigkeit bis sie kommt. Die Zunge wird lahm, der Arm taub, der Penis wund und ach ja bloss nicht zu früh kommen. Die Arbeit, der Haushalt darf natürlich auch nicht drunter leiden.

    ... hört sich auch nicht besonderns princkelnd an, wie du es beschreibst :-). Ich glaube es ist immer alles eine Sache, wie man es wendet und dreht.. aber wie man es auch dreht und wendet ändert es nix wenn der Sex nicht mehr gut oder vorhanden ist.


    Wäre ich die Person aus Deiner Beschreibung, also eine passive, unentspannte und dennoch fordernde Frau könnte ich nachvollziehen, warum mein Freund so tickt...

    Zitat

    Ich denke man mutet den Männern heute zu viel zu.

    Inwiefern genau?

    @speedy

    Zitat

    Man ist eher dazu bereit, alles hin zu schmeißen und lieber neu anzufangen, anstatt in einer Situation zu verharren. Denn man lebt ja nur einmal und will seine Zeit nicht vergeuden.

    Wie wahr...


    ... ich habe mit meinem Freund auch schon beschissene Zeiten durchgemacht. Es war nicht immer alles rosig- eher im Gegenteil.


    Ich bin nicht dazu bereit alles sofort hinzuschmeißen. Das dieses Problem in der heutigen Gesellschaft besteht ist mir sehr bewußt.


    Genauso weigere ich mich, mich dem anzupassen.


    Manchmal schweife ich dann jedoch von meinem eigenen Ideal ab und denke: "Hey, dein Leben ist nur ein Mal! Noch bist Du Jung und frei- warum so viel Verzicht?"


    Irgendwie muss man sein eigenes Gleichgewicht finden. Wenn es doch bloß nicht so schwer wäre...

    @ Holabiene

    Zitat

    Sorry, hab jetzt nicht alle Beiträge zurückgelesen. Hat er es schonmal begründet?[

    In unseren unzähligen Gesprächen hat er es zunächst immer versucht auf mich abzuwelzen. Erst war es uninteressant für ihn zu wissen, dass er mich immer haben kann.. Als ich mich rar machte lies ich mir angeblich gar nichts mehr einfallen und es war deswegen langweilig.


    Letztes Mal versuchte er es dann wieder mit so einer Tour und warf mir vor, ich wäre ihm immer zu greifbar.


    Am Ende sah er jedoch ein, dass er bei mir nicht mehr suchen kann. Er sagte es läge nicht an mir und es würde besser werden.


    Ich warte vergebens...

    X Daria X, chrisi29, my girl ... usw.

    als "Betroffener" - dies war mein erstes Post in diesem Forum -kann ich auch mitreden und Erfahrungen mitteilen und danke habe einiges interessantes von euch lesen und lernen können:


    Vorweg: "Jeder Jeck is anders" - also nichts gilt für jeden oder jede.


    1. nach nun 14 Jahren Ehe habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich grundlegend nichts oder nur wenig ändert!


    2. die Themen wie ... sich nicht mehr attraktiv finden usw. habe ich durch und abgelegt, dem ist definitiv nicht so


    3. was der/die Ablehnende an Argumenten für das "Nicht-Wollen" von sich gibt, das glaubt sie/er auch tatsächlich, was beim Gegenüber ankommt an Ablehnung und Wegstoßen, bäh nicht schon wieder ... reflektieren die meisten nicht, weil sie sich im allgemeinen nicht in Situationen anderer versetzen können. Dabei schließe ich nicht aus, dass mancher Annäherungsversuch vom "Wollenden" mittlerweile unromantisch und nach vielen Jahren fast schon "routinemäßig" unter der Erwartung einer Ablehnung erfolgt, sich viel Mühe geben lohnt sich nicht (mehr) ... siehe Reizwäsche bei den Mädels in anderen Beiträgen usw. – da der Erfolg ausbleibt


    4. drüber reden können diese "Leute" nicht, weil sie das Problem nicht verstehen ... oder nicht sehen wollen! Aktiv!


    5. Fazit: Ich würde den Fehler heute nicht mehr machen und wieder eine Frau nehmen (wir waren noch ohne Kinder als sich das einstellte, so nach ca. 1,5 Ehejahren) die schon nach kurzer Zeit keinen Bock mehr auf mich hat. Also ich rate wer noch keine zu feste Bindung hat, sich eine/n zu suchen der auch Lust auf einen hat, denn diese Lust kommt nicht plötzlich irgendwann vom Himmel gefallen. Ich möchte trotzdem die wenigen Ausnahmen nicht ausschließen, wie hier auch schon gelesen, wo es warum auch immer irgendwann wieder besser wurde. Sich bis zum Schluss an die Hoffnung zu klammern und zu sagen, aber Eigentlich ist er oder sie ganz lieb nur wegen der einen Sache verlass ich ihn/sie doch nicht - ist aus meiner heutigen Sicht masochistisch und muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich würde es nicht noch einmal machen.


    Deutlich herausnehmen möchte ich u.a. die Phase wo Frau die Kinder hütet, den ganzen Tag "kämpft" und Mann sich im Geschäft (körperlich) ausruhen kann. Und dann morgens um 5 die Frau weckt, das würde mir auch nicht gefallen. Da aber hilft nur reden.

    @Daria

    Ich finde es sehr gut, nicht zu schnell aufgeben und vorallem sich auch nicht anzupassen (an die Gesellschaft oder sonstwo). Letztendlich ist nur wichtig, dass du trotz allem nicht auf der Strecke bleibst und es in einigen Jahren bereust, sozusagen "Jugend" vergeudet.


    Naja, denke du weisst wie ich das meine. :-)


    Zu seiner Begründung, schwierig. Irgendwie wälzt er erst alles an dich ab, aber trotzdem passt es nicht. Also, was sollst du noch machen?! Man ist eh irgendwie verunsichert und letztendlich versucht man Dinge zu tun, die man so evtl. gar nicht will und vorallem wird man vielleicht auch noch unglaubwürdig.


    Tja, eine Lösung weiss ich trotzdem leider nicht. Vielleicht sagt er dir auch nicht so 100%ig seine Gründe, dann ist es eh schwer irgendwas herauszufinden, was zu ändern.


    Abwarten und :)D kann man mal ne zeitlang, aber auf Dauer wohl auch nicht gerade das Wahre.

    Zitat

    die Themen wie... sich nicht mehr attraktiv finden usw. habe ich durch und abgelegt, dem ist definitiv nicht so

    Hm, bei mir hat es schon eine Rolle gespielt, nicht allein, aber auf jeden Fall auch.

    x Daria x

    Nun früher war der Mann einfach nur da um Geld zu verdienen. Haushalt, Kinder, sorgen/wünsche der Frau waren nicht sein "Problem". Ob der Sex für die Frau befriedigen ist war dem Mann meist egal.


    Das war natürlich nicht richtig und besonders nicht gut für die Frau. Aber es war halt so und die Frauen haben sich irgendwie arrangiert. Die Männer habe auch nicht soviel von Ihrem Leben erwartet, arbeiten damit es der Familie gut geht, ab und an mal sex (notfall halt mit der Geliebten oder Hure)und irgendwann halt sterben.


    Heute erwartet die Frau und der Mann mehr vom Leben. Finanziell muss es gut aussehen, Frau muss Partner, Freund und Geliebte sein. Umgekehrt muss der Mann in vielen Fällen immer noch Ernährer, Freund, Haushaltmann, Geliebter, Gefühle zeigen und dennoch Mann sein.


    Ich kann also verstehen das ein Mann dieser Rolle (genauso wie die Frau) nicht gerecht werden kann.


    Eine Frau will doch einen Mann der Gefühle zeigt, aber ein Waschlappen darf er nicht sein. Sie will jemanden der nicht immer nur auf Sex aus ist, aber begehrt möchte sie sein. Sie will jemanden der mal was neues versautes im Bett mit ihr anstellt, aber natürlich nur das was sie sich vorstellt und selbst dann kann es sein das sie aus scham, komplexen etc. doch nicht will.


    Und wie gesagt wenn man nach einem langen stressigen Tag zwar Lust auf Sex hat, aber weiß das man sich "den Wolf machen muss" um seiner Frau Lust zu bereiten, dann zieht man die schnelle SB wohl vor. Ist zwar egoistisch, aber so ist. Und anscheinend bei den Frauen wohl nicht anders.


    Das heißt die Gesellschaft powert uns durch den Streß und durch das falsche vorgeben von idealen, total aus. Alles erscheint nur noch als Arbeit. Selbst der Sex wird zum Streß/Arbeit und somit als Belastung gesehen. Denn auch beim Sex müssen wir ja Leistung bringen und unseren Mann/Frau stehen. Das ist nicht gerade lustfördernd.


    Es ist eine Gradwanderung für Mann und Frau geworden, interessant für seinen Partner zu bleiben.