Zitat

    Wie reagiert Ihr eigentlich bei einer Zurückweisung, wenn ihr die Initiative ergreift, versucht, Euren Mann/Freund zu verführen und er blockt Euch ab??

    Das läuft bei uns eher diffus ab, EIN EINZIGES MAL habe ich mich getraut, ihn auf dem Weg nachhause im Auto direkt "anzumachen" |-o... das war dann auch (als wir ENDLICH daheim waren) von Erfolg gekrönt...|-ox:)


    Ansonsten, wenn ich mich ernsthaft um Verführung bemühen würde, glaub´ ich nicht, dass er sich "wehren" würde... aber ich bin selbst so ???:-/ weiss auch nicht wie, ich fühle mich so unerotisch und wenig attraktiv zur Zeit...:-(

    Monika

    Ja, das denke ich. Er ist ein Scheidungskind und hat in seiner Kindheit viele unschöne Dinge zwischen seinen Eltern mitbekommen. Ich denke, deshalb versucht er heute, jedem Konflikt aus dem Wege zu gehen. Ich kann ihm nur nicht dabei helfen.


    Diese Sexlosigkeit, die wir gerade haben, ist genauso so ein Rückzug von ihm. Seine Rückzüge erfolgen immer auf körperlicher Ebene. Wir küssen uns ja sogar kaum noch. Er sagt, er zeiht sich zurück, weil ihm die Streitereien so weh tun und seine Wunden erst wieder verheilen müssen. dagegen bin ich machtlos.

    Zitat

    ich werde es am Wochenende mal probieren und zum ersten mal seit langem wieder die Initiative ergreifen.

    velandra,


    du schreibst, dass du nicht IMMER um etwas betteln möchtest aber von "immer" kann ja keine rede sein wenn du seit langem nicht die initiative ergriffen hast, oder?

    Velandra

    Dann musst du woanders ansetzen. Soo kann man keine Beziehung haben, er muss lernen, wirklich lernen. Anders geht es nicht. Ich füchte fast, du fordert ihn zu wenig, ich meine jetzt nicht "irgendwas" fordern, sondern IHN als Mensch, als Person, der in eine Beziehung ein Mindestmaß an Konfliktfähigkeit einbringen muss. Ich sehe schon ein, dass es schwer ist für ihn, aber umso mehr muss er daran arbeiten und es nicht einfach auf deine Schultern legen. DA solltest du ihn forden, diese Rückzüge ihm nicht erlauben. Vielleicht bist du zu nachsichtig.

    Zitat

    Er ist ein Scheidungskind und hat in seiner Kindheit viele unschöne Dinge zwischen seinen Eltern mitbekommen. Ich denke, deshalb versucht er heute, jedem Konflikt aus dem Wege zu gehen. Ich kann ihm nur nicht dabei helfen.

    velandra,


    ich sehe es wie monika.


    du lässt es ja auch zu, dass er sich wochenlang zurückzieht. seine ausweichmethode funktioniert in eurer beziehung sehr gut. er kann sich wochenlang zurückziehen und die beziehung geht trotzdem normal weiter.


    warum sollte er das ändern, wenn es funktioniert?

    Monika und kuckucksblume

    Ich finde diese Rückzüge auch schlimm und möchte das nicht, aber was soll ich tun? Er sagt, Streitereien belasten ihn so sehr und unsere beziehung muss sich erst wieder erholen, bis alles wieder normal ist

    Zitat

    velandra,


    du schreibst, dass du nicht IMMER um etwas betteln möchtest aber von "immer" kann ja keine rede sein wenn du seit langem nicht die initiative ergriffen hast, oder?

    Da hast du natürlich recht! Ich mepfinde jedoch sein ganzes verhalten mir gegenüber bezüglich Körperlichkeit als ablehnend, nicht nur, was Sex betrifft. z.B. wenn ich ihn herzlich umarme, kommt es oft vor, dass er mir nur kurz mit einer hand auf den Rücken klopft und sich dann schon aus der Umarmung löst. Das empfinde ich als Abblocken. Vielleicht bin ich auch zu empfindlich. Dadurch habe ich dann soleche hemmungen, dass ich mich, was Sex betrifft, erst recht nichts mehr traue.

    Velandra

    In diesem Fall ist Akzeptanz das Falsche, das funktioniert zwar, aber es tut weder ihm noch dir gut. Mehr Klarheit, "find ich schlimm" reicht nicht. Nimm es nicht hin und sag ihm das, er sollte deine Grenze spüren, da wo Leiden in klare Abgrenzung übergeht. Da, wo du sagst, "nein, so nicht". Aber ich weiß schon, bei manchen Menschen beißt man auf Granit, ich kenne auch so jemanden. Da gehts dann eben einfach nicht, es ist keine Beziehung möglich.


    Das ist dann auch eine Abgrenzung. Dein Freund muss zu der Einsicht gelangen, dass er ein Problem hat, mit sich selbst und dadurch auch mit dir und mit jeglicher Frau, mit der er eine Beziehung führen würde. Konflikte sind normal, das muss er mal begreifen, Liebesentzug mag das Einzige sein, was er gelernt hat, aber das ist übel. Stell dir vor, er würde es mit euren Kindern so machen, genau das Gleiche, was er vermutlich erlebt hat. Er ist jetzt erwachsen und darf sich nicht darauf ausruhen, dass er ein Scheidungskind war.

    Velandra

    Zitat

    z.B. wenn ich ihn herzlich umarme, kommt es oft vor, dass er mir nur kurz mit einer hand auf den Rücken klopft und sich dann schon aus der Umarmung löst. Das empfinde ich als Abblocken.

    Das ist es vermutlich auch. Vielleicht ein Rückzug aus der Befürchtung heraus, du könntest dir mehr erhoffen. Das ist ja der Teufelskreis in den Lustlose geraten, sie lassen gar keine Berührungen und Kuscheln mehr zu, weil sie stets die Erfahrung gemacht haben, dass der Andere sich dann Sex erhofft (was natürlich auch verständlich ist). Das führt dann letztlich dazu, dass einfache Zärtlichkeiten sozusagen "misstrauisch" beäugt werden.. übertragen gesprochen.

    hi Kuckucksblume (Monika)

    Zitat

    du kannst seit einigen jahren ohne gemeinsam gelebte sexualität leben. es ist zwar nicht schön für dich aber du hältst es aus.


    auch jetzt sprichst du wieder von akzeptanz. das geht ja in die alte richtung: aushalten, hinnehmen, leiden.

    sehe ich niocht so, Akzeptanz ist es zuerst einmal annehmen, Sie ist so und damit habe ich eine Tatsache.


    Dann muss ich nicht mehr hoffen und kann wirklich entscheiden, was mache ich jetzt.


    Zumindest ist dann mein Kopf frei und ich kann mich selbst wieder lieben


    chris

    Monika

    Es ist nur meine Vermutung, dass er durch die Scheidung so ist, er hat es mir nie so gesagt.


    ich sage es mal so: in gewisser Hinsicht akzeptiere ich seine Konfliktunfähigkwit, denn ich bin ein sehr diskussionsfreudiger mensch und ich weiß, dass ich nicht immer alles ausdiskutieren sollte und nicht immer alles zerreden sollte.


    ich habe schon so oft probiert, mit ihm über unser "Körperlickeits-Problem" zu reden. Dies endete immer in Streit, den ich nie wollte. ich habe damit immer nur das gegenteil erreicht. Ich glaube, wir haben das Thema schon zerredet. Er weiß ja, dass ich unzufrieden bin und er sagt, ihn stört es auch und wir müssen kleine Schritte machen. Immer, wenn ich sage, dass ich Sex mit ihm vermisse, sagt er nur 2ich auch. Aber wenn wir ständig drüber diskutieren, wird es erst recht nicht besser. Wir müssen uns erst wieder besser verstehen und wieder vertrauen zueinander bekommen nach der Krise und den vielen Streits. das braucht zeit."


    Im prinzip verstehe ich, was er meint. ich weiß nur nicht, wieviel zeit nötig ist. wir hatten vor fast 5 wochen zum letzten mal sex. vor 3 wochen hatten wir einen ziemlich großen streit. meist geht es nur um kleinigkeiten, aber ich habe das gefühl, ich bin ziemlich sensibel geworden und gehe bei den kleinsten dingen an die decke. wohl auch aus frustration. nach son einem streit weiß ich dann, dass ich in den nächsten 2 wochen nicht mit sex zu rechnen habe, weil er streitereien eben sehr langsam nur verdaut. und so bauen sich da bei mir eben auch immer größere hemmungen auf.


    vor 2 wochen erst hatte er lust auf sex und sagte das auch so. wir haben uns dann beide nackt nebeneinander ins bett gelget, aber keiner hat was gemacht, bis wir dann beide irgendwann eingeschlafen sind. niemand traut sich irgendetwas. so kann es doch nicht immer weitergehen.

    @Velandra

    Hi


    ich glaub am besten wäre wirklich eine Paartherapie für euch. Mal vom Sex abgesehen, allein diese streitereien und das wochenlange sauer sein, kann nicht gut für ne Beziehung sein.


    Länger wie 2 Tage hatte ich noch nie Streit mit meiner Frau. Streiten ist gut wenn es produktiv endet. Streiten muss man lernen, dann kann es etwas positives zu sein.


    Ich weiß ist leichter gesagt als getan.


    Gruß


    Simon

    Zitat

    ...nach son einem streit weiß ich dann, dass ich in den nächsten 2 wochen nicht mit sex zu rechnen habe, weil er streitereien eben sehr langsam nur verdaut

    Also "bestraft" er Dich dann mit Liebesentzug? Hast du evtl. schonmal daran gedacht, dass er Streits provoziert, um Dir dann aus dem Weg gehen zu können? Oder geht das zu weit?


    Ich hasse Streit auch, aber manchmal müssen Dinge besprochen/diskutiert werden... mein Mann und ich streiten unms selten (wir mögen das beide nicht), aber ich würde NIE im Streit aus dem Haus gehen oder schlafen gehen. Das muss vorher geklärt sein, sonst würde ich wahnsinnig!

    speedy/peregrina

    @ speedy:

    es ist nicht so, dass er wochenlang sauer ist. Wir vertragen uns spätestens nach einem Tag und dann ist es bei mir zumindest ok. Er wirkt dann meist wieder relativ normal, aber er sagt, ich würde sich danach läger noch innerlich sehr verletzt fühlen, weil ihn Streit so aufregt.

    @ peregrina:

    das mit dem Liebesentzug als Bestrafung habe ich ihn auch mal gefragt. Er sagte, dass er das natürlich nicht extra macht, aber es ihm nach Streitereien schwer fällt, an Sex etc. zu denken. Für ihn gehört Sex in eine harmonische beziehung ohne Streit.


    Ich glaube/hoffe nicht, dass er Streits provoziert, nur um sich mir dann entziehen zu können. Er sagt, dass Streits immer nur von mir aus gehen und er nie streiten würde, weil er Sreit ja hasst. ist aber nicht so ganz meine meinung. ich finde, wenn er oft so abweisend ist, provoziert das Streit geradezu!