@grossie

    Guten Morgen!

    Zitat

    Vielleicht steht am Anfang zunächst mal gegenseitiges Verständnis oder wenigstens Akzeptanz des anderen Lust oder Unlust, ohne das ewige Warum.

    Puh... Na klar, ich liebe meinen Partner und versuche zu verstehen, was in ihm vorgeht. Am Anfang (und da spreche ich wohl jedem/jeder Betroffenen) sucht man ja auch ewiglang bei sich selber nach Gründen für die Unlust des Partners. Grossie, es ist nur menschlich, nach dem Warum zu forschen, alles andere wäre lethargisch und unnatürlich (meiner Meinung nach).


    Ich finde es aber mittlerweile schlicht unfair und inakzeptabel, dass vom Gegenüber (ja, mein Freund erwartet das auch) erwartet wird, es einfach zu akzeptieren. Das funktioniert aber nicht! Denn wo bleibt dann das Verständnis für mich? Sorry, aber so ist mir das zu einseitig. Ich will Dir überhaupt nichts unterstellen, liebe Grossie, aber bei meinem Freund ist es so, dass er auf diese Weise schon extrem sein "Ding durchdrückt". Er rückt in keiner Weise von seinem "Standpunkt" ab und geht Null auf mich ein... "Ich hab keine Lust, denn ich bin zu müde, zu erledigt, zu gestresst, zu faul, mir ist das zuviel Action, ich will lieber Fernsehen, ich will heute lieber meine Freunde treffen..." Diese Liste lässt sich unendlich fortführen... Immer nur ich ich ich.


    Und was ist mit mir? Ich dachte eigentlich, dass es sich hier um eine Beziehung von ZWEI Menschen handeln sollte... Partnerschaft...


    Verstehst Du meine verärgerte Verzweiflung? Hätte er von Anfang an klar gemacht, dass er am liebsten nie Sex mit mir haben möchte, dann hätte ich ja eine Möglichkeit gehabt, gleich darüber nachzudenken und zu entscheiden, ob ich mir so ein Leben vorstellen kann. Aber er hat sich mich "geangelt" ;-), hat sich scheinbar ein Jahr lang verstellt, um mich dann vor vollendete Tatsachen zu stellen: "Ich hab keinen Bock auf Sex. Wenn Du welchen willst, tja, Pech gehabt. Ich will keinen und wenn Du was mit anderen anfängst, trenn ich mich."


    So und nun? Ich liebe (oder liebte?) diesen Mann doch. Natürlich hab ich erstmal versucht, mich damit zu arrangieren. Aber darf ein anderer Mensch so egoistisch und grausam seinen Willen durchsetzen, ohne eine Spur auf mich einzugehen?


    Ich denke nein.


    Ok, ich gebe zu, dass mein Freund nicht andauernd so krass ist. Ich lasse mir ja nicht völlig auf der Nase rumtanzen. Er ist sonst jemand, der sehr liebenswert ist und sich um mich bemüht. Aber diese drastischen Aussagen, die kamen schon auch mal von ihm. Vielleicht passiert das, wenn man sich als "Unlustiger" zu sehr in die Ecke gedrängt fühlt?


    Ach scheiße, es gibt keine Lösung, nur die Trennung hilft. So traurig das ist.

    Ich kann Grossie nur beipflichten...

    obwohl ich zum Glück noch nie in der Lage der Lustlosen war, kann ich mich doch recht gut reinfühlen und hoffe dass ich nie in so eine Situation komme.


    Ich versuche wenn meine Freundin mal wieder so ein Phase hat mir einfach nur vorzustellen wie es ihr dabei geht... Stress im Job, auch noch nach Feierabend Anrufe usw., dann ist sie körperlich einfach am Ende und will am Abend ihre Ruhe haben, hat aber im Hinterkopf "jetzt ist es schon wieder eine Woche her - eigentlich müssten wir bald mal wieder".


    Und sobald dann eine Andeutung von mir in Richtung Sex kam "hast heute ned Lust" usw. haben wir uns immer soweit reingesteigert dass es ein richtiger Streit wurde. Und dass dann die Lust noch mehr dahin ist, wundert keinen. Selbst ich hatte nach solchen Streits tagelang keine Lust obwohl ich doch die "ich will Sex haben"-Partnerin war. Also kein Wunder dass meine Freundin sich noch mehr zurückgezogen hat...


    Es ist schon schwer damit umgehen zu müssen dass der Partner keinen Sex will - aber ich denke es ist weitaus schwerer wenn man keine Lust hat, aber nicht weiß warum... Dazu noch Vorwürfe vom Partner bzw. öfter Streit - irgendwann kann man das Thema nicht mehr hören und macht einfach noch mehr zu...


    Rückzug (keine Anspielungen egal ob gesprochen oder in Taten) und einfach beweisen dass man nicht mit jeder Berührung mit jedem romantischen Moment gleich Sex verbindet und im Hinterkopf hat, also nur darauf lauert dass der Partner einem einien Wink gibt, hilft immer noch am Besten... Der Druck baut sich natürlich nicht auf ein, zwei Wochen ab. Man muss einfach geduldig sein und darf nicht enttäuscht sein, wenn das erste Mal seit langer Pause nicht gleich in ein Feuerwerk ausartet... Man muss versuchen wieder an die Anfänge einer Beziehung zu denken - das langsame sich annähern usw...


    Wofür ich allerdings auch kein Verständnis hab, wenn der Partner nach monatelanger Zurückhaltung des anderen noch keinerlei Anstalten in Richtung Sex macht... Da liegt dann wirklich etwas grob im Argen und ich würde dann professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

    Vielleicht noch zum generellen Verständnis:


    Ich bin jetzt 4 Jahre mit meinem Freund zusammen. Dieses Jahr hatten wir 1 Mal Sex (im Januar!) und es war so fürchterlich (mechanisch, ohne Leidenschaft), dass ich es abbrechen musste, weil ich mich wie eine Hure gefühlt habe. In den Jahren davor hatten wir, nach der ersten "glücklichen" Zeit meistens Pausen von 2-3 Monaten, letztes Jahr hatten wir vielleicht 5 Mal Sex.


    Übrigens sind wir beide jung, 27.


    Er sagt dann immer: "Nächstes Mal, ok? Ich hab ja Lust, Du bist sexy etc und machst mich an, aber...(siehe o.g. Gründe) Morgen dann, ja?" Und Morgen, nächste Woche, nächsten Monat... passiert nichts. Immer nur wieder dieses elendige Vertrösten. Und wenn ich mich zurückziehe, freut er sich über seine Ruhe und das war´s.


    So, ich muss jetzt wirklich zur Arbeit! ;-)


    Wünsch Euch einen schönen Tag!

    @my-milkshake

    Auch bei uns kamen diese Vorwürfe...


    Von ihrer Seite, ich solle doch gehen wenns mir nicht passt,


    von meiner Seite, dass sie sich anfangs angestrengt hat nur um mich rumzukriegen usw....


    Im Streit kamen solche Aussagen ständig... Wenn ich da zurückdenke - lächerlich... Jeder hat versucht seinen Standpunkt klarzumachen und da man es nicht anders konnte sind wir zu Vorwürfen übergegangen die einen auch nicht weiterbringen... Das macht alles nur schlimmer...


    Nachdem ich über ein Jahr gebraucht um zu lernen mich endlich mal zurückzunehmen und es einfach gut sein zu lassen, einfach weg, das Thema Sex gibt es nicht wurde es besser... Meine Freundin sagte zuvor immer "wenn Du mal einfach nicht ständig Anspielungen machen würdest oder immer den Anfang machen würdest, könnte ich auch Lust entwickeln, auch wenns länger dauert, aber ich hab schon gar keinen Ansporn mehr Lust auf Dich zu bekommen, Du willst ja sowieso immer" - kaum war ich mal eine Woche krank kam nämlich meine Freundin an und wollte, weil sie wusste dass ich nein sage, habe ich auch, aber dadurch hatte sie den Ansporn mich "rumzukriegen" - klingt zwar komisch aber es hat geholfen... Mir fällt auch heute noch auf wenn ich mal nein sage, oder von vornherein dass ich keine Lust habe, versucht sie es doch öfter mal, auch die Tage danach... Sie akzeptiert ein nein genauso wie ich gelernt habe ein nein zu akzeptieren - irgendwann wird es schon wieder klappen und dann ist es eh meist so, dass es dann wieder ein längeres Hoch gibt weil der Sex einfach nicht so selbstverständlich ist... so nach dem Motto "Kalenderwoche 24 - zweimal Sex - Häkchen - ok, guter Schnitt"... Ist doch irgendwie auch langweilig zu wissen "vor drei Tagen hatten wir Sex also haben wir heute wieder" oder "heute ist Samstag, wir haben bestimmt Sex"... Da vergeht mir sogar die Lust...

    @my-milkshake

    Ich habe in meinem Fall von einmal im Monat Sex gesprochen... Ich weiß nicht was ich machen würde wenn ich fünfmal im Jahr Sex mit meiner Freundin hätte, oder im halben Jahr einmal und dann wäre er schnell und einfach nur "Hauptsache es ist mal wieder passiert" - also nicht mal Qualität wenn die Quantität schon zu wünschen übrig lässt.


    Das würde ich so denke ich nicht einfach so hinnehmen...


    Wir waren auch schon fast soweit in eine Paartherapie zu gehen, haben dann aber entschlossen noch etwas zu warten und zu sehen ob wir es nicht alleine schaffen - das haben wir dann auch - allerdings war es bei uns noch nicht so schlimm.


    Ich denke Du solltest Deinem Freund mal den Vorschlag machen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen...


    Wie ist es bei Euch im Alltag...? Küssen, kuscheln usw...? Wie oft sprichst Du das Thema Sex an und wie oft streitet ihr deswegen?


    LG, und Kopf hoch

    @:)

    Luca.

    Zitat

    Grossie, es ist nur menschlich, nach dem Warum zu forschen, alles andere wäre lethargisch und unnatürlich

    Natürlich, aber man muss die Grenze beachten, ab wann es einfach nur noch nervt und nicht weiterbringt.

    Zitat

    Ich finde es aber mittlerweile schlicht unfair und inakzeptabel, dass vom Gegenüber (ja, mein Freund erwartet das auch) erwartet wird, es einfach zu akzeptieren.

    Aber er soll schon akzeptieren, dass du mehr willst? Vielleicht findet er das auch unfair und inakzeptabel, weil er denkt, dass du ihn damit bedrängst?


    Ob ich dich verstehen kann?


    Ja!


    Mittlerweile, weil ich angefangen habe, über meinen Mann nachzudenken, nachgelesen habe und hier mitgeschrieben habe. Ich sehe jetzt ein, dass ich ein Problem habe und etwas daran ändern muss. Ich akzeptiere, dass das so ist und mein Mann mehr Bedürfnisse hat! Genauso hat er begonnen, zu akzeptieren, dass ich nichts für meine Unlust kann (und er auch nicht) und dass ich deswegen öfter meine Ruhe brauche. Er akzeptiert, dass er Geduld haben muss, weil auch eine Therapie nichts von heute auf morgen ändern kann.


    Habe ich das Gefühl, dass er mich bedrängt (und ich habe schnell so ein Gefühl), ist bei mir sofort der Ofen aus, gibt ne richtige Blockade, denn das kann ich nicht akzeptieren. Aber ich weiß jetzt eben, dass ich auch etwas tun muss!

    Zitat

    Vielleicht passiert das, wenn man sich als "Unlustiger" zu sehr in die Ecke gedrängt fühlt?

    Ganz genau!


    Man kann sowas halt nicht erzwingen, jeder Versuch führt zwangsläufig zu sofortigem Rückzug und um das klarzumachen, rutscht einem dann schon mal was raus wie "hoffentlich wirst du bald impotent"o.ä.


    Ich finde Lucas Ansicht gut und bin auch der Meinung, wenn das nach z.B. 2 Monaten noch nichts gebracht hat, kann man immernoch alternativ handeln, wobei ich nicht an Trennung, sondern an professionelle hilfe denken würde, man kann da ja auch zur Not erst mal alleine hingehen und sich beraten lassen.

    Verständnis ist schön und gut ABER: Wenn einer ein Dürfnis hat und der andere will/kann es nicht erfüllen, es ist aber ein sehr starkes Bedürfnis dann wird irgendwann einmal der Verständnis-Level dramatisch sinken. Jeder der Lustlosen kann sicher genügend Dinge aufzählen die für ihn NoGos sind. Verständnis kann ich vom anderen dann erwarten wenn ich selber auch verständnisvoll manchen Dingen gegenüber bin die mir eingentlich nicht passen. Wie weit ist es da mit dem Verständnis?

    Das ist richtig, allerdings muss man beim Thema Sex aufpassen mit solchen Vergleichen, denn wenn mein Mann Fussball gucken will, kann ich durchaus sagen, hab zwar keine Lust, aber meinetwegen...


    Wenn ich z.B. ein kleines Haustier haben will und er nicht, ich aber verspreche, dass er sich nur drum kümmern muss, wenn ich mal nicht kann und die Kosten akzeptabel sind, kann er vielleicht auch gerade noch sagen, passt mir nicht, aber ich gönn es dir.


    Will er aber Sex und ich habe keine Lust werde ich nicht sagen, ich machs trotzdem und das würde er auch nicht wollen! Und ich kann mich nicht zur Lust zwingen.


    Das muss er dann einfach verstehen und ich miss verstehen, dass das auf Dauer so nicht geht und Lösungsmöglichkeiten suchen. Aber zuerst kommt halt das Verständnis als Basis für eine Lösung!

    Ja aber es muss auch tatsächlich nach einer Lösung gesucht werden. Soll heißen es muss sich was bewegen oder zumindest das Bemühen muss erkennbar sein etwas zu ändern. Reine Absichtserklärungen oder Hinhaltetaktik bringen da gar nichts - das Problem wird ja nur nach hintern geschoben und tritt dann mit vielleicht noch größerer Intensität wieder auf.


    Und verglichen mit Sex fällt mir am ehesten Zärtlichkeit, Nähe, das Gefühl von Geborgenheit ein. Wird man auf Dauer glücklich sein & Verständnis zeigen wenn in dieser Hinsicht vom Partner nichts kommt?


    Wage ich sehr zu bezweifeln ob dann Verständnis in gleicher Form eingefordert wird bzw. da ist.

    luca

    Zitat

    wenn Du mal einfach nicht ständig Anspielungen machen würdest oder immer den Anfang machen würdest, könnte ich auch Lust entwickeln, auch wenns länger dauert, aber ich hab schon gar keinen Ansporn mehr Lust auf Dich zu bekommen, Du willst ja sowieso immer"

    Kann ich absolut bestätigen.

    @

    Monika65


    Es hat lange gedauert bis ich das eingesehen hab.

    @allgemeinheit :-D

    Es ist nunmal leider so dass der Mensch in mancherlei Hinsicht ein A**** ist... Oder sollte ich sagen Idiot...


    Man will auf lange Sicht gesehen immer das was man nicht bekommen kann und das was einem auf dem Silbertablett serviert wird interessiert uns nicht...


    Das ist bei jedem unterschiedl. in welchen Bereichen er so reagiert... Manche legen diese Eigenschaft auf ihr Sexleben um...


    Es ist viel spannender um etwas kämpfen zu müssen - als sich einfach nur hinzustellen und der andere zieht gleich mit...

    Also ich finde schon das derjenige der mehr Lust hat sich auch anpassen muss. Aber ich glaub das haben diejenigen die hier schreiben schon getan. Wenn ich z.B. täglich will und meine Frau nur 1 mal im Monat, dann müßte man wenn beide sich anpassen doch wenigstens 2 mal im Monat Sex haben?


    Ich hab das anpassen satt gehabt, weil es nur von meiner Seite war. Hier wird immer nur gesprochen:"Ach die armen haben so einen Druck und wissen nicht warum sie unlustig sind. Der Partner der mehr will soll sich anpassen".


    Druck, Stress, Arbeit, Probleme hat man immer, sein ganzes Leben lang. Am Anfang einer Beziehung hindert einem das komischerweise nicht daran mehrmals täglich aufeinander rumzuturnen. So wurde das auch in einem Buch das ich gelesen habe beschrieben und die befragten Personen gaben auch zu das es eigentlich nur Ausreden sind (obwohl sie sich vorher nicht darüber klar waren das es Ausreden waren)


    Ich hab es auch versucht, mich zurückgezogen, nicht mit Sex angefangen, nicht darüber geredet, komplett die Erotik rausgelassen. Wir haben natürlich gekuschelt, ich war weiterhin aufmerksam, lieb etc. Gebracht hat es nichts, es hat sich eher noch verschlimmert. Vielleicht vergleichbar mit dem Spruch :"Der Hunger kommt beim Essen". Wenn man aber keine Appetitanreger zu sich nimmt bekommt man auch keinen Hunger. So war es bei uns. Dadurch das wir nichts sexuelles mehr gemacht haben ist die Lust meiner Expartnerin noch mehr geschwunden.


    Durch die Angst :"Hoppla mein Freund will keinen Sex mehr, da stimmt was nicht" ist leider nicht die Lust gekommen sondern nur die Angst mich zu verlieren. Dies führte dann zum lustlosen Pflichtsex ihrerseits.


    Und es geht ja auch nicht nur um die Triebbefriedigung, sondern um das Gefühl begehrt, geliebt zu werden. Und für mich stimmt etwas nicht in der Beziehung wenn es nicht mehr mit dem Sex klappt. Zumindest dann nicht wenn einer der beiden Partner nicht noch einer Lösung sucht.


    Wieviel der Lustlosen waren denn beim Arzt? Haben sich physisch und psychisch untersuchen lassen? Haben Medikamente genommen um ihr Lust zu fördern? Oder sonst irgendwas probiert (Sport, Wellness etc.?) Ich hab das alles getan um meine Lust herunter zu schrauben. Also habe ich mich doch angepasst.


    Abgesehen davon das ich völlig gesund bin und laut Arzt/Psychologen einen ganz normalen bedarf auf Sex habe, hatte ich irgendwann keine Lust mehr Einzelkämpfer zu sein.


    Ich hab gedacht meine Frau liebt mich nicht mehr, weil wir keinen Sex haben. Als antwort bekam ich :" Liebe hat nichts mit Sex zu tun". Ist ja eigentlich ne Männerantwort.


    Aber ist ja super, wenn Liebe und Sex nichts miteinander zu tun hat dann kann man ja den Lustvollen Partner fremdpoppen lassen. Wie sieht es damit aus, das wäre doch dann auch mal eine Art Anpassung gegenüber dem Lustvollen.


    Denn wir können uns nicht zur unlust zwingen. Also scheint es keine Lösung zu geben außer Trennung.


    Und was passiert wenn man sich komplett zurück nimmt, seine Lust reduziert und der andere lustlose will plötzlich wieder Sex, man selbst aber ja zum lustlosen geworden ist. Dann beginnt das Spiel von vorn oder wie??


    Sorry aber das kanns nicht sein. Aktzeptanz schön und gut, aber nur über einen gewissen Zeitraum und wenn man sieht das beide verständnis für einander haben und versuchen was daran zu ändern.

    Sehe ich so wie mein Vorredner!


    Verständnis ist gut und schön sollte man auch haben aber zuviel Verständnis bringt den Lustlosen einfach in eine zu bequeme Position - und die wird dann meist auch ausgenützt.

    Mit Verständnis lässt sich in einer Partnerschaft vieles regeln, eigentlich fast alles. Aber das Verständnis sollte auch gegenseitig sein, bzw. sollten sich beide Seiten darum bemühen, der Teil der Sex will ebenso wie der Teil, der keine Lust hat.


    Im Fall von Velandra oder my-milchshake ist es aber offenkundig so, dass der lustlose Partner sein Ding durchzieht und sich nicht sonderlich um das Befinden der Partnerin schert. Dabei kann doch gar keine Rede davon sein, dass sie nicht mal eine lustlose Phase des Partners akzeptieren würden. Jeder normale Mensch akzeptiert so was.


    Es ist nur einfach unfair - und da muss ich wieder my-milchshake recht geben - wenn am Anfang einer Beziehung eine andere Erwartungshaltung ("es gibt zwischen uns regelmäßig Sex") gepflegt wurde und dann will man auf einmal - dauerhaft - nichts mehr davon wissen.


    Denn wie soll sich der Partner darauf einstellen? Sex ist kein Hobby wie die Liebe zu Pferden, zum Fußball oder zur Modellbahn, was man aufgeben kann. Sex ist ein grundsätzliches, körperliches Bedürfnis, das hat man (so man es hat), ob man will oder nicht.

    @ uhu

    Ja, Sex ist ein Bedürfnis ob man will oder nicht - man hat es stark oder weniger stark.


    Und wenn es so ist, dass der Partner anfänglich regelmäßig Sex will im Laufe der Zeit aber keinerlei Bedürfnis mehr danach hat und keine guten Gründe vorliegen warum er keines mehr hat, sollte er mit der Zeit auch so ehrlich sein und sagen "mir ist Sex einfach nicht mehr wichtig und ich werde nie mehr zu geben bereit sein".


    Aber solange dieser Satz nicht gesprochen ist, geht man davon aus dass es sich um eine "Phase" handelt die schon wieder vergehen wird oder die man schneller verdrängen kann indem man sich in Geduld und Verständnis übt.


    Ich stimme Euch allen zu dass auf beiden Seiten Kompromisse eingegangen werden müssen -


    aber es ist auch verständlich wenn der Druck vom Partner kommt der öfter will, dass dieser auch den ersten Schritt machen muss und dem lustloseren Partner beweisen muss dass sich nicht alles um Sex dreht und er auch mal zurückstecken kann. Erst dann kann der Druck weggenommen werden und dann ist der lustlose mit dem Schritt Richtung Mitte (Kompromiss) an der Reihe.


    Auch klar dass es nicht genügt eine längere Zeit ohne Sex auszuhalten, aber jeden zweiten Tag Anspielungen macht und öfter in diesem Zeitraum einen Streit deswegen vom Zaun bricht. Und sei es nur weil man nörgelig auf jede Kleinigkeit ist, nur weil man nicht abspritzen darf (egal jetzt ob Männlein oder Weiblein)...


    Da ist man dann beim lustloseren Partner wieder bei null gelandet...


    Es ist ein Balanceakt der einfach nicht leicht hinzubekommen ist...