Also ich hab´s vorgestern Abend nach einer ewigen Zeit des Schweigens nicht mehr ausgehalten, als er sich MAL wieder wegdrehte mit dem Argument "Ich will jetzt eben nicht mehr knutschen, ich bin müde".. Wir waren in seiner Wohnung und ich habe dann meine Sachen genommen und bin ins Wohnzimmer gegangen. Nach dem ich mir da die Augen aus dem Kopf geheult habe, kam er IRGENDWANN.. "Was ist denn los?" .. In einem nicht besonders verständnisvollen Ton.


    Da begann eine lange Diskussion, die sich schnell als Selbstgespräch gestaltete. Es hat in sofern geholfen, dass ich ihm alles erzählen konnte was ich loswerden musste.


    Er jedoch hat sich jeglicher Antwort verweigert.


    Am nächsten Tag hat er sich zwar dafür ganz lieb entschuldigt, aber letztendlich: alles was ich erfahren habe war, dass er einfach nicht in den Gang kommt. Es also nicht an mir liegt- da es ihm ja auch gefällt WENN wir mal dazu kommen...


    Ist doch mist. Ich bin sogar schon auf diese blöden Mädels aus dem Fernsehen sauer, wenn sie im TV mit dem Hintern wackeln. Nur weil ich denke: Toll: da sieht er´s- bei mir nicht!


    Also.. du bist nicht allein, ich kann Dich so gut verstehen......

    Ganz ähnliche Situationen hatten wir auch schon, er scheint ganz im Ernst nicht zu verstehen, was er mir antut. Mir ist das unbegreiflich! Oft genug ist er dann großartig verwundert, dass ich mich im Bett nach einer abgewürgten Annäherung wegdrehe und still weine. Er reagiert dann genervt, fragt warum ich denn schon wieder weinen würde. Wie kann man so ignorant sein?! Funktioniert Liebe so?


    Wie auch immer, wünsche Dir, X Daria X, einen schönen Abend, lass ihn Dir nicht vermiesen.


    *:)

    Zitat

    Das ist mir jetzt zu anstrengend... "

    Hm, das kenn ich aber auch, so fings eigentlich an, wenn ich ehrlich bin. Noch fand ich meinen Mann erotisch, aber wenn ich an Sex gedacht habe, dachte ich immer, wieviel schneller ich das jetzt haben könnte, wenn ich mirs einfach selber mache. Weil wir immer dann die Gelegenheit hatten, wo es mir wirklich zu anstrengend war. Es war das erste Symptom dafür, im grunde hatte ich schon Lust, habe ja auch Sb gemacht, aber das Begehren war nicht groß genug oder der Akt an sich einfach zu aufwändig, irgendwie, und je länger das so ging, umso größer wurde der "Berg", den ich hätte überwinden müssen, um Sex mit ihm zu haben. Es passierte dann zwar doch mal gelegentlich, aber immer in außergewöhnlichen Situationen.


    Also das "anstrengend" war bei mir keine Ausrede, ich habs wirklich so empfunden.

    Ja, die Begierde hat einfach nachgelassen, sie war ziemlich lange da, dann war sie da und wir sind ihr nicht mehr so richtig nachgegangen, weil mal der Eine, mal der Andere gerade was anderes gemacht hat, oder das Kind noch war war etc., und sie wurde allmählich weniger und schließlich so wenig, dass ich gar nichts mehr davon wissen wollte. DAs ist ein Teufelskreis, hat viel mit dem Alltag zu tun. Mein Mann hat den Fehler gemacht, so zu tun, als wär ihm Sex egal, andererseits hätte er gedrängelt, hätte ich mich unter Druck gefühlt. Vermutlich hätte er mich einfach mal "nehmen" müssen, nicht immer so fürchterlich auf mich eingehen dürfen in diesem Punkt. Ich weiß nicht, es hätte einen Punkt gegeben, wo wir das noch in Griff bekommen hätten. Und ja, die Begierde einer anderen Frau hätte meine schnell wieder zum Leben erweckt.


    Und so ist es halt eingeschlafen und nach und nach wurde es so schlimm, dass nichts mehr ging, ich weiß nicht, ob es je wieder zu erwecken ist. Und das, obwohl wir uns lieben und uns seelisch sehr vertraut sind.

    @Monika

    Sehr interessant. Was du schreibst, hört sich ganz danach an gäbe es tatsächlich Liebe ohne sexuelle Verbundenheit.. So wie du es schreibst, kann ich dich sogar sehr gut verstehen. Ich denke mal, es zieht ganz langsam an einem vorbei, bis es ganz verschwunden ist.

    Zitat

    ich weiß nicht, ob es je wieder zu erwecken ist. Und das, obwohl wir uns lieben und uns seelisch sehr vertraut sind.

    ... ehrlichgesagt weiss ich das auch nicht und kann es mir sogar schwer nur vorstellen. Ich beschäftige mich jetzt so viel mit dem Thema dass ich heut Nacht sogar davon geträumt habe. Er war komplett verändert und wollte es überall tun.. Im Fahrstuhl,etc. Ich glaube es ist sehr schwer Menschen in der Hinsicht wieder von Ihren Negativgedanken zu befreien.


    Ich bin ratlos.. Ich glaube jedenfalls nicht, dass Dessous und Honig einem da helfen können. .. :-/

    Vielleicht müsstest du/ihr offensiver werden, einfach weniger verständnisvoll. Drängeln und ein ständiges Nagen an dem Thema ist zwar kontraproduktiv, ebenso das "Leiden" daran, denn keiner will doch Sex aus Mitleid, nehme ich mal an. Es ist so schwierig, das Richtige zu tun. Ich kann ja da nur von mir ausgehen, ich war meinem Mann oft dankbar, dass er mich nicht gedrängt hat, ich empfand ihn in dieser Hinsicht als ideal zum damaligen Zeitpunkt, andererseits weiß ich heute, dass wir uns beide in die Tasche gelogen haben, denn wir haben dadurch den Punkt verpasst, wo es wieder hätte aufwärts gehen können. Und da hätte ich auf jeden Fall weniger Kompromissbereitschaft seitens meines Mannes gebraucht, ein Aufrütteln sozusagen. Aber dazu war er zu stolz, auch vor sich selber.

    Monika65

    Zitat

    Vermutlich hätte er mich einfach mal "nehmen" müssen, nicht immer so fürchterlich auf mich eingehen dürfen in diesem Punkt.

    Es ist nicht einfach zu verstehen, daß Frauen eben doch lieber wilde Hengste wollen, obwohl dem Mann überall eingeredet wird, daß sie angeblich mit "Ponyreiten" viel glücklicher sind.


    Dann kommt noch der Alltag hinzu...


    Wahrscheinlich ist es gar nicht verkehrt die Instinkte aus der Kindheit viel mehr in das Erwachsenenleben mit reinzuretten. Da wurde zu viel Rummerzogen. Mädchen bliebt letztendlich Mädchen, auch wenn sie noch so klug ist. Du siehst ja selber, daß Du da zu ganz einfachen Erkenntnissen gelangt bist, wenn wahrscheinlich auch über komplizierte Umwege. Und das sagt eine außerordenlich kluge Frau. Ich finde das sehr beeindruckend.


    Es ist eben so, daß man den Frauen nur alles Recht machen kann, indem man ihnen nicht alles Recht macht.


    Diese Widersprüche muß man aber auch erst mal verstehen.

    Unschuldsengel

    Es ist nicht so,dass ich immer auf wilden Sex stehe (Betonung liegt auf "nicht immer":-) oder gar auf "Nehmen" gegen meinen Willen, wenn ich keine Lust habe. Ich meine jetzt diese spezielle Situation, bei uns haben sich langsam aber sicher Hemmungen aufgebaut, wir haben Sex miteinander allmählich völlig aus dem Alltag verdrängt. Und mein Mann hat sich immer asexueller gegeben, das war seine Art, damit fertig zu werden. Das war in dem Moment für mich sehr einfach und angenehm, aber letztlich falsch. Und wenn wir mal einen Anfang fanden, gab es so langes Kuscheln und Streicheln, bis ich für Sex schließlich zu müde war..


    Im sexuellen Bereich kann ich in der Tat nicht mit allzu viel Zögern und Zaudern leben, da brauch ich dann einfach die Tat.

    Zitat

    Es ist eben so, daß man den Frauen nur alles Recht machen kann, indem man ihnen nicht alles Recht macht.

    Im Hinblick auf Erotik, ja, auf alle Fälle. Und generell, das gilt sicher auch für die Frau in der Partnerschaft, ist "alles Recht machen" immer falsch.;-)

    Genau Monika...


    Wenn die Männer alles recht machen wollen, dann fehlt im Alltag die Reibung. Eine lebendige Partnerschaft incl. lebendiger Erotik braucht Höhen und Tiefen. Viele schreiben ja immer: "Unsere Beziehung ist soooo super, wir streiten nie"... wenn ich das schon lese... was ist denn das? Soviel Harmonie? Nein, davon wird mir übel ;-) Da schlafe ich ein und die Lust auf Sex ebenso... Man soll sich ja nicht um Banalitäten wie das Fernsehprogramm fetzen... da müssen schon zwei passende Charaktere zueinander finden, damit die Beziehung lebendig bleibt...


    Wenn ich dafür ein Rezept erfunden habe, werde ich es mir patentieren lassen und mir eine goldene Nase verdienen ;-D


    Aber ich gehöre eindeutig auch zu den Frauen, die einen Mann wollen und keine Maus...


    Gruß


    die Vagabundin

    Mir kommt alles sehr bekannt vor...

    Ich kenne meinen Partner jetzt 10 Jahre und sind seit 7 Jahren verheiratet und haben zwei Kinder (3 Jahre und 4 Monate alt).


    In den Jahren bevor unsere Kinder auf der Welt waren, kam es ab und zu vor, dass ich ihn abgewiesen habe, weil es einfach zu früh am Morgen war, oder ich total müde, oder einfach nur keine Lust hatte!


    Aber oft hat mein Mann immer weiter gemacht...versucht mich "heiß" zu machen...er hat sich wirklich sehr viel Mühe gegeben...so dass ich dann (widerwillig) mitgemacht habe.


    Wenn man eigentlich nicht Sex will, und er gibt sich soooooviel Mühe (und konzentriert sich darauf, dass es so lange wie möglich dauert!) dabei will ich weder kurz noch lang....und muß mehr oder minder einen Höhepunkt vorgaukeln damit er aufhört...


    dann macht Sex keinen SPaß mehr, und es wird zur Arbeit!


    Es ist einfach vergeudete Energie, was mir früher nicht allzuviel ausgemacht hat, aber jetzt benötige ich sie während meines Alltages mit zwei Kindern!


    Desto öfter ich nur "mitmache" um so weniger Lust entsteht bei mir. Im Gegenteil es entsteht Unlust. Ich möchte es dann nicht mehr! Garnicht! Und auch keine andere Berührungen, weil ich dann weiß dass er mehr wollen wird.


    Ich fühle mich dann ständig unter Druck, was die Lust nochmehr abtötet...


    Es entsteht ein Teufelskreis.


    Wir reden zwar über alles mit meinem MAnn, und wir verstehen uns ansonsten sehr gut.


    Ich verstehe ihn und seine Sachlage, und er hat Verständnis für mich, läßt mich inzwischen auch wirklich in Ruhe wenn ich nicht will....aber trotzdem kommen wir aus unserer=seiner problematischen Situation nicht raus.


    Für mich selber wäre No-Sex kein Problem!

    Als ich "damals" anfing meinen Partner abzuweisen, weil er in meinen Augen immer zu oft wollte und dann, wenn ICH nicht wollte, wäre es für mich auch kein Probnlem gewesen, gar keinen <Sex zu haben. Das habe ich ja auch geschafft....


    Aber ich will keine Partnerschaft ohne Sex!


    Wir lieben uns, sogar sehr. Aber ich brauche kein Bruder-Schwester-Verhältnis. Ich will richtige Intimität. Ich will ihn nah bei mir. Und so hatten wir keinen Sex mehr weil er aufgab, Sex einzufordern, ich hatte es geschafft, hatte meinen Willen durchgesetzt! Und nun steh ich da, und möchte Sex haben. Nur, wie da wieder rauskommen?!?!


    Wir haben beide unseren Teil dazu beigetragen. Ich wollte nicht, und er nahm sich zurück. Immer mehr. Wir haben früher da nIE drüber geredet! Und wir reden jetzt darüber, vll nicht so, wie man es tun müßte. Aber wir versuchen es.

    @ Maygirl:

    Du weißt ja selber, dass das, was Du da machst bzw gemacht hast, falsch war.


    Er hatte ja keine Ahnung! Wie auch, wenn Du schlussendlich mitmachst und sogar nen Orgasmus vorspielst. Dann muss er ja denken: oh wie toll. Dann klappt das das nächste Mal auch so.


    Du fühlst Dich bedrängt, SAGST es ihm aber nicht, und er glaubt weiterhin es mache Dir viel Spaß!


    Du willst weniger und er mehr.... und da ist er dann, der Teufelskreis.


    Es ist gleichzeitig das schwierigste und das einfachste: man muss reden, sich austauschen. Dem andern sagen was los ist, auch wenn es oft evtl verletzend sein kann.


    Aber wenn der Andere nicht weiß, woran er ist, kann er auch nicht versuchen es zu verstehen oder eine Lösung finden.


    Ich hoffe, wir bekommen es alle heir wieder hin.


    Denn SO ist das doch auch alles kein Zustand!

    @ :)

    liegt es nicht ein wenig daran das grundsätzlich zwischen den Partnern in Bezug auf Erotik, Sex und Lust die spontane und wirkliche Offenheit fehlt es zu sagen, es zum Ausdruck zu bringen? Meist erfolgen doch solche Gespräche gezwungener Maßen wenn sich die Probleme schon aufgetan haben.


    Liegt es auch nicht daran, dass der Reiz des Partners nachgelassen hat, da bspw. beim Gedanken an Sex einem vielleicht ide weniger schönen Momente in den Sin kommen oder der Partner sich körperlich verändert hat, sich in seinem Auftreten oder Outfit Veränderungen ergeben haben?


    Kann es nicht sein, dass die immer sich ähnelnden Muster, Berührungen und Abläufe mehr ab- als antörnen?


    Kann es sein, dass gerade das oftmalige sich Zurücknehmen der Frau, die zunehmende Einnahme der passiven Rolle einen solchen unerwünschten Verlauf fördert?