@saldo

    Eine gute Frage...


    Ich denke es gibt beides...


    welche die einfach keine Lust auf Sex haben, egal mit wem sie zusammen sind und


    Paarspezifische Probleme...


    Bei mir ist es so das ich der festen Überzeugung bin dass die sexuellen Probleme in meiner Beziehung rein an "uns" liegen. Meine Partnerin hatte nie sexuelle Probleme vor meiner Zeit. Da wurde auch nicht darum gestritten. Wenn es keinen Sex gab, dann eben nicht. Und sie wurde angeblich auch oft zurückgewiesen - also musste sie zu dieser Zeit ja sexuell aktiver gewesen sein.


    Es macht einen nur ziemlich fertig wenn man merkt dass so jemand dann einem selber gegenüber keine Ambitionen in Richtung Sex hat, einen wochenlang warten lässt, bei sexuellen Anspielungen im TV die Augen verdreht usw...


    Da ist man dann mit seinem Latein am Ende und zieht sich selber immer mehr zurück.


    Ich bin leider noch immer nicht soweit dass ich mich trennen könnte...

    Ich denke auch das es beides gibt.


    Menschen die generell wenig Lust haben und welche die durch den Alltag ihr Lust verlieren.


    Wobei die Grenzen wohl fließend verschwimmen.

    Zitat

    Es macht einen nur ziemlich fertig wenn man merkt dass so jemand dann einem selber gegenüber keine Ambitionen in Richtung Sex hat, einen wochenlang warten lässt, bei sexuellen Anspielungen im TV die Augen verdreht usw...

    Jo das hat mich auch fertig gemacht. Diese Hilflosigkeit nichts an der Situation ändern zu können.


    Und dieses grübeln warum, weshalb, wieso und wie kann man es ändern, hat mich im wahrsten Sinne des Wortes in den Wahnsinn getrieben.


    Also am besten nicht zuuu viel drüber nachdenken. Es gibt keine Antwort auf diese Fragen.


    Gruß


    Speedy

    Hm, naja, manchmal gibt es sie schon, nur man spricht sie eben nicht gern aus. Es kann sein, dass man den Partner nicht mehr attraktiv findet, der Sex nie so toll war, man sowieso viel zu viel zusammen ist, einen innerlichen Groll hegt etc. etc.

    @Monika

    :)^


    Mal wieder kurz und präzise auf den Punkt gebracht ;-D


    Ganz ehrlich: Wer würde seinem Partner schon knallhart sagen, dass die sexuelle Unlust am nicht mehr attraktiven Äußeren des anderen liegt? Oder dass er klammert und klettet und einem die Luft zum Atmen (und auch für Sex) nimmt?


    Nein, da werden dann fadenscheinige, allgemeingültige Phrasen aus dem Ärmel gezaubert, wie z. B. beruflicher Stress, körperliche Erschöpfung, depressive Verstimmung usw. usf.


    Wenn mir mein Partner das knallhart sagen würde, dann wäre die Beziehung vorbei - nicht aufgrund seiner Ehrlichkeit sondern aufgrund der Tatsache, dass ich da keine Hoffnung auf Besserung/Veränderung sehen würde.


    Eine gute Beziehung ist keine reine Zweckgemeinschaft, da gehören schon so unberechenbare, schwer greifbare und selten beständige Empfindungen wie z. B. sexuelle Lust dazu. Und sexuelle Lust beginnt (meiner Meinung nach) im Kopf! Nur ein Partner, der mich auch auf der zwischenmenschlichen Beziehungsebene reizt und anzieht, ist für mich auch sexuell interessant. Eine langweilig und eintönig dahinfließende "solide Beziehung" ohne nennenswerte Höhen und Tiefen (was immer so schön "harmonisch" genannt wird) ist ein Sexkiller!!!


    Sexuelle Unlust kann man im akuten Anfangsstadium oft noch mit Distanz bekämpfen; wenn man diesen Zeitpunkt wissentlich verstreichen lässt oder mit extremen Klammern dagegen angehen will, dann "Gute Nacht" und ab ins Kloster.


    Man darf nicht die Augen verschließen, das Thema totschweigen und es in die Abendgebete einbauen - das funktioniert nicht!

    Nachtrag:


    Und ich gehöre auch zu denen, die ganz fest davon ausgezen, dass sexuelle Lust innerhalb einer Beziehung nicht zu reaktivieren ist (sofern sie erst beständig abhanden gekommen ist). Evtl. mag es nochmal ein letztes, kurzes Aufbäumen geben aber das ist dann meistens nur ein Rettungsversuch des anderen.


    Sexuelle Lust (auf den eigenen Partner) ist die meiner Meinung nach empfindlichste/zerbrechlichste Komponente in einer Beziehung.

    vagabundin

    deinen nachtrag sehe ich ganz genau so!

    Zitat

    Sexuelle Lust (auf den eigenen Partner) ist die meiner Meinung nach empfindlichste/zerbrechlichste Komponente in einer Beziehung.

    :)^:)^:)^:)^:)^

    Zitat

    Und ich gehöre auch zu denen, die ganz fest davon ausgezen, dass sexuelle Lust innerhalb einer Beziehung nicht zu reaktivieren ist (sofern sie erst beständig abhanden gekommen ist).

    Ja, das entspricht leider auch meiner Erfahrung.

    Wie wahr

    Zitat

    Und ich gehöre auch zu denen, die ganz fest davon ausgezen, dass sexuelle Lust innerhalb einer Beziehung nicht zu reaktivieren ist (sofern sie erst beständig abhanden gekommen ist).

    ...ich gehör auch zu denen...


    A.

    Zitat

    Ganz ehrlich: Wer würde seinem Partner schon knallhart sagen, dass die sexuelle Unlust am nicht mehr attraktiven Äußeren des anderen liegt? Oder dass er klammert und klettet und einem die Luft zum Atmen (und auch für Sex) nimmt?

    Das möchte ich auch noch einmal unterstreichen.Mein Ex hatte trotz angeblicher früheren reichlichen sexuellen Aktivitäten,den Sex mit mir immer mehr eingestellt.Er hat mich schon recht früh das erste mal betrogen.Mittlerweile weiß ich den Grund:Er hatte keinen Bock mehr auf mich.*autsch* Das nach 3 Monaten-und dann zieht man doch noch mit jemanden zusammen?:=o Auf eine sexlose Beziehung lasse ich mich NIE wieder ein.Das ist viel zu viel Demütigung.Sicherlich gibt es Menschen die einfach weniger sexuelles Interesse haben oder bei denen die Lust im Alltag abhanden kommt.Aber für Menschen die sich vor Pornos einen wichsen,aber dann Abends keinen Bock auf die Freundin haben und lieber vor ihrer Konsole hocken,als zu kuscheln,wird es nie wieder einen Platz in meinem Herzen geben.Und ich weiß noch immer nicht so recht wie ich mit dieser Demütigung umgehen soll...

    HEFTIG

    denn ich hätte jetzt mal gesagt:


    In Fall 1 (grundsätzlich keine Lust) ist nichts mehr zu retten während in Fall 2 (langsam abgenommene Lust) man durch viel Tun eventuell noch was machen kann.


    Jetzt erzählt mir nicht, dass wir das Ende dieses Fadens erreicht haben, ihr Memmen!;-)


    Wo sind die Kämpfer?:-D


    Ihr sagt mir damit, dass in beiden Fällen (also praktisch immer) nichts mehr zu machen ist!


    Wenn man es schafft, sein Problem zum Problem des Partners zu machen, es beide wollen usw. - warum denn nicht? Eigentlich wollen wir es beide (meine Frau und ich) wir haben nur auch schon alles zerredet und wissen nicht weiter.


    Aber ich weigere mich, aufzugeben.:-p

    Aber denkst Du nicht das genau das schon ziemlich am Ende ist...?


    Wenn man an dem kritischen Punkt ist - alles schon hundertmal durchgekaut, ein Partner ist unzufrieden, der andere lässt es einfach so dahinlaufen und sieht weiter kein Problem darin, außer dass es ihn nervt weil der eine öfter will und öfter mal auf das Thema zur Sprache kommt?


    Ich weiß nicht... Einer zieht sich dann zurück weil er keine Abfuhr mehr bekommen will oder keinen Sex bei dem er nicht zum Zug kommt weil der andere zwar mitmacht, aber keine Lust hat aktiv zu werden... Der andere zieht sich zurück weil er nicht herausfordern will das der andere Lust bekommt...?


    Was kann man da machen? Man steckt in einem Teufelskreis fest... Ich gebe auch nicht auf, so ist es nicht - aber ich habe keine Kraft mehr zu kämpfen... ich bin im Moment in Wartestellung und schau was sich ergibt...

    ...und bei Dir Saldo ists ja schonmal eine gute Voraussetzung dass ihr beide etwas ändern wollt. Da stelle ich nicht in Frage dass man das noch gebacken bekommt :-)


    Aber wenn er einfach sagt "ich hab halt nicht soviel Lust" - was machen?


    Ich hätte nur gerne eine konkrete Antwort auf die Frage "warum keine Lust?" (liegts an mir, zu müde, zuviel Stress, nur noch freundschaftliche Liebe vorhanden, gefällt der Sex nicht, hab ich eine zu hohe Erwartungshaltung...?)