Velandra

    das meinte ich, als ich geschrieben habe, es gäbe Lösungen.


    Wenn einer grundsätzlich keine Lust hat oder nur Lust hatte, weil es Spass gemacht hat, er/sie es aber im Grunde nicht wollte, dann ist dieser Person sicher nicht zu helfen.


    In deinem Fall aber hätte man versuchen können, herauszufinden, was deinem Partner fehlt. Und wenn es nur das ist, was ihm an Dir fehlt. Ich habe gelernt, dass ein Konflikt dann auftritt, wenn ich fühle, dass etwas nicht richtig ist und ich keine Lösung dafür habe. Und man lernt in Seminaren, dass jeder Konflikt lösbar ist.


    In deinem Fall würde ich sagen, hast Du ja schon das Ergebnis vorweggenommen: Dein Partner war in eurer Beziehung / mit dir nicht glücklich, was sich auf seine Libido ausgewirkt hat. (Hab ich das richtig verstanden? :-/ ) Vielleicht hätte man mit einer Konfliktlösung etwas bei euch ausrichten können, vielleicht hätte die Lösung nur lauten können: "Trennt euch!":°(


    Ich habe noch nicht herausgefunden, wie man erkennt, ob jemand grundsätzlich Sex nicht mag oder nur in der Beziehung nicht glücklich ist.{:(

    Velandra...

    ... ich glaube nicht, dass es dafür eine Lösung gibt. Nicht für jedes Problem gibt es Lösungsmöglichkeiten. Gefühle, Empfindungen kommen und gehen. Man muss die "Gefahr" rechtzeitig genug erkennen und gemeinsam überlegen, ob und ggfs. was zu tun ist. Zerreden macht alles nur noch schlimmer...


    Ganz wichtig ist da die Qualität beim Sex. Es spielt keine Rolle ob man einmal täglich oder einmal wöchentlich miteinander schläft. Entscheidend ist die Lust auf den anderen. Und da ist es auch egal, ob man das Kamasutra von vorn bis hinten und wieder zurück durchexerziert oder dauerhaft den Quickie ohne Vorspiel bevorzugt ;-)


    Ich weiß für mich ganz genau, was meinen Freund für mich sexuell attraktiv macht; ich wüsste aber auch sehr gern, wie es umgekehrt ist ;-D


    Hm... gerade in längeren, festen Beziehungen gibt es nur noch ein "Wir" und das finde ich schade... Wenn ich an meinen Partner denke, dann sollte ich neben dem "Wir" auch sein "Ich" vor Augen haben. Ist das verständlich ausgedrückt? ;-) Denn es war doch sein "Ich", was ihn für mich interessant gemacht hat.


    Dieses Verschmelzen zu einem "Ehe-Universum" ist für mich beziehungstötend... (das hatte ich in meiner Ehe). Ich habe für mich daraus gelernt, dass jeder in erster Linie sein eigenes Universum bewohnen sollte und man sich darüber hinaus aber auch schöne Stunden im gemeinsamen Parallel-Universum machen sollte. Ach, ich kann das wieder so schlecht beschreiben. Viel Geschreibe... Monika könnte das wieder mit 3, 4 Sätzen auf den Punkt bringen *:);-D

    Zitat

    ich glaube nicht, dass es dafür eine Lösung gibt. Nicht für jedes Problem gibt es Lösungsmöglichkeiten.

    Irgendwie beruhigt mich, weil ich mir manchmal schon arge Gedanken mache, ob es sich bei mir damals nicht doch hätte ändern können.

    Zitat

    Man muss die "Gefahr" rechtzeitig genug erkennen und gemeinsam überlegen, ob und ggfs. was zu tun ist.

    Genau daran ist es bei uns damals gescheitert. Er wollte nicht überlegen. Er sah die Lösung im Abwarten, während ich immer verzweifelter wurde.

    Zitat

    Zerreden macht alles nur noch schlimmer

    Wo genau findet "zerreden" eigentlich an?

    Zitat

    Ich habe für mich daraus gelernt, dass jeder in erster Linie sein eigenes Universum bewohnen sollte und man sich darüber hinaus aber auch schöne Stunden im gemeinsamen Parallel-Universum machen sollte

    Damit kann ich mich noch nicht identifizieren. Vielleicht, weil ich erst 24 bin, noch nie verheiratet war und quasi erst am Anfang meiner "Beziehungslaufbahn" stehe. ;-)