Also,wenn er Drogen nimmt, dann ist das halt so. Taucht lediglich die Frage auf, warum er Drogen nimmt, wenn denn alles so toll bei ihm läuft. Und das auch noch regelmäßig. Halluzinogene verändern das Denken und lösen eine stark veränderte Wahrnehmung der Realität aus. Der Hype des Rausches ist relativ kurz, die 'Anlandung' jedoch kann sich über Stunden hinziehen. Halluzinogene können auch zu tiefgreifenden seelischen Veränderungen führen, die nicht wieder reversibel zu machen sind.

    BlackMonday

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    Seit Anfang diesen Jahres habe ich einen wirklich tollen Mann kennengelernt. Er bietet wirklich viel, ist intelligent hat sein Studium fast beendet, hat vielseitige und ähnliche Interessen wie ich und wir machen unglaublich viel zusammen. Besuchen Theater, gehen abends schön raus, gucken uns Parks an. Es ist eigentlich wirklich alles fabelhaft.

    In der Regel liegt das Gewicht solcher Eigenschaften bei mir eher in meinem Freundeskreis.

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    Unser Verhältnis ist relativ locker, bis vor einen paar Wochen haben wir auch noch gar nicht über Gefühle gesprochen sondern haben uns einfach getroffen und Spaß gehabt. Aber wie es das Schicksal so will muss sich natürlich eine Person immer in die andere verlieben

    Das würde unter anderem bei mir in die Rahmenbedingungen einer Partnerschaft fallen. Herzenswärme, Hausverstand, Humor, Selbstbewusstsein, Bindungsfähigkeit und Bindungswilligkeit, Selbständigkeit, etc.

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    Allerdings hat er mir auch gesagt, dass es für ihn schon immer sehr schwer war sich wirklich auf Gefühle einzulassen, ihm die Sache so jetzt sehr gut gefällt und wir halt vielleicht einfach nur warten sollen. Bisher sind wir halt eher was wie sehr gute Freunde die ab und an mal Sex haben, aber irgendwie auch ein bisschen mehr nur halt kein richtiges Paar...

    Und wie kommt es dann zum Sex, wenn er sich gefühlsmäßig nicht einlässt? Durch die Drogen?

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    Dann kommt noch ein Knackpunkt: Er nimmt wirklich sehr viele Drogen.

    Muss ich da noch weiterlesen?

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    Jetzt werden wir uns in 2 Wochen endlich mal wieder eine Woche zu zweit nehmen und mein Gedankenkarusell spinnt immer weiter. Sein Konsum und seine Ansicht von Gefühlen verunsichern mich doch schon extrem... Soll ich dabei einfach ruhig bleiben und abwarten was passiert oder jetzt schonmal klare Punkte überlegen und sie ihm aufzählen?

    Was soll es da zum aufzählen geben? Mir würde das völlig reichen um zu wissen, dass er für mich kein potentieller Partner ist. Was würdest Du denn aufzählen wollen und wozu?

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    Er ist ein ziemlicher Freigeist und hasst Grenzen, es ist ihm sehr wichtig das zu tun was er möchte (wobei das jetzt nicht rüberkommen sollte als wär er ein Arschloch, er hat nur keine Lust sich für Dinge zu rechtfertigen und aus geheucheltem Interesse irgendwo mitzumachen).

    Was ist denn daran toll zu einer Droge ein Verhältnis zu haben, denn die hat ja das Sagen. Von Freigeist ist er aus meiner Sicht weit entfernt.

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    Immerhin kommt ja irgendwo auch was bei rum, mit der Uni ist er fast fertig und auf den Kopf gefallen ist er auch nicht. Weiß da wirklich nicht weiter...

    Für mich wäre da nichts, das mir Gedanken aufwerfen würde.

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    Jetzt werden wir uns in 2 Wochen endlich mal wieder eine Woche zu zweit nehmen und mein Gedankenkarusell spinnt immer weiter. Sein Konsum und seine Ansicht von Gefühlen verunsichern mich doch schon extrem... Soll ich dabei einfach ruhig bleiben und abwarten was passiert oder jetzt schonmal klare Punkte überlegen und sie ihm aufzählen?

    Was für Ansagen willst du ihm denn machen? In Bezug auf die Drogen bist du ja wohl die falsche Ansprechpartnerin, nachdem du das Zeug selber nimmst. Auf Mengendiskussionen wird er sich mit dir wohl kaum einlassen. Und wenn er so ein "Freigeist" ist, wird er sich von dir auch keine verbindliche Beziehung einreden lassen.

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    Aber irgendwie ist es mehr als nur Freundschaft plus, dazu ist er was seine Gefühle angeht halt wirklich ne schwer zu knackende Nuss...

    Ja, dann ist der Mann halt eine coole Herausforderung für dich, wobei du wahrscheinlich auf die Schnauze fallen wirst ;-)

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    Was für Ansagen willst du ihm denn machen? In Bezug auf die Drogen bist du ja wohl die falsche Ansprechpartnerin, nachdem du das Zeug selber nimmst.

    Ich dürfte nach der Logik also immer nur Kritik äußern, wenn ich ein unbeflektes Tuch wäre? Wenn ich hin und wieder mal ein bisschen Alkohol trinke und er sich ständig die Birne wegsäuft dürfte ich auch nichts sagen? Tolle Logik...


    Ich brauche hier wirklich keine Ratschläge wie ich Leute über den Jordan werfe, oder komplett haltlose Überinterpretation. Danke für einige gute Denkanstöße, die Sache zu beenden wäre mir selber natürlich nicht eingefallen.

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    Dass er in eine Sucht abrutscht ist nicht meine Sorge, merke auch grade dass es wohl nur ein Thema ist was mich etwas stört... [...]


    Viel schwieriger ist das mit den Gefühlen...

    Dass das miteinander zusammenhängt ist dir nicht klar? Menschen, die Probleme jedweder Art mit Gefühlen haben, sind auch anfälliger für Drogen. Ich finde es eher bedenklich, dass dich das Thema gerade mal "etwas stört".

    Was erwartest Du an Ratschlägen? Du hast jemanden gefunden, der Drogen nimmt und der sich auf Anfrage, ob das nun eine feste Beziehung werden kann nicht festlegen will. Da ist es relativ normal, dass ein Großteil der User das rät, was er selber tun würde: sich trennen.


    Es liegt doch bei Dir, ob Du glaubst, dass Du mit einer unverbindlichen Bettgeschichte glücklich bist, oder ob Du mehr willst. Ob Du glaubst, als gefestigter Mensch auch mit einem Drogenabhängigen umgehen zu können oder ob Du glaubst, als gelegentlicher Konsument von Drogen durch diesen Menschen eventuell ganz schnell selbst in der Sucht zu landen.


    Meine Meinung: Mit jemandem Sex haben, der Drogen nimmt.. Warum nicht, solange sich das nicht dank Injektionen von Heroin zu einer echten Gesundheitsgefahr auswächst. Mit so jemandem eine ernsthafte Beziehung eingehen? Niemals!

    [...] Ich kenne genug derartige Leute und alle haben sie ein tolles Leben, die einen sogar Kinder. [...] Die Regelmässigkeit mag zwar zu recht etwas beunruhigen, aber flacht das meist ab. Tut es das nicht, ist es schlecht. Hier musst du halt wissen, ob du denkst, dass es abflacht oder ob er sich steigert.


    Die Gefahr einer ALlergie, eines Schocks oder sonst was belibt halt - [...]


    Derartige Menschen, die gerne neue Drogen ausprobieren (eine verstänliche Faszination wie ich finde), nennt man unter anderem auch "Psychonauten". (Damit du einen Begriff zum Googeln hast - wobei sich der Begriff eher auf psychedelische Sache bezieht)


    Wenn ich dich wäre würde ich die Beweggründe abklären, es gibt Drogenforum wie eve'n'rave wo es nur von "solchen" Leuten wimmelt.


    Schlussendlich musst du halt wissen, ob du mit jemanden zusammen sein möchtest, der ein eher gefährliches Hobby hat.


    Wäre ich in der Situation, würde ich es erstmals akzeptieren. Ich würde wohl mitmachen und mir ein Bild machen wie sie damit umgeht. (Wie gesagt bin ich selbst kein Engel) Und mit der Zeit würde sich dann ihre Haltung gegenüber den Drogen herauskristallisieren und ich wüsste ihre Beweggründe. Dann wüsste ich auch, ob mir das passt oder nicht.

    Der Konsum an sich braucht dich meiner Ansicht nicht weiter beunruhigen - er ist ehrlich und macht keinen unvernünftigen Eindruck.


    Ich sage das als jemand, der das auch seit mittlerweile 20 Jahren praktiziert (und dabei auch ähnlich polytox unterwegs bin wie dein potentieller Partner) und den Umgang mit diesen Sachen auch erst mühsam lernen musste, vor allem auch, weil ich anfangs einfach deutlich zu jung für so etwas war.


    Er macht mir jetzt (natürlich weiß ich zu wenig) nicht unbedingt den Eindruck, als stünde er trotz seines Konsums nicht im Leben. [...] Die Gründe für seinen Konsum wären aber durchaus interessant und die würde ich an deiner Stelle auch in Erfahrung bringen wollen. Nicht, um ihn davon wegzubringen, sondern um zu verstehen.


    generell scheinst du diesem Thema gegenüber ja nicht unbedingt negativ eingestellt sein, sonst hätte ich dir etwas anderes geschrieben - meine Ex und ich haben gerade ein 10 Jahre währendes Drama beendet, in dem es immer und immer wieder zu schrecklichen Szenen wegen dieser Sache kam.


    Die andere Sache mit den Gefühlen - ich verstehe die Problematik nicht ganz ehrlich gesagt.


    Es ist gut, wie es gerade ist. Du willst mehr, er will sich sicher sein - was ich nachvollziehen kann, ich bin da auch unglaublich vorsichtig und warte lieber noch ein wenig länger, bevor ich mich zu 100% auf etwas einlasse, auch, um das Gegenüber nicht zu verletzen. Vielleicht hat er in der Vergangenheit seine Erfahrungen gemacht, die ihn etwas zurückhaltender haben werden lassen, wer weiß.


    Alles in allem würd ich ihm daraus keinen Strick drehen, aber auch nicht ewig warten.


    Ich würde ihn nicht unter Druck setzen, aber auch darauf achten, selbst nicht unglücklich zu sein (bzw. zu werden).


    Und btw: dass Drogen die Persönlichkeit verändern, mag durchaus sein. Dies jedoch nicht zwingend zum Negativen - es kommt ganz darauf an, [...] ob man in der Lage ist, ausreichend selbst zu reflektieren.

    Ich bitte im weiteren Verlauf wiederholt darum sich an unsere diesbezügliche Forumsregel zu halten, in der es u.A. heißt:

    Zitat

    Dieses Forum dient der gegen­seitigen Hilfe, es kann deshalb nicht im Interesse von med1 liegen, wenn medizinisch bedenk­liche Inhalte beför­dert werden. Das betrifft haupt­säch­lich (aber nicht aus­schließ­lich) die Ver­harm­losung, Relati­vierung oder gar Ver­herr­lichung von Drogen­konsum jeder Art (legal wie illegal, inkl. Cannabis- oder Nikotin­konsum und Alkohol­rausch) sowie andere medizinisch bedenk­liche Verhaltens­weisen wie z.B. Ess­störungen oder krank­haftes Unter- oder Über­gewicht. Diese krank­haften Zustände und Ver­haltens­weisen dürfen im Forum nur diskutiert werden, wenn deren Krank­haftigkeit nicht in Frage gestellt und eine Änderung des krank­haften Zustandes bzw. der krank­haften Verhaltens­weise angestrebt wird....(...)...

    Ihr dürft nicht vergessen wie viele eventuelle Mitleser es hier gibt (die sich noch nicht mal in diesem Faden beteiligen müssen), die ihren -in diesem Fall- Drogenkonsum mit derartigen (verharmlosenden, relativierenden) Aussagen rechtfertigen (könnten).


    Drogenkonsum - primär egal welcher Art, siehe oben das Zitat - ist mit einem nicht geringen Risiko behaftet, gehupft wie gesprungen. Und nur weil manche Menschen damit auf ihre Weise klarkommen mögen, so ist auch die Darstellung dessen eine Verharmlosung/Relativierung, weil die grundsätzlich gesundheitliche Gefährdung einfach nicht wegzureden ist. Drogen jeglicher Art haben einen gravierenden Einfluß auf den Körper, psychisch sowie physisch. Niemand kann hier risikolose, gesundheitlich unbedenkliche, Einschätzungen treffen, schon mal gar nicht für Andere - Das ist genauso als würde man sagen: Ich bin schon 100 Mal über eine rote Fußgängerampel gegangen, dazu noch ohne mich vorher umzuschauen und ich lebe noch.


    Aus diesem Grund besteht diese Regel.


    Eventuelle Editierungen der letzten beiden Beiträge behalte ich an dieser Stelle vor.

    Und es ist genau so Quatsch jedem Drogenkonsumenten sofort anzuheften dass er ein Junkie sei. Den Kodex in Ehren, der macht ja auch Sinn, aber medizinische Fakten über den Haufen werfen um sich komplett vom Thema zu entfremden ist noch größerer Quatsch!

    Ist der Drogenkonsum denn ein Problem für dich? wenn ja musst du entscheiden wie du damit umgehst.


    zum Thema Gefühle: du beschreibst ihn als jemanden der seine Prinzipien hat und sich nicht einschränken oder verändern lässt. das kann positiv wie negativ sein. für mich hört sich das jedenfalls so an als ob er sich gar nicht richtig öffnen kann, und wenn man ihn nicht so nimmt wie er ist, dann sagt er tschüss - was ihm leicht fallen wird da er sich schützt indem er keine Gefühle zulässt.


    vl. interpretiere ich falsch, aber ich würde ihn mal fragen ob er schon längere Beziehungen geführt hat

    Die Quantität stört mich etwas, viel mehr stört es mich aber, dass es mit eines seiner Hauptgesprächsthemen ist. Er ist da teilweise auch vor neuen leuten extrem offen. Jetzt stehe ich dann daneben und schleppe diesen "wahnsinnig tollen Typen" an und er redet nur über Drogen. Freunde haben das halt auch schon angesprochen, Schade ist dann halt auch, dass einige durch dieses eine negative Thema geprägt ihm bei anderen Sachen nicht mehr zuhören und schnell in eine Schublade stecken. Dann ist er wieder der Junkie und wer will gerne ständig von außen herum hören, dass der potentielle Freund ein vermeindlicher Junkie ist...


    Er hatte vor einigen Jahren eine ernste Beziehung, ist mit der Frau auch kurz zusammengezogen aber möchte nicht wirklich darüber sprechen - was ich auch okay finde, rede auch nicht gerne über meine Expartner, warum auch?


    Danach war er recht locker unterwegs, aber nie was ernstes. Es irritiert mich halt, dass er dann doch so ehrlich ist. Hält er mich damit jetzt billig am Haken? So fühlt sich das nicht an, dann hätte er mich doch auch einfach anlügen können. Weil lügen kann der ziemlich gut...