bibimbab

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    [...]

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    ...Logik ist nicht gerade deine Stärke oder?

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    Lese mal gaaaaanz genau was ich geschrieben habe! Lese langsam und Schlaf vielleicht einmal eine Nacht darüber. Vielleicht macht es irgendwann mal Klick!

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    Hier noch einmal ein Hinweis, da ich befürchte, dass du das nicht von alleine schaffst:

    [...]

    Alter! Wow. Okay.


    Erstmal: Danke an alle, die konstruktiv geschrieben haben.


    Dann: Habt ihr noch alle Latten im Zaun?? Ich möchte alle, die es nicht schaffen sachlich ihre Meinung zu meiner Frage (!) zu sagen, bitten hier nicht mehr zu kommentieren. Die gleiche Bitte hätte ich an alle, die sich hier wohl schon länger kennen und sich in diesem Faden mal wieder ordentlich beleidigen wollen. Bitte. Ich möchte euren sachlichen Input, aber wers nicht schafft das ganze höflich zu schreiben, dessen Meinung interessiert mich prinzipiell nicht.


    Ich wühle mich später nochmal in Ruhe durch die Antworten, die inhaltlich wertvoll sind (gleich, ob sie 'pro' oder 'kontra' sind). Beleidigende Posts kommentiere ich nicht. Über weitere, sachliche Antworten zum Thema freue mich auch :-)


    Danke und viele Grüße!

    ifitaintbroke

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    Was mich gestern aber ein bisschen rausgerissen hat: Wir haben auf Whatsapp geschrieben, und ich habe ihr den Daumen hoch in schwarz geschickt. So wie ich das immer mache. Da hat sie gefragt dass ich doch bitte die Farbe ändern soll. Umph.

    Was Umph? Die Farbe ist nicht zu ändern?

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    Aber wo ist dann der Übergang zu generellem Rassismus?

    Du änderst die Farbe des Emojis und damit hat sichs, oder?

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    Kann/soll man akzeptieren, dass sie aufgrund dessen auch eigentlich harmloses wie z.B. Emojis negativ triggert? Ich kann auch verstehen dass, wenn man seit Monaten in so einem Setting leben und die Sauereien aushalten muss, nicht an sowas 'erinnert' werden möchte, und negativ konotiert.

    Häh? Sie wird durch den Emoji getriggert, weil sie offensichtlich Diskriminierung erfahren hat und du baust dieses Märchen, anstatt sie zu fragen, was in ihr vorgeht?

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    So isoliert stimmt das natürlich. Deswegen habe ich ja die Hintergründe erläutert...

    Ich dachte, du hast herumgegooglet oder hat sie dir das obige so gesagt?

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    Das werde ich in jedem Fall tun. Definitiv Schluss ist für mich, wenn sie ausschließen würde, dass es auch "vernünftige" Nafris gibt bzw. geben kann. Ich frage mich nur, wie viel Verständnis ich aufgrund der aktuellen Situation haben kann bzw. sollte.

    [...] Deine Freundin ist Asylantin. Was hat sie für Traumata, Welteinstellung und Weltbild?

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    Ich möchte alle, die es nicht schaffen sachlich ihre Meinung zu meiner Frage (!) zu sagen, bitten hier nicht mehr zu kommentieren. Die gleiche Bitte hätte ich an alle, die sich hier wohl schon länger kennen und sich in diesem Faden mal wieder ordentlich beleidigen wollen. Bitte. Ich möchte euren sachlichen Input, aber wers nicht schafft das ganze höflich zu schreiben, dessen Meinung interessiert mich prinzipiell nicht.

    Die Diskussion ist wieder geöffnet, die Richtung ist vorgegeben.

    Vorurteile sind Meinungen, die durch keinerlei persönliche Erfahrungen unterlegt sind. Dass, was Deine Freundin da hat, sind keine Vorurteile, es sind fundierte eigene Erfahrungen und ein daraus abgeleitetes Urteil. Die Abneigung gegen Schwarze wird sich bei ihr momentan nicht vermeiden lassen, ich würde aber doch darauf hoffen, dass sich aus dieser Erfahrung kein lebenslange generelle Abneigung generiert. Rassismus ist das noch lange nicht.


    Ich halte es für nachvollziehbar, dass sie in ihrer jetzigen Situation nicht auch noch von ihrem Freund dahingehend getriggert werden möchte. Wenn ich gerade mit 20 Schweden zusammen hocke, die mir extremst auf den Geist gehen und meine Freundin schickt mir die Schwedische Flagge als Smiley, würde ich auch sauer reagieren. Bin ich damit Rassist? Wohl kaum. (Ich liebe Schweden.)


    Was willst Du? Dass Deine Freundin die Menschen, die sie gerade in eine üble Lage bringen aus der sie nicht entfliehen kann, in ihr Herz schließt und ganz toll findet, damit sie ja nur nicht rassistisch ist?


    Diese ganze Debatte über Flüchtlinge krankt genau daran. Niemand darf mehr irgendjemanden oder irgendwessen Politik schlecht finden, ohne gleich als Rassist oder Nazi abgestempelt zu werden.

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    Ich halte es für nachvollziehbar, dass sie in ihrer jetzigen Situation nicht auch noch von ihrem Freund dahingehend getriggert werden möchte. Wenn ich gerade mit 20 Schweden zusammen hocke, die mir extremst auf den Geist gehen und meine Freundin schickt mir die Schwedische Flagge als Smiley, würde ich auch sauer reagieren. Bin ich damit Rassist? Wohl kaum. (Ich liebe Schweden.)


    Was willst Du? Dass Deine Freundin die Menschen, die sie gerade in eine üble Lage bringen aus der sie nicht entfliehen kann, in ihr Herz schließt und ganz toll findet, damit sie ja nur nicht rassistisch ist?

    der vergleich hinkt doch aber. schweden ist ein land und dass mann wenn man mit 20 schweden zu tun hat, die nerven in der situation nicht unbedingt einen schweden-smiley bekommen möchte, ist ja irgendwo kontextuell noch verständlich.


    das fällt für mich irgendwo in die grauzone zwischen rassistisch und "grade sehr viel stress mit menschen aus einer bestimmten gruppe, also erinner mich bloss nicht daran".


    dein vergleich wäre passender, wenn du mit 20 schweden zu tun hättest, die sich tierisch daneben benehmen und nun aber auf gar keinen fall einen finnischen, norwegischen, dänischen oder isländischen smiley haben möchtest, weil du eben nicht zwischen schweden und anderen skandinaviern unterscheidest.


    da rutscht es dann eben meiner meinung raus aus der grauzone und wird zu rassismus. ich möchte ja auch nicht mit marc dutroux verglichen werden, nur weil wir die selbe hautfarbe haben.


    schwarze hautfarbe haben nunmal viele menschen - in nord- und südamerika, in subsahara-afrika, in südasien und melanesien. da nun generell keinen schwarzen smiley zu wollen, weil man mit einigen leuten aus nordafrika zu tun hat ist meiner meinung eben rassismus.


    ich könnte verstehen, dass die freundin des TE jetzt nicht unbedingt in bester laune wäre, um seinen besten freund aus tunesien kennen zu lernen oder dass sie generell mit menschen aus diesen ländern etwas hadern würde - wie gesagt: grauzone. aber die verbindung "beobachtetes verhalten einiger" -> "hautfarbe" -> "vermutetes verhalten aller" herzustellen ist doch die lehrbuchdefinition von rassismus. ":/

    @ ifitaintbroke:

    wie gesagt, ich kann dir nur raten die thematik mal mit ihr zu kommunizieren. mach sie doch mal darauf aufmerksam, dass es hier in D eine menge leute gibt, die sie als perserin mit arabern in einen topf werfen würden oder schlimmer noch - mit terroristen. frag sie mal, wie sie sich dabei fühlt und ob dieses gefühl wirklich etwas ist, was sie bei anderen verursachen möchte.


    falls sie da stur bleibt oder gar nicht erst einsehen will, was du von ihr willst, würde ich mich zurückziehen. ich meine, was willst du denn mit einer frau, mit der du nichtmal in so grundlegenden thematiken die selbe meinung teilst?

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    wie gesagt: grauzone. aber die verbindung "beobachtetes verhalten einiger" -> "hautfarbe" -> "vermutetes verhalten aller" herzustellen ist doch die lehrbuchdefinition von rassismus.

    Die Vermutung über das Verhalten aller ist aber m.E. noch nicht so gegeben.


    Ich würde abwarten. Als Ausländerin wird sie noch früh genug Erfahrungen mit Vorurteilen und Rasissmus machen und bei der Hilfestellung damit kann man auch gleichzeitig das Thema bearbeiten. Sie wird nämlich selber merken wie unsinnig (einige) Anschuldigungen gegenüber ihr sind und damit ist auch der Weg frei die eigenen Anschuldigungen zu überprüfen.


    Außerden kann sie auch außerhalb positive Erfahrungen machen und ihr Bild revidieren, das ja auch in eine Ausnahmesituation gemacht worden ist, wo es fraglich ist wie viel wirklich kulturell bedingt ist und was nicht einfach durch die Umstände geschieht.


    Jeder kennt z.B. unglaublich nervige Urlauber. Dies ist aber i.d.R. nicht auf die Kultur der Urlauber zurückzuführen, sondern auf den Umstand des Urlaubes (die vermeintlich so hochkultivierten Deutschen sind bspw. auch schreckliche Urlauber).

    Die Frau will keinen schwarzen Smiley. Ich finde es absurd, daraus abzuleiten, dass sie ein Zitat "vermutetes verhalten aller" damit verbindet. Der Frau wird etwas unterstellt, dass sie nie gesagt hat. Wer weiss, wie sie tickt, keine Ahnung, ich nicht. Aber aus einer Ablehnung eines Smileys heraus jemanden als Rassisten zu brandmarken grenzt an Hexenverfolgung.

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    Diese ganze Debatte über Flüchtlinge krankt genau daran. Niemand darf mehr irgendjemanden oder irgendwessen Politik schlecht finden, ohne gleich als Rassist oder Nazi abgestempelt zu werden.

    Ich habe das so verstanden, dass in Deutschland die Menschenrassen wegen der Konzentrationslager abgeschafft wurden. Was mir nicht klar ist, ist das eine politische oder auch eine biologische Definition?


    Wenn bei Hunden etwa ein Tibet-Terrier weiß und der andere braun, ein dritter weiß-braun gefleckt ist, bedingt das keine andere Rasse. Andererseits wird bei Züchtern streng darauf geachtet, dass zum Verwechseln ähnlich aussehende Hunde rassistisch behandelt werden, also nicht miteinander gekreuzt.


    Wenn es denn bei Menschen politisch oder biologisch keine Rassen mehr gibt (früher gab es die, wie man ernsthaft in alten Büchern nachlesen kann), was soll dann der Begriff menschlicher Rassismus?


    Es mag ja Definitionssache sein, so wie man den Pluto nicht mehr "Planet" nennt. Aber früher war er einer.

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    Außerdem ist m.E. nicht die Vermutung, sondern die Verurteilung (aufgrund einer Vermutung) aller die Lehrbuchdefinition von Rassimus. Kleiner, aber bedeutender Unterschied.

    wenn ich also sowas sage wie "schwarze haben rhytmus im blut" ist das nicht rassistisch? ":/


    denke ich aber doch.

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    Sie wird nämlich selber merken wie unsinnig (einige) Anschuldigungen gegenüber ihr sind und damit ist auch der Weg frei die eigenen Anschuldigungen zu überprüfen.

    das wäre natürlich wünschenswert. wenn ich mir aber im umkehrschluss ansehe, wie zum teil hier geborene, aber in der migranten-community sozialisierte jugendliche sich auf offener strasse prügeln, weil die einen kurden und die anderen türken oder die einen muslime und die anderen jesiden sind, dann bezweifle ich das.


    es gibt da teile der community, die hängen tief in der denkweise drin, dass menschen nach hautfarbe, nationalität oder religion zu unterscheiden sind und dass strenge segregation oder sogar gewaltsame unterwerfung sein müssen, damit die eigene kultur nicht den bach runter geht.


    da könnte man jetzt lang und breit eine diskussion aufmachen, inwieweit in nordafrikanischen und nahöstlichen ländern nationalismus und fremdenfeindlichkeit durch die regierenden forciert und unterstützt wird, um selbst an der macht zu bleiben. das würde aber hier den rahmen sprengen.

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    Die Frau will keinen schwarzen Smiley. Ich finde es absurd, daraus abzuleiten, dass sie ein Zitat "vermutetes verhalten aller" damit verbindet. Der Frau wird etwas unterstellt, dass sie nie gesagt hat. Wer weiss, wie sie tickt, keine Ahnung, ich nicht. Aber aus einer Ablehnung eines Smileys heraus jemanden als Rassisten zu brandmarken grenzt an Hexenverfolgung.

    :)^ So sehe ich das auch, man sollte den Ball erst mal flach halten. Außerdem befindet sie sich gerade in einer unschönen Wohnsituation, da können die Nerven auch mal blank liegen und man stört sich an Kleinigkeiten wie an einen schwarzen Smiley.

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    Wenn es denn bei Menschen politisch oder biologisch keine Rassen mehr gibt (früher gab es die, wie man ernsthaft in alten Büchern nachlesen kann), was soll dann der Begriff menschlicher Rassismus?

    der begriff stammt aus der biologie und wird ja heute noch im tierreich verwendet. im 19. und frühen 20. jahrhundert war er aber noch sehr schwammig. heute wird ja relativ klar zwischen rasse, art, gattung usw. unterschieden.


    damals war dem noch nicht so.


    im rahmen der rassekunde wurde der begriff dann eben auch auf menschen angewandt. im rahmen des in europa aufkeimenden nationalismus und des kolonialismus war es eben von vorteil, dass man auf der einen seite den kulturell überlegenen europäer hat und auf der anderen seite eben unterlegene rassen.


    das ganze wurde dann auch fix mit kultur verbunden - die europäische kultur inkl. christentum galten als nonplusultra und waren selbstverständlich mit der europäischen rasse verbunden, bzw. mit diversen unterrassen.


    die anderen rassen waren kulturell rückständig und unterlegen - weil sie nach sicht der rassekunde gar nicht zu den höchstleistungen der europäer in der lage gewesen wären. da wurde dann der schädel vermessen und darauf auf die hirngrösse oder intelligenz getippt - natürlich mit dem ergebnis dass der weisse mann die krone der schöpfung darstelle.


    das ganze konzept wurde dann natürlich genutzt, um den holocaust und die verbrechen der nazis zu begehen - die germanische rasse galt (bei germanischen rassekundlern) als herrenrasse, der rest der welt bestand aus unterrassen.


    das konzept wurde aber auch genutzt, um afrikanische kolonien zu unterdrücken oder den einwohnern der kolonien weiterführende bildung zu verwehren - macht ja eh keinen sinn bei den mini-gehirnen. daraus erfolgte dann die krise, in der sich viele afrikanische länder noch heute befinden: weiterführende bildung ist ein luxus einer kleinen elite, die die bildung ganz bewusst einsetzt, um ihre pfründe zu sichern.


    der rassebegriff stammt also aus der biologie, wurde aber sehr frühzeitig politisch vereinnahmt.


    rassismus ist nen eben dann, wenn du einen menschen nach seiner hautfarbe oder herkunft beurteilst statt dir ein direktes urteil zu machen.


    einerseits ist solches schubladendenken unabdingbar - man kann ja nicht alle menschen individuell kennen lernen und wenn mir jemand sagt, woher er kommt schwingen da natürlich sofort bilder mit. auch ist es natürlich so, dass man einem schwarzen ansieht, dass zumindest seine weiter zurückliegenden vorfahren nicht aus deutschland gekommen sind.


    schwierig ist das ganze aber eben aufgrund der langen politischen vereinnahmung. wir reden da von jahrhunderten der unterdrückung und sklaverei, die mit der angeblichen kulturellen unterlegenheit z.b. der afrikaner gerechtfertigt wurden. das, was der TE da schreibt schlägt eben in die selbe kerbe - alle schwarzen sind laut, faul, saufen nur, benehmen sich nicht und räumen nicht auf.


    daher anfangs eben meine beiträge - ich war in dem alter von um die 20 auch kein heiliger. wer da immer brav sein zimmer aufgeräumt und nie was getrunken oder mit freunden herumgelungert hat, werfe den ersten stein. ;-D


    hinzu kommt dann eben auch noch, dass die frau, um die es hier geht doch auch selbst die flucht miterlebt hat. sie müsste doch auch wissen, wie es ist in einem fremden land zu leben, wie es ist, seine familie und heimat zurück zu lassen und wie es ist, den ganzen tag im wohnheim zu hocken ohne wirkliche sinnvolle beschäftigung.


    sie könnte dann ja auf die 20 herren zugehen und sie darum bitten, doch mal beim putzen zu helfen. wenn da dann kommt "machen wir nicht, ist frauenarbeit!" kann sie sich ja an die verantwortlichen wenden, damit die mal auf die herrschaften einwirken und denen den kopp graderücken.


    stattdessen zu denken "sind eben faul, weil afrikaner" ist dann eben schon der falsche ansatz, finde ich.

    @ anfangmitfreude

    danke für deine Aufklärung.


    Nehmen wir mal an, ich wäre urlaubsweise in Sri Lanka gewesen und hätte dort mehrfach Kontakt mit freundlichen Menschen gehabt. Wäre ich dann Rassist (also ein veralteter Begriff aus der Sklaven- und Kolonialzeit), wenn ich meinen Freunden erzählen würde, dass dort nette Menschen leben?


    Wenn ich das hier posten würde, käme doch sofort der Vorwurf des Vorurteiles, weil es sicher auch unfreundliche Menschen auf dieser Insel und bei uns gibt, die von dort stammen. Wir haben hier in D recht viele Tamilen und Singhalesen.


    Demnach scheint das Etikett "Rassismus" ein Denkverbot zu sein, das nach Belieben umformuliert werden kann? Wenn man arabische Länder bombardiert, ist das "Hilfe" für die Opposition, unterdrückte Frauen, ... Also ein "Werkzeug" der Deutungshoheit, um uns zu manipulieren? Mal gut, mal schlecht, ganz nach Tageslaune.


    Ich mag solche windigen Begriffe wie "Rassismus" nicht.