Wo hin nach Trennung ohne Geld & Wohnung?

    Hallo ihr Lieben,


    ich bin total am Ende und weiß nicht mehr weiter. Es geht darum,dass ich momentan arbeitslos bin und dazu auch starke Depressionen und Sozial Phobie habe. Noch dazu kommt, dass ich meine Wohung verloren habe und jetz mit bei meinen Freund wohne der mich aber auch nur schlecht behandelt.


    Meine Mutter versteht meine Lage auch nicht und mejnt ich solle mich eben zusammen reißen und nicht so negativ denken. Sie dachte eh von Anfang an das ich einfach nur zu Faul sei zum arbeiten obwohl es mir ärtzlich bestäigt wurde das ich an Depressionen leide.


    Naja auch so unterstüzt sie mich kaum in meiner verzwickten Lage auch finaziell nivht ich mein ich verlange ja nicht wer weiß was nur das nötigste aber sie meint sie muss sich selber um ihrer Savhen kümmern.


    Jetzt ist es so das ich nicht wieder zu meiner Mutter möchte, da sie mich nicht unterstützt und keinerlei Verständins zeigt. Und bei meinen Freund möcht ich eigentlich auch nicht bleiben bin nur noch da weil ich sonst auf der Straße wäre. Wo kann man hingehen wenn man kein Geld hat und keine Wohnung? Woran kann man sich wenden?

  • 14 Antworten

    Ich lese aus Deinen Zeilen, dass Du auch keine Freunde hast, die Dir helfen könnten. An folgende Stellen kannst Du Dich wenden:


    - Das Sozialamt. (Bitte nicht mit dem Jobcenter verwechseln!) Das Sozialamt gibt Mietzuschüsse (Wohngeld) und hat einen Teil der Obdachlosen-Unterkünfte in Verwaltung. Ebenso beantragt man dort den Schwerbehinderten-Ausweis. Frage nach, ob Deine psychischen Erkrankungen dafür in Frage kommen und wie das mit EU-Rente aussieht. Möglicherweise schicken die Dich zu einem Facharzt. Gehe dorthin. (Eine ehemalige Bekannte von mir ist Borderlinerin und kann sich von der EU-Rente eine Einraumwohnung leisten und sich ernähren).


    - Caritas und Diakonisches Werk. Auch diese haben Obdachlosen-Unterkünfte und bieten darüber hinaus die Möglichkeit einer Meldeadresse, wenn man wohnungslos ist (man hat dann dort einen Briefkasten und holt 1x die Woche seine Post ab). Das Dumme ist nämlich: Um Sozialleistungen zu beziehen, braucht man eine Meldeadresse, sonst bekommt man keine. Eine (eigene) Wohnung bekommt man aber nur, wenn man Sozialleistungen bezieht. Es gibt dort auch Sozialarbeiter, die bei den behördlichen Schritten helfen, u'inklusive Behördenbriefe schreiben und anrufen.


    Denke auch daran, wenn Du Dir mit Deinem Freund oder Deiner Mutter die Wohnung teilst, werdet ihr automatisch als Bedarfsgemeinschaft gewertet, das heißt, das andere Einkommen wird mit eingerechnet. Das ist Konfliktpotenzial.


    Ich drück Dir die Daumen! :)^


    *:)

    Das Sozialamt hilft einem mit Wohngeld nur weiter, wenn man eine Wohnung hat und sonst aufstockend ggf. Hilfe bräuchte.


    Du bist scheinbar nicht krankenversichert, da ohne Arbeit.


    Wohnung ist auch nicht vorhanden.


    Ich würde sagen, ganz klassisch: geh zum Bürgerbüro, melde dich ohne festen Wohnsitz und anschließend zum Ordnungsamt oder karikative Einrichtungen bzgl. Obdachlosenunterkunft.


    Dann gehst du zum Jobcenter und beantragst Leistungen.


    Dort wird dir dann immerhin finanziell geholfen und du bist Krankenversichert.


    Auf der Basis kann man dann auch in ruhe schauen, wo du unterkommen kannst. Parallel suchst du nach Wohnungen und Arbeit.


    Hier kann man auch schauen, in wie weit du arbeitsfähig bist und welche Hilfen du benötigst.

    Achja,

    Zitat

    Um Sozialleistungen zu beziehen, braucht man eine Meldeadresse, sonst bekommt man keine.

    Das soll auch heißen: "ohne festen Wohnsitz" ist ebenfalls eine Meldeadresse. Wichtig ist einfach, dass die aktuelle "Adresse" im Ausweis steht. -> Bist du dann ohne festen Wohnsitz, registriert das Jobcenter die Adresse der Obdachlosenunterkunft.


    Wäre ja noch schöner, wenn Obdachlose keine Leistungen beziehen könnten.


    Ich wollte das nur ergänzen, um Verwirrung zu vermeiden. :D

    Zitat

    und jetz mit bei meinen Freund wohne der mich aber auch nur schlecht behandelt

    Dann käme vll auch das Frauenhaus in Frage.


    Da kannst du unterkommen und die überlegn dann mit dir gemeinsam, wie es weiter gehen kann und unterstützen dich bei der Suche nach einem neuen Zuhause. :)*

    Ich würde spontan auch sagen: Frauenhaus. Dort alle Hilfe in Anspruch nehmen, die Du bekommen kannst. Ggf. stationäre Behandlung. Depressionen sind Depressionen, ja. Aber was machst Du dagegen außer zu sagen, dass Du Depressionen hast und nicht arbeiten kannst? Wünscht Du Dir nicht, dass die Symptome besser werden? Wenn diese Symptome Dich an so viel hindern, sollte - nach Wohnungssuche und Antrag auf Hartz IV - Therapie oberste Priorität haben. Bist du aktuell krankenversichert? Wie?


    Ansonsten hat Kulturschaffender leider einige Fehlinfos in seinem Beitrag:


    - Wohngeld gibt es nur mit einem Mindesteinkommen als Aufstockung. Das entfällt.


    - Für einen Schwerbehinderten-Ausweis ist das Versorgungsamt zuständig.

    Ergänzung:


    Ein Rentenantrag hat aktuell wenig Priorität. Zum einen gibt es bei jüngeren Menschen (und da klingt die TE nach), die nicht oder wenig gearbeitet haben, eh keinen nennenswerten Betrag. Zum anderen dauert die Bearbeitung etliche Monate und gerade bei jungen Menschen mit wenig Behndlungsversuchen wird immer erst der Reha-Weg gewählt. Und in der Zeit halt Hartz IV ggf. mit mehrmonatiger Krankschreibung durch einen Amtsarzt. Dann hat man Geld und Ruhe - und die Verpflichtung, sich um eine Besserung des Zustandes zu kümmern. Klar, die Ämter machen das eher im eigenen Interesse, aber eine Behandlung sollte ja auch im Interesse des Betroffenen sein.

    Bist du aktuell in psychiatrischer Behandlung? Für mich hört es sich fast nicht so an. Bist du krank geschrieben oder arbeitslos? Beziehst du Leistungen?


    Ich würde zunächst eine stationäre Behandlung anstreben. Anhand deiner anderen Fäden, gehe ich davon aus, dass es dir aktuell schlecht geht und du deine Ausbildung abgebrochen hast. Während der stationären Therapie kannst du dich erst mal stabilisieren und kommst aus deinem negativen Umfeld raus.


    Dort kann dich ein Soz. Päd. bei den notwendigen Anträgen und bei einer evtl. Wohnungssuche unterstützen. Vielleicht käme bei dir auch eine berufliche Rehabilitationsmassnahme in Frage, wenn es dir besser geht. Da bräuchtest du auch erst mal keine Wohnung.

    Der wäre sicherlich auch ein Anlaufpunkt!


    Hiflreich wäre das Alter der TE, denn unter 25 könnte es mit Hartz IV und eigener Wohnung problematisch werden (sofern bspw. bei der Mutter noch ein Kinderzimmer besteht). Denn Anrecht auf eigene Wohnung unter Hartz IV hat man erst ab 25 - oder in Ausnahmefällen.


    Sprich: Es fehlen noch Infos. Auch ob eine Krankenversicherung besteht. Besteht noch Kindergeldanspruch? Wenn die erste Ausbildung abgebrochen wurde und aktuell wg. Krankheit keine Berufstätigkeit möglich ist und das Alter passt, kann ja bspw. noch eine Familienversicherung bestehen.


    Und: Wie akut ist die Wohnsituation? Geht das bei dem Freund keine 2 Tage mehr oder muss da erst in den nächsten Wochen was passieren? Warum ist die Wohnung weg; wo sind die Sachen der TE; bestehen Mietschulden? (Dann dringendst auch zur Schuldnerberatung!). Kann sie wirklich auch nicht vorübergehend zur Mutter ziehen?

    Zitat

    registriert das Jobcenter die Adresse der Obdachlosenunterkunft.

    Aus eigener Anschauung weiß ich, dass nicht alle Wohnungslosen, die in der Einrichtung einen Briefkasten (Meldeadresse) hatten, dort auch untergebracht waren (viel zu wenig Plätze). Einige wohnten bei Bekannten, deren Adresse sie nicht preisgeben wollten. Hartz IV konnte man erst nach Angabe der Meldeadresse beantragen, vor allem dann, wenn man von außerhalb (anderes Jobcenter) kam. Einen Ausweis nur mit Wohnort "Dresden" gab es früher mal, aber nach sächsischem Meldegesetz nicht mehr. Wohnungslose aus Dresden, die von außerhalb kommen, wurden in einer Sonderabteilung (Hochsicherheit) des JC betreut, die auch für ehemalige Gefängnisinsassen zuständig war. Diese haben ihre Wohnung ja auch zumeist verloren.


    Sozialamt: ich habe dort meinen GdB feststellen lassen, also musste ich den Antrag auch dort stellen. Aber vielleicht ist das regional (Bundesland) unterschiedlich. Ich rede auch von den Jahren um 2005, vielleicht hat sich gesetzlich da auch wieder was geändert.


    *:)

    Zitat

    Denn Anrecht auf eigene Wohnung unter Hartz IV hat man erst ab 25 - oder in Ausnahmefällen.

    Eine Bescheinigung eines Psychologe, Psychiaters. etc. das sie aus gesundheitlichen Gründen aus der Wohnung muss sollte ausreichen.