Wollen Männer heutzutage überhaupt noch Kinder?

    Ich weiß nicht, aber ich habe den Eindruck, viele wollen - wenn überhaupt - dazu überredet werden und ganz gewiss als Allerletztes irgendwelche Einbußen ihres Lebensstils in Kauf nehmen. Und notfalls sucht er sich dann eine Jüngere...


    Stimmt das Klischee (oder vielmehr, zu welchem Prozentsatz)?


    Und warum lassen wir Frauen das überhaupt mit uns machen? Wir wissen, dass wir nicht ewig Zeit haben und sagen uns trotzdem "das wird schon", "er liebt mich doch", "er hat doch am Anfang gesagt..." und warten und warten. - Müssen wir Frauen tatsächlich den Feldwebel spielen, wenn es um das Thema Kinder bekommen geht? Ist das wirklich notwendig, damit das bei einem gewissen Prozentsatz mal passiert (mal abgesehen von denen, die völlig ungeeignet/unwillig sind)? Ich wollte das übrigens nie, den Feldwebel spielen...


    Was für ein Dilemma. Ich sehe als Lösung eigentlich nur, sich möglichst schnell zu trennen, sobald solche Differenzen klar sind - denn bleibt man mit ihm zusammen, gibt es schließlich erst recht kein Kind...


    Gruß

  • 452 Antworten

    Nun, ich kenne schon Männer die Kinder wollen, aber eben erst mit finanzieller Sicherheit. Der Ernährergedanke ist stark in ihnen. ;-) Nur ist diese Sicherheit heute schwer zu erreichen und noch schwerer zu einem Zeitpunkt an dem die Frau noch nicht Mitte 30 ist, sofern man etwa gleich alt ist. Feste Anstellungen ohne Zeitverträge sind ja eher selten, ständig wird irgendwas umgebaut, ausgebaut, eingestampft oder in ein anderes Land verlegt, man kann sich da auf nichts verlassen.


    So warten sie ständig auf den perfekten Moment und dann, zack, ist es mit dieser Frau zu spät.


    Frauen sind da wohl ein wenig risikofreudiger, aber die haben ja auch nicht die alte Ernährerrolle für sich im Kopf. ;-)

    Also ich hätte gerne mal ein oder 2 Kind(er). Fehlt die passende Frau noch, und dann kann man das gerne in Betracht ziehen.


    Was für mich wichtig ist (ich bin jetzt 26) war, dass man eine Ausbildung hat und einen festen Job (kein Jahresvertrag oder Zeitarbeit oder sowas). Damit man eben die Kosten die auf einen erstmal zukommen, stemmen kann (evtl. größere Wohnung, Ersteinrichtung, Frau fällt arbeitstechnisch aus...).


    Wenn sowas geregelt ist, wäre ich bereit dafür. Hatte mit meiner Ex ausgemacht, dass ich nach meinem Techniker gerne dafür offen bin, das wäre ungefähr nächstes Jahr, ich wäre so 27/28, sie wäre dann 24/25 gewesen.


    Da aber die Trennung dazwischen kam, hatte sich das erledigt :/


    Wie du siehst, ist nicht jeder Mann dagegen.


    Würde sogar recht gerne Kinder haben, freue mich einfach darauf=)


    Da muss mich auch niemand für überreden. Aber man sollte dann doch klar abwägen, ob es machbar ist, das alles zu stemmen, oder ob man sich da in eine schwere Situation steuert.

    Es gibt unterschiedliche Männer, die einen, die zögern und nicht so recht mit der Familienplanung anfangen wollen und die, die so sehr in ihrem Vaterseinaufgehen, dass sie sich nur noch abkapseln.


    Erstere kann ich gut verstehen, dann manche Väter leben nach einer Trennung echt am Existenzminimum, obwohl sie 60-70 Std. pro Woche arbeiten und gut verdienen.


    Die anderen, die am liebsten auch stillen würden und ihr eigenes Leben total aufgeben.


    Im Falle einer Trennung möchte ich mit keinem von beiden tauschen wollen.

    Manchmal werde ich das Gefühl nicht los, dass sich einige Protagonisten selbst gegenseitig im Weg stehen. So Schwierigkeiten wie sie hier zum Teil häufig im Forum auftauchen zwischen Mann und Frau sind mir so nicht begegnet bisher.


    Und das ganz sicher nicht, weil ich ein endlos sympathievoller Frauentyp bin, zu anpassungsfähig oder keine eigenen Wünsche und Freiräume. Doch all das gibt es, und dennoch bin ich bisher selten an so komplizierte Männer geraten, die zum einen nicht wussten was sie wollten bzw. das Wie darüber, was sie als Ziel verfolgen.


    Mir scheint, dass die Generation Heute in ihrem Ansprüchen, und ja ich gebe der virtuellen Welt daran eine Mitschuld Ansprüche ins Unermessliche gesteigert haben. Es gibt vielfach eine Wunschliste was ER oder SIE haben sollte, und das hat eine open End-Steigerungsliste, die beide Geschlechter in Rolle drängt, die ratlose Singles produziert. Die Frage ist, muss das so sein?


    Nach meiner Einschätzung nicht. Schon die reine Kennenlernphase gestaltet sich überfrachtet von Wünschen und Vorstellungen zu einer Quadratur des Kreises, und oftmals fallen Vorstellungen in die Rahmenbedingungen einer Partnerschaft, die mich zunehmend mehr und mehr erstaunen.


    Natürlich sollen "paarungswillige" Menschen Wünsche und Vorstellungen haben, aber so kompliziert sollten diese sich nicht auftürmen. Ich hatte hier schon einmal einen Link gepostet, der nach meiner Wahrnehmung das Wichtigste benennt, was für eine Paarbeziehung, auch die mit aktivem Kinderwunsch wunderbar darstellt, und zeigt worauf Mann wie Frau wirklich achten sollten.


    Am Ende sind es oft die kleinen Dinge des Miteinanders, die eine Beziehung so wertvoll und lebensfähig sein lässt. Wir haben verlernt wirklich füreinander da zu sein, ist meine Wahrnehmung. Viele laufen sobald es schwieriger wird einfach weg, dank App, Chat und Co ist jeder zur "Austauschware" geworden, bevor Mann oder Frau überhaupt eine reale Chance auf ein authentisches Kennenlernen hatten.


    http://www.partnerschaft-beziehung.de/Beziehung.html


    http://www.partnerschaft-beziehung.de/Partnerschaft.html


    http://www.zeitzuleben.de/das-abc-einer-erfolgreichen-partnerschaft/


    Was ich häufig als Fazit aus Diskussionen mitnehme, dass die Akzeptanz einander so lassen zu können, wie das Individuum Mensch ist ein Stolperstein ist. Sich Menschen nach Enttäuschungen zunehmend hinter Masken verstecken und somit ein authentisches Kennenlernen kaum noch möglich ist.


    Und nein ich nehme nicht wahr, dass junge Männer heute weniger gewillt sind Väter zu werden, sondern nur überlegter an die Vorbereitung heran gehen. Der Druck auf allen Ebenen stark und zuverlässig zu sein, ist größer geworden. Was auch mit der Veränderung des Frauenbildes einher gegangen ist.


    Mir scheinen manchmal die Vorwürfe in Richtung Mann etwas zu überzogen, was wiederum zur Folge haben könnte, dass ein Mann sich dem entzieht was Frau als Forderungskatalog bereits nach Date 1-3 schon parat hat.


    In so kurzer Zeit halte ich es für möglich einen ersten Eindruck über mein Gegenüber zu haben, dass über erste Anziehung, Interessenverteilung und Persönlichkeitswahrnehmung entscheiden kann, aber sicher noch nicht das, was ein authentisches Kennenlernen in Sachen potentieller Partnerschaft und Familiengründung ausmacht.

    Ich kenne ganz unterschiedliche Männer.


    Einer hätte sehr gerne Kinder, möchte aber dafür mehr Geld (obwohl er bereits ausgesprochen gut verdient).


    Ein anderer hat kein Geld und ist schon in höherem Alter würde aber sofort Kinder wollen, wenn seine Freundin nur wollte.


    Ein Ex von mir wollte angeblich auch immer Haus, zusammenziehen und Kind, war aber was das Thema anging, immer ausgesprochen vage und wollte garnicht darüber reden. Bei einer solchen Gesprächsverweigerungshaltung ist es schwierig die Fronten zu klären.


    Er war wohl einer von den Typen, die seine Freundin mit solchen Versprechungen nur warm halten und garnicht vor haben, irgendwann eine Familie zu gründen und sesshaft zu werden. Im Nachhinein hätte man es aber auch vorher erahnen können... Ein Typ der immer nur hier und da mal gearbeitet hat, keinen anerkannten Beruf ausübt, es zu nichts weiter als einer kleinen Wohnung im Problemviertel geschafft hat, mit Mitte 40 weder verheiratet war, noch Kinder hat, noch jemals mit einer Frau zusammen gelebt hat, der wird das wohl auch nie. Mit solchen Typen sollte man nicht seine Zeit verschwenden und besser schnell Schluss machen.

    Hi,

    @ King-kong 14

    Zitat

    Würde sogar recht gerne Kinder haben, freue mich einfach darauf=)

    Das finde ich ne schöne Haltung. Echt schön.

    @ Aurora

    Zitat

    Ein Ex von mir wollte angeblich auch immer Haus, zusammenziehen und Kind, war aber was das Thema anging, immer ausgesprochen vage und wollte garnicht darüber reden.

    Etwas Ähnliches habe ich auch mal erlebt, wenn auch weniger extrem. Das finde ich das Allerfieseste, diese Warmhaltenummer, weil sie einem alle anderen Chancen nimmt, wenn man ihm vertraut.




    Was das Geld betrifft: Ich würde mein Kind auch vorzugsweise in gesicherten Verhältnissen aufziehen, aber irgendwann heißt es eben Kind oder alleine bleiben. Und zwar insbesondere für die Frau! ER braucht sich ja nur eine jüngere zu suchen - aber was, wenn die gesicherten Verhältnisse bestehen, sie ein Kind will und er ihr trotzdem zumutet, kinderlos zu bleiben? Soll das Liebe sein, dem Partner einen Umstand zuzumuten, den man selber sowieso gar nicht hat?


    VG

    Ich habe da von Anfang an kein Blatt vor den Mund genommen und klar kommuniziert, dass ich eine Beziehung nur mit Kind will. Zu dem Zeitpunkt wollte er nix von Beidem - heute sind wir verheiratet und der Nachwuchs ist unterwegs.


    In meinem Bekanntenkreis fehlt den Männern eher die passende Frau dazu...

    @ Emotionale:

    Wir waren beide in der Ausbildung, sie war fertig, hatte aber scheiss Arbeitszeiten (Bäckerin). Ich war noch nicht ausgelernt. Danach stand es offen, ob ich eine Festeinstellung bekomme (bekam ich natürlich nicht). Haben dann gesagt, sobald das in trockene Tücher ist, können wir uns darum kümmern. Aber wie gesagt, leider ist es dann auseinander gegangen, sonst wäre der Zeitpunkt mitlerweile gekommen^^.


    Jetzt warte ich auf die passende Frau und dann hoffe ich, dass das klappen wird.

    Zitat

    aber was, wenn die gesicherten Verhältnisse bestehen, sie ein Kind will und er ihr trotzdem zumutet, kinderlos zu bleiben? Soll das Liebe sein, dem Partner einen Umstand zuzumuten, den man selber sowieso gar nicht hat?

    Das verstehe ich nicht. ":/ Wieso sollte der Mann einen Umstand nicht haben? Also Kinderlosigkeit? Gibt ja auch Männer die ohne Kinder sterben. ":/ ":/


    Wenn man keine Kinder will, dann will man keine und das hat doch nichts mit Liebe oder nicht zu tun, sondern eher etwas mit Lebensplanung, persönlichen Neigungen und soweiter. Wenn er natürlich erzählt hat er wolle Kinder und dann aus heiterem Himmel nicht mehr will, wenn die Zeit drängend wird bei ihr, empfinde ich das als hochgradig unfair, aber sonst doch nicht. Für den anderen ein Kind zu zeugen empfände ich eher als verantwortungslos.


    Du klingst irgendwie seltsam verbittert, hier und im anderen Thread. Könnte es sein das du so romantische Hollywoodvorstellungen hast? So im Sinne von der eine für den man alles tut und der alles für einen tut und so?

    Es hat sich vielleicht mittlerweile rumgesprochen unter den Männern, dass ein Mann im Falle einer Trennung, auch wenn sie auf die launische Unzufriedenheit der Frau zurückzuführen ist, sehr schlecht gestellt ist.


    Im schlimmsten Fall muss er zahlen, darf die Kinder nicht sehen, sondern muss zuschauen, wie seine Ex die Kinder von ihm entfremdet, oder ihm sogar Dinge unterstellt, gegen die er sich schlecht wehren kann. Da hat sich ein grosses Misstrauen aufgebaut.

    Es gibt natürlich Männer die Kinder haben wollen, ganz aus eigenem Antrieb und ohne jedwede Überredung. Ich kann allerdings auch jeden verstehen der aus diversen Gründen keine haben will, insbesondere die Möglichkeit das man nach einer Trennung im negativsten Fall kaum noch was mit seinen Kindern zu tun haben darf/kann, was ich in meinem Bekanntenkreis leider schon erleben durfte, ist dann doch ziemlich abschreckend.


    Ich selber hätte sehr sehr gerne Kinder, man müsste mich auch kein Stück dazu überreden.


    Da ich nicht vorhabe nochmal ne Beziehung einzugehen wird das zwar nie passieren, aber so grundsätzlich...Kinder sind super :)

    Bei uns war es umgekehrt, mein Mann musste mich überreden, eine Familie zu gründen. Im zehnten Jahr unserer Beziehung war es dann endlich so weit und ich bin froh, dass er es geschafft hat, mir Mut zu machen für diesen Schritt. Er natürlich auch ;-D .

    Es gibt Männer die wollen Kinder und es gibt Männer, die wollen keine. Ich finde auch nicht, dass es da jetzt unbedingt mehr gibt, die keine wollen. Ich persönlich nehm gern die Männer ohne Kinderwunsch. ;-)

    Zitat

    aber was, wenn die gesicherten Verhältnisse bestehen, sie ein Kind will und er ihr trotzdem zumutet, kinderlos zu bleiben? Soll das Liebe sein, dem Partner einen Umstand zuzumuten, den man selber sowieso gar nicht hat?

    Das hat mit Liebe doch nix zu tun, sondern damit, dass es dann eben nicht passt. Das ist doch keine Liebe, wenn einer ein Kind kriegt, nur weil der andere das will. Von beiden Seiten nicht. Zur Liebe gehört halt vor allem, dass man in den grundsätzlichsten Dingen etwas gemeinsam hat und das Wichtigste dabei ist halt wirklich die Frage ob man Kinder will oder nicht, weil es da kaum Kompromisse gibt. Weitere Sachen, wo man keine Kompromisse machen kann, sind sowas wie Heiraten, getrennte Konten oder gemeinsames Konto, zusammenwohnen oder nicht zusammenwohnen etc., also wenn sowas grundlegendes schon nicht passt, dann sollte man wirklich mal hinterfragen, ob man den richten Partner hat. Zwingen kannst man nämlich niemanden, nicht einen zu lieben und auch nicht, grundsätzlich seine Lebensplanung zu ändern.

    Zitat

    Ich kann allerdings auch jeden verstehen der aus diversen Gründen keine haben will, insbesondere die Möglichkeit das man nach einer Trennung im negativsten Fall kaum noch was mit seinen Kindern zu tun haben darf/kann, was ich in meinem Bekanntenkreis leider schon erleben durfte, ist dann doch ziemlich abschreckend.

    Und dann lieber erst gar keine Kinder bekommen, als mit dem Risiko zu leben, sie vielleicht irgendwann nicht mehr zu sehen ":/ ? So nimmt man sich doch auch zeitgleich die Chance auf ein (schönes) Leben mit Kindern - was die Zukunft bringen wird, kann man eh nicht voraussagen. Kinder können auch sterben oder mit 18 ausziehen und einen dann nie wieder sehen wollen. Wenn man danach geht, dürfte man nie Kinder bekommen - auch als Frau nicht. Wobei ich das Problem nicht kleinreden will - sowas ist scheiße und ich finde, man/frau sollte nach einer Trennung die Größe haben, dem Ex die Kinder nicht vorzuenthalten - wenn nicht dem Ex zuliebe, wenigstens den Kindern zuliebe. Aber als Argument gegen Kinder kann ich das nicht ganz nachvollziehen.

    Ich kann nur für mich sprechen. Ich freue mich über jedes Kind was ich bekomme. Bin mit meiner Freundin seit 24 Jahren zusammen, haben letzte Woche geheiratet, aber haben schon 5 Kinder und Zwillinge sind unterwegs. Mein ältester ist 19 Jahre alt, die jüngste ist 3 Jahre alt. Ohne Kinder wäre mein eigenes Leben nicht das was es wäre und weitere Kinder sind definitiv nicht ausgeschlossen.


    Aber was ich auch verstehen kann, wenn ein Mann noch warten will, da er erstmal finanziell abgesichert sein möchte oder zumindest eine Reserve haben will um keine bösen Überraschungen erleben zu müssen.


    lg Flo