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    natürlich sollte man sich nie scheisse/egoistisch/rücksichtslos verhalten. aber praktisch jedem menschen passiert das von zeit zu zeit. ist in meinen augen teil des mensch-seins.

    Kommt vielleicht auf die Definition von scheiße/egoistisch/rücksichtslos an. ":/ Wenn man schon Kleinigkeiten so bewertet, dann mag das so sein. Mit meinem Wortverständnis ist solches Verhalten aber nicht sooo häufig. Also nein, ich finde nicht, dass sich "praktisch jeder Mensch", hin und wieder scheiße verhält. :|N


    Außderdem "passiert" mir mein Verhalten nicht. Ich entscheide mich bewusst und habe meine Gründe, zu denen ich stehen kann. Ich bin rücksichtsvoll und erwarte das auch von meinem Umfeld.

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    Da fehlt dann auch Vertrauen undzwar in die Verhütungsmethode und das ist wieder ein anderes Feld. ;-)

    Ich finde es nicht sinnvoll, irgendeine Verhütungsmethode für sicherer zu halten als sie ist!!!! Eine realistische Sichtweise diesbezüglich finde ich sinnvoll und wünschenswert. Und nein, Realismus ist in meinen Augen kein "Fehlendes Vertrauen." :|N Maximal fehlende Blauäugigkeit. ;-)

    lola, auch du machst mal fehler, da bin ich mir sicher. ansonsten... du bist ein mensch, der in sachen rücksichtnahme, integrität und ehrlichkeit sowohl an andere als auch an sich selbst aussergewöhnlich hohe maßstäbe anlegt. die wenigsten menschen sind in der lage oder willens, deinen diesbezüglich sehr hohen ansprüchen zu genügen. insofern... ist echt nicht böse gemeint, aber ich glaube du bist diesbezüglich einfach nicht repräsentativ.

    @ Lian-Jill

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    Hast du denn diese Möglichkeit genutzt? Und wenn ja, wozu dann das kostspielige Einfrieren von Spermien?

    Ganz neue Methode, die sich erst langsam verbreitet.


    Meine Vasektomie ist 4 Jahre her. Da war das Verfahren noch im "Phase 3" Stadium.


    Einfrieren in den Niederlanden kostet nicht viel.


    Ich zahl 180€ jährlich.

    @ PAsports

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    Geschlechtspartnerinnen sogar die Kondome verknotet wieder mit wenn ich gehe. Ist natürlich Paranoid aber was solls.

    :-o

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    lola, auch du machst mal fehler

    Natürlich. Tippfehler z.B. ständig. ;-D Sonstige Missgeschicke: Ja auch. Aber in Bezug auf mein Verhalten finde ich diesen Begriff nicht wirklich passend.

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    ansonsten... du bist ein mensch, der in sachen rücksichtnahme, integrität und ehrlichkeit sowohl an andere als auch an sich selbst aussergewöhnlich hohe maßstäbe anlegt. die wenigsten menschen sind in der lage oder willens, deinen diesbezüglich sehr hohen ansprüchen zu genügen. insofern... ist echt nicht böse gemeint, aber ich glaube du bist diesbezüglich einfach nicht repräsentativ.

    Ich habe nicht behauptet, repräsentativ zu sein. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass man es zu guten Teilen selbst in der Hand hat, ob sich die Situation ergeben kann, dass sich jemand an einem rächen möchte. ;-) Wenn einem das zu anstrengend ist, weil es zuviel Selbstdisziplin braucht: Bitte, das kann jeder selbst entscheiden. Aber dann darf man hinterher m.E. nicht rumheulen, wenn man mal die Rechnung dafür bekommt.


    Gerade wenn man gemeinsame Kinder hat, sollte man m.E. echt sehr sorgsam miteinander umgehen: Nicht zuletzt damit eben auch im Fall einer Trennung noch eine gute gemeinsame Elternschaft möglich ist.

    Hallo,


    hier ist ja Einiges passiert...

    @ Waterli2 + OrangeCanyon

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    aber was, wenn die gesicherten Verhältnisse bestehen, sie ein Kind will und er ihr trotzdem zumutet, kinderlos zu bleiben? Soll das Liebe sein, dem Partner einen Umstand zuzumuten, den man selber sowieso gar nicht hat?

    Das hat mit Liebe doch nix zu tun, sondern damit, dass es dann eben nicht passt. Das ist doch keine Liebe, wenn einer ein Kind kriegt, nur weil der andere das will

    So meine ich das auch nicht. (Mit "Umstand" meine ich übrigens erstmal die Tatsache, dass bei ihr irgendwann definitiv Schluss ist, bei ihm nicht.) Ich glaube nur, dass es einige Männer gibt, die sich nicht bewusst machen, dass es für Frauen eben tatsächlich einen Zeitpunkt gibt, zu dem Bumms, basta, aus, Schluss ist. Bei ihm ist das anders und dürfte daher in seinem Bewusstsein weit weniger Raum einnehmen als bei den Frauen. Kommt natürlich auch auf den Mann an, ja ja, aber grundsätzlich mal. Aber vielleicht verlange ich da zuviel von den Männern, sich diesen Umstand bewusst zu machen, der vielen Frauen ab einem gewissen Alter nur zu gegenwärtig ist. Wäre dieses Bewusstsein mehr da, dann wäre es für manche Paare vielleicht leichter, in dem Punkt zusammenzukommen, wenn beide "grundsätzlich wollen". Ich weiß es nicht.


    Bestehen natürlich grundlegende Differenzen in dem Punkt, geht da natürlich nichts. (Wobei ich mich frage, was Leute wie z.B. unser Fraqnz tun, wenn seine Sexpartnerin mit dem Thema "ich will Kinder" auf ihn zugeht. Da Anlügen ja zielsicher dahin führt, sich die Partnerin zu vergrätzen etc.)

    @ danae87

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    Du klingst irgendwie seltsam verbittert, hier und im anderen Thread. Könnte es sein das du so romantische Hollywoodvorstellungen hast? So im Sinne von der eine für den man alles tut und der alles für einen tut und so?

    Es mag ja sein, dass ich hier mal Tendenzen überzeichne, um den Deckel vom Fass zu bekommen und deswegen vielleicht extremer erscheine, als ich bin. Andererseits habe ich auch ein paar blöde Erfahrungen gemacht. Der Mann, den ich seinerzeit so mehr oder weniger bewusst für meinen zukünftigen Ehemann gehalten habe, hat mich z.B. vor anderen Leuten verleugnet und mich an meinem runden Geburtstag für eine Unternehmung mit seinen Freunden sitzen lassen. (Natürlich hatte er auch gute Eigenschaften...) Mein letzter (Kurzzeit-Ex-)Freund hat mir tiefenentspannt erklärt, es könnte schon sein, dass er mich auch mal anlügt und er würde im Bedarfsfall auch problemlos seine Weltsicht verleugnen...


    Ich hatte Partner mit verschiedenartigen Problemen und habe immer versucht, ihnen zur Seite zu stehen. Meistens hat sich dann herausgestellt (meist so über Jahre, sie hätten also durchaus Zeit gehabt für was auch immer), dass es ihnen wichtiger war, in ihren Problemen verharren zu dürfen, selbst wenn sie selber darunter gelitten haben und ich mit. Und alles, was ich machen konnte war irgendwann zu sagen, dass es mich unglücklich macht, und zu gehen (und daraus, dass keiner nachdrücklich versucht hat, mich zurückzuhalten kannst du jetzt entweder schließen, dass ich ein nerviger Mensch sein muss oder diese Männer eben doof). Der eine, der davon die (hoffentlich nicht einzige, ich bin ja nicht mehr auf dem Laufenden) Ausnahme darstellt, ist heute noch ein guter Freund.


    Ich hätte einfach gerne (wieder) einen Partner, der einerseits natürlich zu mir passt und der z.B. in seinem Freundeskreis selbstverständlich den Arm um mich legt und für den klar ist, dass man seinen Partner nicht anlügt, genauso wie das für mich klar ist, der mir genauso zuhört wie ich ihm und der nicht immer nur gleich alles zu zerreden versucht, weil er keine Unsicherheit ertragen kann.


    Und jetzt erklär mir bitte, was daran "Hollywood" sein soll, dass man möchte, dass der Partner zu einem steht und einen nicht anlügt. Bitte.


    Gruß

    @ Branko

    Zitat

    Klar gibt es noch Männer die Kinder wollen. Oder was meinst du woher die Babys/Kleinkinder kommen, die man heute noch trifft? Das sind alles ungewollte Kinder?


    Wieso du das mit dir machen lässt kann wohl keiner sagen. Ich habe die Kinderfrage jedoch immer direkt zu Beginn einer Beziehung geklärt. Vielleicht ist das dein Problem?

    Hi,


    ich empfinde Deinen Ton als ziemlich aggressiv. Gibt es dafür einen besonderen Grund?


    Ja, und woher soll ich wissen, wie die Kinder "die man trifft" genau geplant oder nicht geplant wurden/waren? Ich war nicht dabei, Du vielleicht?


    Schön aber, dass sich hier im Faden einige zu Wort melden, die gerne Vater sind bzw. sich darauf freuen.


    Das Thema "mit sich machen lassen" ist keineswegs durchgehend auf mich gemünzt, denn auch ich habe die "Kinderfrage" spätestens nach meiner zweiten Beziehung immer sehr zeitig angesprochen. Das nützt nur leider auch nichts, wenn man einfach Pech mit den Typen hat (s.o.) (und wenn Du mehr Glück gehabt haben solltest als ich und einen gefunden hast, mit dem Deine Familiengründung klappt, dann wäre es ganz nett, wenn Du jetzt nicht als Nächstes in irgendeiner Form schreiben würdest, dass ich in irgendeiner Art und Weise selber schuld bin (so wie ich das anhand Deines Tons kommen sehe)).


    Gruß

    Zitat

    Mit solchen Typen sollte man nicht seine Zeit verschwenden und besser schnell Schluss machen.

    Hinter solchen Aussagen steckt eine Einstellung, vor der ich Angst habe, wenn ich an eine Beziehung denke. Ich will eine Partnerschaft, in der man gemeinsam einen Weg durchs Leben findet - das kann zur Entscheidung für Kinder oder eben dagegen führen - und in der nicht der eine die Vorstellungen des anderen abzuarbeiten hat, weil er sonst rausfliegt. Wer wirklich liebt, selektiert nicht nach solchen Kriterien und wer deswegen dazu imstande ist, sich zu trennen, hat nie etwas Echtes empfunden außer das Bedürfnis, seine Ego-Muster durchzudrücken.

    Zitat

    Ich will eine Partnerschaft, in der man gemeinsam einen Weg durchs Leben findet - das kann zur Entscheidung für Kinder oder eben dagegen führen - und in der nicht der eine die Vorstellungen des anderen abzuarbeiten hat, weil er sonst rausfliegt. Wer wirklich liebt, selektiert nicht nach solchen Kriterien und wer deswegen dazu imstande ist, sich zu trennen, hat nie etwas Echtes empfunden außer das Bedürfnis, seine Ego-Muster durchzudrücken.

    das halte ich in bezug auf den kinderwunsch für eine naive sichtweise. ob man kinder will oder nicht, ist eine sache, die man wohl kaum rational durch argumente beeinflussen kann, die frage kinder oder keine kinder ist zudem etwas, bei dem kompromisse nicht möglich sind und drittens halte ich den kinderwunsch für ein so tiefgreifendes, elementares menschliches bedürfnis, dass es in meinen augen nichts mit mangelnder liebe zu tun hat, wenn man sich lieber von einem geliebten menschen trennt als gegen den willen ein lebenlang kinderlos zu bleiben.

    Also ich möchte gern Kinder und meine Partnerin auch. Schon immer, seit fast 20 Jahren bei ihr...


    Hat bei ihr zumindest beim Partner nicht geklappt (die wollten nicht) und ich hatte gar keine Partnerin, seit Anfang das Jahres sind wir (endlich) zusammengekommen und wollen es jetzt versuchen....


    Das Problem daran ist dass wir schon um die 40 (ich bin 40, sie ist kurz davor) sind und es jetzt wohl die letzte Chance ist dass es doch noch klappt....


    Wir hoffen das es noch klappt und alles gut läuft (ist in dem Alter ja auch ein gewisses Risiko) aber es wäre schon schön...

    Zitat

    drittens halte ich den kinderwunsch für ein so tiefgreifendes, elementares menschliches bedürfnis

    Ich denke, dass ist nicht bei allen Menschen so. Für manche ist ihr Kinderwunsch oder ihr Wunsch, kein Kind zu bekommen etwas Elementares, für andere nicht.


    Ich kann weder einen extremen Kinderwunsch noch die völlige Ablehnung von Kindern nachempfinden. Ich kann mir beides vorstellen. Insofern habe ich soetwas wie einen "bedingten Kinderwunsch": Wenn die Rahmenbedingungen passen: Ja, sonst nicht. Im Schnitt glaube ich, dass der unbedingte Kinderwunsch bei Frauen häufiger vorkommt. Viele Männer scheint eher ein bedingter Kinderwunsch vorhanden zu sein. Und je nachdem wieviele Bedingungen aufgestellt werden, desto eher kann es natürlich auch ein getarnter nicht vorhandener Kinderwunsch sein.

    @ lola:

    da stimme ich dir voll zu, aber so hatte ich das nicht gemeint. sunset beschrieb eine situation, in der es klare vorstellungen zum kinderwunsch/keine-kinder-wunsch gibt und man sich deshalb trennt. mit dem zitierten satz meinte ich "wenn ein mensch einen expliziten kinderwunsch hat, ist das so ein tiefgreifendes elementares bedürfnis..."

    Emotionale


    Versteh ich das richtig und dir war relativ zeitnah bewusst das die Männer Probleme haben, beziehungsweise dich problemlos belügen/verleugnen und dann hast du, in dem Glauben die Liebe würde sie heilen/verändern, weiter an der Beziehung festgehalten? Also das fände ich schon sehr "Hollywood".


    Versteh mich nicht falsch, natürlich soll man nicht beim ersten Anzeichen von Problemen wegrennen und Mr. Perfect suchen gehen, aber sich ehrlich fragen ob man mit den Eigenheiten des Gegenübers langfristig klar käme, dass sollte man schon. Wenn nicht oder zumindest nicht in dem Ausmaß, wird es Zeit für ein ehrliches Gespräch darüber bei dem man Klarheit gewinnt ob das Gegenüber auch ein Problem sieht oder eher nicht. Wenn ja, kann man zusammen arbeiten, einen gemeinsamen Weg suchen, wenn nein dann ist das schade, aber an der Stelle kann man es dann getrost aufstecken.


    Darauf zu hoffen die eigene Liebe möge den anderen retten/heilen/erleuchten ist einfach schlicht und ergreifend naiv und gemahnt schon sehr an die Traumfabrik. Entweder jemand sieht ein Problem und will dran arbeiten oder eben nicht. Und ich meine keine tränenreichen "Ab Morgen wird alles Anders" Arien, sondern konkrete Maßnahmen, Pläne und Strukturen, je nach stärke des Problems die Bereitschaft sich professionelle Hilfe zu suchen und soweiter. Da kann dann eine Änderung schonmal dauern und muss mit Rückschlägen gerechnet werden, aber das generelle Problembewusstsein muss bei beiden vorhanden sein und der Austausch offen und ehrlich möglich. Sonst fehlt da in meinen Augen jede Basis.

    Zitat

    ich kenne ein par alte Pärchen aus Nachkriegsjahren, die mittlerweile 60 Jahre und länger verheiratet sind. Die sind zufrieden. Zufriedener als die heutigen Patchwork-Degenerierten.

    Das nenn ich doch mal eine gründliche Studie zu dieser fundamentalen Aussage :)=

    Zitat

    Versteh mich nicht falsch, natürlich soll man nicht beim ersten Anzeichen von Problemen wegrennen und Mr. Perfect suchen gehen, aber sich ehrlich fragen ob man mit den Eigenheiten des Gegenübers langfristig klar käme, dass sollte man schon. Wenn nicht oder zumindest nicht in dem Ausmaß, wird es Zeit für ein ehrliches Gespräch darüber bei dem man Klarheit gewinnt ob das Gegenüber auch ein Problem sieht oder eher nicht. Wenn ja, kann man zusammen arbeiten, einen gemeinsamen Weg suchen, wenn nein dann ist das schade, aber an der Stelle kann man es dann getrost aufstecken.


    Darauf zu hoffen die eigene Liebe möge den anderen retten/heilen/erleuchten ist einfach schlicht und ergreifend naiv und gemahnt schon sehr an die Traumfabrik. Entweder jemand sieht ein Problem und will dran arbeiten oder eben nicht. Und ich meine keine tränenreichen "Ab Morgen wird alles Anders" Arien, sondern konkrete Maßnahmen, Pläne und Strukturen, je nach stärke des Problems die Bereitschaft sich professionelle Hilfe zu suchen und soweiter. Da kann dann eine Änderung schonmal dauern und muss mit Rückschlägen gerechnet werden, aber das generelle Problembewusstsein muss bei beiden vorhanden sein und der Austausch offen und ehrlich möglich. Sonst fehlt da in meinen Augen jede Basis.

    :)^ :)^


    Ich finde auch, dass gerade das oft zügig und am Anfang spürbar wird, besonders wenn ein ganz unterschiedliches Problembewusstein vorhanden ist, wenn also einer etwas als größeres Problem sieht und der andere eher nicht oder vielleicht schon, aber es nicht angehen will. Auch wenn letzteres je nach Problem verständlich ist kann es eben doch eine große Auswirkung auf das gemeinsame Leben haben und damit bewusst umzugehen, sich klar zu machen was das für das eigene Leben bedeutet und ob das akzeptabel oder inakzeptabel ist muss eben jeder Beteilligte wieder für sich selbst klären.