Bei uns war es umgekehrt, mein Mann musste mich überreden, eine Familie zu gründen. Im zehnten Jahr unserer Beziehung war es dann endlich so weit und ich bin froh, dass er es geschafft hat, mir Mut zu machen für diesen Schritt. Er natürlich auch ;-D .

    Es gibt Männer die wollen Kinder und es gibt Männer, die wollen keine. Ich finde auch nicht, dass es da jetzt unbedingt mehr gibt, die keine wollen. Ich persönlich nehm gern die Männer ohne Kinderwunsch. ;-)

    Zitat

    aber was, wenn die gesicherten Verhältnisse bestehen, sie ein Kind will und er ihr trotzdem zumutet, kinderlos zu bleiben? Soll das Liebe sein, dem Partner einen Umstand zuzumuten, den man selber sowieso gar nicht hat?

    Das hat mit Liebe doch nix zu tun, sondern damit, dass es dann eben nicht passt. Das ist doch keine Liebe, wenn einer ein Kind kriegt, nur weil der andere das will. Von beiden Seiten nicht. Zur Liebe gehört halt vor allem, dass man in den grundsätzlichsten Dingen etwas gemeinsam hat und das Wichtigste dabei ist halt wirklich die Frage ob man Kinder will oder nicht, weil es da kaum Kompromisse gibt. Weitere Sachen, wo man keine Kompromisse machen kann, sind sowas wie Heiraten, getrennte Konten oder gemeinsames Konto, zusammenwohnen oder nicht zusammenwohnen etc., also wenn sowas grundlegendes schon nicht passt, dann sollte man wirklich mal hinterfragen, ob man den richten Partner hat. Zwingen kannst man nämlich niemanden, nicht einen zu lieben und auch nicht, grundsätzlich seine Lebensplanung zu ändern.

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    Ich kann allerdings auch jeden verstehen der aus diversen Gründen keine haben will, insbesondere die Möglichkeit das man nach einer Trennung im negativsten Fall kaum noch was mit seinen Kindern zu tun haben darf/kann, was ich in meinem Bekanntenkreis leider schon erleben durfte, ist dann doch ziemlich abschreckend.

    Und dann lieber erst gar keine Kinder bekommen, als mit dem Risiko zu leben, sie vielleicht irgendwann nicht mehr zu sehen ":/ ? So nimmt man sich doch auch zeitgleich die Chance auf ein (schönes) Leben mit Kindern - was die Zukunft bringen wird, kann man eh nicht voraussagen. Kinder können auch sterben oder mit 18 ausziehen und einen dann nie wieder sehen wollen. Wenn man danach geht, dürfte man nie Kinder bekommen - auch als Frau nicht. Wobei ich das Problem nicht kleinreden will - sowas ist scheiße und ich finde, man/frau sollte nach einer Trennung die Größe haben, dem Ex die Kinder nicht vorzuenthalten - wenn nicht dem Ex zuliebe, wenigstens den Kindern zuliebe. Aber als Argument gegen Kinder kann ich das nicht ganz nachvollziehen.

    Ich kann nur für mich sprechen. Ich freue mich über jedes Kind was ich bekomme. Bin mit meiner Freundin seit 24 Jahren zusammen, haben letzte Woche geheiratet, aber haben schon 5 Kinder und Zwillinge sind unterwegs. Mein ältester ist 19 Jahre alt, die jüngste ist 3 Jahre alt. Ohne Kinder wäre mein eigenes Leben nicht das was es wäre und weitere Kinder sind definitiv nicht ausgeschlossen.


    Aber was ich auch verstehen kann, wenn ein Mann noch warten will, da er erstmal finanziell abgesichert sein möchte oder zumindest eine Reserve haben will um keine bösen Überraschungen erleben zu müssen.


    lg Flo

    @ Emotionale

    Wie hoch ist die Scheidungsquote noch mal?

    @ danae87

    Zitat

    Der Ernährergedanke ist stark in ihnen. ;-)

    Männer wollen eigentich gar nicht Ernährer sein, aber werden von den Frauen in diese Rolle gedrängt.


    Will man 'ne Frau abbekommen, muss man Ernährer sein.

    Zitat

    Frauen sind da wohl ein wenig risikofreudiger, aber die haben ja auch nicht die alte Ernährerrolle für sich im Kopf. ;-)

    Klar kann frau risikofreudiger sein. Wenns schiefgeht, dann ist der Mann finanziell (Alimente, Unterhalt etc.) ruiniert und nicht die Frau.


    Außerdem: Welche Frau datet denn down?


    Siehste. Ernährer sind bei Frauen präferiert.

    @ xpunkt

    Zitat

    Erstere kann ich gut verstehen, dann manche Väter leben nach einer Trennung echt am Existenzminimum, obwohl sie 60-70 Std. pro Woche arbeiten und gut verdienen.

    Ja, das deutsche Unterhaltsrecht ist wirklich unter alle Kanone.


    Vor allem können sich solche Exmänner, die dann 1400€ monatlich an Alimenten und Unterhalt abdrücken müssen und am Existenzminimum vegetieren, dann keine neue Familie aufbauen, weil welche Frau nimmt schon einen Mann, dem nur 1200€ bleiben.

    @ Cytex

    Zitat

    Es hat sich vielleicht mittlerweile rumgesprochen unter den Männern, dass ein Mann im Falle einer Trennung, auch wenn sie auf die launische Unzufriedenheit der Frau zurückzuführen ist, sehr schlecht gestellt ist.


    Im schlimmsten Fall muss er zahlen, darf die Kinder nicht sehen, sondern muss zuschauen, wie seine Ex die Kinder von ihm entfremdet, oder ihm sogar Dinge unterstellt, gegen die er sich schlecht wehren kann. Da hat sich ein grosses Misstrauen aufgebaut.

    Genauso ist es!

    @ Cinnamon4

    Zitat

    Und dann lieber erst gar keine Kinder bekommen, als mit dem Risiko zu leben, sie vielleicht irgendwann nicht mehr zu sehen ":/ ?

    50% Risiko auf Scheidung und finanziellen Ruin.


    Selbst beim russisch Roulette ist das Risiko nicht so hoch...

    Zitat

    Nun, ich kenne schon Männer die Kinder wollen, aber eben erst mit finanzieller Sicherheit.

    Naja, ich wollte schon immer Kinder.


    Wenigstens das Studium wollte ich jedoch fertig haben, bevor wir Kinder haben. Wäre während des Studiums ein Kind gekommen wäre das aber auch kein größeres Problem gewesen (Anfangs waren wir mit der Verhütung nicht besonders gründlich- wir achteten nur um den Zeitraum des Eisprungs herum, nicht ohne Kondom Sex zu haben- ansonsten hatten wir auch viel ungeschützten Sex). Später verhütete meine Frau irgendwann dann doch noch hormonell (die letzten Semester).


    Mein Motto war immer: "Das bekommen wir irgendwie hin"- erst Recht mit Kindern. Ich sehe diesbezüglich keine Probleme, die nicht lösbar sind- nur der Schwierigkeitsgrad der Lösung ist unterschiedlich. Ich war und bin immer ein "Kämpfer" gewesen, dadurch habe ich mir nie viele Gedanken um Probleme gemacht, weil ich mir um eine Lösung sicher war. Ich kann und konnte immer auch mit sehr wenig Geld auskommen (auch wenn ich heute sehr gut verdiene).


    Obwohl: Kinder sind eigentlich kein Problem, sondern vielmehr eine anspruchsvolle schöne Aufgabe, die ich gerne lösen wollte.


    Wenn ich zurückblicke: Ich würde, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, es wieder genauso machen. Ohne meine Kinder würden mir wunderbare Menschen fehlen.

    Zitat
    Zitat

    Und dann lieber erst gar keine Kinder bekommen, als mit dem Risiko zu leben, sie vielleicht irgendwann nicht mehr zu sehen ":/ ?

    50% Risiko auf Scheidung und finanziellen Ruin.


    Selbst beim russisch Roulette ist das Risiko nicht so hoch...

    Ja, aber eben auch 50 % Chance auf ein glückliches Familienleben bis in alle Ewigkeit.


    Wenn man erst gar keine Kinder bekommt, liegt die Chance auf dieses Glück (sofern man diese Art von Glück anstrebt) bei 0 %.


    Ist blöd, wenn das Vorrechnen nicht aufgeht, oder ;-) ?


    Deine Meinung sei dir ja gegönnt, auch wenn ich persönlich es absurd finde, eine willkürliche und gleichzeitig unüberschaubare Gruppe von Menschen (z.B. Frauen) über einen Kamm zu scheren.


    Bitte lass doch aber auch den anderen Teilnehmern des Fadens ihre Meinungen und versuche nicht, jeden Beitrag zu zerpflücken, der dir nicht passt.

    Also ich kenne viele Männer, die gerne Kinder hätten, aber nicht die passende Frau finden ":/


    Auch in meiner Generation, der der Mitte 60er Gebährverweigerer, haben sich hauptsächlich die Frauen gegen die Kinder entschieden, die Männer hätten schon meist welche haben wollen.


    Weiterhin ist das ein Thema, des frühzeitig geklärt gehört! Wenn jemand partout keine Kinder will (in meinem Fall ich), dann ist das ab einem gewissen Alter gut überlegt und nicht verhandelbar. Daher ist eine Beziehung mit einem Menschen, der welche will, auf Dauer nicht tragfähig, also sollte man das lassen.


    Und da liegt in meinem Augen der wesentlich größere Knackpunkt: fehlende Konsequenz, Rumgeeiere und viel zu wenig Dialog!

    Zitat

    ER braucht sich ja nur eine jüngere zu suchen - aber was, wenn die gesicherten Verhältnisse bestehen, sie ein Kind will und er ihr trotzdem zumutet, kinderlos zu bleiben? Soll das Liebe sein, dem Partner einen Umstand zuzumuten, den man selber sowieso gar nicht hat?

    Was hat denn das mit der Liebe zum Partner zu tun, wenn jemand keine Kinder möchte? Das sind doch zwei komplett unterschiedliche Dinge.


    Wenn jemand keine Kinder möchte, dann möchte er keine Kinder....so einfach ist das.


    Kinder bedeuten Verpflichtung und nicht jeder ist bereit diese Verpflichtungen einzugehen.


    Abgesehen davon, kann ich deine Beobachtung in keinster Weise bestätigen. Meine letzte Beziehung ist zerbrochen, weil ER ein Kind wollte, ich aber definitiv keines will. Auch das soll es geben....

    Franqz


    zzz zzz


    Gibt es sicher, gibt aber inzwischen auch viel anderes. Hab hier lange mit meinem Mann gerungen bis er eingesehen hat das ich ihn lieber präsent als wohlhabend habe. Das war allein in seinem Kopf und jede Frage meinerseits nach Verdienst wurde sofort so interpretiert das ich unzufrieden wäre, dabei wollte ich nur Budget für die Woche planen. Nun hat er es, so langsam, denke ich. ;-D ;-D


    Und was den armen getrennten Mann angeht: Unterhaltsrecht ist lang reformiert, für die Ex-Partner muss man kaum mehr zahlen, nur für die Kinder und für die hätte man bei Bestand der Ehe ja auch gezahlt. Ist eben eine lange Verpflichtung für alle Beteiligten, Nachwuchs. Und was das lächerliche Argument der Folgefamilie angeht: Buhuhu und die Frau mit den Kindern geht natürlich ohne jede Einschränkung in die Partnersuche mh?


    Und überhaupt wird von Gerichten doch heute vielfach das 50:50 Modell favorisiert, da werden die Karten grundsätzlich neu gemischt. ":/