Wollte nie Kinder, jetzt plötzlich Kinderwunsch?

    Da es doch eher komplex um meine Beziehung und nicht rein technisch um das Thema Kinderwunsch geht, fühle ich mich im Beziehungsforum besser aufgehoben. Sollte es dennoch hier nicht passend sein, bitte verschieben.


    Ich, fast 35, wollte nie Kinder.


    Nein, niemals und nie nicht und überhaupt sind all jene, die Kinder kriegen, ein bisschen meschugge, weil warum tut man sich denn schon freiwillig so einen Stress an…. :=o ":/ 8-(


    Überforderung pur, zu wenig Zeit für den Partner, zu wenig Zeit für sich selbst und zu wenig Geld – das waren die Argumente, die ich immer groß(kotzig) angeführt habe, wenn eine meiner mittlerweile fast alle kindererziehenden Freundinnen mich "überreden" wollten, auch die Kinderplanung anzugehen.


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    Tja, und jetzt sitz ich hier und hab seit ein paar Tagen so ein Gefühl. Ich will es eigentlich nicht haben, aber es ist da. Es ist nicht alles beherrschend, es schleicht sich nur immer wieder mal in meine Gedanken: Es wäre schön, ein Kind zu haben. :-o


    Und ich hab Angst, dass dieses Gefühl stärker wird, denn alle – inklusive meinem Freund – wissen/glauben ja, dass ich keine Kinder will. Ich käme mir total dämlich vor, wenn ich plötzlich – wo ich immer so vehement dagegen war – mit einem Kinderwunsch ankommen würde. Am allermeisten vor meinem Partner. (Meine Freundinnen würden mich eh alle niederschmusen vor lauter Freude. Aber darum geht's nicht.)


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    Mein Freund und ich haben uns erst vor einem Jahr und unter ziemlich bescheidenen Umständen kennen- und liebengelernt. Er war damals noch verheiratet, zwar in Trennung, aber dennoch mit Tochter (14) und Frau noch unter einem Dach lebend. Tochter und Frau zogen im März aus, im April war die Scheidung. Bei uns ging alles rasend schnell, aber es passierte einfach so, wir haben nichts erzwungen oder jemals das Gefühl gehabt, etwas zu überstürzen. Seit Juli wohne ich bei ihm, wir sind glücklich und haben uns im Alltag bereits eingerichtet und eingefunden. x:)


    Eigentlich war schnell klar, dass wir beide keine gemeinsamen Kinder mehr bekommen. Ich hab immer hinausposaunt, keine haben zu wollen und er erwähnte mal, dass er mit (s)einem Kind zufrieden wäre und kein dringendes Bedürfnis habe, nochmal Papa zu werden, wenngleich er einige Male ausdrücklich erwähnt hat, dass er am glücklichsten wäre, wenn er seine Tochter mit mir hätte.


    Allerdings sagte er auch schon ein paar Mal, dass er mir nicht ganz abkaufe, keine Kinder zu wollen, weil seiner Meinung nach jede Frau irgendwann mal einen Kinderwunsch hat. Und dass er bereit wäre, meinem Wunsch nachzugeben, wenn es so wäre…


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    Nunja, wäre ja alles nicht so'n Ding, das Thema pressiert ja jetzt nicht und solange ich mir selbst noch nicht 100%ig sicher bin, was ich will und vor allem, aus welchen Gründen ichs jetzt plötzlich doch begrüßen würde, kann ja alles so bleiben, wie es ist. Ich möchte ja auch noch meine Zweisamkeit mit ihm genießen und könnte mir JETZT nicht vorstellen, dass da ein Kind dazwischenfunkt.


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    ABER: Er ist 43, ich bin 35 und (das ist wohl das entscheidende):


    er ist seit 4 Jahren unterbunden. :-o


    Sollte dieses "komische" Gefühl, das ich jetzt habe, wirklich in einen Kinderwunsch münden, was dann? Wann sollte ich dann beginnen, ihn in meine Gedanken einzuweihen? Er müsste sich ja erneut einer kleinen OP unterziehen, wir können ja mal nicht so eben sagen, dass wir es einfach drauf ankommen lassen. D.h. wenn, müssen wir uns bewusst FÜR die Kinderplanung entscheiden und Fakt ist auch, dass die Chancen, weitere Kinder zu bekommen, bei einem unterbundenen Mann von Jahr zu Jahr sinken. Sprich: Je früher die Rück-OP erfolgen würde, umso aussichtsreicher sind die Chancen, nochmal ein Kind zu zeugen.


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    Was also soll ich tun? Mit ihm über meine aufkeimenden Pro-Kind-Gefühle sprechen? Erstmal gar nichts tun?


    Ich will halt auch nicht, dass er sich nur mir zuliebe nochmal darauf einlässt, Papa zu werden und mir irgendwann vorhält, ich hätte ihn dazu gezwungen. :-X


    Und wer weiß, vielleicht wäre ich dann wirklich unglücklich mit Kind und sehe es nur jetzt ein wenig verklärt?


    Ich bin mir ja nicht mal sicher, aus welchen Gründen sich meine Haltung plötzlich geändert hat.


    Ok, Fakt ist, mit meinem früheren Partner konnte ich mir Kinder absolut nicht vorstellen, das wäre der Alptraum für mich gewesen. Daraus schloss ich, eben keine Kinder haben zu wollen. Nun weiß ich, dass es an dem "falschen" Mann lag.


    Dennoch, die Gründe, die ich immer gegen das Kinderkriegen angeführt habe , haben für mich ja nach wie vor noch Gewicht: Ich hab Angst, dass die Beziehung – wie bei so vielen – flöten geht, dass beide Partner total überfordert sind und vergessen, sich um sich selbst und um die Zweisamkeit zu kümmern.


    Aber ich kanns nicht verleugnen: Irgendwas in mir will mit diesem Mann ein Kind. Ist es das Gefühl, dass wir dann noch mehr zusammengehören? :-X :-X :-X Und bitte steinigt mich jetzt nicht, ich habe die Frauen, die ihren Männern quasi ein Kind "angehängt" haben, um sie stärker an sie zu binden, immer verteufelt und verurteilt. Ich weiß, dass die Versuche, einen Mann durch ein Kind stärker zu binden, niemals gutgehen und es ist ja auch nicht so, als müsste ich unsere Beziehung dadurch festigen. Er liebt mich und steht zu mir, das weiß und spüre ich, es gäbe also absolut keinen Grund, dies noch durch ein Kind zu manifestieren. Es ist eben einfach ein Gefühl. ":/


    Und ich kanns noch nicht einschätzen und weiß einfach nicht, wann es Zeit ist, Klartext zu sprechen oder zu handeln.


    Deshalb wäre ich um einen Austausch mit euch sehr sehr froh, vielleicht kristallisieren sich bald einige Tendenzen heraus……

    @ :) *:) @:)

  • 60 Antworten

    Mh, ich würde vielleicht erstmal warten und gucken? Also zumindest noch so einen Monat oder so und abwarten ob der Wunsch stärker wird. Wenn ja, dann würde ich mit dem Partner sprechen. Man kennst sich selbst halt immer nur in allen Situationen die man bis zu dem Punkt durchgemacht hat, man kann sich immer wieder selbst überraschen.


    Offenbar passiert dir das gerade. Ist manchmal ein wenig peinlich, aber hey, was solls. Immerhin hast du es JETZT gemerkt, stelle dir vor das wäre dir erst passiert nachdem es zu spät ist. Das wäre wirklich übel. Und vielleicht geht es ja auch einfach wieder vorbei. ;-)

    Zitat

    Mh, ich würde vielleicht erstmal warten und gucken? Also zumindest noch so einen Monat oder so und abwarten ob der Wunsch stärker wird. Wenn ja, dann würde ich mit dem Partner sprechen.

    Also abgewartet hätt ich sicher noch ein Weilchen und in mich hineingespürt, ob das Gefühl stärker wird.


    Aber auch wenn es stärker wird und ichs irgendwann ansprechen werde, gilt:


    Mach ich mir damit mehr kaputt? Was macht der Wunsch mit mir, mit ihm? Bisher waren seine Aussagen, dass er verstehen würde, wenn ich einen Kinderwunsch hätte und er sich dann darum kümmern würde, die Vasektomie rückgängig machen zu lassen, rein theoretischer Natur, da ich ohnehin immer abgewunken und mit einem Lachen gemeint habe, dass ich sicher nicht eine derjenigen Frauen bin, die irgendwann doch von dem "Kinderkrieg-Wahn" befallen werden. X-
    Tja........

    Ihr kennt euch noch nicht so lange, du warst frisch getrennt, und eure Beziehung war auch schon hier und da mal Thema hier auf med1. Selbst, wenn der Kinderwunsch da wäre, würde ich noch warten. Allein aus praktischen Gesichtspunkten. Möchtest du ein Kind - oder ein Kind mit ihm? Wenn du ein Kind mit ihm möchtest, wäre das in meinen Augen nach einem Jahr deutlich zu früh.

    Ich würde auch sagen: Warte es mal ab. Ihr kommt doch gerade nachdem ganze Chaos des letztem Jahres mal ein bisschen zur Ruhe, da sofort das nächste Fass an Problemen aufzumachen, halte ich für unklug.


    In der Verliebtheitsphase können sich viele Menschen Kinder mit dem anderen vorstellen, nach 3-5 Jahren Alltag sieht das oft schon ganz anders aus. Er ist kaum geschieden, und schon 43 - und hat bereits ein Kind. Wäre da überhaupt noch Geld und Zeit für weitere Kinder vorhanden?


    Oft schlägt auch die Ex nochmal richtig zu, wenn es zum Thema Kinder kommt - jedes weitere Kind nimmt ihrem Kind nämlich Zeit und Geld weg, was den Unterhaltsanspruch betrifft - und auch das Erbe ihres Kindes wird dadurch geschmälert- da kennen manche Exs keinen Spaß.


    Wenn es dir tatsächlich wirklich um ein Kind um jeden Preis geht - auch auf die Gefahr hin das eure frische Beziehung das nicht überlebt und die Ex euch die Hütte heiß macht - dann bist du mit 35 spät dran und solltest es nicht mehr aufschieben. Aber das klingt bei dir nicht so.


    Und extra eine Vasektomie rückgängig machen für ein wages Bauchgefühl? Hm - ":/

    Zitat

    Möchtest du ein Kind - oder ein Kind mit ihm? Wenn du ein Kind mit ihm möchtest, wäre das in meinen Augen nach einem Jahr deutlich zu früh.

    Natürlich - es wäre viel zu früh!


    Ich weiß ja im Moment nicht mal, ob ich wirklich ein Kind mit allen Konsequenzen will, ich sage nur, dass sich seit ein paar Tagen der Gedanke, MIT IHM ein Kind zu haben, gut anfühlt.


    Und auf der dürftigen Grundlage dessen nun ernsthaft mit einer Kinderplanung anzufangen, halte ich selbst für total abwegig!


    ~~~


    Aber: Angenommen, mein Kinderwunsch wäre in einem Jahr ausgeprägter und fundierter begründet als jetzt. Dann wären es schon über 5 Jahre seit der Vasektomie meines Partners und die Chancen, überhaupt noch zeugungsfähig zu sein, sinken von Jahr zu Jahr.


    Das ist der Grund, weshalb ich mir JETZT Gedanken mache.

    Sommerkind

    Du hast ja total recht! In allem, was du schreibst. :)_


    ~~


    Auf keinen Fall will ich um jeden Preis ein Kind, aber was ist, wenn das in ein oder zwei Jahren ganz anders aussieht?


    Dann ist wieder wertvolle Zeit ins Land gegangen.


    Andereseits will ich eben jetzt wirklich kein Fass aufmachen, ich will ja JETZT kein Kind und will auch erstmal noch genug Zeit mit meinem Partner zu zweit haben.

    Zitat

    Wäre da überhaupt noch Geld und Zeit für weitere Kinder vorhanden?

    An beidem würde es wohl nicht scheitern, das ist nicht das Problem.


    Das hier sehe ich schon eher kritisch:

    Zitat

    Oft schlägt auch die Ex nochmal richtig zu, wenn es zum Thema Kinder kommt - jedes weitere Kind nimmt ihrem Kind nämlich Zeit und Geld weg, was den Unterhaltsanspruch betrifft - und auch das Erbe ihres Kindes wird dadurch geschmälert- da kennen manche Exs keinen Spaß.

    Vermutlich würde es wirklich hart werden, das durchzuziehen und unsere Beziehung mehr belasten, als sie vielleicht aushält.


    Also, die Vernunft sagt ganz klar. Keine Kinder für losgetreten.


    Und irgendwie macht mich das traurig. :°(

    Zitat

    Mach ich mir damit mehr kaputt? Was macht der Wunsch mit mir, mit ihm?

    Nun, wenn plötzlich etwas unerwartetes auftaucht ist das immer eine wild card oder? Wenn der Wunsch nunmal da ist, kann er ja schlecht wegignoriert werden. Irgendwas machen wird er in jedem Fall, ob man ihn ausspricht oder nicht. Allerdings entwickeln meiner Meinung nach im verborgenen gärende Dinge weit mehr Sprengkraft als ausgesprochene.


    Und was die Ex angeht, da würde ich die Pferde noch nicht scheu machen. Ehrlich. Für Probleme an der Front kann man immernoch Lösungen suchen sollten sich wirklich je welche ergeben. Ist ja nicht jede Ex-Frau eine Furie. Ich würde mich beispielsweise für meinen Ex sehr freuen wenn er mit seiner jetzigen Freundin irgendwann noch ein Wunschkind bekäme. ;-)

    Klingt für mich nach klassischer Torschlusspanik, hatte ich auch mal als ich in das Alter kam wo es so langsam 5 vor 12 wird.


    Realistisch gesehen ist es bei euch aber schon 5 nach 12. Selbst wenn er die Vasektomie rückgängig machen würde: Danach sind nicht sofort wieder aktive Spermien da, das dauert teils etliche Monate. Und selbst wenn die Spermien wieder auf die Beine kommen sind deine Eizellen auch nicht mehr die Besten.

    Zitat

    Und dass er bereit wäre, meinem Wunsch nachzugeben, wenn es so wäre…

    Das sagt dir ein sterilisierter Mann? Wie stellt er sich sowas denn konkret vor?

    Zitat

    Wann sollte ich dann beginnen, ihn in meine Gedanken einzuweihen?

    Jetzt. Ich finde es immer gut, wenn man mit dem Partner über so wichtige Dinge redet.

    Zitat

    Und wer weiß, vielleicht wäre ich dann wirklich unglücklich mit Kind und sehe es nur jetzt ein wenig verklärt?

    Die Frage ist: Hast du Lust dich mit Mitte 40 um ein Grundschulkind zu kümmern während dir die Meno-Pause den letzten Nerv raubt? Hast du auch Bock dich mit Anfang 50 um einen rebellischen Teenager zu kümmern? Wollt ihr von eurer Rente später mal das Studium des Kindes finanzieren? Kommst du damit klar, dass deine Enkel dann vermutlich ohne Großeltern aufwachsen werden?

    Zitat

    Ist es das Gefühl, dass wir dann noch mehr zusammengehören?

    Ist das so? Oft passiert ja das Gegenteil: Man entfremdet sich eher, weil mein keine Zeit mehr füreinander hat. Nach gerade mal 1 Jahr Beziehung kann ich mir gut vorstellen, dass ihr auch noch bestimmte Dinge ausprobieren wollt, sei es im Bett, gemeinsame Urlaube, etc. Das fällt mit Kind vielleicht erstmal flach.


    Meine Meinung: Um Kinder in die Welt zu setzen sollte man wenigstens 1-2 Jahre lang einen Kinderwunsch haben. Selbst einen Hund holt man sich nicht mal so eben aus einer Laune heraus. Bei euch ist das aber einfach schon zu spät um jetzt noch damit anzufangen.

    Zitat

    Aber: Angenommen, mein Kinderwunsch wäre in einem Jahr ausgeprägter und fundierter begründet als jetzt. Dann wären es schon über 5 Jahre seit der Vasektomie meines Partners und die Chancen, überhaupt noch zeugungsfähig zu sein, sinken von Jahr zu Jahr.


    Das ist der Grund, weshalb ich mir JETZT Gedanken mache.

    Torschlusspanik ist meistens ein schlechter Berater ;-) .


    Ganz nüchtern betrachtet solltest du dich mit dem Gedanken anfreunden, dass selbst bei einer beiderseitigen Entscheidung für Nachwuchs die Chancen nicht rosig stehen. Eine Vasektomie nach 4 Jahren erfolgreich rückgängig machen ist nicht so einfach (dazu aufwändig und teuer). Auch du kommst jetzt so langsam hinter deine "chancenreichsten" Jahre. D.h. selbst wenn ihr es probieren wollt, kann es sein, dass es scheitert. Klar könntest du jetzt hetzen, um jeden Tag zu nutzen. Aber für eine (beinahe) lebenslange Entscheidung halte ich das für ziemlich gewagt, dies jetzt in die Tat umzusetzen.


    Ich glaube, ein Jahr mehr oder weniger wird euch kaum mehr Risiken bringen, aber dir vielleicht eine bessere Entscheidung?

    Warum kannst Du mit ihm nicht einfach mal darüber reden? Es geht doch nicht darum - zumindest interpretiere ich es so - gleich ein Kind zu haben. Sondern darum, daß offensichtlich Deine Uhr anfängt zu ticken (so würde ich das jedenfalls sehen - und Du wärst nicht die Erste, der das passiert).


    Wo ist das Problem, das Thema mal ganz vorsichtig auf den Tisch zu bringen? Da muß man ja nicht gleich das Rückgängigmachen der Vasektomie auf den Tisch bringen. Sondern eher nach dem Motto "Was würdest Du davon halten wenn...". Das kann eine Basis sein, sich mal Gedanken zu machen, meiner Meinung nach.


    Was danach kommt ist eine ganz andere Geschichte. Ob es klappen würde auch. Immerhin muß nicht er nur die Vasektomie rückgängig machen, sondern Du bist ja leider nicht mehr im ganz idealen Alter (auch wenn das nichts heißen will, auch mit Ü35 gibt es Frauen, die sofort auf Fingerschnippen schwanger werden - aber insgesamt wird es eben in dem Alter nicht leichter).


    Abgesehen davon bleiben ja - wenn die Beziehung wirklich gefestigt ist - auch noch Adoption oder ein Langzeit-Pflegekind. Klingt jetzt sicher pragmatisch (ich bin in dieser Richtung auch pragmatisch und für mich selbst wäre das definitiv eine Lösung gewesen, hätte ich keine eigenen Kinder haben können).


    Deshalb (aus meiner Sicht): Ansprechen ja, aber dezent. Und keine Panik aufkommen lassen (bei Dir selbst). Denn auch wenn ich meine Entscheidung für Kinder immer wieder so treffen würde, absolute Glückseligkeit sollte man mit Kind nicht erwarten. Und die Paarbeziehung wird wohl bei den meisten auf eine harte Probe gestellt. Und nicht wenige scheitern früher oder später daran.

    Ich glaube, da geht so nichts mehr und alle Deine Überlegungen moralischer/lebenstechnischer/partnerschaftlicher und sonst wie Art kannst Du haken wegen der Biologie.


    Mein Gyn meinte mal, dass er in 40 Jahren Berufserfahrung kein Paar kennengelernt hätte, bei dem der Mann ein Kind nach der Vasektomie gezeugt hätte. Das Gerücht halte sich hartnäckig, aber wenn das gescheit gemacht ist, so mit Kauther und allem drum und dran, kann das nich mehr hergestellt werden.


    Da müsste schon eine OP ran, bei dem die Spermien aus den Hoden direkt extrahiert werden....


    Das heißt, mit 35 Du und er unterbunden, müsstet Ihr das am besten gestern angehen und die Möglichkeiten austesten - und wenn es dann klappt, Glückwunsch, ansonsten:


    hat nicht sollen sein. Dann hat das Schicksal entschieden.

    Zitat

    wenngleich er einige Male ausdrücklich erwähnt hat, dass er am glücklichsten wäre, wenn er seine Tochter mit mir hätte.

    :-X :-X

    Zitat

    Ist es das Gefühl, dass wir dann noch mehr zusammengehören? :-X :-X :-X

    Für mich schaut das wie so eine unrealistische Verliebtheitsträumerei aus. Ist das wirklich so einfach, eine Sterilisation rückgängig zu machen? Ich finde dieses Ansinnen eine Zumutung, schließlich ist das eine OP.


    Normalerweise würde ich klar sowas mit meinem Freund bereden. Aber natürlich nur, wenn das Reden einen Zweck hat. Hier also nur bzw erst, wenn du möchtest, dass er die Sterilisation rückgängig machen lässt.


    Abgesehen davon scheint in eurer Beziehung ja auch nicht alles FriedeFreudeEierkuchen zu sein. Wenn dir zB der Sex zuwenig ist, kann es ganz schnell vorbei sein, denn Harmonie auf sexuellem Gebiet ist von recht großer Bedeutung in einer Beziehung.

    Hätte Dein Freund keine Tochter von seiner Ex, glaubst Du, dass Du dann auch plötzlich diesen Kinderwunsch hättest ? Diese Frage würde ich mir an Deiner Stelle stellen und versuchen, sie mir ehrlich zu beantworten.


    Denn es könnte sein, dass Du bewusst oder unbewusst etwas neidisch bist auf die Ex, weil sie von Deinem Freund ein Kind hat und Du nicht.


    Der Wunsch nach einem Kind hat nicht selten ganz abstruse Gründe.

    @ losgetreten

    Ich würde vorschlagen, das Thema mit deinem Partner mal ganz locker anzusprechen. Eine Vasektomie macht man nämlich auch nicht einfach mal so eben und ich würde behaupten wollen, dass Männer dabei auch bedenken, dass es noch andere zukünftige Partnerinnen geben kann. Aber dennoch hat er sich der Vasektomie unterzogen.

    Zitat

    Und irgendwie macht mich das traurig. :°(

    Was genau macht dich daran denn so traurig?