Woran erkennt man den "Richtigen?"

    Hallo und guten Morgen!


    Einige von Euch kennen mein "Dilemma". Daher für die Anderen in Kurzform:


    Verheiratet seit 15 J,2 Kinder, Beruf prima, läuft alles ruhig u geordnet, vor ein paar Wochen sehr sympathischen Kollegen auf einer Fortbildung kennengelernt, Fortbildung bestand aus zwei Tagen, am zweiten Tag zzusammen gefahren, tolles Gespräch, viele Gemeinsamkeiten...Danach kollegiale Schreibkontakt via Handy, auf letzte uunvergleichlich nette Nachricht von mir antwortete er nicht...Ich sah das als Zeichen u versuchte wieder auf den Teppich zu kommen, 1 Wo später schickte er mir dann aber eine Freundschaftsanfrage via facebook. Direkt einen Tag vor meiner Urlaubsreise...


    Nun sitze ich am schönen Mittelmeer und grübele....


    Ich poste immer eine Art Urlaubstagebuch und er hat 2 von 3 Mal geliked. Er ist nämlich ebenfalls ein grosser Urlaubsfan.


    Was ist, wenn er "DER" ist?


    Zwischen uns ist noch nichts gelaufen.


    Aber er ist sehr sympathisch, zuvorkommend, kultiviert, motiviert, attraktiv, hat den gleichen Beruf, ein grosses gemeinsames Hobby...Das sind schon ne Menge Attribute auf der Habenseite.


    Wir sind so verblieben, dass wir nach seinem u meinem Urlaub Kaffee trinken gehen. Das Warmeine Idee als Merci, dass er mich mit zur Fortbildung genommen hat.


    Nun sitze ich hier u er geht mir nicht aus dem Kopf...


    Was wäre wenn....


    Dabei kenne ich ihn ja nicht so nah bzw weißdass jeder Mensch Macken hat....Aber von aaußenleuchtet er wie ein heller Stern.


    Danke fürs Lesen!


    Vielleicht könnt ihr mir ja Vernunft einhauchen.... ;-) ;-)


    LG

  • 89 Antworten
    Zitat

    Aber von aaußenleuchtet er wie ein heller Stern.

    Spricht für mich erstmal dafür das du in einer Ehe irgenwas vermisst. Statt dich da jetzt auf nen anderen Mann zu stürzen und jede Zuneigung aufzusaugen wie ein ausgetrockneter Schwamm Wasser solltest du schauen was genau dir fehlt und was man an eurer Ehe ändern könnte um diese wieder "interessanter" zu machen.

    Ich sehe es ähnlich wie Nordi84. Es bringt nix einen unzufriedenen Zustand mit einer neuen Flucht zu beginnen. Wichtig für Dich wäre zu entscheiden, hat eure Ehe noch das Potential sich zu verändern oder nicht. Du kennst Deinen Partner länger und besser als jeder Forenschreiber. Deshalb obliegt es Dir darüber nachzudenken, ob Dir dieses Investment in Sachen Ehe noch bedeutsam genug ist oder nicht.


    Persönlich halte ich von den "warmen" Wechseln nichts, weil sie meist viel Problempotential in die neue Beziehung mitbringen. Ich kann verstehen, wenn man seelisch und emotional, vielleicht auch auf romantisch sexueller Ebene völlig ausgehungert ist, und deshalb jede positive Begegnung mit dem anderen Geschlecht genießt.


    Das Du selbst in der Urlaubszeit jeden Fremdkontakt zu diesem Kollegen mehr genießt als die Kulisse in der Du gerade mit der Familie bist, spricht Bände. Da muss schon recht viel im Argen liegen, bis so ein Zustand eintritt.


    Meine Empfehlung wäre, denke gründlich über den Zustand Deiner Beziehung nach. Entscheide nicht mit den kleinen Schmetterlingen, die gerade in Deinem Bauch sind, sondern nüchtern mit dem Kopf wie Du Dir für den Fall der Trennung Dein Leben vorstellst. Wie Du weißt wird nicht jedes Strohfeuer zu einem Dauerfeuer. Deshalb ist es wichtig, dass Du Dir überlegst, wie Schritte einer Trennung aussehen könnten, wie das Leben ohne die ehelichten Rituale, die ihr in 15 Jahren als Paar aufgebaut habt.


    Zudem, wie wäre die Versorgung der Kinder gesichert, trotz Deines Job's und so weiter. Geh davon aus, wenn bei Dir Amors Engel komplett zuschlagen, dass dies auch Deinem Partner nicht verborgen bleiben wird. Ist eine friedliche und geordnete Trennung zwischen euch möglich, wenn ja mit welchen Konsequenzen?


    Mach Deine Entscheidung in Sachen Ehe bitte nicht davon abhängig, wie toll sich die "Zweitbeziehung" zum Kollegen entwickeln wird. Es würde viel zuviel Druck aufbauen für beide Seiten, dass aus einem anfänglichen Flirt von jetzt auf gleich eine neue Patchwork-Familie entstehen muss, die Bestand behält. Ob ER der Richtige sein oder werden kann, entscheidet sich nicht zwischen den beiden Türen zwischen denen Du gerade hin und her gehst. Das bedarf Zeit, genauer Vorstellngen und natürlich auch Deiner Konsequenz in Sachen Ehe.


    Es gibt zwei Kinder, die davon mitbetroffen wären, vermutlich noch recht junge Kinder, wenn Dein Geburtsdatum die 77 ist, da sollte man sehr genau überlegen, ob man emotionale Experimente auf Kosten der Familie eingeht. Sei kritisch und ehrlich zu Dir selbst, und versetze Dich kurz mal in die Lage Deines Mannes. Wie würdest Du Dir für Dich wünschen, wie er sic h verhält, wenn der Wunsch nach einer neuen Liebe innerhalb eurer Ehe entstanden wäre?

    Anmerkung: Es muss "unverfànglich" nette Nachricht u nicht "unvergleichlich" heissen...Das verfälscht sonst mentieren sozusagen zwei Seiten:


    Die eine sagt "Du spinnst ja .Du hast eigentlich alles, es làuft."


    Die andere aber sagt " Was ist wenn er "DER" ist? Der der eben nun vielleicht righter ist?"


    In der Vergangenheit ist es auch schon vorgekommen, dass mich andere Männer anzogen...Allerdings War bisher die Schnittmenge / Eigenschaften noch nie so gross wie es scheinbar jetzt der Fall ist... ":/


    LG

    Zitat

    Die eine sagt "Du spinnst ja .Du hast eigentlich alles, es làuft."

    Hier machst Du Dir entweder selbst etwas vor ( beziehe auch Deine anderen Threads mit ein in meiner Beurteilung), oder Du bist eben ein Frauentyp, der immer wieder dieses neue Prickeln, die emotionale Aufregung und das Abenteuer braucht, damit der Alltag nicht zu öde empfunden wird.


    Das kann ich jedoch nicht beurteilen, wie auch. Es sind immer nur Momentaufnahmen, die Du hier darstellst und die nicht die gesamte Komplexität der Ehe nachempfinden kann.


    Ein Indiz könnte allerdings sein, dass es diese häufige Schwärmen und Sichverlieben in andere Männertypen nicht so intensiv und häufiger vorkommen würde, wenn daheim der Mann wäre mit dem Du Dich emotional und sexuell zufrieden verbunden fühlen würdest.

    Zitat

    Die andere aber sagt " Was ist wenn er "DER" ist? Der der eben nun vielleicht righter ist?"

    Stellt man sich diese Frage überhaupt, wenn daheim alles richtig läuft? Ich denke nicht, und somit führst Du Dich innerhalb von zwei Aussagen selbst an der Nase rum.

    Zitat

    In der Vergangenheit ist es auch schon vorgekommen, dass mich andere Männer anzogen...Allerdings War bisher die Schnittmenge / Eigenschaften noch nie so gross wie es scheinbar jetzt der Fall ist...

    Offenbar war der Mut zum Leichtsinn bei den "Vorgängern" dieses Maannes/Kollegen nicht groß genug, um ernsthafte Schritte zu erwägen. Du brauchst, wie es durchklingt offenbar das Sprungbrett "neuer Mann", um konsequentere Schritte zu gehen, quasi die Sicherheit nach einer Trennung nicht allein zu sein, und ein Singledasein zu führen. Wären die Signale des neuen Mannes deutlich pro für Dich, mit allen Konsequenzen, die dahinter stehen - bist Du weg. Das fühlst Du auch, aber bist nicht mutig genug es Dir so einzugestehen. Langfristig wird Dir aber nicht erspart bleiben eine Soll-Ist-Analyse für Dein Leben/Ehe zu machen. Du wirst viel schwerer konsequent sein können, wenn Du diesen Schritt verpasst bzw. ausblendest.

    Ich würde mir den auch krallen. 2 Kinder..was solls? Alles läuft so nach Maß...was solls? Egoismus wird in weiten Teilen unseres Landes viel zu klein geschrieben. Es lebe der Egoismus!. ..Da gehts einem doch gut, oder? Pfeif auf die Beziehung und geh hinaus in die Welt und nimm dir, was dir zusteht. Und die Kinder...ja, die..

    @ Zimtkeks

    Zitat

    Woran erkennt man den "Richtigen?"

    Ich fürchte, hierfür gibt es kein Rezept. Sonst würden sich nicht so viele Leute irren und später den vermeintlich Richtigen doch als den Falschen identifizieren.


    Es liegt in der Natur der Materie, dass es keinerlei Sicherheit und Kontrolle gibt. Der Beginn einer neuen Liebe ist immer ein Sprung ins kalte Wasser, mit ungewissem Ausgang und jeder Menge emotionaler Risiken.


    Du lebst da schon seit Langem ein ziemliches Dilemma: Du bist einerseits total ausgehungert und sehnst Dich nach Schmetterlingen im Bauch, intensiven Gefühlen, leidenschaftlichem Sex. Alles Dinge, die sich mit Deinem Mann nicht so wirklich leben lassen.


    Du würdest vermutlich etwas Neues anfangen, wenn Du die Garantie hättest, dass dann alles besser ist und es auch anhält.


    So aber weißt Du um das Risiko, dass es auch "schiefgehen" kann (erhoffst Dir hier aber eine Anleitung, um das zu verhindern) und Du womöglich auch "noch schlechter" als jetzt dastehen könntest. Somit gibt es eine Seite in Dir, die lieber am Gewohnten festhält.


    Das Dilemma wird sich zuspitzen, wenn Du einfach "nur" begünstigst, dass ein anderer Mann Dir gefährlich werden könnte, ohne Dir im Vorhinein im Klaren zu werden, wie genau Du eigentlich zu Deinem Ehemann stehst.


    Ob Du Deine Ehe weiterführst, sollte nicht davon abhängen, ob morgen der Prinz auf dem weißen Pferd bei Dir vorbeikommt. Schaue genau da hin, wo es weh tut, und belasse es nicht bei einer Betäubung mittels spannender Flirts. Dass das nicht aufgeht, hast Du ja bereits zur Genüge erfahren - die Zeitspannen zwischen den verschiedenen Fremdverliebe-Phasen werden immer kürzer, und konkret glücklicher geworden bist Du aber nicht.

    Hallo, ihr!


    Danke für die Denkanstösse.


    Gerne möchte ich auf den ein oder anderen Aspekt Bezug nehmen:


    Bestandsaufnahme meiner Ehe: Sie ist wie sie ist. Veränderungen bzw Verbesserungen sind nahezu ausgeschlossen. Ich muss den Ist-Zuytand nehmen wie er ist. Das mir offenbar was fehlt ist schon klar. Sonst würde ich ja nicht immer wieder auf andere Männer reagieren...Es fehlt Aufregung g, Aufmerksamkeit, das grosse "Flattern" und natürlich auch ein Stück weit Leidenschaft. Das War aber alles nie in grossen Dosen da...Klar, War es vor 18 Jahren neu und spannender, aber ein Freund d grosser Worte u Taten War mein Mann nie. Er ist gewiss kein schlechter Mann, solide, zuverlässig, hat keine Eskapaden...Aber ich bin halt nun 39 und nicht mehr 23. Offenbar scheint mir das alles so nicht mehr zu reichen. Ich bin gereift und stehe wohl nicht mehr so unter den Schrecken meiner Kindheit.


    Mein Mann hingegen ist immun gegen Beziehungsgespräche, versteht sowie nicht. Für ihn ist alles gut, er ist zufrieden u tut aus seiner Sicht was er kann. So hat er im grossen Rahmen gerade unsere Küche umgebaut für Viel Zeit u Geld. Das ist seine Art der " Beziehungsarbeit."


    Irgendwer spielte auf das Alter des anderen an...Er ist fast 9 Jahre jünger als ich. Ich finde das gerade gut. Er ist motiviert und munter, voller Elan. Natürlich beeindruckt es mich auch, dass er schon am anderen Ende der Welt lebte, in der Welt rumkam/kommt.


    Erstmal weiß ich ja eh nicht, wie er mich sieht. Ich bin ja eigentlich nur die nette Kollegin von der Fortbildung.


    Aber selbst wenn..Warum ist für einen Mann Anfang 30 eine Frau von Ende 30 primär eine Affäre u nicht mehr?


    Ich bin keine typische fast 40jährige....Gibt es das überhaupt? ;-D


    Okay, hier im ländlichen sind die Frauen dann eher etwas ruhiger, unauffàlliger, viele tragen Kurzhaarfrisur, weil "sich das so gehört"..


    Ich hingegen trage meine blonden Haare lang, bin eher glitzer als grau, kein Modell aber durchaus zeigbar imMinirock, bin unternehmungslustig u weiß endlich wo ich stehe bzw habe mir mein Selbstwertgefühl erarbeitet und finde mich heute besser als vor 15Jahren. ;-D


    Vielleicht trägt diese innere Veränderung auch zum Dilemma bei?


    Damals War ich ein unsicheres Hascherl, dass aus katastrophalen Familienverhàltnissen stammt.


    Trennung:


    Das kommt hier und heute "einfach so" nicht in Frage. Es gibt ja nach außen hin keinen wirklichen Missstand. Wir führen eine Ehe wie es viele wohl nach so vielen Jahren tun...Ruhig, solide, jeder hat seinen part, seine Hobbies, Schnitte sind die Kinder.


    Und genau der Kinder wegen würde ich das nicht "ebenso", beenden. Die Kinder haben eine gute Kindheit. Sie erleben ihre Eltern/uns schon immer so. Für die Kinder ist der von mir empfundene Mangel ja nicht greifbar. Sie haben Mama, Papa, 3x Großeltern in der Nähe, schöne Familienurlaube usw.


    Und klar, nach so vielen Jahren gibt es ja auch Gewohnheiten, man kennt ja nix anderes.


    Daher bleibt halt für mich die Frage" Ist da jetzt der Richtige/re und ich verpasse den grossen Griff?" Oder jage ich einem Phantom hinterher, mache mich zum Depp bzw schlimmstenfalls jage ich eine funktionierende Familie durcheinander /mache sie kaputt?"


    LG

    Zitat

    Daher bleibt halt für mich die Frage" Ist da jetzt der Richtige/re und ich verpasse den grossen Griff?" Oder jage ich einem Phantom hinterher, mache mich zum Depp bzw schlimmstenfalls jage ich eine funktionierende Familie durcheinander /mache sie kaputt?"

    Auf diese Frage kann es keine Antwort geben. Du drehst Dich im Kreis.


    Rein emotional gesehen kann ich Dich natürlich gut verstehen, aber das hilft Dir nicht weiter. @:)

    Wenn ich hier lese "das muss so sein / das ist halt eben so" dann gehen bei mir die Alarmglocken los. Bist du vielleicht damals vorallem mit deinem Mann zusammen gekommen weil er dir Stabilität und Halt gegeben hat und Zuneigung geschenkt hat die du vorher nicht kanntest ?


    Und hast du mit deinem Mann mal ganz direkt und offen darüber geredet das dir etwas in der Ehe fehlt und auch darüber was das ist ? Ich hab so den Eindruck du würdest die Ehe wie sie jetzt ist eben als gegeben hinnehmen und sie "ertragen" und dich dem aufregenden Flirt mit nem anderen hingeben statt die Energie erstmal in die Verbesserung der vorhandenen Beziehung zu stecken.