Naja letztlich das was da schon stand.. dass Dein Selbstwertgefühl im Grunde genommen sehr dürftig ist und Du daher auf derart oberflächliche Dinge mehr oder weniger angewiesen bist. Das klingt alles überhaupt nicht nach einer gesunden, tragenden Substanz. Und je mehr man sich auf sowas einlässt (also quasi destruktive Kompensationsmechanismen) umso schlimmer wird es.


    Letztlich ist das der Weg, genauso zu werden wie die eigenen Eltern, die einem das angetan haben.

    na wenn Du gegen Drogenentzugserscheinungen Drogen nimmst, wird die Sucht immer größer. Nix anderes ist das.


    Du solltest lieber dran arbeiten, es nich mehr als Beleidigung aufzufassen, wenn Dich wer "unpassendes" anguckt.

    Ja, ich weiß, dass du recht hast. :/ vor allem damit, dass das nicht gesund ist. Dass es mich aggressiv macht hat aber auch damit zu tun, dass ich es nicht fassen kann, wie 20-30 Jahre ältere und unattraktive Männer meinen, bei einer jungen hübschen Frau landen zu können und dann zornig werden wenn sie abgelehnt werden. Mich macht aber auch Starren generell aggressiv. Auch von Frauen. Aber da nicht mal ansatzweise so sehr wie von Männern. Außerdem glotzen Frauen meistens auch nicht.

    Zitat

    dass ich es nicht fassen kann, wie 20-30 Jahre ältere und unattraktive Männer meinen, bei einer jungen hübschen Frau landen zu können

    das klingt, sorry, tierisch arrogant.


    Ansonsten frag Dich mal, warums Dich so aufregt.


    Weil es ein Angriff auf Deine glänzende Fassade ist. Dein "ich bin toll" in Frage zustellen droht. Weil es wichtig ist dass Du toll bist und "über" diesen Menschen stehst.


    Und schlimm und aggressiv machend ist das deswegen, weil Du abhängig von diesem Selbstbild bist, weil die Substanz dahinter ziemlich karg ist.


    Sorry für die offenen Worte aber so isses nunmal (denke ich ziemlich sicher).

    Zitat

    Ansonsten frag Dich mal, warums Dich so aufregt.


    (...). Weil es wichtig ist dass Du toll bist und "über" diesen Menschen stehst.

    Ja, das definitiv. Aber nicht nur. Ich meine bereits angedeutet zu haben, in welche Richtung die Gedanken bei mir gehen.

    Zitat

    Und schlimm und aggressiv machend ist das deswegen, weil Du abhängig von diesem Selbstbild bist, weil die Substanz dahinter ziemlich karg ist.

    Woher willst du wissen, wie es um meine Substanz bestellt ist? %-| ich kann dich beruhigen, ich habe mehr als genug gute und spannende Eigenschaften. Auch ist es durchaus nicht so, als wäre ich hässlich oder dumm, um es mal bescheiden zu formulieren. Natürlich ist mein Selbstwert fragil und nicht gesund. Und ich bin extrem neidisch auf Menschen, die unabhängig von ihren sonstigen Attributen so in sich ruhend sind, wie ich es nie sein werde. Es ist sehr bedauerlich. Und ungerecht, aber so ist das Leben nunmal. Nichtsdestotrotz denke ich durchaus, dass ich unabhängig von meiner nicht immer zutreffenden und auch nicht gesunden Selbsteinschätzung ein interessanter, intelligenter und liebenswerter Mensch bin. Deine Unterstellung, ich hätte außer meiner Fassade nichts zu bieten ist frech und ich hatte gerade von dir mehr erwartet als derartige Plattitüden, die man sonst zu dem Thema hört.

    Bei mir ist es das gleiche, nur nicht so ans Aussehen gekoppelt sondern an andere Attribute. (Wobei das in meiner Fitnessphase auch so war, dass ich mich viel über meinen Körper definiert habe)

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    Ansonsten frag Dich mal, warums Dich so aufregt. Weil es ein Angriff auf Deine glänzende Fassade ist. Dein "ich bin toll" in Frage zustellen droht. Weil es wichtig ist dass Du toll bist und "über" diesen Menschen stehst. Und schlimm und aggressiv machend ist das deswegen, weil Du abhängig von diesem Selbstbild bist

    Das ist sehr treffend formuliert, vielen Dank!

    Zitat

    , weil die Substanz dahinter ziemlich karg ist.

    Das hier würde ich nicht einfach so übernehmen! Es ist einiges an Substanz dahinter, aber diese fühlen Narzissten nicht und wenn, dann denken sie, es wäre nicht genug!


    Einer der Vorteil einer Narzisstischen Ader (oder gar Persönlichkeitsstruktur) ist, dass die Betroffenen sich sehr anstrengen, um zu glänzen und dadurch eben dieses auch erreichen. Viele Künstler, Wissenschaftler, Sportler und Politiker sind narzisstisch und bringen so neue Erkenntnisse oder Erfindungen, unglaublich tolle Musik oder sportliche Höchstleistungen (wobei die für mich persönlich zu vernachlässigen sind, da hat die Menscheheit als solche nichts von). Davon profitieren viele Menschen und auch die Betroffenen. Dumm nur, dass letzteren das nicht genug ist und sie nachlegen müssen. Wie immer ist auch hier das Maß der Dinge entscheidend!

    Zitat

    Es ist einiges an Substanz dahinter, aber diese fühlen Narzissten nicht und wenn, dann denken sie, es wäre nicht genug!

    Nicht bei allen sicherlich, aber dass man es nicht fühlt und meint, es sei nicht ausreichend, wird wohl zutreffen.

    willgesundsein


    Ja, aber das Verhalten von dir scheint mir eher etwas mit Verlustängsten als mit Narzissmus zu tun haben. Der Borderlineklassiker: Ich liebe dich - komm mir nicht zu nahe. Nakte Angst vor dem Verlassen-werden und selbst-nicht-gut-genug-sein die in einer Flucht endet die erst innerlich beginnt, in dem man auf Fehler fixiert und dann sich nach aussen fortsetzt. Nach der Trennung folgt nicht selten wieder eine idealisierungsphase, sofern nicht schnell ein neuer Partner, respektive eine neue Partnerin, an die Stelle der alten Beziehung tritt. Abhängigkeit und gleichzeitig große Angst davor.


    Reizende


    Mh, gibt es für dich eigentlich einen unterschied zwischen objhektiver Schönheit und Attraktivität? Für mich nämlich schon, weshalb diese Einteilerei in Zahlen in meinen Augen wahnsinnig pubertär und unreif ist.

    Zitat

    Ja, aber das Verhalten von dir scheint mir eher etwas mit Verlustängsten als mit Narzissmus zu tun haben.

    Nicht um es in Frage zu stellen, sondern um es zu verstehen: Wie kommst du darauf?

    Zitat

    Der Borderlineklassiker: Ich liebe dich - komm mir nicht zu nahe. Nakte Angst vor dem Verlassen-werden und selbst-nicht-gut-genug-sein die in einer Flucht endet die erst innerlich beginnt, in dem man auf Fehler fixiert und dann sich nach aussen fortsetzt.

    Ja, das hab ich schon öfter gemacht.

    Zitat

    Nach der Trennung folgt nicht selten wieder eine idealisierungsphase, sofern nicht schnell ein neuer Partner, respektive eine neue Partnerin, an die Stelle der alten Beziehung tritt.

    Idealisierung kommt bei mir immer am Anfang. Danach eigentlich nicht und auch nicht sofort wieder neue Partner. Ich baue meine "Alpha-Fassade" dann erst mal wieder auf, bis ich mich neu "verliebe" und das Spiel von vorne losgeht. Aber nicht so "von einer in die nächste Beziehung"!

    Zitat

    Abhängigkeit und gleichzeitig große Angst davor.

    Ja, das stimmt. Und ich bin ja nicht nur stolzer Narzisst, sondern hab auch borderline-Tendenzen :)^ Und ich kenne das tatsächlich aus der jetzigen Beziehung. Ich fühle mich Abhängig und distanziere mich innerlich, um dieser Gefahr zu entkommen. Aber dann kommen die Schuldgefühle und ich stecke fest, bin gelähmt...


    Ich hab die Schnauze so voll davon. Ich bin mein ganzes Leben lang auf der Flucht vor inrgendwas und komme nie irgendwo an :°(

    willgesundsein, hast Du Dich mal mit Zen und "radikaler Akzeptanz" beschäftigt? Falls nicht, tu das mal, das ist einer der möglichen Auswege aus dem Dilemma. Gehört zu den wenigen Dingen die wirklich weiterhelfen.


    Und, sei mir nicht böse, aber - darauf war auch mein etwas flapsiges "da kann man wohl nichts machen" bezogen - was ich an sich schon relativ narzisstisch finde, ist das Ausmaß, in dem Du hier "Drama" machst. Du klebst bleischwer an Deinen Problemen und trittst sie lang und breit hier breit (oder lang? ;-) ). Wenn Du eine Frau wärst könnte man "drama queen" sagen. Ein bisschen hab ich den impuls zu sagen "hör auf zu jammern, kneif die A-Backen zusammen und TU was". Du bist ganz schön "Opfer" und stellst eine Menge Dinge als wirklich große, schwer lösbare, dramatische Probleme dar. Ellenlang wird geschildert was warum wie ist, was warum ja ach so schwierig ist, große große Probleme überall.. aber das hilft auch nicht weiter. Was Du gar nicht tust ist skizzieren wie es besser werden soll, im Gegenteil, Du schilderst sogar eher, warum es gar nicht besser werden kann.


    Der ganze Faden ist ziemlich "gewichtig". Du bist gewichtig, Du bist Dir selber sehr gewichtig, und so stellst Du Dich hier auch da. Gewichtiges Drama. Für meinen Geschmack etwas viel des Guten.

    Ja, da hast du recht! Ich habe auch gemerkt, dass ich so irre viel nachdenken und schreibe und sich trotzdem nichts ändert, komisch... ;-D


    Tatsächlich hilft es mir, ehrliches Feedback zu bekommen, das erdet sehr und zeigt mir auch, wie es weiter gehen soll.


    Und Ich muss zugeben, ich genieße die Zuwendung, das gibt mir Kraft und Zuversicht @:)

    Ein wichtiges Konzept bei Zen ist "Ich-Distanz". Du machst in etwa das Gegenteil ;-). Hol Dir mal das Buch von Domian, "richtig Leben". Nette durchaus hilfreiche Küchentischpsychologie.


    Nichts ändern tut sich weil das alles nur analysieren und rückwärts gucken ist. Was ändern tut sich ja nur durch Veränderungen. Ein wichtiger Punkt könnte allerdings in der Tat sein, zu akzeptieren, dass bestimmte Dinge blöd sind und blöd bleiben und man da auch nix tun kann. Dann rennt man wenigstens nicht mehr immer mit dem Kopf gegen eine Mauer.


    Also, wenn Du einfach radikal aufhören würdest, Dich über alles zu ärgern und zu grübeln, was Dich stört, dann würde sich an den Dingen zwar auch nichts ändern, aber Du hättest viel mehr Energie für sinnvolle Dinge übrig..