Du brauchst viel Ausdauer und Bewusstsein für die Hinterhältigkeit deiner versteckten Muster.


    Versuche, dich aus einer Abhängigkeit von der Bestätigung anderer Männer zu lösen, indem du dich selber umsorgst und Dinge tust, die dir gut tun und dich im Leben stabil Stehen lassen und innerlich zufriedenstellend.


    Mir hat die Therapie in erster Linie geholfen, nicht aufzugeben und mir selber immer wieder auf die Schliche zu kommen. Auch hier im Forum fand ich diesbezüglich einige sehr hilfreich!


    Ich bin gerade in der Phase, in der es in der Beziehung ziemlich gut läuft und sich meine Symptome mehr auf mich richten. Meine Freundin muss nicht mehr als Sündenbock für meine komplexe und inneren Wunden herhalten.


    Sobald ich aber im Leben Schwierigkeiten habe und unzufrieden werde, projiziere ich diese automatisch auf meine Freundin.


    Und ich habe das Gefühl, dass der Weg der Therapie, der Selbsterkenntnis und des Schwierigkeiten durchstehens der richtige Weg ist und sich lohnt. Ich gehe diesen Weg auf jeden Fall noch weiter!

    Danke für eure Anregungen.

    rr2017

    Zitat

    Dazu gehört dann auch, dass man lernt, negative Gefühle und Phasen "einfach mal" auszuhalten. Man kann sich auch "einfach mal" schlecht fühlen, das ertragen und gar nichts weiter als Kompensation tun (bzw wird dies sogar müssen). Das ist dann unterm Strich oft immer noch besser als zur Kompensation dieser Gefühle irgendwas zu tun, was kurzfristig hilft, aber langfristig nur noch mehr Schaden (und damit mehr negative Gefühle) verursacht.

    Das habe ich eben nie gelernt. Ich habe immer kompensiert und zwar auf die schädliche Art.

    danae87

    Zitat

    Wenn er den Müll nicht rausbringt und man ihn ausweiden möchte, sich anhalten, nichts sagen oder nichts zu ihm, sich selbst klarmachen, dass man übersteuert und versuchen eine angemessene Reaktion zu finden.

    Das Beispiel ist herrlich. ;-D

    Zitat

    Aber schließlich und endlich wirst du um professionelle Hilfe nicht rumkommen. Ich denke Unterstüzung kann hilfreich sein, aber wenn man so gar kein vernünftiges Raster hat, wenn man nicht gelernt hat sich und seine GEfühle einzusortieren und sich nicht davon wegtragen zu lassen, dann ist das einfach sinnvoll, weil man da etwas ganz rudimentäres neu lernen muss.

    Inzwischen habe ich das so akzeptiert. Durch ihn merke ich, wie viel Gefühle ich hab und wie unfähig ich bin, mit ihnen umzugehen.

    Erstmal? Gar nicht. Findest du raus wenn die Verliebtheit nachlässt. Ist dann da nichts mehr über wofür es sich in deinen augen lohnen würde an dir zu arbeiten, damit ihr eine zukunft habt, dann dürfte es alleine die Verliebtheit gewesen sein, die dich so entflammt hat.

    Ich weiß zwar nicht ob das immer und für alle so ist, aber meistens ist's doch wohl so dass die Liebe erst später kommt, insofern würde ich anfangs "nur" verliebt zu sein für ganz normal halten. Ihr kennt euch doch noch gar nicht, worauf also soll die Liebe denn basieren?


    Darüber hinaus glaub ich dass am Entstehen von Liebe konkrete Entscheidung (zu lieben) beteiligt sein kann, vllt ist's sogar immer so und halt nur unterbewusst, aber grad wenn man die ein oder andere Verletzung mit sich spazieren trägt dürfte es vermutlich konstruktiv sein sich bewusst dazu zu Entscheiden. (kein Kopf um die Umsetzung machen, einfach nur wollen und Bereitschaft für die Konsequenzen aufbauen (z.B. die damit einhergehende Verletzlichmachung, Vertrauensbereitschaft)).

    Zitat

    Das ging schnell, diesmal.

    Meinst du damit, dass ich schon zweifle? Nein, so war das nicht gemeint. Er wird mir immer wichtiger, er ist ein toller Mensch. Aber da eben dieser heftige Kick abebbt (auch wenn die Hormone natürlich noch brodeln) frage ich mich, wie ich es eruieren kann. Und ja. Es geht immer schneller, das ist echt beunruhigend.

    Zitat

    Darüber hinaus glaub ich dass am Entstehen von Liebe konkrete Entscheidung (zu lieben) beteiligt sein kann, vllt ist's sogar immer so und halt nur unterbewusst, aber grad wenn man die ein oder andere Verletzung mit sich spazieren trägt dürfte es vermutlich konstruktiv sein sich bewusst dazu zu Entscheiden. (kein Kopf um die Umsetzung machen, einfach nur wollen und Bereitschaft für die Konsequenzen aufbauen (z.B. die damit einhergehende Verletzlichmachung, Vertrauensbereitschaft)).

    Das sehe ich genauso. Er hat übrigens gesagt dass er mich liebt. :-)

    Zitat

    Ich weiß zwar nicht ob das immer und für alle so ist, aber meistens ist's doch wohl so dass die Liebe erst später kommt, insofern würde ich anfangs "nur" verliebt zu sein für ganz normal halten. Ihr kennt euch doch noch gar nicht, worauf also soll die Liebe denn basieren?

    Die Frage war ja aber nicht ob sie liebt oder verliebt ist sondern ob es der Mann ist oder das Gefühl des Neuen, die Verliebtheit selbst, die sie fasziniert. Also ob der Mann nur eine Folie für Träume ist, völlig austauschbar oder ob es um ihn als Person geht.


    Ansonsten ist das schon klar und seh ich auch so.

    Zitat

    Darüber hinaus glaub ich dass am Entstehen von Liebe konkrete Entscheidung (zu lieben) beteiligt sein kann, vllt ist's sogar immer so und halt nur unterbewusst, aber grad wenn man die ein oder andere Verletzung mit sich spazieren trägt dürfte es vermutlich konstruktiv sein sich bewusst dazu zu Entscheiden. (kein Kopf um die Umsetzung machen, einfach nur wollen und Bereitschaft für die Konsequenzen aufbauen (z.B. die damit einhergehende Verletzlichmachung, Vertrauensbereitschaft)).

    Bis zu einem gewissen Grad kann ich da mitgehen. :-)

    Zitat

    Meinst du damit, dass ich schon zweifle? Nein, so war das nicht gemeint. Er wird mir immer wichtiger, er ist ein toller Mensch. Aber da eben dieser heftige Kick abebbt (auch wenn die Hormone natürlich noch brodeln) frage ich mich, wie ich es eruieren kann. Und ja. Es geht immer schneller, das ist echt beunruhigend.

    Ah, dann hab ich dich falsch verstanden. Mh, ich finde es aber auch für ein Vergehen des ersten Kicks echt ziemlich zügig. Woran merkst du das? Fallen dir Fehler an ihm auf oder was ändert sich?

    so aus therapeutisher Sicht wärs natürlich sinnvoller, erstmal single zu sein, quasi "pur", ohne einen "drogen-mann" der wieder irgendwas überdeckt..


    aber wenns "der richtige" ist wärs natürlich auch käse, sich dafür extra zu trennen.

    Zitat

    Er hat übrigens gesagt dass er mich liebt. :-)

    macht ja nix (;-D also ich mein, als Ausdruck der Gefühle: "ich bin ja so verliebt in dich" ist ja eher ungängig)

    Zitat

    Aber da eben dieser heftige Kick abebbt

    eine gute Chance für ne symbolkräftige Entscheidung, wenn du da nämlich trotzdem "weitermachst" signalisierst du deiner Psyche Interesse an mehr als nur dem Kick (außerdem scheint es vermutlich nur so als verginge er ;-) hm.. keine Ahnung, vllt wechselt er auch die Ebene, wird von gesünderen Verliebtheitsanteilen substituiert oder fluktuiert oder was weiß ich^^)

    Zitat

    Er wird mir immer wichtiger, er ist ein toller Mensch.

    klingt gut :-)

    danae87

    Zitat

    Die Frage war ja aber nicht ob sie liebt oder verliebt ist sondern ob es der Mann ist oder das Gefühl des Neuen, die Verliebtheit selbst, die sie fasziniert. Also ob der Mann nur eine Folie für Träume ist, völlig austauschbar oder ob es um ihn als Person geht.

    Ja, genau das war die Frage. Hattest du selbst eine vergleichbare Problematik, wenn ich fragen darf? Du scheinst das extrem gut nachvollziehen zu können, was ich schreibe. Also im Sinne von Männer als Schmerzmittel.

    Zitat

    Ah, dann hab ich dich falsch verstanden. Mh, ich finde es aber auch für ein Vergehen des ersten Kicks echt ziemlich zügig. Woran merkst du das? Fallen dir Fehler an ihm auf oder was ändert sich?

    Ich spüre nicht mehr diesen Rausch, also nicht mehr dauerhaft. Natürlich ist es superschön und im Bett wirds auch immer besser, er sagt dass er sich immer mehr in mich verliebt und ich will auch nicht mehr ohne ihn sein. Aber ich neige eben dazu, Dinge zu zerdenken und mir zu viel Gedanken zu machen. :°( überall zu zweifeln.

    Lukas420

    Zitat

    Das kann er gar nicht. Er hat keine Ahnung, wer und wie Du wirklich bist.

    Freilich nicht. Wie Wallisii schon zutreffend anmerkte ist ILD oft ein Synonym für massive Verliebtheit.

    rr2017

    Zitat

    so aus therapeutisher Sicht wärs natürlich sinnvoller, erstmal single zu sein, quasi "pur", ohne einen "drogen-mann" der wieder irgendwas überdeckt..


    aber wenns "der richtige" ist wärs natürlich auch käse, sich dafür extra zu trennen.

    Ja. :-| das zeigt sich nur mit der Zeit, hm?

    S. Wallisii

    Zitat

    macht ja nix

    ;-D ich finde es sogar wunderschön.

    Zitat

    eine gute Chance für ne symbolkräftige Entscheidung, wenn du da nämlich trotzdem "weitermachst" signalisierst du deiner Psyche Interesse an mehr als nur dem Kick (

    :-) Ich mache definitiv weiter. Er ist einer der tollsten Männer, die mir je begegnet sind, und das habe ich nach der Zeit die wir uns kennen so von vielleicht 3 oder 4 Stück je gedacht... je mehr ich ihn kennenlerne desto mehr sehe ich wie viel wir gemeinsam haben und wie schön wir harmonieren. x:)

    Zitat

    außerdem scheint es vermutlich nur so als verginge er ;-) hm.. keine Ahnung, vllt wechselt er auch die Ebene, wird von gesünderen Verliebtheitsanteilen substituiert oder fluktuiert oder was weiß ich^^)

    möglich, ja. Denn ich will immer noch dauernd bei ihm sein, der Sex wird immer besser und ich könnte ihn auffressen, so toll finde ich ihn. Vielleicht habe ich ja endlich mal Glück.

    Zitat

    Ja, genau das war die Frage. Hattest du selbst eine vergleichbare Problematik, wenn ich fragen darf? Du scheinst das extrem gut nachvollziehen zu können, was ich schreibe. Also im Sinne von Männer als Schmerzmittel.

    Ja, ich kenn sowas ähnliches aus eigener Erfahrung. :)_


    Ich find es gut das du weitermachen willst. Vielleicht schreibst du dir, für eventuell kommende Zeiten in denen der andere Anteil wieder an Einfluß gewinnt, jetzt schnell auf was du alles so toll an ihm findest. Damit du dich später, wenn die Fehler kommen, erinnern kannst.