Zerrüttete Ehe oder Schrecken ohne Ende oder nde mit Schrecken.

    Mahlzeit.


    Zunächst mal, es geht hier nicht um mich oder um ein Familienmitglied. Es geht um einen guten Freund bzw. um seine Ehe.


    Ich befinde mich da in einem Dilemma zur Zeit. Vielleicht hilft mir ja die Meinung anderer, "leidgeplagter" Mitglieder.


    Ich befürchte es wird ein etwas längerer Beitrag...


    Vor fast genau 11 Jahren heiratete ein guter Freund seine Freundin. Er machte ihr den Antrag und sie sagte ja. Beide sind alte Schulkammeraden und sie war zur Schulzeit mal unsterblich in ihn verliebt, traute sich aber damals nicht ihn anzusprechen. Viele Jahre später kam es zu einer schicksalhaften, zufälligen Begegnung an einer Tankstelle und wie das Leben so spielt, wurde Liebe daraus (oder etwas das man dafür gehalten hat).


    Zu dem Zeitpunkt war sie in einer Fernbeziehung mit einem Soldaten. Sie beendete die Beziehung spontan und der besagte Soldat drehte deshalb fast durch und kam deshalb sogar kurzzeitig in Arrest in der Kaserne.


    Er ist vom Typ her ein praktisch veranlagter Realist. Er setzt sich Ziele, weiß wie man sie erreichen kann und erreicht sie auch mit Fleiß, Zielstrebigkeit und Durchsetzungsvermögen. Das klappt überall, nur nicht bei seiner Frau. Er denkt viel nach, lässt sich mit Entscheidungen viel Zeit (oft auch zu viel) und ist alles andere als ein Träumer. Er sieht seinen Platz in der Welt, seine Möglichkeiten und seine Bedürfnisse recht klar. Er hat vielleicht manchmal das Problem seine Gefühlswelt auch nach außen zu transportieren.


    Sie hingegen lebt in einer Traumwelt! Ich habe in meinem Leben noch nie einen Menschen kennengelernt dessen Denken sich so sehr und ausschließlich um Hobby und Freizeitgestaltung dreht. Sie ist ein wahrhaftiger Pferde-Fanatiker. In ihrem Leben kommen an allererster Stelle ihre Pferde und anderes Kleinviech, dann lange Zeit nichts, dann kommt sie und dann kommt nichts mehr. Gar nichts mehr. Das ist so und war schon von Anfang an so. Sie ist hochintelligent, was auch anhand von Tests belegt ist. Sie hat eine Ausbildung gemacht zur Zahnarzthelferin und diese mit 1 und Sternchen abgeschlossen.


    Inzwischen gibt es zwei gemeinsame Kinder, von denen das älteste nach den Sommerferien in die 4. Klasse kommt.


    Die "Beziehung" der beiden lief von Anfang an nur nebeneinander her. Es gab nie ein Miteinander, nie ein wir und ich war von Anfang an skeptisch was die Heirat anging. Ich hatte ihn gewarnt...


    Nun hat sie noch weitere Probleme:


    - Sie ist hochgeradig egoistisch und selbstsüchtig. Alles dreht sich nur um ihre Bedürfnisse. Er hat immer zurückzustecken. Sie lässt sich auch nicht bei ihrem Kram helfen, damit sie nachher nicht in der Schuld von anderen steht und damit sie vorwurfsvoll anmerken kann das sie ja niemand unterstützt. Diese Doppelzüngigkeit zieht sich durch alle Lebenslagen.


    - Sie ist ein Messi. Ernsthaft. Das gemeinsam gekaufte und finanzierte Haus sieht aus wie Dresden '45. Es ist nicht sehr groß, dafür mit Unrat übersäht. Hauptsächlich Zubehör für ihre Pferde. Da stehen Kisten, Eimer, Kartons und Körbe, Zaumzeug, Sattel, Decken, Leinen, Klamotten uvm., einfach alles um eine ganze Kavallerie zu versorgen. Sie kann nicht aufräumen. Sie kann nicht putzen. Wäsche wird nicht gebügelt und in Schränke geräumt sondern stapelt sich in Körben im Wohnzimmer. Die Küche sieht immer aus wie ein Schlachtfeld und man hat beinahe Angst sich irgendwelche Keime einzufangen wenn man eine Tasse Kaffee annimmt. Heute noch liegt die Weihnachtsdeko im Flur statt aufgeräumt auf dem Dachboden. Selbst Müll lässt sie einfach fallen wo sie gerade steht und geht, obwohl ein Mülleimer in Griffweite wäre.


    Er geht Vollzeit arbeiten und kann unmöglich die Bude alleine sauber und aufgeräumt halten. Man müsste einen ganzen Kontainer bestellen zum entsorgen. Wenn sie mal außer Haus ist, was ständig der Fall ist, versucht er immer aufzuräumen und entsorgt auch ständig unnützen Kram der gehortet aber nie genutzt wird und hofft jedes mal das sie nicht bemerkt was nun plötzlich alles weg ist. Ist sie zu Hause liegt sie entweder auf dem Sofa und sieht sich Filme über Pferde an oder sitzt an ihrem Laptop und spielt dort völlig hirnlose Spiele für die selbst die Kinder schon zu alt sind. Sie hat kein Problem damit im Müll zu Hausen.


    (Übrigens hatte sie mal einen Bruder, der war ebenfalls Messi und hat sich vor Jahren in seiner völlig zugemüllten Wohnung erhängt...)


    - Sie geht fremd. Von mindestens drei Fällen weiß ich. Sie sieht nun nicht gerade aus wie das neueste Supermodell. Vor allem nicht nach zwei Schwangerschaften. Trotzdem ist es in der Vergangenheit mehrfach vorgekommen das sie fremd gegangen ist. Einmal war es ein guter Bekannter der Familie. Und die anderen Male waren es Personen aus ihrem Bekanntenkreis, die aber bereits 20 Jahre älter waren als sie. Er war davon verständlicherweise alles andere als begeistert, hat aber jedes mal zu ihr gestanden.


    - Sie ist permanent unzufrieden. Mit allem, mit jedem, mit der Gesamtsituation, mit sich, mit ihrem Leben, mit ihrer Figur, mit... keine Ahnung. Das äußert sich z.B. in dem die Kinder ständig für Nichtigkeiten zusammengeschrien werden. Jeden Morgen muss sie ihren Frust erstmal an den Kindern auslassen. Es kann auch vorkommen das sie einfach mal so, scheinbar grundlos explodiert. Ich habe das schon mehrfach mitbekommen. Die Kinder sollen z.B. Ordnung halten und aufräumen (obwohl es von ihrer Mutter gänzlich anders vorgelebt wird). Wenn etwas nicht nach ihrem Plan, nach ihrem Wünschen läuft hängt der Haussegen schief. Alle haben sich ihr unterzuordnen.


    - Sie ist permanent auf Achse. Und niemand weiß wohin, warum, wie lange. Meiner Meinung nach ist das eine Flucht vor der Realität.


    - Sie ist nicht kritikfähig. Sie sieht keine Probleme bei sich. Man kann mit ihr nicht vernünftig reden. Sie wäre niemals zu so was wie einer Therapie bereit. Spricht man diese Dinge an, gehen ihr nach 37 Sekunden die schlüssigen Argumente aus und dann wird sie entweder boshaft und bringt absichtlich Sprüche die direkt unter die Gürtellinie zielen oder sie entzieht sich der Diskussion und geht einfach. Nie wird auf Argumente eingegangen. Sie hat stets recht. Sie weiß alles. Sie weiß auch Dinge die sie nicht weiß. Streitkultur 0. Einsicht 0. Empathie 0. Respekt vor ihrer Familie, vor ihrem Ehemann oder ihren Kindern 0.


    Weder er, noch ihre Mutter, noch Außenstehende wie ich kommen an sie heran. Wird was gesagt, setzt der Fluchtinsinkt ein. Man merkt deutlich das sie vor ihren Problenem aktiv die Augen verschließt und davor weg läuft.


    - Sie kann nicht mit Geld umgehen. Obwohl sie eine abgeschlossene Berufsausbildung hat, arbeitet sie nicht mehr in diesem Beruf sondern geht nur einfachsten und damit schlecht bezahlten Arbeiten nach. Zur Zeit jobbt sie bei McDonalds. Und natürlich in einem Pferdestall. Sie bekommt das komplette Kindergeld. Sie bekommt mehrere hundert Euro monatlich als Haushaltsgeld. Sie hat eine EC-Karte für das Konto meines Freundes über das z.B. ständig getankt wird. Er kauft und bezahlt ihr Auto. Er bezahlt alleine die Kreditraten vom Haus. Er bezahlt für sie und die Kinder eine Krankenversicherung, für sie eine Rentenversicherung. Er zahlt ständig und weiß manchmal nicht wie er monatlich über die Runden kommen soll, obwohl er in seinem Job fast 4.000€ verdient und sich kaum was für sich gönnt weil einfach nichts übrig ist.


    - Die Kinder werden permanant mit Spielzeug überhäuft. So erkauft sie sich wohl deren Zuneigung. Es ist inzwischen einfach viel zu viel und es ist schon lange kein Platz mehr da für neues und die Kleinen lernen so auch nie Dinge Wert zu schätzen. Der Kleine hat z.B. die Gabe Spielzeug schnell zu zerstören...


    Sie war schon immer so. Es gibt keine Ursache in der Beziehung. Eine diffuse Ursache könnte weit in ihrer Vergangenheit liegen, da sie wohl als Kind von Ihrem Vater missbraucht wurde. Allerdings weiß ich darüber praktisch gar nichts und weiß auch nicht wie weit das damals ging. Ich kann dieses Thema unmöglich ansprechen, da ich das gar nicht wissen dürfte und wohl einen Vertrauensbruch darstellen würde. Sie ist dringend Therapiebedürftig, zeigt aber 0 Einsicht und niemand kommt an sie heran, weil sie das nicht zulassen möchte. Schwäche und Fehler zu offenbaren ist für sie nicht möglich. Nach außen macht sie einen ganz selbstbewussten und selbstständigen Eindruck. Sie ist nicht das "schwache" Geschlecht das sich auch mal anlehnen darf und will. Sie hasst jede Form von Schminke. Sie legt keinen besonderen Wert auf Frisur oder Klamotten. Dort leidet sie auch an einer Wahrnehmungsstörung. Denn oft läuft sie als "Presswurst" herum und sieht nicht das ihr viele Klamotten inzwischen einfach zu klein sind. Abgenommen wird aber nicht und wenn dann nur halbherzig und ohne echte Auswirkungen auf ihr Gewicht.


    Emotionale Erpressung als Druckmittel beherrscht sie perfekt.


    Ich weiß es nicht genau, aber ich denke im Bett läuft kaum noch was bis gar nichts. Es hat auch früher schon Phasen gegeben wo es nicht nur wochen- sondern monatelang keinen Sex mehr gab. Zumal sie nun auch nicht mehr so "begehrenswert" ist wie sie zu Anfang mal war. Er dient nur der Geldbeschaffung.

  • 45 Antworten

    Seit einigen Tagen nun kommt bei ihm das Thema Scheidung wieder nach vorne.


    Bei ihm ist es schon sehr lange 5 vor 12. Es gibt keinen Ehevertrag und somit gilt die Ehe als Zugewinngemeinschaft. Haus (aus Zwangsversteigerung gekauft) und Hauskredit läuft auf Eheleute. Er war/ist froh das er seinen Hauskredit den er ausschließlich alleine zahlt in 4 Jahren vom Hals hätte. Wenn aber nun bei einer Scheidung der Verkehrswert des Hauses mit ca. 100.000€ durch 2 geteilt würde, drei Autos (alle als Gebrauchtwagen gekauft), die er auch ausschließlich alleine finanziert hat, ein großes Aktienpaket das er von seinem Gehalt gekauft hat usw., käme da am Ende sicher eine Summe heraus die ihn finanziell in ein tiefes, tiefes Loch fallen ließe. Zumal sie sich nie finanziell an der Ehe beteiligt hat und um Gegenteil noch mehrere 1.000€ Schulden bei ihm hätte wenn er darauf bestehen würde. Er würde natürlich alles daran setzen das die Kinder bei ihm bleiben würden. Dann müsste er eine Betreuung organisieren und finanzieren uvm.


    Und er hat ein weiteres Problem. Da er sie kennt und weiß das sie nicht mit Geld umgehen kann und nicht mit dem täglichen Stress von Job, Pferden usw. umgehen kann würde sie wohl am Ende auf HartzIV enden nachdem seine Kohle, die ihr nach einer Scheidung zustehen würde, aufgebraucht und verlebt ist. HartzIV würde ihr aber keine drei Pferde zugestehen die enorme Mengen an Geld und Zeit fressen. Und wenn sie die Tiere abgeben müsste, würde sie sich sehr vermutlich etwas antun. Egal wie zerrüttet die Ehe auch sein möge. Das würde er natürlich auf keinen Fall wollen! Nachdem er inzwischen auch sehr offen und lange mit ihrer Mutter darüber gesprochen hat, schiebt sie auch schon Panik, da sie ihre Tochter natürlich auch kennt.


    Ich habe zwar eine Meinung. Als Außenstehender und lediger Singel kann man schnell und einfach sagen: ehr heute als morgen weg von der kranken Alten. Aber ich weiß einfach nicht was ich ihm raten soll.


    Beide Varianten (Scheidung oder Aussitzen) sind unkalkulierbar. Und es ist nicht abzusehen wie und wann sich eine spürbare Besserung der Lebenssituation und der persönlichen Zufriedenheit einstellt. Er will keine Scheidung. Vor dem Altar hat er mal geschworen in guten wie in schlechten Zeiten. Er versucht alles um zu retten was zu retten ist. Er nimmt sich permanent zurück. Wägt ständig Alternativen ab. Ich möchte ihn nicht zu einer Entscheidung drängen oder überreden. Dennoch legt er großen Wert auf meine Meinung. Ich bin jemand bei dem er sich ausheulen kann, weil er weiß das er mir vollkommen vertrauen kann. Nur das ändert ja nichts an seiner beschissenen Situation. Ich sehe aber auch keine Möglichkeit seine Frau zur Besinnung zu bringen. Offensichtlich ist sie krank. Heilung wäre sicher möglich, wenn Einsicht vorhanden wäre. Es würde Zeit brauchen. Ich bin aber auch der Meinung das er sich das alles schon viel zu lange angeschaut hat ohne ernsthafte und nachhaltige Konsequenzen einzufordern.


    Das heißt aber nicht er wäre ein Weichei. Er weiß nur das er sie nicht erreichen kann, egal welchen Weg er geht. Er hat schon versucht die Sache auszusitzen und gehofft das z.B. mit Ansteigen der Müllberge ihre Bereitschaft aufzuräumen steigt. Ergebnis: Nichts. Gerade nutzt er jede frei Minute um aufzuräumen. Alleine und in ihrem Beisein. Beides motiviert sie aber auch nicht was zu tun. Er kann stundenlang um sie auf dem Sofa herum putzen...


    Und er hat Angst das sie sich in letzter Konsequenz etwas antut wenn sie fallen gelassen wird. Sie hat übrigens ein Herzleiden.


    Nur damit es nicht so aussieht als hätte man sich gegen sie verschworen. Natürlich hat er auch seine Macken. Er ist penibel, kleinkariert, manchmal auf eine liebenswerte Art verpeilt, achtet sehr auf seine Finanzen und übertreibt in seinem Kontrollwahn manchmal. Kontrollwahn gibt es aber nur sich selbst gegenüber. Er lässt ihr gerne ihre Freiheit wenn nicht so viele andere Probleme da wären.


    Zumal er zur Zeit noch ganz andere Sorgen am Bein hat, nämlich das Erbe und die Schulden seines verstorbenen Vaters, einer Schrott-Immobilie die er nicht los wird usw.


    Danke wer bis hier durchgehalten hat!

    Ich sehe bei derartigen Familienverhältnissen keine gesunde Basis für eine Beziehung. Was du beschreibst, klingt nicht nach Liebe.


    Eine Scheidung würde für ihn sicherlich für eine Zeit eine höhere finanzielle Belastung bedeuten, er könnte aber die Kreditrückzahlung strecken, so das er kleinere Raten zahlen könnte (in der Regel spielt eine Bank da mit). Ich glaube zudem, dass das auch den Kindern gut tuen würde, in sauberen und ordentlichen Verhältnissen aufzuwachsen. Die Frau wäre vermutlich endlich gezwungen, selbst für ihr Leben zu sorgen und sich besser zu organisieren. Der Mann kann nicht für ihr Leben verantwortlich sein- und es hilft der Frau auch nicht, das zu sein. Die Selbstmordgefährdung würde ich vernachlässigen- dafür kann der Mann ebenfalls nicht verantwortlich sein. Ich habe den Verdacht, dass die Frau intelligent genug ist, für ihren Mann auf die Tränendrüse zu drücken und ihn emotional zu erpressen. Er sollte sich nicht als der Sklave seiner Frau sehen.


    Ich glaube, eine Scheidung wäre für ihn eine Befreiung.

    @ Alias

    Du kannst ihm nichts raten. Es gibt nichts, was er nicht schon weiß. Und genau wie seine Frau, will er ebenfalls keine Konsequenzen ziehen. Also wird er so lange in seinen Vorstellungen von Ehe und in seinen Ängsten verhaftet bleiben, bis der Leidensdruck groß genug ist, um tätig zu werden. Bis dahin, bleib an seiner Seite, wenn er dir als Mensch wichtig ist, und vor allem, falls irgendwann der große Knall kommen sollte, um ihm dann beizustehen. Mehr kannst du nicht tun.

    ich habe den eindruck, dass hir zwar viele ganz gut durchdachte einschätzungen abgeben könnten, aber in diesem fall muss ein profi her. die beiden baustellen der finanziellen folgen und der (viel viel weitreichenden) emotional-psychologischen befindlichkeiten zu trennen, dürfte unglaublich schwierig sein.


    versuche vielleicht, ihn zu einem anwalt zu bekommen, der ihm die ganz schnöde wirtschaftliche situation und die folgen einer trennung (rechtlich auch die sorgerechts dinge) darlegt... für dieses unglaubliche verantwortlichkeitsgefühl und angst, für irgendein abrutschen von ihr "schuld" zu sein, braucht er wohl auch professionelle hilfe!

    Ich kann nicht genau erkennen, wo nun deine Einschätzung ist und wo die Beschwerden deines Freundes sind. Du zählst ja viele Kritikpunkte auf. Auch sowas "Gemeines" wie ihre unschönere Figur nach zwei Schwangerschaften - 1. weiß ich nicht, was das dich angeht und 2. hat sie ihm zwei Kinder geboren, da sehen nunmal nicht alle Frauen wieder aus wie vorher.


    Sind das jetzt deine Kritiken? Empfindet dein Freund genauso? Stören ihn auch sämtliche Punkte?


    Ich frage mich, was du für ein Freud bist, der schon damals von der Liebe des Freundes zu dieser Frau abgeraten hat. Sowas tut man nicht.


    Was tut er denn dagegen?


    Wieso bezahlt er zB 3 Autos und ihre Pferde und den ganzen Krams?


    Bereut er Entscheidungen wie zB dass er keinen Ehevertrag gemacht hat, oder ist es dein Blickwinkel, dass es dann duster für seine finanzielle Lage aussieht?


    Wie ist sein Beitrag zum Familienleben? Kümmert er sich regelmäßig um die Kinder?


    Ich würde da genau in die Richtung von minimia gehen.


    Als Freund ist man in der unleidlichen Situation zu unterstützen, zu trösten und zu helfen. Einen Rat kannst du da kaum geben. Konsequenzen muss der Freund schon selbst ziehen, wie auch immer diese aussehen mögen.

    Das ist ja mein Dilemma. Ich weiß das ich ihm nichts raten kann.


    Er möchte sich erstmal von einem Anwalt beraten lassen. Finanzielle Konsequenzen sind ohne kaum abschätzbar. Langfristig sehe ich in einer Scheidung aber mehr Chancen als Risiken.


    sensibelman hat auch Recht. Er ist quasi Co-Abhängig, der gewohnte Alltag überwiegt.


    Und natürlich stehe ich ihm bei, egal wie er sich entscheidet. Das ihm die Entscheidung von ihr abgenommen wird glaube ich aber nicht. Insgeheim wird sie um ihre Probleme wissen und auch wenn es einen finanziellen Ausgleich gäbe, ändert das nichts an ihren Problemen mit sich selbst und der Unfähigkeit einen Alltag in gewohntem Umfang inkl. der gewohnten Freiheiten fortzuführen.


    Richtig ist aber auch das Geld nur Geld ist und man sich Lebensqualität, Zufriedenheit und ein gutes Elternhaus für die Kinder nicht erkaufen kann.


    Für ihn wäre ein Scheitern der Ehe (OK, sie ist bereits gescheitert, aber eine Scheidung wäre der sichtbare und irreversible Schlussstrich.) ein moralisches Versagen.


    Er merkt aber auch das in letzter Zeit immer mehr Außenstehende (Nachbarn, Freunde, Bekannte, entfernte Verwandte) die Probleme, die er so lange zu verstecken versuchte erkennen. Und er erkennt auch das die Personen die Schuld nicht bei ihm sehen und sich ganz im Gegenteil wundern wie er das so lange mit sich machen lässt. Zumal er bei anderen Dingen deutlich konsequenter zu Werke geht.


    Mir hat er sie schon angeboten ,aber ich habe dankend abgelehnt. Obwohl ich mal gesagt hatte das sie ruhig mal für einen Abend vorbei kommen darf, aber in einer Beziehung mit ihr gäbe es schnell Tote.


    Das Maß ist ja langsam voll und der Leidensdruck inzwischen so groß das er drastische Konsequenzen durchaus in Erwägung zieht. Ich kann nur hoffen das er einen gangbaren Weg für sich findet und diesen dann auch erhobenen Hauptes beschreitet.

    Kann es sein, dass du an ihm interessiert bist und deshalb Skrupel hast, ihm zur Trennung zu raten? ":/ Weil du meinst, dass du das vielleicht aus den falschen machen würdest?


    Zumindest ist das auf die Schnelle die einzige Theorie, die ich mir zusammenreimen kann, warum du dich in einem Dilemma siehst.


    Ansonsten ist es für mich ziemlich eindeutig, dass da fast alles für die Trennung spricht.


    Das Hartz4/Selbstmord-Szenario erscheint mir sehr, sehr unwahrscheinlich. Sie könnte doch mehr arbeiten. Außerdem ist sie nach deiner Beschreibung sehr egoistisch und würde schon zusehen, wo sie bleibt und wie sie das bekommt, was sie will. Und sei es über einen neuen Partner.


    Ja, wahrscheinlich würde/wird er bei einer Scheidung finanziell bluten. Aber so ist das eben im Leben: Für Fehler muss man eben oft bezahlen. Trotzdem ist eine Scheidung von so einer Partnerin doch immer noch besser als weitere Lebenszeit in solchen Umständen zu verbringen.

    @ fussel88

    Das sind alles Punkte die ihn stören. Mich geht das letztlich nicht an als Außenstehender wenn man mal davon absieht das mir mein Freund nicht egal ist.


    Unschöne Figur nach zwei Schwangerschaften? Damit meinte ich das SIE mit ihrer Figur - wie mit so vielem - unzufrieden ist aber nichts aktiv daran ändert. Es nichtmal versucht. Statt dessen ist sie lieber weiter unzufrieden. Dann kann sie passiv bleiben.


    Ich habe schon damals nicht seine Liebe angezweifelt, sondern ihn nur davor gewarnt keinen Fehler zu machen. Denn viele der angesprochenen Punkte waren schon damals erkennbar vorhanden, wenn auch in deutlich milderer Form.


    Warum er das alles bezahlt? Weil sie es nicht bezahlen könnte! Sie braucht ein Auto. Selber hat sie kein Geld das zu bezahlen. Aber wie will sie denn sonst zur Arbeit kommen usw.? Sie bekommt das Kindergeld. Davon sieht er also auch nichts. Zusätzlich bekommt sie Haushaltsgeld um Lebensmittel usw. zu kaufen. Was sie davon für sich alleine augibt? Keine Ahnung, wird nicht wenig sein. Sie bucht Urlaube ohne sich mit ihm abzusprechen. Bezahlen darf er natürlich. Sie hat keinerlei Überblick über ihre Ausgaben.


    Sich bei den Pferden einzuschränken kommt für sie nie und nimmer in Frage!


    Zur Zeit ist die unklare finanzielle Lage nach einer Scheidung das Hauptargument gegen eine Scheidung. Neben Dingen wie Kinderbetreuung und einer latenten Suizidgefährdung.


    Familenleben? Ohne ihn gäbe es keines.

    Zitat

    Kann es sein, dass du an ihm interessiert bist und deshalb Skrupel hast, ihm zur Trennung zu raten?

    Ich bin nicht homosexuell. Ich würde es nur gerne sehen wenn er absehbar wieder positiv in die Zukunft sehen könnte.


    Mit mir und meinem Leben hat das rein gar nichts zu tun.

    Zitat

    Mir hat er sie schon angeboten ,aber ich habe dankend abgelehnt.

    Wir reden halt sehr offen über alles und Sarkasmus beherrsche ich auch.


    Bei ihrer Fremdgeh-Aktion habe ich ihm mal gesagt das sie auch gerne mal zu mir kommen darf. Aber er braucht in mir keinen Konkurrenten zu sehen das eine Beziehung mit ihr völlig abwägig wäre. Übrigens war auch das bereits Sarkasmus denn ich wäre nie mit ihr ins Bett gegangen. Ich schlafe doch nicht mit der Ehefrau meines besten Freundes! Also wirklich...

    @ Alias

    Zitat

    Bezahlen darf er natürlich.

    Er darf nicht natürlich, sondern er entscheidet sich bewusst dafür, es zu tun.


    Was mir langsam unsympathisch wird, ist, dass du ihre Verfehlungen lang und breit aufzählst ??Ich könnte glatt denken, dass sie dich mal hat abblitzen lassen ??, seine aber nur kurz in einem Absatz zusammenfasst. Fakt ist, dass dein Freund nicht klar kommt! Was ihm jetzt widerfährt, könnte ihm mit anderen Frauen genauso passieren.


    Es ist verständlich, dass du ihm als Freund gern heraus helfen möchtest, aber sofern du nicht explizit eigene Interessen verfolgst (welcher Art auch immer), würde ich raten, dich nicht als Lebensberater deines Kumpels zu involvieren. Wenn er deine Hilfe braucht, wird er sich schon bemerkbar machen.

    Vielleicht sollte dein Freund mal beginnen sich nicht auf Bequemlichkeiten ausruhen und als allererstes an sich selbst zu arbeiten.


    Dazu gehört es, seine Frau nicht wie Nutte rumreichen zu wollen. Sarkasmus hin oder her.


    Einmal einen Anwalt zu kontaktieren und alles mal durchrechnen zu lassen, sollte ja wohl niemanden zum Verzweifeln bringen.

    Lieber Alias,


    ich weiß, glaube ich, genau, was ich ihm raten würde: Denk an die Kinder! Und das heißt, wie ich das alles lese, dass die beim Vater sicher besser aufgehoben wären als bei der Mutter. Oder was meinst Du?


    Für ein Kind ist es nicht nur gräßlich, sondern auch entwicklungsschädigend, bei einer unberechenbar aggressiven, empathielosen Person aufwachsen zu müssen. Wie verhält er sich dazu? Stellt er sich vor die Kinder, wenn sie sich an ihnen abreagiert, oder schaut er nur einfach zu?


    Dem Mann muss (m.E.) klar werden: Bei der Frau kann er nichts machen, nichts. Bei den Kindern schon - die kann er unter Umständen davor bewahren, dass ihr weiterer Entwicklungsweg einer ist, der sie zu gestörten, verängstigt-aggressiven Menschen macht, die sich anderen Menschen machtlos ausgeliefert fühlen, weil sie das tagtäglich bei ihrer Mutter so erleben!


    Dass er zum Anwalt geht, finde ich erstmal hervorragend - abklären, mit welchen Chancen er das Sorgerecht bekommen kann (- da er die Familie sichert, müsste es da doch Chancen geben, oder? Kenne mich da nicht aus). Ich hoffe aber auch, dass er für die Sorgen der Kinder ein offenes Ohr hat, denn die brauchen das - sie HABEN emotional gesehen nur ihren Vater; diese Mutter kann man diesbezüglich vergessen....


    Gruß

    Laut einer Studie haben 80 % aller Messies Depressionen.


    Sie wird sehr wahrscheinlich auch welche haben, und deshalb mit ihrem leben völlig überfordert sein.


    Sie wird sich nur noch zu dem aufraffen können, was sie wirklich gerne tut und was sie nicht überfordert.


    Sehr viele Depressive haben massive Konzentrationsprobleme.

    Zitat

    Ich könnte glatt denken, dass sie dich mal hat abblitzen lassen

    Nein, da denkst du völlig falsch! Ich will nichts von ihr und wollte nie was von ihr. Als er mir damals erzählte das er ihr einen Antrag machen wollte, gingen schon alle Alarmglocken an bei mir. Aber da konnte und wollte ich mich nicht einmischen. Das stand mir nicht zu und hätte auch sicher nichts geändert.

    Zitat

    Denk an die Kinder! Und das heißt, wie ich das alles lese, dass die beim Vater sicher besser aufgehoben wären als bei der Mutter. Oder was meinst Du?

    Definitiv wären sie bei ihm besser aufgehoben. Die Kinder sind auch ein Grund so lange still zu halten. Es hätte ja auch sein können das sie Probleme einsieht und an ihnen arbeitet wenn sie nur groß genug geworden sind. Aber viel größer können sie inzwischen nicht mehr werden. "Ohne die Kinder wäre ich schon lange weg." Ein Satz der bereits vor Jahren gefallen ist. Wenn man sich aber nun ernsthafter mit dem Thema Scheidung auseinander setzt, kommen auch finanzielle Probleme hinzu. Dazu gehört beispielsweise das er das gekaufte Haus unbedingt behalten möchte.

    Zitat

    Dazu gehört es, seine Frau nicht wie Nutte rumreichen zu wollen. Sarkasmus hin oder her.

    Da hast du mich gründlich missverstanden! Er reicht sie alles andere als herum. Es hat ihm sehr, sehr weh getan von ihren Seitensprüngen zu erfahren. Gäbe es keine Konsequenzen hätte er sie schon lange vor die Türe gesetzt. Das meinte er mit: "Willst du sie nicht?" Und natürlich wusste er bei der Frage das ich sie nie würde haben wollen! Das ist auch nur eine klitzekleine Rand-Anekdote gewesen und nichts über das man länger als 1,3 Sekunden nachdenken muss.

    Zitat

    Wenn er deine Hilfe braucht, wird er sich schon bemerkbar machen.

    Wenn ich seit Tagen täglich mindestens eine Stunde mit ihm über dieses Problem telefoniere (er ruft mich an) ist das in meinen Augen "bemerkbar machen". Und ja, es geht primär um die Probleme die er mit ihr hat und nicht umgekehrt. Niemand ist perfekt und fehlerfrei, auch er nicht. Aber ihr Verhalten trägt massivst mehr zum Bruch bei als seins.


    Man kann ihm vorwerfen das er zu gut ist und ihre Undankbarkeit zu lange toleriert hat. Das er nicht von Anfang an klare Verhältnisse geschaffen hat. Das er von ihren Problemen von Anfang an wusste. Aber auch er konnte nicht absehen das sich das in einem langsamen und schleichenden Prozess immer mehr und so sehr verschlimmert.


    Mein Grund für diesen Beitrag war es Meinungen von anderen zu hören. Vielleicht den einen oder anderen Gedanken aufzuschnappen der ihm und mir noch nicht gekommen ist. Das ist schon alles.


    Selbstverständlich ist das seine alleinige Entscheidung! Und wie auch immer sie aussieht wird er alleine damit leben müssen. Mich betrifft das nicht. Ich bin nur ein außenstehener Beobachter dem - zugegeben - das wohl meines Freundes wichtiger ist als das Wohl seiner Frau.

    Zitat

    Fakt ist, dass dein Freund nicht klar kommt!

    Das sehe ich genauso, aber anders als du das gemeint hast. In diesem Forum sieht man oft nur schwarz und weiß. Das man manchmal einfach nicht aus seiner Haut kann wird gerne übersehen. Es gibt nicht den einen richtigen und den einen falschen Weg. Vor allem eine Partnerschaft trägt sich über Kompromisse die eine gemeinsame, stabile Basis schaffen und ermöglichen. Mit dem Kopf durch die Wand geht nicht. Und er kann nicht von heute auf morgen alles ändern ohne das die Ehe alleine dadurch zerbrechen würde. Das eigentliche Problem - wenn man mal alles auf wenige Worte herunterbrechen würde - ist geben und nehmen. Nur gibt er nur und bekommt nichts bzw. immer weniger. Schlägt die Waage immer mehr zu einer Seite aus, ist irgendwann der Punkt überschritten wo ein Ausgleich - egal ob emotional oder finanziell - noch möglich wäre.

    Zitat

    Sie wird sehr wahrscheinlich auch welche haben, und deshalb mit ihrem leben völlig überfordert sein.

    Ja, da wirst du Recht haben. Und ja, sie ist überfordert. Sagt sie auch selber. Es ist nur keine Einsicht vorhanden das anzugehen, dass zu therapieren oder einfach nur ernsthaft darüber zu reden.


    Weitere Anekdote die das vielleicht klarer macht: Er war mit ihr wenige Sitzungen bei einer Familientherapie. Darin wurde ihr klar gesagt das sie doch mal Dinge an sich heran lassen muss, z.B. das man mal ohne mit einem Messer zwischen den Zähnen wie Erwachsene miteinander reden muss auch über Probleme. Er hat es schließlich immer und immer wieder versucht und nur abfällige Bemerkungen kassiert die ihm emotional weh taten. Nach dem Gespräch meinte sie im Auto aus heiterem Himmel: "Mit dir kann man ja auch nicht reden." Das war so ein Moment wo sie es mal wieder geschafft hatte die Tatsachen um 180° zu verdrehen und er mit offenem Mund und einem Gefühl wie mit der Faust in den Magen geschlagen zu werden da saß und einfach nichts mehr sagen konnte. Damit war das Thema für sie erledigt.


    Er ist jetzt in der Situation wo er wieder alles zerdenkt während sie gar nicht denkt. Aber so einen gravierenden Einschnitt in das Leben zweier Menschen macht man nicht ohne gründlich nachgedacht zu haben.


    Er hat keine Angst das sie finanziell und emotional zusammenbrechen würde. Das ist ihr Problem. Er hat nur - meiner Meinung nach berechtigte - Angst das sie sich was antut in letzter Konsequenz. Das man das nicht will und das als Problem ansieht ist ja wohl nur menschlich, oder ist das Teil seines Problems? Sollte ihm diese Möglichkeit wirklich egal sein? Er hat sie schließlich mal nicht grundlos geheiratet. Auch wenn von Liebe nun nichts mehr übrig ist, so war da mal was und selbst wenn nicht...

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    Ja, und? Wo siehst du ein Problem?


    Bitte entschuldige das ich in diesem Forum ein Beziehungs-Problem zur Sprache brachte das mich zur Zeit bewegt (auch wenn es mich nur indirekt betrifft). Ich tue es auch nie wieder. ":/ ??? :|N :(v


    Ist es so schwer nachzuvollziehen das mir das Schicksal eines guten Freundes nicht egal ist. Ist es so schwer nachzuvollziehen das ich nur gedacht hatte ein paar neue Gedanken hier heraus ziehen zu können.


    Typisch med1! Es hatte schon einen Grund warum ich den Faden als Alias eröffnet habe... >:(

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