Sorry, aber die Aussage, dass dein Partner in einer gemeinsamen Wohnung wenigstens nicht weglaufen kann, klingt nicht nach einer zukunftsfähigen Beziehung! Zumal das so nicht stimmt, er hat ja schließlich auch Freunde, wo er hingehen könnte, und nicht zuletzt seine Eltern!


    Ich glaube nicht, daß dieser Partner der richtige Typ für Deinen Wunsch nach Familie ist. Ein Mann der bei jedem Problem abhaut und schmollt, wie soll das funktionieren?


    Und einfach so ändern kann und wird er sich ganz sicher nicht!


    *:)

    Im Verlauf des Threads tun sich für mich neue Fragen auf. Ihr seid nach Deiner Schilderung von Anfang darüber einig gewesen, dass ihr gemeinsam leben und eine Familie gründen wollt. Habt es, wie Du erwähnt hast zwischendurch öfter als Thema zwischen euch besprochen.


    Was ich daran nicht verstehe ist, ihr lebt seit einiger Zeit in einem Ort. Beide habt ihr Wohnungen, die weder partner- (Deine) noch familientauglich (seine) für die Zukunft sind. Wie passt das mit einem Konzept zusammen, dass man als Paar seit 4,5 Jahren gemeinsam verfolgt? Zudem weiterhin eine Wochenendbeziehung, ein Abtauchen und Ruhebedürfnis nach Konfliktsituationen. Dass das mal für ein paar Stunden sein kann, um innerlich runter zu kommen, kann ich noch gut anerkennen. Aber ganze Tage oder gar eine Woche wirkt wie ein aussitzen in der Hoffnung, wenn genug Zeit vergangen ist, kann Mann weiter machen wie bisher,weil Du froh darüber bist, wenn alles wieder harmonischer zwischen euch verläuft.

    Zitat

    Er lässt sich ungern Druck machen (auch nicht in allen anderen Lebenssituationen) und er schafft es auch nicht sich von mir zu trennen...

    Stand diese Option zwischen euch in der Vergangenheit im Focus? Kann es sein, dass Dein Freund generell jemand ist, der Entscheidungen ungern gemeinsam trifft, sondern eher für sich allein? Für eine Ehe und Familie scheint das Konstrukt eures Paarlebens derzeit jedenfalls nicht besonders reif und verantwortungsvoll ausgeprägt.


    Vielleicht ist der Einfluss seiner Eltern auf eure Beziehung unterschwellig doch größer als ihr es euch beiden eingestehen wollt, wenn er jemand ist, der die Erwartungshaltung anderer nicht enttäuschen mag.

    Hallo @mari82


    Ich bin leider gerade in der selben Situation. Bzw einer ähnlichen


    Wir sind verheiratet, wohnen zusammen


    Was das Thema Familie betrifft ist er gerade am durchdrehen.


    Wir waren und einig ich habe dann mal drüber reden wollen wann’s denn los geht mit konkreter Planung


    Auf einmal will er sein Ding durchziehen, keine Verpflichtung, Kinder sind eh blöd was ich nur daran finde...


    Ich bin aus allen Wolken gefallen.


    Beim Streit ist er genauso wie dein Freund.


    Ich habe dann mal Ursachen Forschung betrieben. Seine Eltern! Ich weiß nach 4 Monaten immer noch nicht was genau war


    Aber es hat ihn ausgehebelt


    Wie war seine Kindheit? Wie ist vor allem seine Mutter so? Hat er Angst vor ihnen?

    Zitat

    wie gesagt, wenn wir großen Streit haben, dann kapselt er sich total ein. Das ist seine Art! Ich denke, das wird besser, wenn man zusammen wohnt. Da kann er ja nicht weg rennen...


    ihm geht es nicht gut wegen uns! Das weiß ich auch! Ich kenne ihn ja. Er lässt sich ungern Druck machen (auch nicht in allen anderen Lebenssituationen) und er schafft es auch nicht sich von mir zu trennen...

    Bei diesen Rahmenbedingungen solltest du ein Zusammenziehen ganz schnell vergessen :|N


    Und wegen Bluthochdruck ins Krankenhaus? Entweder der Mann ist ein Hypochonder oder er erzählt dir schon länger irgendwas Wesentliches nicht.


    An deiner Stelle würde ich mir nicht um Zusammenziehen oder sonstige konkrete Zukunftspläne Gedanken machen, sondern um die Beziehung an sich.

    Zitat

    Und ihm geht es nicht gut wegen uns! Das weiß ich auch! Ich kenne ihn ja.

    Da schrillen bei mir die Alarmglocken, ehrlich. Das klingt für mich nach emotionaler Erpressung frei nach dem Motto: Jetzt bin ich wegen dir im KH gelandet, hättest Du mal nicht.....


    Er hat es Dir nichtmal mitgeteilt, dass er dort ist, wollte Dich offensichtlich nicht da haben. Und schiebt Dir jetzt noch den Schuldschein zu. Ganz ehrlich: Ich sehe da keinerlei Basis für eine Beziehung.


    Ich wäre an Deiner Stelle echt sauer, dass er nicht den A. in der Hose hat Dir mitzuteilen, was wirklich in ihm vorgeht. Ich kann das nachvollziehen, dass es schwer ist sich aus streng religösen Umfelden zu lösen, aber wenn dann kann cih das doch nur MIT dem Partner schaffen.


    Er ist ein Fähnchen im Winde und manipuliert Dich auch noch, weil er (so denke ich - da oft genug schon woanders mitbekommen) diesen Lebensentwurf wohl doch nicht so teilt, wie er vorgegeben hat.

    Zitat

    Ich habe dann mal Ursachen Forschung betrieben. Seine Eltern! Ich weiß nach 4 Monaten immer noch nicht was genau war

    Wenn du nicht weißt was es war, wie kannst du dann wissen/ vermuten dass es seine Eltern sind? Und was war vor 4 Monaten?

    Zitat

    ...wie gesagt, wenn wir großen Streit haben, dann kapselt er sich total ein. Das ist seine Art! Ich denke, das wird besser, wenn man zusammen wohnt. Da kann er ja nicht weg rennen...

    Sorry, aber das glaube ich eher nicht. Kann es nicht eher so sein, dass er genau deshalb nicht mit dir zusammenziehen will und dich immer weiter hinhält? Vielleicht merkt er selbst dass er das nicht schafft, ständige Nähe auszuhalten. Vielleicht ist er auch einfach ein Mensch der immer eine gewisse Distanz braucht. Das ist ja auch gar nicht verwerflich, es gibt sicher auch Gleichgesinnte, denen das so ausreicht, aber dann soll er wenigstens ehrlich zu dir sein und dich nicht weiter hinhalten.


    Pass bitte einfach auf, dass du nicht zu viel wertvolle Zeit mit einer Beziehung verplemperst, die letztlich zu nichts führt, du hast leider nicht mehr alle Zeit der Welt um deinen Traum von eigener Familie zu verwirklichen. :)* ??Wie gesagt, mein Mann hat auch einen gewissen Druck von mir gebraucht um in die Pötte zu kommen, da ging es aber vor allem darum dass er seit Ewigkeiten bei mir wohnte, in seiner Heimat aber immer noch seine eigene Wohnung hatte und es für ihn seit Ewigkeiten eine "Testphase" war ob er bei mir hier leben will oder in seiner Heimat. Da ich nach über 6 Jahren nicht mehr länger warten wollte und konnte, verlangte ich von ihm eine Entscheidung und drohte ihm die Entscheidung andernfalls abzunehmen. Als dann immer noch nix passierte in den folgenden 3 Monaten, habe ich ihn ignoriert und begonnen mir ein neues Leben aufzubauen, habe mich ständig mit Freunden getroffen ohne es vorher abzusprechen, war ständig unterwegs und habe viele neue Leute kennengelernt. Ich wollte für einen Moment auch gar nicht mehr. Jedenfalls hat er dann doch die Entscheidung getroffen hier mit mir zu leben und ein paar Monate später folgte der Antrag, Hochzeit, Schwangerschaft??

    Zitat

    Ich muss zu ihm sagen, dass er sich immer Tage zurückzieht, wenn wir großen Streit haben. Ich gehe auf ihn zu. Und irgendwie vertragen wir uns.

    Er verhält sich aber gar nicht wie ein Erwachsener Mann, das ist in meinen Augen kindisch.


    Und immer gehst du scheinbar auf ihn wieder zu, das ist nicht auf Augenhöhe und nicht gut


    Überlege dir, ob es beim Zusammenziehen nicht noch schlimmer wird.


    wenn er jetzt schon so reagiert, und ihr nicht zusammen wohnt, dann bewahre dich vor einem weiteren Schritt

    Hi,


    die Art wie ihr miteinander umgeht ist seltsam.


    Wenn mein Mann im Krankenhaus wäre, würde er mir das sofort sagen, und ich würde alles stehen und liegen lassen um sofort zu ihm zu fahren. Und das war bei uns schon immer so.


    Sich tagelang verkriechen, nicht drüber reden? Seltsam, das wirkt nicht wie eine funktionierende Beziehung.


    Nach 4,5 Jahren nicht wissen ob man zusammenziehen will? Auch das wirkt auf mich nicht normal.


    Wenn man sich sicher ist, dann ist man sich sicher und geht auch Risiken ein. Ok, wir sind nach einem halben Jahr zusammengezogen, wir hatten nach 1,5 Jahren das erste gemeinsame Kind - vielleicht etwas schnell. Aber wir waren uns beide sicher. Und ich bin mir auch heute noch sicher.


    Nach 4,5 Jahren noch so ein Eiertanz?


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Beziehung für euch Beide richtig ist. Und ich kann mir nicht vorstellen, das du mit dieser Beziehung als Basis eine Familie gründen solltest. Eure Beziehung macht nicht den Eindruck als ob sie zukunftsfähig wäre.


    Und ein Mann, der so unterm Pantoffel der Eltern steht, ob du den willst? Mein erster Freund war auch bei dieser Neuapostolischen Kirche. Bei seinen Eltern war ich unten durch, weil ich nicht edel genug gekleidet am Sonntag aufgetaucht bin, weil ich meinen Glauben nicht verändern wollte und weil ich zu "fett" war. Die wollten ein Vorzeigepüppchen. Er hat mich kurz darauf verlassen. Und er hat die nächsten 10 Jahre immer noch keine "passende" Frau gefunden. Und all die Frauen nach mir waren den Eltern wieder zu "fett"......


    Wen man jemanden wirklich liebt und eine Beziehung wirklich leben will, dann wird man sich als Erwachsener Mann von niemandem davon abbringen lassen - wenn man sich sicher ist!


    LG


    Karima

    Nachtrag,


    sich für einen Mann zu verbiegen - damit es funktioniert - war noch nie eine gute Idee.


    Denk mal drüber nach, ob du nicht zu sehr deinen Traum leben willst. Du willst Kinder,


    und dir ist klar, dass da nicht mehr ewig Zeit für ist. Das setzt sich unter Druck.


    Vielleicht redest du dir hier was schön um nicht mit 35 allein da zu stehen.


    Aber besser jetzt alleine sein, als in ein paar Jahren frisch geschieden und allein.


    LG


    Karima

    Danke für Eure Kommentare!

    @ Miss Marie:

    Tut mir leid, dass es bei Dir auch so ist. Er hat ein sehr enges Verhältnis zu seinen Eltern. Und auch viel Respekt. Der Vater ist ganz nett, seine Mutter leider gar nicht. Sie hat ihn schon ganz gut in Griff und ich denke, ihm ist es wichtig, was sie denkt...in Bezug auf uns sagt er aber, dass er sich nichts von seinen Eltern sagen lässt...irgendeinen Einfluss haben sie trotzdem auf ihn denke ich...

    Ganz ehrlich? Die Eltern des Partners würde ich ausklammern. Natürlich hat die Familie einen gewissen Einfluss und je nachdem wie man aufwächst, wird man im Bezug auf verschiedene Dinge auch unterschiedlich geprägt. Aber irgendwann ist dann doch der Zeitpunkt gekommen, an dem man Dinge reflektiert und sie entweder für sich übernimmt oder ablehnt. Man hat ja, gerade als erwachsener Mensch, auch noch einen eigenen Kopf und ist selbst für die Entscheidungen, die man trifft, verantwortlich.


    Ich selbst hätte es, glaube ich, in einer Beziehung nie ausgehalten mehrere Jahre herum zu eiern. Wobei da jeder Mensch und jedes Paar ein unterschiedliches Tempo an den Tag legt. Richtig und falsch gibt es da nicht, es sollte im besten Fall einfach für beide passen.


    In meiner jetzigen Beziehung haben wir das mit dem Zusammenziehen nie aktiv geplant, wir haben schon recht bald nach dem Kennenlernen angefangen unsere Leben ineinander zu integrieren, was reibungslos abgelaufen ist. Das Zusammenziehen ist uns halt so mehr oder weniger passiert, ohne dass wir das irgendwie forciert hätten. Die Wohnung, in der wir leben, ist winzig. Für zwei Leute passt es schon, für eine Familie wäre es auf Dauer definitiv zu eng. Aber hej, man ist ja nicht an Wohnungen oder Häusern festgewachsen ;-D


    Ich denke mir: Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Ausreden.


    Vielleicht kannst du dich mit deinem Partner nochmal zusammensetzen und ihr führt, ohne euch gegenseitig Vorwürfe zu machen, ein Gespräch darüber, wie sich jeder von euch seine Zukunft vorstellt. Dabei fände ich es wichtig, dass jeder Reden darf, während der andere einfach still zuhört. Im nächsten Schritt kann dann abgeglichen werden, was ihr ähnlich sehr, was ihr ganz unterschiedlich seht und wo ihr bereit seid Kompromisse einzugehen und wo nicht.


    Drohungen sind seltenst konstruktiv, aber dass man als Frau in den Dreißigern mit Kinderwunsch in einer mehrjährigen Beziehung endlich mal wissen will, was Sache ist, kann ich verstehen. Auf Drohungen und Erpressung würde ich dennoch nach Möglichkeit verzichten, weil man damit zwar wahrscheinlich schon Schwung in die Sache bringen kann, aber eben auf der anderen Seite kein gutes Fundament für die weitere gemeinsame Zukunft schafft. Damit das Projekt Familie langfristig gelingen kann, müssen beide an einem Strang ziehen wollen.


    Und ich glaube, genau da besteht bei euch Diskussionsbedarf. Wollt ihr beide an einem Strang ziehen? Wie soll das aussehen? Und innerhalb welches Zeithorizonts soll es in welche Richtung gehen?

    Zitat

    in Bezug auf uns sagt er aber, dass er sich nichts von seinen Eltern sagen lässt..

    Laut Deinen Postings hat er nichts von dem, was er je in Bezug auf Euch gesagt hat real werden lassen. Bisher alles heiße Luft. Er hat sogar eine Wohnung gekauft (!), in der es für eine Familie mit Kind recht eng wird.


    Ein Schelm, wer böses dabei denkt....